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Was hilft bei hohen Temperaturen (Update)

Hinweis:
Der nachstehende Artikel erschien bereits am 26.06.2016, hat aber nichts von seiner Aktualität verloren. Ich habe ihn etwas überarbeitet.

Es ist mal wieder soweit, der Sommer hat Norddeutschland (für einige wenige Tage) im Griff. Und schon hört und liest man wieder viele (vermeintlich) kluge Ratschläge, was man gegen die Hitze tun könnte. Hier ein paar „kluge“ Ratschläge und was ich davon halte.
(Hinweis, ich bin weder Arzt noch Physiologe, im Zweifel bitte den eigenen Verstand bemühen oder einen Arzt befragen.)

Heiße Getränke trinken.
Immer wieder hört man, gegen Hitze helfen angeblich HEISSE Getränke. Als (vermeintliche) Begründung gelten zwei Argumente:

1.) Araber trinken auch heißen Tee.
Na klar. Müsste ich meinen Flüssigkeitsbedarf auch mit Wasser aus zweifelhaften Quellen stillen, dann würde ich das Wasser auch abkochen. Und wenn das Wasser dann immer noch „komisch“ schmeckt, dann kommt stark aromatisierender Tee ins Wasser, damit man den Eigengeschmack nicht mehr so wahrnimmt. Wer Wasser in hygienisch guter Qualität zur Verfügung habt, muss nichts abkochen — und kann es auch kalt trinken.

2.) Kalter Wasser muss vom Körper erst erwärmt werden und dabei muss der Körper Energie (also Hitze) produzieren.
Dieses Argument stammt meistens von Menschen, die in der Schule in Physik lieber geschlafen haben. Holen wir dazu etwas aus: Ein Erwachsener hat zwischen 70 und 80ml Blut pro Kilogramm Körpermasse. Rechnen wir mal mit 100kg, also so zwischen 7 und 8 Litern Blut. Nun ist Blut DIE entscheidende Flüssigkeit im Körper, wenn es um Temperatur und deren Transport geht.

Wird der Körper in seinem Kern zu warm, dann transportiert das Blut Wärme an die Haut, wo durch Schwitzen (Verdunstungs-)Kälte erzeugt wird. Die Energie, die es braucht, um einen Liter Wasser zu „verdunsten“, wird dem Körper als Kälte entnommen. So weit, so einfach.

Was passiert nun, wenn ein Mensch seinem (erhitzen) Körper einen Liter (kaltes) Wasser zuführt? Das Wasser wird im Magen erwärmt und geht dann in den Stoffwechsel, also in das Blut über. Der Magen (genauer die Magenschleimhaut) ist relativ gut durchblutet, bei der Erwärmung des Wassers wird also das (zu warme) Blut abgekühlt.
Muss der Körper dazu Energie aufwenden? Ja.
Muss diese Energie extra erzeugt werden? Nein, denn sie ist in Form von (überschüssiger) Wärme ja bereits im Körper vorhanden und der Körper versucht, diese Wärme(-Energie) durch Schwitzen loszuwerden.

Dazu ein Rechenbeispiel:
Denken wir uns einen ausgewachsenen Mann von 100kg mit einen Blutvolumen von 8 Litern, nehmen wir eine (zu hohe) Körperkerntemperatur von 40°C an, das Blut ist dann also auch 40°C warm. Denken wir uns nun eine große Flasche eisekaltes Wasser, sagen wir 1 Liter bei 4°C. Und der Mensch ist in der Lage, die Flasche in einem Rutsch (oder zumindest recht zügig) auszutrinken.

Die neue Bluttemperatur liegt dann also bei 36°C.  Es ist also gelungen, die zu hohe Blut- und Körperkerntemperatur deutlich zu senken. Und genau das war das Ziel!

