Archiv für die Kategorie „Rezepte“

Kühne Senfvariationen

Der Besuch beim Friseur erzeugte in mir ein leichtes Hungergefühl, also schlenderte ich durch den Supermarkt, darauf wartend, daß mich irgendetwas ‚anspricht‘ und mir (s)ein hypnotisches „Kauf mich“ ins Ohr flüstert. Ziellos zog ich durch die Gänge als ich auf das hier stieß:

Schön scharfer Senf mit leckerer Meerrettichnote

Schön scharfer Senf mit leckerer Meerrettichnote

Direkt daneben, gab es dann diesen Senf:

Die drei Flammen der Warnung sind kein Scherz. Sehr lecker und sehr scharf

Die drei Flammen der Warnung sind kein Scherz. Sehr lecker und sehr scharf

Ich mußte beide Sorten natürlich gleich ausprobieren. Mein Urteil: Sehr lecker, richtig scharf. Und garantiert nichts für Warmduscher und Elektrogriller…

 

Nik kocht: Mousse au chocolat

Vorbemerkung:
Nachdem ich neulich ein „Mousse au chocolat“ probieren durfte, mußte ich angeben behaupten darauf hinweisen, daß ‚mein‘ Rezept besser sei. Die Entscheidung, ob es wirklich besser ist, überlasse ich dem geneigten Leser.

Zutaten:
8 Eiweiß
4 Eigelb
4 EL Zucker
200 Gramm Schokolade (Zartbitter)

Benötigtes Werkzeug:
Halbkugelförmige Edelstahlschüssel
Wasserbad
Küchenmixer (Oder guten Schneebesen und viel Ausdauer)

Zubereitung:
In einem Topf ein Wasserbad vorbereiten. Dazu etwas Wasser in einen passenden Topf geben und dann die Edelstahlschüssel aufsetzen. So wird verhindert, daß der Inhalt der Schüssel zu heiß wird.

Die (Tafel-) Schokolade in kleine Stücke brechen und in der Schüssel vorsichtig schmelzen lassen. Das dauert ein paar Minuten.

Diese Zeit nutze ich für das Schlagen des Eiweißes: Beim Trennen der Eier darauf achten, daß wirklich kein Eigelb in das Eiweiß gerät. Die 8 Eiweiß sehr steif schlagen, so steif wie möglich.

Die Schokolade sollte flüssig sein. Zucker in die geschmolzene Schokolade hinzugeben und verrühren. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und die Eigelbe hinzugeben und verrühren. Die Masse unter Rühren (Schneebesen) etwas abkühlen lassen. Dann die steif geschlagenen Eiweiße nach und nach in die Masse geben und vorsichtig(!) unterrühren. Zum Schluß die Masse vorsichtig mit dem Schneebesen durchführen. Die Masse ist jetzt sehr flüggig und luftig. In diesem Zustand in Portionsschalen oder die Servierschale geben.

Ca. 6 Stunden kühl stehenlassen, dabei ggf. mit Frischhaltefolie abdecken. In dieser Zeit bindet die Mousse deutlich ab und die vielen kleinen Luftblasen des Eiweiß machen die Mousse sehr leicht.

Mir gefällt dieses Rezept ganz besonders, es ist einfach, schnell zubereitet (wenn man die Wartezeit abrechnet) bzw. läßt sich gut vorbereiten. Da es ohne Sahne auskommt, wird diese Mousse au chocolat auch nicht so schnell wieder flüssig.

Guten Appetit!

Nik kocht: Chili con Carne

Vorbemerkung:
Chili con carne, also Fleisch mit chiliartigen Gewürzen, gibt es wohl in ganz vielen Variationen. Jeder hat sein eigenes Rezept und je nach verfügbaren Zutaten oder Vorlieben sieht es anders aus, riecht anders, schmeckt anders. Hier also nun ‚mein‘ Rezept. Wem es gefällt, der koche es nach, verbessere es, verändere es, mache damit, was ihm beliebt.

Gerne erliegt man der Versuchung, ein Chili mörder-scharf zu machen. Was als Mutprobe ideal ist, erfreut jedoch nur selten den ’normalen‘ Gast. Bei der Schärfe gilt: Weniger ist manchmal mehr.

Zutaten:
1,5kg Hackfleisch (ich nehme 1kg Rinderhack, 0,5kg gemischtes Hack)
6 Dosen „Rio Bravo Chili Bohnen“ (Das sind Pinto-Bohnen in einer Chili-Sauce eingelegt)
2 Tuben Tomatenmark
1-2 EL Paprikapulver scharf
1-2 EL Paprikapulver edelsüß
1 EL Knoblauchpulver
1-2 EL Brühepulver
1-3 EL Honig (zur Not auch ganze mexikanische Killer-Bienen 😉 )
Saft einer frisch gepreßten Zitronen
2-10 Chili-Schoten (ich nehme kleine getrocknete) je nach Größe und Schärfe

Zubereitung:
Hackfleisch scharf anbraten. Ich mache das immer in kleinen Portionen, da Hackfleisch viel Flüssigkeit abgibt und ich es braten und nicht kochen will. Wer hat, kann auch mehrere Töpfe oder Pfannen gleichzeitig verwenden. Fleisch anbraten, bis es mittelbraun ist. Dann das Fleisch alles wieder in den großen Topf geben.

Der Chili-Wirkstoff Capsaicin ist fettlöslich, jedoch nicht wasserlöslich, daher gebe ich die Gewürze als erstes zu und verrühre sie im Hackfleisch. Je nach gewünschtem Geschmack (oder gewünschter Schärfe) gibt’s je ein bis zwei gehäuften EL von jeder Sorte Paprikapulver, ein bis zwei EL Brühepulver, beim Knoblauchpulver nehme ich einen gestrichenen EL. Die getrockneten Chili-Schoten zerbrösele ich in kleine Stücke. Dazu gebe ich sie in einen kleinen Gefrierbeutel, dann fliegen die scharfen Stücken nicht durch die ganze Küche und ich hab keine scharfen Rückständen an meinen Fingern.

Dann kommen die Chili-Bohnen (eigentlich Pinto- oder Kidney-Bohnen in Chili-Sauce) in den Topf. Ich gebe zunächst nicht alle Dosen rein sondern behalte ein oder zwei als Reserve, um die Schärfe anzupassen. Das Ganze dann aufkochen und auskühlen lassen.

Ein paar Stunden später das Chili wieder erhitzen. Nun kommt die geschmackliche Abstimmung, denn das Chili ist nun durchgezogen. Jetzt gebe ich das Tomatenmark, den Honig und den Zitronensaft hinzu und verrühre alles gut. Bei Bedarf kommen jetzt die restlichen Bohnen dazu und werden kurz mit aufgekocht. Danach wieder abkühlen lassen.

Bekanntlich sind alles guten Dinge drei. Vor dem Servieren wird das Chili wieder erhitzt und ist dann servierfertig. Guten Appetit.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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