Noch mehr Anzeichen, daß es nur ein Traum war

Neulich hatte ich schon mal darüber sinniert, woran man erkennen könne, ob man wacht oder träumt. Ausgelöst durch aktuelle sportliche Großveranstaltungen ist mir noch ein sehr sicheres Indiz dafür eingefallen, daß es sich um einen Traum handeln muß:

Die jamaikanische Olympiamannschaft gewinnt die Goldmedaille im Eishockey.

Digitale Fastenzeit — How slow can you go?

 Nach Aschermittwochen beginnt für viele Menschen die Fastenzeit. Sieben Wochen, um sich zu besinnen und einmal ganz bewußt auf Tabak, Alkohol, Süßigkeiten oder Fernsehen zu verzichten. Wer verzichtet, möchte sich ‘reinigen’, möchte sich besinnen, sich von liebgewonnenen Gewohnheiten oder selbstgeschaffenen Abhängigkeiten befreien oder den Wert der Dinge neu erfahren.

Ich habe eine ähnliche Selbsterfahrung gemacht: Ich habe für ein paar Tage eine Art Zeitreise unternommen und war mit uralter Hardware unterwegs. Doch der Reihe nach. Irgendwann wurde mir ein alter Laptop in die Hand gedrückt. Die Eigentümerin wollte den ~12 Jahre alten DELL Inspiron 3500 entsorgt wissen. So fand er seinen Weg zu mir. Ihr war egal, was ich damit anstelle oder ob er direkt zum Elektroschritt gehen wird.

Ich begutachtete mein neues Spielzeug, alles war komplett, also Netzteil an den Laptop und probiert, ob noch hochfährt. Das installierte Win XP war ziemlich verdengelt, aber nicht, was man als MCSE nicht hinbekommt. Ich war angenehm überrascht, daß Win XP alle Treiber für die Hardware dabei hatte, sogar die Kombi-Karte mit Modem und LAN von Xircom lief auf Anhieb.

Ein Pentium-II-Prozessor mit 366 MHz und 256 MB RAM, das war vor ~12 Jahren eine flotte Maschine. Eine Faustformel besagt, daß sich die verfügbare oder besser bezahlbare Rechenleistung alle zwei Jahre verdoppelt, die Maschine ist also sechs Verdoppelungen der Rechenleistung alt. Heutige Laptops haben mehrere CPU-Kerne a 2.400 MHz, heutige Prozessoren brauchen auch weniger Taktzyklen pro Befehl, so daß aktuelle Geräte tatsächlich 32 bis 64 mal soviel Leistung haben wie die alte “DELLe”.

Ich war neugierig, wie kann man mit so einer (für heutige Verhältnisse) schlappen Maschine arbeiten? Ich machte ein paar Tage lang einen Selbstversuch. Hier nun meine Erfahrung:

Start des Rechners
Ich habe die Zeit nicht gestoppt, aber ich empfand die Zeit als noch akzeptabel, ich habe schon PCs erlegt, die schnellere CPUs, aber weniger Speicher hatten und beim Start deutlich länger brauchten.

Internet-Anbindung per LAN und WLAN
Die LAN-Schnittstelle in der PCMCIA-Karte läuft problemlos und ist absolut schnell genug. Aber LAN kann jeder, spannend wird es bei WLAN. Der Rechner hat genau eine(!) USB-Schnittstelle und die entspricht natürlich noch dem (langsamen) 1.0-Standard. Der WLAN-Stick meldet, daß er woanders mehr Leistung gringen könnte (ach …), aber es gibt keine besseren Steckplätze. USB 1.0 sollte für Internet ausreichen.
Hätte es auch, aber niemand fährt unverschlüsseltes WLAN, die WPA2-Verschlüsselung benötigt viel Rechenleistung des Laptops, so daß ich nicht über 1,5 MBit/s gekommen bin. Am LAN-Kabel waren es immer 4 MBit/s.

Surfen mit dem Internet Explorer
Aus Platzgründen habe ich nur den IE8 installiert, der erfreulich schnell ist. Allerdings bricht die Geschwindigkeit sofort und brutal ein, wenn zuviel Flash auf der Seite ist. Kommt Java ins Spiel, dann ist man fast ganz verloren, dann kann man zusehen.

