Archiv für April 2004

Kleine Gemeinheiten, ganz unsubtil

Mit der guten Freundin unterhielt ich mich eben über Rückenbeschwerden und über einen Orthopäden, mit dem ich gute Erfahrung gemacht hatte und den ich ihr auch empfohlen hatte. Wir beide waren uns einig, daß ihr der Orthopäde das empfehlen würde, was er auch mir mit auf den Weg gab: Abnehmen.

Wer von uns hat nicht ein paar Kilogramm zuviel auf den Rippen. Sie sah ein, daß auch sie ein oder zwei Kilogramm abnehmen könnte. Ich pflichte ihr bei:

Hier ein oder zwei Kilo, dort ein oder zwei Kilo…

Ich weiß, wovon ich rede, ich wog auch mal 20kg weniger als heute…

Kompliment oder Gemeinheit?

Die hier schon oft erwähnte gute Freundin berichtete mir beim Einkaufen von einem Business-Treffen, bei dem sich Networker vorstellten und gedanklich austauschten. Ein Gesprächspartner konnte sie sich als Business-Mediatorin vorstellen. Während sie noch darüber sinnierte, ob das Kompliment oder subtile Beleidigung sein sollte, fiel ich ihr ins Wort…

Business-Mediatorin, das klingt nach … 150 Euro pro Stunde

Danach sahen wir einander an und mußten lauthals loslachen… mitten im Supermarkt.

Männer und Frauen

Männer und Frauen sind bekanntlich sehr unterschiedlich in ihren Wünschen und deren Formulierungen.

So wünschte sich eine Frau

Eine geringere Anzahl von Männern als sexuelle Durchlaufposten

Mancher Mann wünscht sich dagegen

Mehr Frauen auf seiner Speisekarte für sexuelles Fast-Food

So unterschiedlich sind Männer und Frauen eben… manchmal jedenfalls.

Erkenntnisse zu Männern

Die besagte gute Freundin fragte mich, ob ein gemeinsamer Bekannter noch böse aus sie sein könnte, schließlich möchte sie sich gewisse Bücher von ihm ausleihen. Die Erkenntnis

Männer sind selten nachtragend, dazu sind sie zu einfach strukturiert…

trifft sehr sicher auch auf ihn zu…

Bloggen ist…

Eben war ich im sonntäglichen Telefonplausch mit einer lieben Freundin. Unser Plausch schweifte von einem Thema zum anderen, auch Homepages und Blogs waren darunter. Schnell wurden wir uns einig:

Bloggen sind elektronische Selbstgespräche im virtuellen Raum…

Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben?

Eigentlich wäre dieser Eintrag was für die Rubrik „Neues aus Schilda“ gewesen…

Was gibt es neues aus dem Irak? Dort wenden sich die USA an die Baath-Partei des ehemaligen Diktators Saddam Hussein, um das Chaos zu bändigen. Hat jemand dem Ende des Dritten Reiches die NSDAP gebeten, das Chaos in Deutschland zu beenden? Ich kann mich nicht daran erinnern.

Was wie ein Schildbürgerstreich klingt, kann aber bei Spiegel Online nachgelesen werden…

Fuck the Army…

„Fuck the Army“ bekommt eine neue Bedeutung, denn Minister Struck will zukünftig Sex in den Kasernen erlauben, so können wir bei Spiegel Online nachlesen.

Zukünftig sollen also verheiratete Soldaten-Paare gemeinsam in einer „Stube“ nächtigen dürfen, die neue Regelung soll auch für feste Partnerschaften gelten. Wird das auch für gleichgeschlechtliche eingetragene Lebensgemeinschaften gelten? Warten wir mal ab.

Schön, daß ein Stück Normalität auch endlich beim Bund Einzug findet.

Weisheiten des Alltags

Wir alle kennen die Weisheiten, die uns Horoskope in Zeitungen, Zeitschriften oder gar chinesischen Glückskeksen vermitteln wollen. Nicht schlecht staunte eine gute Freundin, als in sie in ihrem Glückskeks folgendes fand:

In diesem Keks ist kein Glück, kaufen sie einen weiteren Keks!

