Archiv für 2004

Winterzeit – Grünkohlzeit

Winterzeit ist nicht nur Erkältungszeit sondern auch GRÜNKOHLZEIT. Hmmm, lecker. Und es erinnert mich an die gemeinsamen Grünkohl-Sessions mit der Nachbarin. Sie fehlt mir ein wenig. Nicht nur wegen des Grünkohls.

Winterzeit – Erkältungszeit

Zwangsläufig sind im Winter auch die Nasen meiner Mitmenschen. Fast jeder hatte ’ne triefende Schnupfennase und so wurde ich reichlich angeniest oder angehustet. Nun hat’s mich auch erwischt. Aber bis Weihnachten ist ja noch viel Zeit, bis dahin ist das wieder weg, oder?

Mein erster Eintrag bei Wikipedia

Vorgenommen hatte ich mir das schon lange, aber heute habe ich es endlich getan: Ich habe meinen ersten Artikel bei Wikipedia eingestellt und dort etwas über die sog. „Fallzahl“, ein Maß zur Bestimmung von Getreide, eingestellt.

Update 2006-09-29: Mittlerweise ist der Artikel sehr schön geworden.

Essen & Trinken: Wasabi

Zum Geburtstag bekam ich von einer lieben Freundin ein Glas Wasabi geschenkt.

Wasabi ist eine Variante des Meerettich und grünlicher als der normale. Der Geschmack ist schwierig zu beschreiben, mir fehlte auch der direkte Vergleich.

Wie auch immer, Wasabi wird nun häufiger auf der Einkaufsliste stehen, wenn ich meinen Asia-Dealer plündern werde.

Hier noch mal ein herzliches Dankeschön an die besagte Freundin. Ich wundere mich allerdings noch, warum ich dieses Jahr überhaupt keine Garstigkeiten von ihr bekommen habe, schließlich war ich das ganze Jahr über wieder frech zu ihr. Ob sie wohl doch langsam alt wird? Die ersten grauen Haare sind jedenfalls schon da. Aber das ist eine andere Geschichte…

Musik aus dem Internet… oder auch nicht

Unlängst hörte ich ein Musikstück, das ich unbedingt haben wollte.

Ich wollte mir nicht das ganze Album kaufen, wer weiß, ob mir die restlichen Lieder auch so gut gefallen werden, wie das eine, das mir nicht mehr aus dem Ohr geht. Für solche Fälle wurden CD-Singles erfunden. Das Grundproblem, in die Stadt fahren, Parkplatz suchen und(!) finden, Parkgebühren bezahlen, bleibt jedoch. So kostet selbst eine günstige CD dann schnell ein paar Euro mehr.

Durch die ständige Werbung war mir Musicload ein Begriff. Ich klickte mich rasch auf deren Seite und mußte dort erfahren, daß deren Musikstücke mit DRM, dem Digitalen Rechte Management, versehen und nur als WMV-Datei erhältlich seien.

So etwas mag ja ganz nett sein, aber eigentlich wollte ich nur Musik anhören und mich nicht mit Kopierschutz, musikalischer Rechteverwertung und der technischen Umsetzung auseinandersetzen.

Was werde ich also nicht machen? Mir das Zeugs gegen Gebühr aus dem Internet ziehen. Dumm gelaufen für die Künstler. Noch dümmer gelaufen für Industrie. Dabei hatte ich durchaus Kaufabsicht und auch die Bereitschaft, für das Musikstück bzw. dessen Nutzung zu bezahlen.

Ich empfinde die Unterscheidung in Musik und Nutzungsrecht als unnötig kompliziert. Die meisten Menschen dürften aus derlei akademisches Haarespalten keine Lust haben. Geht mir auch so.

Was werde ich also machen? Ich werde einen Bekannten fragen, ob er mir seine CD mal ausleiht. Dann kann ich mir die ganze CD anhören und das eine Stück den ganzen Tag lang laufen lassen, bis es mir zu den Ohren wieder rauskommen wird.

So sehen die Künstler in diesem Fall zwar kein Geld von mir, aber dafür lade ich ihn gerne mal auf ein Bier ein. Bei der Gelegenheit können wir dann auch feststellen, welche von meinen CDs er gerne mal in Ruhe anhören will.

