Bier auf Hawaii? Senf aus Bornholm!

Als mir ein lieber Kollege erzählte, dass ihn sein Urlaub in die Dänische Südsee führen werde, kam ich nicht umhin, ihn um ein kleines Reisemitbringsel zu bitten.

Heute ist er aus dem Urlaub zurück, fing mich schon vor dem Betreten meines Büros ab und drückte mir die Beute in die Hand. Noch während der Dienst-PC hochfuhr, musste ich den Senf probieren.

Typisch skandinavisch, leicht süße Note, etwas körnig und sehr lecker.


Sehr lecker: Der ächte Bornholmer Senf.

Vielen Dank, lieber Kollege!

Pflicht zur Organspende? Pflicht zur Entscheidung!

Alle paar Jahre wieder gibt es Diskussionen über das Thema Organspende. Ich hatte in diesem Blog auch schon darüber geschrieben. An den Tatsachen an sich hat sich kaum etwas geändert: Immer noch erklären sich zu wenige Menschen bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden. Immer noch gibt es viel mehr Menschen, die dringend auf ein Spender warten, als Menschen, die spenden wollen.

Jeder will im Fall des ein Spenderorgan bekommen, wenn es um das eigene Leben und die eigene Gesundheit geht.

Kaum jemand, möchte Organspender sein.

Viele Menschen möchte nicht mal über das Thema nachdenken. Das ist schade. Nun gibt es einen neuen Versuch, die Diskussion um das Thema Organspende und die Spendebereitschaft neu zu beleben: Man möchte die Menschen (mit sanftem) Druck zu einer Entscheidung bewegen.

Ganz klar: Niemand soll gegen seinen Willen zu einer Spende gezwungen werden. Erreicht werden soll, dass sich Menschen Gedanken machen, ob sie nach dem eigenen Tod Spender sein wollen. Und falls ja, welche Organe bzw. welche Organe nicht. Und diese Entscheidung soll dann (an zentraler Stelle) gespeichert, so dass die Information schnell zur Verfügung steht.

Nicht mehr, nicht weniger!

Sollte sich im Lauf des Lebens die Einstellung zum Thema Organspende ändern, so kann der Mensch seine geänderte Entscheidung eintragen lassen. So einfach.

Ich lehne eine Pflicht zur Organspende ab.
Ich begrüße jedoch eine Pflicht, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden!

DAS ist ein …

Der Traum eines Technikers ist es, dass Technik- und Serverräume groß sind, angenehm belüftet, anständig temperiert und ausreichend beleuchtet sind. Und natürlich, dass alle Komponenten gut zugänglich sind. Vor dem Schaltschrank ist Platz, auf der Rückseite ebenfalls. Ob man nun auf die Vorder- oder Rückseite der Technik muss, man kommt gut ran. Soweit der Traum.

Die Realität sieht meistens anders aus: Die Technik und die dazugehörigen Schränke sind in ‚Besenkammern‘ verbaut, die Schaltschränke stehen dicht an den Wänden, wer auf die Rückseite muss, der kann sich zwischen Schränken und Wand im „Serverschrank-Limbo“ üben. Und wird der Raum dann nur durchlüftet statt mit Klimaanlagen gekühlt, sammelt sich jede Menge Staub an und alles ist mit einem dezenten Grauschleier bedeckt.

Kommt dann noch dazu, dass der Raum schlecht beleuchtet ist, weil sich Menschen Glühlampe (oder andere Leuchtmittel) ‚ausgeliehen‘ haben, steht man als Techie zwar nicht total im dunkeln, aber alles sieht schon sehr düster aus. Wie man dann das graue vom dunkelblauen Kabel unterscheidet, bleibt dem geneigten Leser zum Selbststudium überlassen 😉

Wohl dem, der dann eine (ausreichend) helle Taschenlampe dabei hat. Und damit man sie immer am Mann hat, wenn man sie braucht, trägt der Techie sie am besten immer am Gürtel. So wie einet die Jedi-Ritter auch immer ihr Laser-Schwert trugen.

Eines Tages war ich vor Ort, sollte einen etwas ‚versteckt‘ installierten PC demontieren und verschwand so halb hinter einem Schrank. Der Bürobewohner entdeckte, dass ich etwas am Gürtel trug und wollte wissen, was das denn sei.