Schreiben auf der Tastatur
Okay, das war wirklich eine Strafe. Nicht weil die Tastatur schlecht wäre, das ist sie nicht, sie dürfte mit zu dem Besten gehört haben, was vor ~12 Jahren zu haben war. Aber sie ist entsprechend alt. Und ich bin sehr auf meine IBM Serie-M-Tastatur eingestellt, daß ich mich (unter gelegentlichem Fluchen) umgewöhnen mußte. Nun sitze genieße ich wieder die Tastatur schlechthin.

Fazit
“Back to the roots” macht eine Woche lang durchaus mal Spaß, danach weiß man den Renner am Schreibtisch noch mehr zu schätzen. Aber für eine bewußte Auszeit war’s eine interessante Erfahrung. Und — vor allem — es war viel besser, als eine Woche ganz ohne Internet gewesen zu sein.

Eben probiert: Tabasco Chipotle

Tabascosauce kennen wir alle. Oder die meisten von uns. Gestern entdeckte ich eine weitere Sorte “Tabasco Chipotle”. Etwas weniger scharf, dafür aber mit dem Geschmack geräucherter Chili-Schoten.

Sehr lecker. Und wie man damit Fleisch marinieren kann, werde ich demnächst mal ausprobieren und dann berichten.

Mal wieder Senf — Plochman’s

Lange gab es keinen Senf mehr in diesem Blog. Da kam die Anregung von Dyfa, die Sorten von “Plochman’s” zu probieren, genau richtig:

Chili ist sehr lecker, ohne zu scharf zu sein, denn immerhin soll Senf ja nach Senf und nicht einfach nur scharf schmecken.

Auch die Sorte “Sweet ‘n Yellow Honey Mustard” ist sehr lecker

Zum Tode von Günter Freiherr von Gravenreuth

“De mortuis nil nisi bene” heißt es im lateinischen Sprichwort. “Über Tote soll man nicht schlecht reden” sagt die etwas freiere deutsche Übersetzung. Eigentlich.

Heute setzte Günter Freiherr von Gravenreuth (GFvG) seinem Leben ein Ende und die Kunde davon machte schneller die Runde, als man A-B-M-A-H-N-U-N-G buchstabieren kann. Die Zahl der Trauernden dürfte sich in überschaubaren Grenzen halten, zu sehr polarisierte GFvG. Und er schien es zu genießen, daß er äußerst umstritten war. Gegenüber dem Stern sagte er einst “Die einen hassen mich, die anderen sind meine Mandanten.”

Seinen legendären berüchtigten Ruf hat sich Gravenreuth hart erarbeitet. Unter dem Pseudonym “Tanja Nolte-Berndel” junge Menschen erst zur Raubkopie anstiftete, um sie dann dafür zu Kasse zu bitten, macht in der Szene nicht nur Freunde. Das Geschäftsmodell, Hilfskräfte nach bestimmten Begriffen im Netz suchen zu lassen, um dann die Verwender der Begriffe abzumahnen, dabei mit herbeiphantasierten kaum nachvollziehbar hohen Streitwerten und entsprechend hohen Gebühren zu operieren, sorgte auch im Kollegenkreis eher für Mitleid als für Anerkennung.

Irgendwann hat Gravenreuth den Bogen überspannt und nicht nur zu moralisch zweifelhaften Methoden gegriffen. Die Quittung gab’s dann vom Gericht in Form von 14 Monaten. Ohne Bewährung. Denen ist ER nun entgangen. Auf seine ebenso eigene Art, wie er vorher gelebt hat.

Möge Gravenreuth nun in Frieden ruhen.

Der Name des Volkers — Identität von “Richter Ballmann”

In Kleinbloggersdorf und dem angeschlossenen Twitterhausen geht’s mal wieder hoch her. Was ist passiert: Zwischen zwei Personen gab es eine Auseinandersetzung, wer wann was getan hat und wie worauf reagiert hat, kann einfach im Netz nachgelesen werden. Ist hier auch nicht wichtig.

Interessanter ist, worum es eigentlich ging:
Ein Blogger, er nennt sich Richter Ballmann, berichtet aus seinem Arbeitsleben. Es liegt nahe, daß er dabei weder Roß noch Reiter beim Namen nennen kann. Daher heißt “Richter Ballmann” in Wirklichkeit auch nicht Ballmann, um seine und die Identität  und damit auch die seiner Kunden zu schützen.