Rückblick November 2004

Ja, dieses Blog gibt es noch.

Ich hatte im November nur keine Zeit, besser gesagt, keine Muße, mich um neue Einträge zu kümmern.

Der November war aber als Monat echt okay. Die Fortbildung, in der ich war hat viel Spaß gemacht, viel Wissen gebracht und dazu noch bestandene Prüfungen. Was will man mehr?

Über den ganzen Trubel hatte ich auch keine Lust, mich um meinen Geburtstag zu kümmern und habe die Dinge auf mich zukommen lassen. Ganz ausgefallen ist mein Geburtstag nicht, aber fast. Wer sich also über eine fehlende Einladung gewundert haben sollte… Wird alles nachgeholt…

„Dirty Harry“ kehrt zurück

Harald Schmidt, von vielen Menschen auch als „Dirty Harry“ verehrt, kehrt zurück, so kann man es bei Spiegel Online nachlesen. Er kehrt nicht nur zurück auf den Bildschirm, er kehrt auch zurück zu seiner alten Heimat, der ARD. Seine damaligen „Schmidteinander“-Sendungen, in denen er zusammen mit Herbert Feuerstein, niveauvolle Späße trieb, sind heute noch legendär. Seine Fans und auch andere Zuschauer dürfen sich freuen, gab es nach dem Abgang des Altmeisters doch keinen Ersatz.

Das kleine Fernsehspiel: „Big Brother“ will wachsen

Heute lese ich bei Spiegel Online, daß das „Big Brother“-Konzept ausgeweitet werden solle, es soll eine ganze Stadt überwacht werden. Dort sollen Menschen für immer bleiben und so tun, als sei alles ganz normal.

Ich wette, irgendein Medien-Heini hält das für den ganz großen Wurf. Dabei ist das Konzept doch uralt: Der Fernseh-Produzent „Ministerium für Staatssicherheit“ hatte damals in einem großen Feldversuch sogar einen ganzen „Staat“ mit 18 Millionen „Teilnehmern“ aufgebaut. Egal, wo die Teilnehmer waren und was sie machten, dank „Horch & Guck“ war man auf dem Laufenden.

Vieles war dort wie beim schlechten Abklatsch „Big Brother“: Allerdings hießen die Teams nicht „Survivor“, „Normal“ oder „Luxus“ sondern „Werktätiger“, „SED-Mitglied“ oder „Politbüro“. Auch war das Spiel auf eine längere Spieldauer angelegt, statt lustige Wochenaufgaben gab es 5 Jahrespläne, die immer zu mindestens 105 Prozent erfüllt wurden.

Trotz perfekter Technik und immensen Einsatzes eifrigster (mehr oder weniger offizieller) „Mitspieler“ ist der Regie verborgen geblieben, daß sich viele Mitspieler das Spiel irgendwie lustiger vorgestellt hatten und am liebsten die Spielregeln geändert hätten oder überhaupt nicht mehr mitspielen wollten.

Einige wenige haben sogar versucht, das Spielfeld auf eigene Faust zu verlassen. Wer dabei von der Regie erwischt wurde, durfte in Bautzen Bonuspunkte sammeln. Bei besonders grobem Regelverstoß wurden einzelne Spieler auch schon mal vom weiteren Spielverlauf ausgeschlossen. Endgültig.

Nachdem immer mehr Menschen murrten hat irgendwann ein Regie-Assistent einen kleinen, aber bedeutungsvollen, Fehler gemacht. Die Ausgänge des Spielfeldes wurden nun nicht mehr bewacht und die Spieler konnten das Spielfeld verlassen, so wurde dem Spiel die Grundlage entzogen.

Trotz rapide sinkender Quoten wurde das Projekt noch eine kurze Zeit lang fortgesetzt, dann wurde die Programmstruktur geändert. Aus dem ehemaligen Spielfeld wurden blühende Landschaften, aber das ist eine andere Geschichte…

Neues aus Schilda: Gebühren auf PCs

Wenn es darum geht, neue Geldquellen für die öffentlich-rechtlichen Medien aufzutun, dann werden manche Menschen wirklich kreativ. Ab April sollen auch PCs gebührenpflichtig werden, schreiben Spiegel-Online und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Computer können Töne in Stereo-Qualität wiedergeben und Internet hat heute auch fast jeder, theoretisch ist ein Computer in der Lage, ein Radio zu ersetzen. Soweit kann ich das ja noch verstehen. Mit entsprechender Hardware oder ausreichend Bandbreite wäre auch ein TV-Empfang möglich.