Und wieso schwitzt der Mensch stärker, wenn er trinkt aber nicht genügend kalte Getränke trinkt?
Weil er es kann. Jede Flüssigkeitszunahme ermöglicht es dem Körper, mehr Flüssigkeit in Form von Schweiß zur Körperkühlung zu verwenden, falls notwendig. Trinkt man also nur ein Glas kaltes Wasser, sinkt die Blut- und Körperkerntemperatur nicht soweit, dass der Körper nicht mehr (zur Kühlung) Schwitzen muss, der Körper kann also mehr schwitzen, um mehr zu kühlen. Auch hier gilt also: „Viel hilft viel!“

Was hilft noch gegen (zu) hohe Temperaturen?

Schwitzen, klar. Also dafür sorgen, dass der Körper genug Flüssigkeit und — ganz wichtig — Mineralien zum Schwitzen hat. Und auch bitte dafür sorgen, dass die Funktion des Schwitzens funktionieren kann. Also leichte und luftige Klamotten anziehen. Und sich auch gerne mal da aufhalten, wo ein (kühles) Lüftchen weht.

Den Körper von außen kühlen, zum Beispiel mit einer lauen Dusche oder einem feuchten Waschlappen oder Handtuch im Genick. Ratet mal, was ich gerade im Genick habe. Und was ich eben getrunken habe. Und warum mir gerade nicht mehr zu warm ist…

In diesem Sinne, genießt den Sommer und trinkt immer genug…

Flash — Ah-Haaa

Da war ich neulich mal wieder in alten Gefilden unterwegs. Naja, nicht ganz, denn mittlerweile wurde eine anständige Umgehungsstraße gebaut, die den Schleichweg durch die Zone-30 verhindert. Kann ich verstehen. 30er-Zonen sollen ja für mehr Ruhe und weniger Verkehr sorgen und nicht als Schleichwege genutzt werden.

Wie auch immer, ich fuhr nun die neue Straße entlang, ich hatte eine ungefähre Ahnung, wohin sie mich führen sollte, dachte noch nach, ob ich nun eine Abkürzung oder einen Umweg fahre und plötzlich

FLASH, Ah–Haaaaa

Nein, ich meine nicht das Titelstück aus dem Kinofilm „Flash Gordon“ von Queen. Mich erwischte ein rötlicher Blitz aus einem stationären Blitzer. Dachte ich jedenfalls.

Ja, sagt nichts, in einem Fiat Panda geblitzt zu werden ist nun schon recht ungewöhnlich, aber auch das möglich, wenn auch so selten wie der sprichwörtliche Lottogewinn.

Blitzartig sah ich auf den Tacho, er zeigt tatsächlich etwas mehr als die erlaubten 50km/h an, die innerorts erlaubt sind. Und auch wenn die Umgebungsstraße sehr nach außerorts aussah, war sie innerhalb des Stadtgebietes und Tempo-50-Schilder wiesen auch darauf hin.

Nun, das war zu Ostern, bis heute kam kein Brief. War mein Panda doch nicht so schnell, um den Blitzer auszulösen? Hielt ich die Reflektion der Sonne an der Blitzersäule für den Blitz?

Ich sehe das als kleine Ermahnung an, sich zukünftig genauer an die Geschwindigkeitsbeschränkung zu halten. Auch ohne teuren Brief aus der Süderstadt…

Ich war noch niemals in New York…

„Ich war noch niemals in New York…“

so sang es einst Udo Jürgens. Und so ist es auch bei mir. Ich war noch niemals in New York. Noch nie in den USA überhaupt. Aber seit gestern ist ein bisschen „New York“ bei mir. In Form einer 1-Dollar-Note, die mir eine liebe Freundin überließ.

Als Souvenir?
Als Erinnerung, sie doch endlich mal in NY zu besuchen?
Als Zuschuss zu meinen Reisekosten?