Bei anderen Bloggern ist das etwas einfacher. Bei Taxiblogger Torsten Bentrup ist man als Fahrgast anonym, taucht man irgendwann in seinem Blog auf, ist der Rückschluß auf die reale Person schwierig bis unmöglich. Als Kunde bei Gericht ist das nicht so einfach, Verhandlungen sind grundsätzlich öffentlich und welcher Fall wann verhandelt wird, ist auch kein Geheimnis.

Seien wir ehrlich: Jeder liebt den Verrat, aber niemand den Verräter. Der Blogger sollte, schon aus Eigeninteresse, alles daran setzen, nicht enttarnt zu werden. Das ist relativ einfach, es gibt im Netz ausreichend viele Blog-Anbieter, bei denen man anonym ein Blog einrichten kann, um dann dort die Wahrheit (oder was man dafür hält) aus der eigenen Firma, Partei oder dem eigenen Gerichtssaal durchsickern zu lassen.

Warum “Richter Ballmann” für sein Blog eine eigene Internet-Domain hatte und somit Datenspuren legte, warum er die einfachsten Grundregeln der verdeckten Berichterstattung nicht beachtet hat, ist (noch?) unklar. Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen, nun ist des Richters Identität offengelegt. “Richter Ballmann” zog die Notbremse, löschte sein Blog, löschte die Domain, doch der (vermeidbare) Schaden ist passiert.

Was könnten oder besser sollten wir daraus lernen? Es gibt gute Gründe für Anonymität, über manche Dinge schreibt es sich besser aus dem Schutz der Anonymität. Dann sollte man aber nicht so doof oder fahrlässig sein, die eigene Anonymität durch verräterische Datenspuren zu gefährden.

Senf mit drei Sorten Kräutern

Angeregt durch eine Unterhaltung per Internet, fiel mir ein, daß ich eine Sorte Senf im Kühlschrank habe, über die ich noch nicht berichtet habe, was ich hiermit nachhole:

Mal wieder Senf

Beim Einkauf entdeckte ich einen Senf, den ich tatsächlich einmal nicht kaufen mußte. Das lag aber nur an der Packungsgröße von 1000ml.

In kleinerer Packung habe ich diese Sorte Senf natürlich.

So ganz ohne neue Beute konnte ich den Laden dann doch nicht verlassen:

Anzeichen, daß es nur ein Traum war

Manchmal fragt man sich, ob man sich in einem sehr realen Traum oder in der Wirklichkeit befindet. Hier sind ein paar definitive Anzeichen dafür, daß es sich um einen Traum gehandelt haben muß.

Im Fernsehen laufen nachts keine Spots für erotische Telefondienstleistungen.

Nach dem Waschen sind mehr Socken in der Waschmaschine als vorher.

Das belegte Brot/Brötchen fällt mit der Brot- und nicht mit der Belagseite auf den Boden.

Beim Einkauf bemerkst Du, den Einkaufszettel vergessen zu haben, erinnerst Dich aber an alles, was auf der Liste stand.

Und bekommst sogar alles davon.

Und in dem Moment, als Du zur Kasse gehen willst, spricht Dich eine Kassiererin an: “Ich mache gleich Kasse 4 auf, stellen Sie sich doch schon mal dort an.”

Auf der Fahrt nach Hause hörst Du einen tollen Song im Autoradio. Du erkennst das Stück und findest es in der heimischen Musiksammlung und kannst in Ruhe erneut hören und genießen.

Gerade als Du nach Hause kommst, wird vor Deinem Haus eine Parklücke frei.

In TV-Talkshows reden Politiker mal nicht durcheinander und quatschen nicht nur Müll sondern legen ausgereifte Konzepte vor.

Prof. Dr. Harald Lesch moderiert auf RTL-II eine Esoterik-Sendung.

Stöckchen: Was befindet sich im Kofferraum Deines Autos — und warum?

Inspirationen zum Bloggen lassen sich überall finden. In diesem Fall regte mich ein Tweet an, über den Kofferrauminhalt meines Autos nachzudenken. Was habe ich im Kofferraum (oder sonstwo im Auto) und warum?

Verbandskasten
Ist Vorschrift und kam mit dem neuen Auto mit. Außerdem ist sowas ganz sinnvoll.