Ich griff zur Taschenlampe (LED-Lenser), ließ sie kurz aufleuchten: „Das ist eine Taschenlampe, braucht man zum Arbeiten an dunklen und unzugänglichen Stellen…“

Er lächelte kurz, griff hinter sich in den Schrank, holte ein Monsterteil einer Taschenlampe heraus, sein Exemplar hatte nicht einen Leuchtkopf, so wie meine, sein Exemplar hatte viele solcher Leuchtköpfe. Auch er ließ sie kurz aufleuchten und sagte dann ganz trocken: „DAS ist eine Taschenlampe…“

Er hatte bewiesen, dass er Humor hatte. Und diese Szene aus Crocodile Dundee kannte…

Sommerzeit oder Winterzeit oder beides?

Derzeit läuft mal wieder eine Diskussion über die Abschaffung oder Beibehaltung der Zeitumstellung. Eigentlich gibt es diese Diskussion jedes Jahr, doch diesmal ist es anders.

Die EU hat eine „Abstimmung“ durchgeführt. Von den ~500 Millionen Einwohnern haben ~5 Millionen „abgestimmt“, also ein Prozent. Bei einer „Wahlbeteiligung“ von 1% kann man schwerlich von einem demokratisch legitimiertem Prozess reden.
Dazu kommt, dass diese „Abstimmung“ per Internet durchgeführt wurde und viele Menschen nicht die Möglichkeit hatten, an einer so durchgeführten „Wahl“ teilzunehmen.

Auswertungen der abgegebenen „Stimmen“ ergaben, dass von den ~5 Millionen abgegebenen „Stimmen“ gut 4 Millionen aus Deutschland stammten. Von einer breiten Zustimmung aus der gesamten EU kann also noch weniger die Rede sein.

Trotzdem wird man nicht müde, über Sinn und Unsinn nachzudenken. Hier ein paar von meinen Ansichten:

Früher, so vor 200 Jahren, war die Welt einfach. Der Tag hat insgesamt 24 Stunden, Tagesmitte, also 12:00 Uhr, war, wenn die Sonne (am Ort der Beobachtung“ am höchsten stand. Das war relativ einfach zu messen und entsprechend wurde die Uhr(en) des Ortes gestellt. Da damals kaum jemand eine eigene Uhr hatte, war es meistens nur die Kirchturmuhr. Ihre Aufgabe war es, die Menschen zur Gebet zu rufen und ansonsten die allgemeine Zeit anzuzeigen. Ging die Uhr nicht ganz genau, dann war das nicht so schlimm, denn was sind schon ein paar Minuten Abweichung, geht es um Gottes immerwährende Gnade und die Ewigkeit im Paradies? 🙂 Eben.

Im Nachbardorf, ein paar Kilometer weiter westlich oder östlich, passierte das gleiche, jedoch nicht zum selben Zeitpunkt. War es in A-Dorf genau 12:00 Uhr, war es in B-Dorf etwas später (oder früher), je nach dem, wie viel westlicher (oder östlicher) B-Dorf lag.
Für das tägliche Leben spielte das keine Rolle.

Dann passierten zwei Dinge, und alles änderte sich: Die Eisenbahn und der Telegraph wurden eingeführt. Erstere erlaubte Reisen über (relativ) weite Entfernungen in (relativ) kurzer Zeit. Und da war es für die Betreiber von Eisenbahnen einfacher, in den Fahrplänen eine Zentralzeit und nicht die lokale Zeit der jeweiligen Orte zu verwenden. Der Telegraph machte die Übermittlung einer Zentralzeit möglich. Nun wurde an einer zentralen Stelle im Fürstentum die Zeit bestimmt und dann in alle Orte verteilt. Dass die Sonne in A-Dorf nun nicht mehr um genau 12:00 Uhr den höchsten Stand erreichte, war zu vernachlässigen, denn die Ort-West-Ausdehnung des Fürstentums war gering, damit auch der Unterschied zwischen den lokalen Zeiten und der Zentralzeit. Die Menschen konnten damit leben, den allermeisten ist es wahrscheinlich nie aufgefallen.