Vielen Dank, liebe Freundin, ich freue mich darauf, Dich irgendwann irgendwo wiederzusehen. Vielleicht ja auch in New York…

Mikroprozessortechnik macht’s möglich

Menschen neigen dazu, die bestehenden Dinge (mehr oder weniger) linear fortzuschreiben und so die Gegenwart in eine mögliche Zukunft zu prognostizieren. Dass sich mit der Einführung nicht nur bestehende Dinge schneller, besser, preiswerter erledigen lassen, dass eben auch manchmal Dinge möglich werden, die vorher nicht möglich waren, sei es überhaupt nicht möglich oder theoretisch möglich, dann aber zu Preis und Aufwand, der die Anwendung verbot, das wird gerne übersehen. Hier ein paar Beispiele aus meinem Leben.

Beispiel 1:
Wir hatten in der Firma einen großen Drucker. Früher wurde so etwas als Plotter bezeichnet, aber die Zeiten, in denen ein Gerät in der Größe eines Billardtisches Papier auf einer Fläche fixierte, dann mit einem Stift Linien aufs Papier zog, sind lange vorbei. Heute hat man Tintenstrahldruckköpfe. Und das Gerät ist auch deutlich kleiner geworden. Es konnte Papier im Format DIN A1 bedrucken. Dabei musste man das Papier aber per Hand einlegen. Und da ging das Problem schon los. Egal, wie genau man es einlegte, das Papier war nie so ganz gerade, so dass der Ausdruck immer etwas schief auf den Papier ankam.

Das alte Gerät war in die Jahre gekommen, der Zahnriemen, der den Schlitten mit den Druckköpfen bewegte, war nun schon zum zweiten mal verschlissen, der IT-Chef erinnerte sich, dass die Reparatur damals ein gefühltes Vermögen gekostet hatte und entschied, dass das Gerät, wenn auch nicht an Ende der technischen, dann aber am Ende der wirtschaftlichen Lebensdauer angelangt sei. Und weil gerade etwas Geld im Budget vorhanden war und es aus anderen Gründen wünschenswert par, Plakate auch im Format DIN A0 (also doppelt so großes Format wie DIN A1) bedrucken zu können, durfte es ein Großgerät werden.

Und genau hier kam ich ins Spiel: Ich durfte dann mal recherchieren, welches Gerät es sein sollte und den IT-Chef dann entsprechend überzeugen. Da ich mit einem Zweibuchstaben-Druckerhersteller gute Erfahrung gemacht hatte, sah ich mich zuerst dort um. Und eines war mir klar: Nie wieder Einlegen von Papier per Hand, das Papier musste von der Rolle kommen. Geräte in dieser Klasse Druckbreite 36 Zoll sind Profigeräte und kommen mit den üblichen Schnittstellen. Solche Geräte schließt man nicht mal eben an den eigenen PC an (auch wenn man das per USB oder WLAN könnte), solche Geräte hängen per LAN am firmeneigenen Druckserver. Also alles da, was man braucht. IT-Chef überzeugt, ein paar Rollen Papier und ein paar Sätze Tintenpatronen  gleich mitbestellt und dann…

Tage später kam das Monster dann. Und Monster ist keine Übertreibung. Der Karton ließ sich dann mit zwei Mann grad so heben, Papierrollen in 36 Zoll-Länge wiegen auch einiges. Dann kam der eigentliche Spaß: Auspacken, Aufbauen und Inbetriebnahme. Endlich mal wieder richtige IT, so richtig zum anfassen. Und dann zum ersten mal Papiereinlegen: Rolle aus der Schutzfolie, in den Rollenhalter einlegen, am Bedienfeld des Druckers auf „Papier von Rolle laden“ tippen und mit einem dezenten Surren wird das Papier eingezogen.

Und auch gleich wieder entladen. Enttäuschte Gesichter der Umstehenden, denn auch der IT-Chef wollte zusehen. Wieder ein Surren, das Papier wird wieder eingezogen, wieder entladen, wieder eingezogen, diesmal blieb es. Des Rätsels Lösung ward schnell gefunden. Das Gerät prüft, ob das Papier von der Rolle auch exakt gerade geladen wurde. Falls nicht, dann erneut erfolgt ein erneutes Laden. Ich war beeindruckt. Das Gerät hat dann die vordere Seite des Papiers mit dem Schneider beschnitten und meldete dann Druckbereitschaft.

