Archiv für August 2004

Begegnung am Parkscheinautomaten

Neulich hatte ich in der Stadt zu tun. Zu meinem Glück fand ich sofort einen Parkplatz in der Nähe meines Ziels. Dummerweise hatte ich nicht genug Kleingeld für den Parkscheinautomaten dabei. Ich sprach die Frau an, die den Automaten gerade gefüttert hatte, ob sie einen Geldschein wechseln konnte. Sie kramte in ihrer Geldbörse (wie zum Teufel schreibt man „Portemonnaie“?) und bedauerte, nicht genug Geld zu haben, um mir wechseln zu können.

Dann fragte sie, ob mir ein Euro reichte, und drückte ihn mir in die Hand, lächelte zauberhaft, drehte sich um und verschwand.

Wer auch immer Sie waren, vielen Dank!

Zeit

Es heißt, die Zeit sei der Wind, der unsere Spuren im Sand der Vergangenheit verwehe.

Vor vielen Jahren jobbte ich mal als junger Student in einer Firma. Zu meinen damaligen Aufgaben gehörte auch die Arbeit mit mehreren Tabellen, was ich damals recht unübersichtlich fand. So habe ich aus mehreren Tabellen eine gemacht, um mir die Arbeit zu erleichtern.

Jetzt, über 10 Jahre später, jobbe ich wieder in jener Firma und entdecke meine alte Tabelle von einst.

Irgendwie ein gutes Gefühl…

Ein perfekter Angriff

Heute erschien die „Frankfurter Rundschau“ nicht. Im Titelkopf stand „abhängige“ statt „unabhängige Tageszeitung“. „FR“-Geschäftsführer Günter Kamissek versuchte uns weiszumachen, sowas wäre ein „technischer Fehler“ und eine absichtliche Änderung durch Mitarbeiter sei „auszuschließen“.

Seit Monaten ist die Unabhängigkeit der FR im Gerede, weil die SPD-Medienholding ddvg die „FR“ übernommen hat. Hat vielleicht ein kleiner Guerilla einen perfekten Angriff durchgeführt?

„FR“-Geschäftsführer Kamissek kündigt an, in der morgigen Ausgabe des eigenen Blattes den Vorfall aufzuklären: Der technische Fehler sei „dokumentierbar“.

Da bin ich mal gespannt.

Studiengebühren

Zur Zeit wird ja mal wieder über das Thema Studiengebühren diskutiert. Bis zu 1.000 Euro pro Jahr sollen angeblich vertretbar sein.

Wenn Studenten schon soviel „Eintritt“ bezahlen müssen, was bekommen sie dann dafür? Termine beim Prof. binnen einer Woche? Ist die benötigte Literatur dann garantiert in der Bibliothek verfügbar? Vernünftige Handouts (available @ your local printer) sind selbstverständlich im Preis mitinbegriffen? Ebenso die Sitzplatz-Garantie im Hörsal? Gibt es die benötigten Seminar-Plätze dann schnell und unbürokratisch und nicht, wie zu meinen Zeiten, per Losverfahren?

Und wenn der „Dienstleister“ (und das sind Unis) seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, dann der Studie die Uni dann zur Leistungserbringung verklagen? Oder gibt’s dann anteilig Geld zurück?

Unter diesen Umständen wäre ich auch für Studiengebühren.

Sollten die Studiengebühren aber nur zur Abzocke dienen – und dieser Verdacht steht im Raum – dann ist das sicherlich der falsche Weg.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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