Sie hat nicht berichtet, was im nächsten Keks stand…

Neues aus Schilda: Strafabgabe für Drucker

Schilda ist bekanntlich überall. Und immer, wenn man denkt, es kann nicht mehr blöder kommen, überraschen uns Politik und Verwaltung mit neuen tollen Ideen.

Der neueste Schildbürgerstreich stammt von der Verwertungsgesellschaft Wort: Dort fordert man 76 Euro Druckerabgabe auf Multikunktionsgeräte, so berichtet es Spiegel Online.

Die Begründung ist was zum auf der Zunge zergehen lassen: Mit solchen Geräten könne man ja urheberrechtlich geschützte Werke vervielfältigen, also einmal einscannen und dann massenhaft ausdrucken.

Eigentlich müßte das auch für Papier und Filzstifte gelten, denn auch damit kann ich tausendfach Goethes Faust abschreiben. Komisch nur, daß man bei der Vg Wort noch nicht diese Idee zum Geldscheffeln gekommen ist. Wer das Licht säckeweise ins eigene Büro tragen läßt, der darf sich über mangelnde Erleuchtung oder seltsame Ideen nicht wundern…

Aus für die Love Parade?

Heute melden es die Medien (Spiegel Online) und der Veranstalter selbst (Love Parade GmbH):

Keine Love Parade 2004 in Berlin.

Der Grund scheint auf der Hand zu liegen: Es geht um Geld, genauer um die Zuschüsse, die das Land Berlin nicht bezahlen möchte. Verständlich in Zeiten knappen Geldes und leerer öffentlicher Kassen… Wirklich?

Die Berliner Messe ist bei der Love Parade 2003 auf Kosten in Höhe von ca. 500.000 Euro sitzengeblieben, das möchte und kann man nicht dieses Jahr wieder tun.

In den Jahren 1989 bis 2000 hatte die Love Parade den Status einer „politische Demonstration“, für deren Folgekosten der Staat aufzukommen hatte. Das hat sich im Jahr 2001 geändert, nun muß der Veranstalter selbst dafür aufkommen. Da die Veranstaltung keinen Eintritt kostet, ist eine direkte Finanzierung durch die teilnehmenden Gäste nicht möglich.

Bedenken wir, wieviel Besucher die Love Parade hat und nach Berlin lockt (1999: 1.500.000; 2001: 1.000.000; 2002: 750.000; 2003: 750.000) und daß die alle irgendwo essen und trinken müssen und auch sonstwie Geld ausgeben, dann ist die Love Parade ein Wirtschaftfaktor.

Eine wissenschaftliche Untersuchung dazu:

Die Loveparade als Wirtschaftsfaktor: Die einzige repräsentative Studie zu dem Thema stammt vom FfH Institut. Anlässlich der Loveparade 2000 wurde hochgerechnet, dass bei 500.000 Besuchern ca. 50 Mio. Euro an zusätzlichen Umsätzen in der Stadt getätigt werden. In der gleichen Studie wird davon ausgegangen, dass pro auswärtigem Besucher ca. 125 Euro ausgegeben wurden. Davon entfielen im Schnitt 23 % auf Genussmittel, 21 % „Shopping“, 18 % Clubs, Kultur und Museen und 10,2 % für Übernachtungen. Die Parade war zu dem Zeitpunkt für die Besucher umsonst.

Egal, wieviel die Love Parade die Stadt Berlin auch kosten mag, es rechnet sich durch die zusätzlichen Steuereinnehmen unter’m Strich immer.

Und der Skandal um die Bankgesellschaft Berlin hat Berlin ca. 20.000.000.000 Euro gekostet. Dafür könnten man sich die Love Parade die nächsten 20.000 bis 40.000 Jahre leisten.

Ich hoffe und Wünsche, daß man in Berlin begreift, daß die Love Parade eine gute Investition in den „Standort Berlin“ ist und daß die Love Parade 2004 stattfinden kann…

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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