Schnell war auch der Drucker auf dem Server eingerichtet, der Drucker freigegeben und der erste Benutzer durfte sich den Drucker installieren. Dann der erste richtige Druckauftrag. Der Drucker legte los und mit einer fast schon affenartigen Geschwindigkeit brachte er einen zweifingerbreiten Streifen Farbe auf das Papier. Dann die nächste Überraschung: Der Druckkopf fuhr zurück, fuhr erneut über das eben bedruckte Papier. Er maß, wie schnell die gedruckte Menge Tinte bei aktueller Temperatur und eingelegten Papier trocknete, berechnete danach die Druckgeschwindigkeit für den weiteren Ausdruck und druckte dann in eben jeder Geschwindigkeit weiter.

Wir waren begeistert. Und dass der Drucker jemals dazu genutzt wurde, um heimlich Pferdebilder in DIN A0 auszudrucken, ist nur ein böswilliges Gerücht.

Beispiel 2:
Früher brauchte es einen Notarzt, der ein EKG auswerten konnte, um dann mit einem Defibrillator dem Herzen bei Herzstillstand oder Kammerflimmern den entsprechenden Anstoß zu geben. Erst gab es die Möglichkeit, dass das Rettungspersonal die Ergebnisse des EKGs per Funk an den Arzt ins Krankenhaus übertrugen, der Arzt entschied dann über den Einsatz des Defis. Dann kamen halbautomatische Geräte, die das Rettungspersonal einsetzen könnte. Nun hängen an vielen Stellen AED. Diese Geräte sind auch für Laien zu bedienen und retten so manches Menschenleben. Sie analysieren das abgenommene EKG, entscheiden dann, ob, wann und wie stark der Anstoß für das Herzen sein soll.

Wo es früher noch einen ausgebildeten Notfallmediziner brauchte, schafft es heute ein Gerät mit Mikroprozessoren. So können wertvolle Menschenleben gerettet werden.

Beispiel 3:
Früher war die Technik bei Automoren recht einfach und überschaubar: Es gab einen Vergaser und eine elektromechanische Zündanlage. Mit dem Gaspedal wurde der Vergaser gesteuert, die Drehzahl beeinflusste den Zündzeitpunkt (je höher die Drehzahl, desto früher muss die Zündung erfolgen, da der (chemische) Verbrennungsprozess eine gewisse Zeit benötigt.

Dann kamen Motorsteuerungen mit Kennfeldzündungen und -einspritzanlagen. Der Fahrer teilt per Gaspedal den Leistungswunsch mit, das Steuergerät misst die Temperatur des Motors und angesaugter Luft, kennt die Drehzahl, die aktuelle Lastsituation des Motors, manchmal auch die Kraftstoffqualität und wählt danach die jeweils beste Einspritzmenge und den richtigen Zeitpunkt dafür und auch den Zündzeitpunkt.

Das klingt ganz furchtbar kompliziert. Ist es in der Theorie auch. In der Praxis sind diese Geräte jedoch enorm zuverlässig und praktisch wartungsfrei. Und wenn ich vergleiche, das jemand mit seinem VW-Käfer (halb soviel Leistung wie mein Panda) doppelt soviel verbrauchte mein Panda, dann freue ich mich über meine moderne Technik.

Fazit:
Mikroprozessortechnik macht Dinge (überhaupt erst) möglich oder bezahlbar. Und wenn man sie erstmal hat, mag man sie nicht mehr missen.

Die Dualität der Jahreszeit

Einerseits ist die Eisdiele auf der anderen Straßenseite geöffnet und ich hatte bereits das erste Eis des Jahres…
Andererseits hat der Supermarkt um die Ecke die Windersorten von RedBull im Angebot.

Und weil mir das mit dem ersten Eis des Jahres ja wieder niemand glaubt, kommt hier das Beweisfoto:

Das 1. Eis des Jahres

Nachlese 2017: Warum 30 Jahre später?