Später wurde aus vielen Fürstentümern dann ein Königreich, die Eisenbahn fuhr durch das ganze Königreich, der Telegraph verteilte die Zentralzeit durch das ganze Königreich und die Unterschiede in den lokalen Uhrzeiten zwischen Orten ganz im Osten und ganz im Westen wurden größer. Auch damit konnten die Menschen leben, den allermeisten ist es wahrscheinlich nie aufgefallen.

Noch später wurde ein den einzelnen Königreichen ein großes Reich mit einer recht großen Ausdehnung und der Unterschied zwischen den einzelnen lokalen Zeiten und der Zentralzeit wurde schon erheblich, aber man ‚einigte‘ sich — eher: es wurde staatlicherseits festgelegt — auf die Zentralzeit.

An dieser Stelle sei mir etwas Geografie erlaubt: Die Erde ist (annähernd) eine Kugel und die ist ein 360° aufgeteilt. In Nord-Süd-Richtung beginnt die Zählung beim Äquator mit dem 0° Breitengrad, steigt dann bis zu den Polen (90° Nord bzw. Süd), auf der anderen Seite des Kugel das selbe. In Ost-West-Richtung haben wir einmal den Null-Meridian und von dort aus geht es 180° nach Osten bzw. nach Westen.
Ein Tag hat 24 Stunden, in denen sich die 360° der Erdkugel unter der Sonne hindurchdrehen, also legt man für alle 15° eine Zeitzone fest, die sich (meistens) um eine glatte Stunde von der Zeitzone 15° weiter östlich oder westlich unterscheidet.
Man kann es auch anders sehen (oder rechnen): 1° bedeutet einen Unterschied der lokalen Zeit von 4 Minuten.

Als Deutschland noch eine größere Ost-West-Ausdehnung hatte, betrug der Unterschied zwischen Königsberg (20°E) und Aachen (6°E) ziemlich genau 14°, also 56 Minuten. Inzwischen ist Deutschland kleiner geworden, die östlichste Stadt ist Görlitz (15°E), ihr Unterschied zu Aachen beträgt 36 Minuten.
Telefoniert ein Mensch aus Görlitz mit einem aus Aachen, dann ist es beim einen morgens schon deutlich heller oder abends schon deutlich. Gut, bei 36 Minuten kann man auch noch darüber hinwegsehen.

Denken wir jetzt mal weniger national und mehr europäisch: Europa, genauer die EU. Die Ost-West-Ausdehnung ist erheblich von (Ost-) Griechenland (26°E) bis (West-) Portugal (9°W) sind es 35 Breitengrade, also etwas mehr als 2 Stunden unterschied in den lokalen Ortszeiten. Und genau jetzt wird es spannend. Bleibt man bei einer Zentralzeit, dann hat einer der beiden Orte immer die Arschkarte gezogen. Ist die Zeit richtig für den einen Ort angepasst, dann stimmt sie für den anderen Ort nicht.

Oder aber, man wechselt zweimal im Jahr die Zentralzeit und nutzt es aus, dass es im Sommer früher hell wird. Dann stellt man die Uhr im Frühling eine Stunde vor. Und im Herbst eben wieder zurück. So kann man sowohl den Belangen von Menschen tief im Osten und tief im Westen Rechnung tragen.

Ich habe nichts davon, dass es im Hochsommer schon um 4:00 Uhr hell wird, da schlafe ich noch. Dafür wäre abends eine Stunde mehr Sonnenlicht klasse.

Und was das Gemaule von Menschen angeht, die nach jeder Zeitumstellung immer „Monate“ brauchen… Meistens frage ich sie, wo sie Sommerurlaub machen. Schnell geht es mit dem Flugzeug in ferne Länder. Meine Frage, ob die Zeitumstellung da nichts ausmache, wird meistens abgetan. Aber wenn hier die Zeit umgestellt wird, dann soll es so ein Problem sein? Mimimimi!

Eine Freundin ist Landwirtin, da sie weiß, wann die Zeit umgestellt wird, kann sie ein paar Tage vorher anfangen, ihre Tiere daran zu gewöhnen und die Fütterung etc. 5 Minuten anpassen. Nach eigener Aussage ist das für die Tiere kein Problem. Sie reagieren eher auf den Menschen mit dem Futtereimer als auf die exakte Uhrzeit, 5 Minuten eher ist da absolut kein Problem.