2 Warndreiecke
Zumindest eines davon ist Vorschrift und war beim neuen Auto dabei. Das Warndreieck aus dem alten Auto war praktisch unbenutzt, also ist es in das neue Auto umgezogen. Wenn man mal ein Warndreieck braucht, sind zwei besser als eines.

Lübecker Hütchen“, auch als Verkehrsleitkegel oder Pylon bekannt
Einst als Spielzeug für (m)ein Pferd beschafft. Sie liebte es, das Ding umzuwerfen, es mit dem Maul wieder aufzurichten, um die danach fällige Belohnung abzufreifen. Seit das Pferd auf der Regenbogenweide ist, fahre ich den Pylon durch die Gegend. Im Falle eines Unfalls an unübersichtlichen Stellen sicherlich auch nicht verkehrt.

Feuerlöscher
Auch dieses Stück hat (s)eine Geschichte. Einst fuhr mein Opa einen Feuerlöscher durch die Gegend. Als Opa Fußgänger wurde, kam der Löscher (samt Karton) in den Keller und verbrachte da viele Jahre. Also Opa keinen eigenen Haushalt führte, ging der Löscher an mich. Ich ließ ihn warten — der Techniker bekam glänzende Augen, daß ein schon 15 Jahre alter Löscher noch so neu aussah — und fuhr ihn jahrelang im Auto spazieren. Bis zu dem Tag, als ich an einem qualmenden Auto vorbeikam. Mit vereinten Kräften unternahmen wir Löschversuche, aber bei kleinen Löscher (1 oder 2kg Löschmittel) muß man den Brandherd schon sehr direkt erwischen. Wir waren leider nicht erfolgreich. Jedenfalls suchte und fand ich wenig später einen neuen Löscher, diesmal mit 6kg Inhalt. Und hat soviel gekostet, wie das Auffüllen des alten 2kg-Löschers gekostet hätte.

Handschuhe
Arbeitshandschuhe aus Leder, damit man sich (beim Reifenwechsel) nicht so einsaut oder (beim Löschen) die Hände verletzt.

Satz Shell-Karten
Manche Menschen (An dieser Stelle Grüße an Frl. T.) haben Spaß an Karten und sind in der Lage, sie richtig auszuwerten. Natürlich wollen diese Menschen immer die aktuellen Karten haben. Diese Menschen sind ideal, um den Kartensatz des letzten Jahres zu verschenken. Also habe ich auch das im Auto.

Kästchen Ersatzbirnen
Auch hierzu gibt es eine nette kleine Anekdote: Eines nachts hielt mich die Polizei an und wies mich darauf hin, daß ein Rücklicht kaputt sei. Sowas kostet dann immer eine Kleinigkeit und macht den Ärger, daß man das reparierte Auto dann irgendwo vorzeigen muß. Blitzeschnell zog ich die Box mit den Ersatzbirnen und fragte, ob sie das Ticket schneller ausstellen könnten als ich ein kaputtes Glühbirnchen wechseln. Ich bekam kein Ticket, wartete, bis das Auge des Gesetzes außer Sichtweite war und fuhr die restlichen 500 Meter nach Hause. Das Birnchen habe ich dann am nächsten Tag bei Tageslicht gewechselt.

Jacke
Gehörte einem verstorbenem Familienmitglied und macht sich gut im Kofferraum, um Dinge festzustopfen, damit sie nicht klappern.

2 Warnwesten
Eine davon liegt nicht direkt im Kofferraum sondern im Seitenfach der Fahrertür, damit man sie noch vor dem Aussteigen überziehen kann. Die andere trage ich oft, wenn ich bei Dunkelheit mit dem Pferd unterwegs bin. Sehen und — vor allem — gesehen werden. Das Pferd trägt dann auch Neongelb, allerdings keine Weste sondern eine Decke.

Extra-Sprit
Erhöht die Reichweite und stellt im Winter sicher, daß es einem nicht kalt wird, wenn man irgendwo mit dem Auto festsitzt.

Rolle Haushaltspapier
Zum Händeabwischen und zum Verkeilen der anderen Sachen im Kofferraum.

Bade- oder Strandsachen
Eher selten und nur im Sommer. Ehrlich!

Sonst noch was?
Fällt mir grad nicht ein. Dürfte aber alles gewesen sein.

Und dieser Stock geht an …
Frl. T.
Und alle anderen, die mal über ihr Auto und dessen Inhalt nachdenken wollen.

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  • heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
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