Ein paar Gedanken aus dem letzten Jahr schwirren wir noch durch den Kopf.

Darunter auch der Gedanke, warum es manchen Menschen erst 30 Jahre später einfällt, dass die sexuell belästigt, genötigt oder gar zum Sex gezwungen wurden.

Warum fällt das Menschen erst jetzt wieder ein? Hatten sie die Erinnerung an die Tat solange — wie soll man das nennen? — verdrängt oder vergessen? Oder war die Tat, sofern es die denn gab, oder die Erinnerung an die Tat so schmerzlich, dass man 30 Jahre Abstand brauchte, um nun endlich darüber reden zu können?

Ganz klar: Ich möchte keinen Missbrauch gutheißen, egal wer den missbraucht. Ob der Filmproduzent die junge Schauspielerin oder den jungen Schauspieler; ob der Ausbilder beim Bund seine Rekruten; ob die Lehrerin oder der Lehrer junge Schüler oder Schülerinnen. Oft geht es bei solchen Taten weniger um Sex und mehr um Macht bzw. deren Ausübung. „Weil ich es (ungestraft) kann“ ist wohl eine Formulierung, die es gut beschreibt.

Ich frage mich nur, warum manche Menschen so lange geschwiegen haben? Warum nicht schneller reden? Gehen wir mal davon aus, jemand nutzt seine Stellung und die damit verbundene Macht aus, um andere Menschen zu drangsalieren (und das ist noch eine sehr untertreibende Formulierung), und zwingt jede Schauspielerin auf die Besetzungscouch, damit sie dort zeigen kann, dass sie für die Rolle alles tun würde, warum hält sie dann den Mund? 30 Jahre lang? Warum berichten nun viele Menschen, dass ihnen ähnliche Dinge auch widerfahren seien?

Warum machte niemand solche Machenschaften öffentlich? Hatten alle Angst, dann als Nestbeschmutzer(in) keine Rollen mehr zu bekommen und haben deswegen geschwiegen und das (allseits bekannte) Spiel mitgemacht? Macht man sich dann nicht mitschuldig, wenn man einem Schwein (oder einer Sau) nicht das Handwerk legt?

Formulieren wir es einmal sehr drastisch: Jeder, der der die Täterin oder den Täter gedeckt hat, hat ermöglicht, dass das Spiel weitergehen konnte.

Es ist sehr einfach, 30 Jahre später irgendwelche Dinge aus dem Hut zu zaubern. Wenn ich lange genug nachdenke, dann lassen sich bestimmt Dinge finden oder erfinden, die mir damals in der Schule, im Sportverein oder bei der Bundeswehr passiert sind. Oder passiert sein könnten. Wer weiß es schon so genau? Beweise, dass es damals überhaupt eine Tat gab, sind lange weg, Aussage eines möglichen Opfers steht gegen die Aussage eines möglichen Täters.

Wo es keine zeitnahe Aussage und Anzeige gab, reicht 30 Jahre später eine Aussage und ein #MeeToo-Hashtag. Beweise? Fehlanzeige! Anschuldigen reichen aus, um eine Hexenjagd zu eröffnen. Unschuldsvermutung? Unnötig. Mit einem Vorwurf kann man wunderbar Karrieren zerstören. Glaubt ihr nicht? Erinnert Euch an Andreas Türck und Jörg Kachelmann.

Also, wenn es Fehlverhalten gibt, dann bitte zeitnah anzeigen. 30 Jahre später ein „Lehrer X, Feldwebel Y oder Vorgesetzter X hat mir aber mal an den Po gefasst“ ist billig, löst keine Probleme, dient nur dem eigenen Ego.

Es sollte jedoch um viel mehr als das eigene Ego gehen. Es gilt, die faulen Äpfel zeitnah aus dem Korb zu nehmen.

Heilige Drei Senfkönige

Natürlich brachten die Drei Heiligen Könige keinen Senf. Schade eigentlich. Denn wer braucht schon Gold, Weihrauch und Myrrhe, wenn er drei Sorgen leckeren Senf haben kann?