Und was das Umstellen der Uhren angeht: Die allermeisten Geräte stellen sich automatisch um: Der Computer bezieht seine Zeit aus dem Internet oder weiß die Umstelldaten und stellt sich bei Offline-Betrieb selbst um. Mobilgeräte wie Smartphones etc. beziehen die Uhrzeit vom Netzbetreiber. Auch unser Funkwecker stellt sich um.
Nach jeder Umstellung gehe ich einmal durch meine Wohnung und kontrolliere die Uhren, die Uhren, die einen kleinen Schubs brauchen, bekommen ihn. Dauert keine 5 Minuten. Dafür habe ich — gerade im Hochsommer — deutlich mehr Lebensqualität, für die ich dankbar bin.

Und Menschen, die mit so wenig Veränderung so große Probleme haben, sollten auch nie den Kalender um einen Tag weiterstellen. Oder sich beerdigen lassen. Da gibt es dann Ewige Ruhe und keine Zeitumstellung mehr.

Meine Erfahrungen mit Fiensmecker „Hot Peach“

Ich mag es ja gerne scharf. Und ich bin neugierig. Als ich vor ein paar Tagen im großen Einkaufsparadies war, entdeckte ich „Hot Peach“ aus der „Black Edition“ von Fiensmecker. Das klang vielversprechend um es trotz des hohen Preises von 4,99 Euro mitzunehmen.

„Hot Peach“ aus der „Black-Edition“ von „Fiensmecker“

Zuhause dann ein erstes Verkosten: Wow, die Sauce beginnt pfirsich-süß, um dann nach wenigen Sekunden in eine interessante Schärfe überzugehen. Schmeckt wunderbar zu Fleisch, Kochschinken, aber auch zu Käse.

Nach wenigen Tagen jedoch eine unangenehme Überraschung: Die Sauce ist mir verschimmelt, obwohl ich sie im Kühlschrank aufbewahrt hatte. Eklige Schimmelbilder erspare ich meinen Lesern.

Das finde ich etwas sehr ungewöhnlich und nehme Kontakt zum Hersteller auf. Nach einem Tag bekomme ich eine Antwort. Das erfreut mich. Der Inhalt der Antwort erfreut mich weniger, teilt man mir doch mit, dass die Pfirsich-Sauce nach dem Öffnen sehr schnell reagiere. Generell gelte, dass die Sauce nach dem Öffnen im Kühlschrank zu lagern sei und binnen 3 Tagen zu verbrauchen sei.

Ich sehe mir die Verpackung genauer an:

Dass man die Sauce nach dem Öffnen kühl (also im Kühlschrank) lagern soll, ist deutlich zu lesen. Dass die auch dann nur sehr kurz haltbar ist und binnen 3 Tagen zu verbrauchen sei, steht dort leider nicht.

Mein Fazit:
Ist die Sauce lecker? Oh ja, sogar sehr!

Werde ich die Sauce erneut kaufen? Definitiv nicht!

Kann ich die Sauce empfehlen? Nein, es sei denn, man weiß vorher, dass man sie binnen 3 Tagen verbraucht.

Smartmeter und warum sie keine so gute Idee sind

Pünktlich zum Jahreswechsel, meistens ein paar Tage oder Wochen vorher, werden die Zähler für Gas, Wasser und Strom abgelesen. Da kommt dann ein Ablesemensch vorbei, erwischt einen nicht, weil man ja tagsüber arbeiten ist und wirft einem dann einen Zettel in den Briefkasten, auf dem man dann bitte die Zählerstände selbst erfassen und den Wisch dann zurücksenden möge.

Ach, wie praktisch wäre es, passierte das automatisch. Wirklich?

Nun, so praktisch es einem erscheinen mag, wenn sich der Zähler selbst abliest und das Ergebnis nach Hause telefoniert, er ergeben sich durch den Einsatz von sogenannten Smartmeter auch viele Risiken. Welche genau, wollen wir am Beispiel eines intelligenten Stromzählers diskutieren.

Klassische Stromzähler sind funktionierende Low-Tech.
Konstruktionsbedingt zählen sie den Strom, den mein Haushalt verbraucht. Dafür brauchen sie keine extra Energie. Ein Smartmeter ist ein kleiner Computer, der meinen Strom misst. Und ein Smartmeter braucht Strom. Nicht viel, aber er braucht. Und in Zeiten, in denen sich Haushalte wie meiner überlegen, wie und wo sie noch ein paar Watt einsparen können.