Und schon wittert die GEZ Möglichkeiten, auch für diese Geräte Gebühren erheben zu können. Interessant daran ist, daß für privat genutzte PCs bereits ab April 2005 gezahlt werden soll, für gewerblich genutzte PCs jedoch erst ab 2007. Warum diese Ungleichbehandlung? Schließlich sind Radios in Firmenfahrzeugen doch auch gebührenpflichtig.

Klar ist, daß die ö-r Anstalten für ihre (stellenweise ausgezeichnete) Arbeit Geld benötigen. Allerdings ist das Verfahren, diese Gelder einzutreiben so zeitgemäß, wie Licht säckeweise ins Rathaus zu tragen. Ein Heer von GEZ-Beauftragten klappert Unternehmen und private Haushalte ab, um nicht angemeldete Geräte zu erfassen. Dieses Verfahren kostet jährlich 143 Millionen Euro an Verwaltung.

Denkbar wären andere Modelle der Finanzierung: Die FDP denkt im Bundestag über eine Medienabgabe nach, die jeder Erwachsene zu zahlen habe. Doch auch hier stellt sich wieder die Problematik der Verwaltung, nicht alle Menschen haben ausreichend Einkommen und einige werden sich befreien lassen können. Das wäre also die Übertragung eines veralteten Modells auf neuere Zeiten: Statt pro Wohnung zahlte man nun pro Kopf.

Wenn die Gesellschaft diese Medien wünscht, warum übernimmt dann nicht der Staat die Versorgung der ö-r Anstalten? Einfach so und mit einem Federstrich? So kann sämtlicher Verwaltungs- und Kontrollaufwand eingespart werden und das Geld kann für das ausgegeben werden, wofür es eigentlich gedacht ist: Ein gutes Programm.

Die staatliche Versorgung muß ja nicht so üppig ausfallen wie heute, im Laufe der Zeit haben sich die Anstalten von ihren Kernaufgaben und -kompetenzen wegentwickelt. Beispiele dazu? Gerne! Manch Vorabendserie hat eine begleitende Internetpräsenz, für die eigentlich (laut Medienstaatsvertrag) keine Notwendigkeit gegeben ist, wozu also so was mitfinanzieren? Sollte ein Sender so was mittels Sponsoren oder Werbung kostenneutral hinbekommen, wäre das ein Zugewinn für den Zuschauer, aber sicherlich ist so was nicht zwingend notwendig.

Also ab mit den alten Zöpfen und zeitgemäßes Denken für eine aktuelle Medienlandschaft. Und denkt nicht erst daran, für jeden PC eine Mediengebühr einzuführen. Ich höre schon die Stimmen aus den Vorstandsetagen der Unternehmen, die darauf hinweisen, daß ausländische Standorte jene PC-Mediengebühr nicht haben und besser seien als Deutschland. Das wäre sicherlich nur ein Vorwand, doch warum soll man mit veralteten Mitteln Vorwände für den Jobabbau von morgen liefern?

Eben gehört: Alcazar – Alcazarized

Eben habe ich das Album „Alcazarized“ von Alcazar gehört. Wer „Casino“ kennt und mag, wird von diesem Album begeistert sein! Mir gefällt die intelligente Art, wie Alcazar mehrere bekannte Stücke übereinander legt, „This ist the world we live in“ beginnt mit dem Groove aus Diana Ross’ „Upside down“ und läßt ihn im Hintergrund weiterlaufen. Was sich in der Theorie interessant anhört, klingt in der Praxis aber sehr „funky“ und lädt zum Tanzen ein. Es fiel mir schwer, meine Füße stillzuhalten. Auch bei „Physical“ läuft der bekannte Song „I’ve been thinking about you“ als Unterleger.

Wenn man schon neue Hits aus altem Material zaubert, dann bitte immer so gekonnt und tanzbar, wie es Alcazar bietet. Echte Gute-Laune-Musik!

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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