Besser als Gold, Weihrauch und Myrrhe: Dreifaltige Senfonie

Die Sorten waren im großen familiären Supermarkt um die Ecke zu bekommen. Nicht gerade günstig, aber auf alle Fälle ihr Geld wert.

Jahresrückblick 2017

Und auch dieses Jahr verdient (m)einen sehr persönlichen Jahresrückblick:

Das Jahr 2017 in wenigen Worten:
Ein gelungenes Jahr. Keine Katastrophen, viele glückliche Momente.

Glücklichster Moment 2017?
Reiturlaub. wieder auf Norikern durch den Bayerischen Wald. Wun-der-schön. Wird wiederholt, aber das sagte ich letztes Jahr auch schon.

Aufregendster Moment 2017?
Menschen, die ich jahrelang virtuell kannte, endlich mal im echten Leben zu erleben. Einerseits waren sie ziemlich genau so, wie ich sie kannte, denn wir hatten uns per Skype gesehen und auch immer wieder telefoniert, „Bild und Ton“ waren also bekannt, aber einen Menschen dann live zu erleben, ist doch etwas ganz anderes.

Traurigster Moment 2017?
Glücklicherweise blieben mir dieses Jahr traurige Momente erspart.

Berufliches?
Da gab es Veränderungen. Oder auch noch nicht. Das klärt sich gerade…

Zu- oder abgenommen?
Ungefähr gleichgeblieben. Ist okay.

Haare kürzer oder länger?
Meine neue Friseurin und ich habe uns gut aneinander gewöhnt und ich freue mich immer, wenn ich bei ihr zu Gast bin. Die Veränderungen meiner Frisur, die sie anregt, gefallen mir gut. Nun ist es auf der einen Seite wieder etwas länger.
Auch an dieser Stelle Grüße an meine Friseurin und an ihre frechen netten Kolleginnen, ich bin immer gerne bei Euch und freue mich schon auf den nächsten Besuch.

Buch des Jahres 2017?
Ich habe wenig gelesen. Hauptsache Krimis. Einen sehr spannenden Krimi hatte ich um Urlaub ausgelesen und einer Reitbekanntschaft als Lektüre für die Rückreise mitgegeben. Ich hoffe, sie hat an „Schwarzes Herz“ , einem Krimi aus der Reihe von „D.I. Grace“ des Autoren M.J. Arlidge genauso einen mörderischen Spaß wie ich.

2017 zu selten gemacht?
Am Strand gewesen, obwohl er ja nun wirklich hier um die Ecke ist. Offenbar ist es mir kein Bedürfnis, öfter dort zu sein.
Freunde besucht. Seit die Kinder haben, sind die meistens ziemlich ausgelastet und kaum noch für spontane Dinge zu haben.
Grillen mit Freunden in deren Garten.

2017 zu oft gemacht?
Fällt mir gerade nichts ein.

2017 genau oft genug gemacht?
Beim Pferd gewesen. War klasse. Wobei… eigentlich könnte es noch ein wenig öfter sein.

2017 leider nicht gemacht?
Einige Freunde getroffen.
Auf dem Congress des CCC gewesen, okay, dieses Jahr musste ich arbeiten.

2017 endlich gemacht?
Menschen getroffen, die ich >10 Jahre nur virtuell kannte, siehe oben.

2017 neu kennengelernt?
Ein paar neue Kollegen kennengelernt. Und viele sehr nette Menschen im Ausbildungsstall. Und zwei junge Damen, die ich im Reiturlaub kennenlernen durfte. Ihr wart eine tolle Urlaubsbegleitung.

Menschliches 2017?
Keine großen Höhen oder Tiefen. Es war angenehm langweilig.

Erkenntnis des Jahres 2017?
Wenn Du erkennst, auf dem richtigen Weg zu sein, dann versuch, Deinem Weg treu zu bleiben.