Smartmeter erfassen Daten.
Ach! Ich meine nicht die Daten über den gesamten Stromverbrauch eines Jahres. Sie erfassen den Stromverbrauch sehr viel genauer. Theoretisch sollen sie den Verbrauch alle 15 Minuten erfassen und melden. Theoretisch. In der Praxis lässt sich sehr genau erfassen, was der Mensch so macht. Recht schnell lässt sich der Kühlschrank als Stromverbraucher erkennen. Und dann lassen andere Verbraucher Rückschlüsse auf mein Verhalten zu. Läuft die Heizung? Läuft der Fernseher? Misst man genau genug, dann lässt sich sogar das eingestellte Programm erkennen. Möchte ich meinem Stromanbieter mitteilen, welches TV-Programm ich gerade konsumiere?

Smartmeter übermitteln Daten.
Sicher ist, dass man Smartmeter einsetzt, um den Verbrauch zentral auswerten zu können. Der Stromanbieter will genau wissen, wann wieviel Strom verbraucht wird.
Nun, das geht schon heute. Der Stromanbieter weiß ja, wieviel Strom gerade abgenommen wird.
Mit Smartmetern werden Daten pro Kunde in häufigen Abständen an den Stromanbietern übermitteln. Nun sind Stromnetze (damals) dafür konzipiert worden, Strom zu übertragen und nicht mehr. Dass Daten von einer Verbrauchsstelle zurück zum Stromanbieter übertragen werden sollten, war nicht vorgesehen worden.
Nun kann man — moderne Technik macht’s möglich — Daten vom Stromzähler auch wieder zurück zum Anbieter zurück übertragen. Allerdings muss man dazu einigen Aufwand betreiben. Entweder jeder Smartmeter hat ein Mobilfunk-Modul eingebaut und „telefoniert“ die Ergebnisse nach Hause oder die Daten werden als Signale in das allgemeine Stromnetz eingespeist und dann an zentraler Stelle abgegriffen und ausgewertet.
Das klingt nicht nur kompliziert, das ist es auch. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Daten über meinen Stromverbrauch nicht in fremde Hände geraten sollten, denn die Details meines Stromverbrauchs geben Dritten sehr genaue Auskünfte, was ich gerade zu Hause mache und ob ich gerade zu Hause bin.
Ich kann mich natürlich darauf verlassen, dass mir der Stromanbieter versichert, dass das System sicher gegen Missbrauch ist. Doch verhaftet im Fall des Falles? Der Stromanbieter wohl kaum.

Smartmeter ermöglichen dynamische und damit intransparente Preismodelle.
Mit „dummen“ Stromzählern ist die Stromrechnung recht einfach: Kunden zahlen einen Fixpreis für den Anschluss samt Stromzähler und dann zahlen sie den Verbrauch. Wer will, kann den Verbrauch quartalsweise, monatlich, wöchentlich oder täglich von seinem Stromzähler ablesen und dann selbst ausrechnen, wie hoch die Stromrechnung wohl ausfallen wird. Haben Kunden nicht einen Preis pro Kilowattstunde „verkauften“ Strom, so gibt es für jeden Tarif (zum Beispiel für verbilligten Nachtspeicherstrom) einen einzelnen Zähler und der Kunde kann durch Ablesen der Zähler seinen Verbrauch und den Preis (der einzelnen Teil-)Rechnung(en) genau abschätzen.
Mit Smartmetern lassen sich sehr dynamische Preismodelle umsetzen: Ist die Nachfrage nach Strom groß, ist der Preis hoch, ist die Nachfrage niedrieg, sinkt auch der Preis. So kann ein Stromanbieter Anreize schaffen, energieintensive Verbraucher nicht gerade zu Spitzenzeiten laufen zu lassen. Das klingt doch erstmal nach einem intelligenten Ansatz, oder?
Nun, wenn der Stromzähler nur noch ein Smartmeter ist und den aktuellen Verbrauch an den Stromanbieter meldet, der aus momentanem Preis und momentanen Verbrauch den Gesamtpreis berechnet, wie kann der Verbraucher sicher sein, dass da keine „Fehler“ zu seinen Lasten passieren?
Den „dummen“ Stromzähler kann der Stromanbieter nicht mal eben von manipulieren, wollen wir uns darauf verlassen, dass dem Stromanbieter keine „Fehler“ passieren oder dass keine bösen Hacker die Daten auf dem Weg vom Smartmeter zum Stromanbieter manipulieren?

