Bettina Wulff und Günter Kießling

Schon wieder ein Vergleich. Ja. Weil er sich anbietet.

Eines vorweg: Ich habe keine Ahnung, ob Bettina Wulff  jemals als Escort-Lady gearbeitet hat oder nicht. Ich glaube ihr, wenn sie sagt, daß sie nie in dem Bereich tätig war.

Hätte sie jemals in diesem Dienstleistungssektor gearbeitet, dann wäre das auch okay. Denn erstens ist es ihre Sache, die mich nichts anzugehen hat. Zweitens gilt Prostitution als das älteste Gewerbe der Welt. Drittens arbeiten viele Frauen eine Zeit lang in Teil- oder Vollzeit im Bereich erotischer Dienstleistungen.

Eine Bekannte formulierte es einst so: Ich kann im Imbiss Fleisch für 10 DM pro Stunde auf den Grill legen. da muß ich verdammt viele Stunden arbeiten, um mir mein Studium zu finanzieren. Oder aber ich trage meine Haut zu markte. Da reichen dann wenige Stunden im Monat um zu leben. Weniger Arbeit, mehr Geld, mehr Zeit fürs Studium. Heute sie ihr Diplom in BWL lange in der Tasche und niemand fragt, von welchen Geld sie studiert hat. War ihre Entscheidung. Ich habe diese Entscheidung zu respektieren. Genauso, wie ich eine Entscheidung, lieber beim Burger-Brater zu jobben, zu respektieren gehabt hätte.

Aber nun zurück zu Bettina Wulff. Und zu Günter Kießling. Damals wollte man Kießling aus (politischen?) Gründen am Zeug flicken und suchte Vorwände, um ihn zu diskreditieren. Da es fachlich nichts an ihm auszusetzen hab, mußte man eben andere Dinge (er)finden. Und da kamen die Vorwürfe angeblicher Homosexualität und die daraus resultierende Erpreßbarkeit gerade recht. Bei genauen Recherchen kam dann raus, daß der „Günter von der Bundeswehr“ ein Doppelgänger war, da er auch dann in den einschläigen Lokalen auftauchte, als der General dienstlich ganz woanders war.

Wenn man gegen Christian Wulff vorgen möchte, aber keine Argumente in der Sache hat, dann ist das eine Sache. Ihn indirekt anzugreifen, in dem man seine Frau in eine bestimmte Ecke stellen will, ist so fair, wie damals Günter Kießling mit erstunkenen und erlogenen Dingen zum angeblichen Sicherheitsrisiko gemacht zu haben.

Im Fall Kießling mußte der Minister den Genral dann nolens-volens rehabilitieren. Daß jedoch noch alte Rechnungen offen waren, zeigte sich, als die Bundeswehr 30 Jahre alt wurde. Kießling war der einzige Viersternegeneral, der nicht eingeladen wurde.

Auch mit Christian oder Bettina Wulff werden einige Menschen noch einige Rechnungen offen haben. Dabei sollte die Sachebene jedoch nicht verlassen werden.

1 Kommentar zu „Bettina Wulff und Günter Kießling“

  • Im Fall bei Kießling kam hinzu, daß manche Menschen aus hervorgehobenen gesellschftigen Schichten nach der Richtigstellung trotzdem urteilten „es wird schon etwas daran sein“. Ich habe selbst erlebt, daß ein General a.D. mir sagte „diesem Herrn würde ich keine Hand geben“.
    Betinna W. wird ähnliches erleben.

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