2018 wird … ?
Hoffentlich wieder einen schönen Urlaub bringen, diesmal haben sich auch schon Reitbegleiterinnen angemeldet. Mal sehen, ob aus dem Interesse dann auch eine Teilnahme wird. Beruflich lasse ich mich mal überraschen, ob es so weitergehen wird, wie es gerade läuft. Und sollte 2018 aufregend werden, dann bitte positiv aufregend 😉

Vorsätze für 2018?
Weiterhin viel Reiten. Reiturlaub machen. Diesmal gerne etwas länger.
Vielleicht ein paar Kilogramm abnehmen.

In diesem Sinne, ich wünsche Euch allen ein frohes, gesundes, friedliches und erfolgreiches 2018.

Polnische Senfonie in zwei Sätzen

Der große familiäre Supermarkt in meiner Nachbarschaft hat neuerdings ein Regal voller polnischer und russischer Lebensmittel. Darunter auch Senf, in den Sorten lecker und sehr lecker 🙂

Links: Normaler Senf
Rechts: Senf mit Meerrettichgeschmack

Die „Logik“ des Krieges

Israel, so entnehme ich Medienberichten, möchte bei terroristischen Straftaten die Todesstrafe einführen.

Der letzte (und einzige) Mensch, der in Israel hingerichtet wurde, war 1962 Adolf Eichmann. Seit jeher gibt es Diskussionen um die juristische Zuständigkeit, das Strafmaß und die Vollstreckung.

Nun möchte Israel die Todesstrafe wieder einführen, um Terroristen abzuschrecken. Äh, wie? Ja, genau, es geht angeblich um Abschreckung. Nun stellt sich (nicht nur mir) die Frage, wie man Menschen, die bereit sind, für ihre „heilige“ Sache zu kämpfen und als Märtyrer zu sterben, um dann im Paradies mit 72 Jungfrauen entlohnt zu werden, mit der Todesstrafe abschrecken könnte?

Aus meinem Verständnis kann das nicht funktionieren. Wer als Terrorist bei Begehung seiner Tat stirbt, kommt (nach eigenem Glauben) ins Paradies, wo 72 Jungfrauen warten. Wer vor, bei oder nach Begehung der Tat verhaftet, verurteilt und hingerichtet wird, stirbt als Märtyrer und kommt (nach eigenem Glauben) auch ins Paradies, wo 72 Jungfrauen warten.

Worin nun die Abschreckungswirkung des Todesstrafe liegen soll, erschließt sich mir nicht. Zumal in anderen Staaten, die die Todesstrafe kennen und anwenden, darunter viele US-Bundesstaaten, eine Verhinderung von Straftaten durch die abschreckende Wirkung des Todesstrafe nicht erkennbar ist. Einzig die Gefahr erneuter Straffälligkeit ist durch die Todesstrafe final gebannt.

Wie könnte man Abschreckung erreichen? Die Familie des Täters bestrafen. Müsste eine Familie fürchten, mit „Stumpf und Stiel“ ausgerottet zu werden, wenn einer der Söhne in den „heiligen“ Krieg zieht und Terrorist wird, hätte das vielleicht eine Abschreckungswirkung. Nun ist solches Vorgehen weder menschlich noch juristisch akzeptabel. Schon heute ist die Zerstörung des Häuser der Familie des Täters umstritten. Das Argument, Familien von (Selbstmord-)Attentätern bekämen Geld, Häuser oder andere „Reichtümer“, die man ihnen so nehmen will, damit sich Terror finanziell nicht lohnt, ist sehr fragwürdig.

Eine Lösung? Puh, schwierig. Tom Clancy beschrieb in seinem Roman „Das Echo aller Furcht“ einen Plan, wie es zu einem Frieden in Nahost kommen könnte. Die Zusammenfassung kann im englischsprachigen Artikel des Romans „The Sum of All Fears“ besser nachgelesen werden. Aber wie das nun mal so bei Romanen ist… Die wenigsten Dinge, die sich der Autor ausdenkt, lassen sich in die Praxis umsetzen.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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