Smartmeter ermöglichen zusätzliche Funktionen, auch zu Lasten des Kunden.
Die Welt ist manchmal böse. Es gibt Kunden, die „vergessen“, ihre Stromrechnung zu bezahlen. Oder können nicht bezahlen. Oder wollen nicht bezahlen. Kommt alles vor. Als Ultima Ratio kann der Stromanbieter dann den Stromabstellen. Dazu kommt dann ein Mensch zu uns und klemmt uns dem Strom physisch ab und versiegelt dann den Strom- bzw. Sicherungskasten. Strom gibt es dann erst wieder, wenn sich der Kunde mit dem Stromanbieter geeinigt hat und zahlt. Oder zumindest Ratenzahlung vereinbart. Das ist für alle Beteiligten doof:
Der „Sperrkassierer“, so heißen diese Menschen im Deutsch der Stromanbieter, muss zu Kunden fahren und den Strom abstellen. Das ist Aufwand und erzeugt Kosten. Kosten die der Kunde zu zahlen hat.
Wenn der Strom wieder angeschaltet werden soll, muss wieder der Sperrkassierer anrücken. Wieder Aufwand, wieder Kosten.

Wäre es da nicht schön, könnte das Smartmeter diese Funktionen gleich miterledigen?
Klingt zunächst nach einer tollen Lösung, die Aufwand und Kosten erspart. Und nun stellen wir uns mal vor, dass es bösen Hackern gelingt. gefälschte Abschaltsignale in das Stromnetz einzuspielen und einzelne Kunden vom Netz zu nehmen. Oder gleich ein paar Kunden mehr. Nach wenigen Stunden ohne Strom ist der Inhalt des Tiefkühlschranks unbrauchbar. Wer haftet dann für diesen Schaden? Der Stromanbieter wird jede Schuld von sich weisen, denn er hat ja kein Anschaltsignal gesendet.

So alles in allem bin ich mit meinem alten Stromzähler ganz zufrieden und möchte mich nicht auf das Abenteuer Smartmeter einlassen.
In der Theorie mag das alles ganz toll klingen, aber aus meiner Sicht überwiegen die Nachteile und der mögliche Missbrauch.

Jahresrückblick 2018

Und auch dieses Jahr verdient (m)einen sehr persönlichen Jahresrückblick:

Das Jahr 2018 in wenigen Worten:
Ein tolles Jahr, keine Katastrophen, dafür das Thema Urlaub ausgebaut und zum Schluss noch ein interessanter Endspurt.

Glücklichster Moment 2018?
Das Jahr war generell ein glückliches Jahr, da gab es keine besonderen Höhepunkte. Außer dem Reiturlaub. 2018 war ich zweimal im Urlaub. Wieder beim selben Anbieter.

Aufregendster Moment 2018?
Da gab es keine besonders aufregenden Momente.

Traurigster Moment 2018?
Sind mir auch dieses Jahr erspart geblieben.

Berufliches?
Zum Ende des Jahres begannen noch erfreuliche Entwicklungen. Ich werde demnächst darüber berichten können

Zu- oder abgenommen?
Abgenommen. 5kg. Und ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe. Nach dem Reiturlaub (mit gewohnt leckerer Verpflegung) war ich ein paar Tage in Österreich und „musste“ mich durch die dortige Küche arbeiten. Wiener Schnitzel vom Kalb, Kaiserschmarrn, Palatschinken, Marillenknödel, Würschtel vom Würschtelstand, dazu „16er Blech“ und und und. Nach meinem Urlaub befürchtete ich, die Waage zeigt 5kg mehr an. Stattdessen war es 5kg weniger. Ich will mich nicht beklagen.

Haare kürzer oder länger?
Auch dieses Jahr haben meine Friseurin und ich ein wenig experimentiert; generell bin ich bei kurzen Haaren geblieben.

Buch des Jahres 2018?
Wieder habe ich zu wenig Bücher gelesen. Aber zu Weihnachten erfreute mich eine liebe Freundin mit einem Pferdebuch und machte mir so mit einem kleinen Geschenk eine große Freude.

2018 zu wenig gemacht?
Freunde getroffen. Aber das lag nicht nur an mir.
Am Strand gewesen. Das lag am schlechten Wetter im Sommer…

2018 zu oft gemacht?
Da fällt mir gerade nichts ein.

2018 genau oft genug gemacht?
Beim Pferd gewesen.
Reiturlaub im bayerischen Wald gemacht. Und ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub dort.

2018 leider nicht gemacht?
Auf dem Congress des CCC gewesen. Ich war stattdessen arbeiten.
Freunde getroffen.

2018 endlich gemacht?
Wien gesehen und dort ein Wiener Schnitzel vom Kalb gegessen und im Prater mit dem Riesenrad gefahren.
Und ich komme zurück nach Wien.

2018 neu kennengelernt?
Wieder ein paar Menschen im Ausbildungsstall.
Und die Pferdemenschen im Reiturlaub. Ihr ward eine tolle Reitbegleitung!

Menschliches 2018?
Auch dieses Jahr keine großen Höhen und Tiefen.

2019 wird … ?
Hoffentlich so positiv weitergehen, wie 2018 endete.
Wieder schöne Stunden mit dem Pferd bringen, wieder aufregenden Reiturlaub bringen. Ich lasse mich gerne überraschen.

Vorsätze für 2019?
Weniger wiegen.
Reiturlaub machen.
Meine Reitausbildung weiter vorantreiben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.

Gefährliche … Heimat

Weihnachten, das ist die besinnliche Zeit, in der uns das Fernsehen mit … Kriegsfilmen unterhält. Wem es Heiligabend mit unter dem geschmückten Tannenbaum zu weihnachtlich wurde, der konnte sich gemeinsam mit John Rambo unter den Tannen des Waldes verstecken. Oder im Dschungel Vietnams. Oder in Afghanistan. Und Tage später gab es dann „Wir waren Helden“.

Krieg ist schon übel und gefährlich, jedoch nicht so gefährlich, wie in der Heimat zu bleiben. Wie bitte? Doch, doch, unlängst las ich, dass 2017 fast 40.000 Menschen durch Schusswaffen ums Leben gekommen sind.

Der Vietnamkrieges gilt als das amerikanische Trauma der jüngeren Vergangenheit. Nach amtlicher Zählung sind 58.200 US-Soldaten gestorben. Verheizt in einem sinnlosen Krieg. Die US-Beteiligung dauerte von 1965 bis 1973. Es ist also sicherer, als US-Bürger in einen Krieg zu ziehen als in der Heimat zu bleiben.

Karmapunkte verloren, aber Spaß gehabt


Neulich Abend stehe ich an einer roten Ampel in einer norddeutschen Großstadt an der „Pole Position“. In ca. 200 Meter Entfernung steht ein auffällig unauffälliger Kastenwagen. Neben mich stellt sich ein Porschefahrer. Während der Ampelphase spielt er mit dem Gas. Das kann ich auch. Das bemerkt er, sieht zu mir rüber. Ich spiele weiter am Gas. Die Ampel wird grün. Dass mein Panda gegen seinen Porsche keine Chance hat, ist allen klar. Aber ganz so billig wollte ich mich nicht verkaufen. Nach 100 Metern ist klar, wer gewonnen hat. Der Porschefahrer feiert seinen (vorhersehbaren Triumph mit einem Extraspurt um zu zeigen, wer hier wirklich den Längsten hat. BLITZ

Ich bremse ab, um das erlaubte Limit einzuhalten und schätze die Geschwindigkeit des Porschefahrers. Ich weiß nicht, wie schnell er noch geworden ist, aber eines ist mir klar: In den nächsten Monaten werden seine Sprints nur noch auf dem Weg zur Bushaltestelle stattfinden.

Ja, mir ist schon klar, dass ich ein paar Karmapunkte verspielt hatte. Aber ich hatte Spaß.

Und noch zweimal Senf

Und wenn ich schon im Riesensupermarkt bin, dann … Senf hat man ja nie genug.

Zwei weitere Sorten Senf. Beide sehr lecker.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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