Archiv für 2004

Standort Deutschland

Immer wieder hört, sieht oder liest man, wie schlecht der Wirtschaftsstandort Deutschland sei, die Deutschen arbeiten zuwenig, sind zu oft krank, bekommen zuviel Lohn. Deswegen seien Produkte “Made in Germany” auch so teuer.

Im Hause Volkswagen sind gerade wieder Tarifverhandlungen. Die IG Metall fordert u. a. 4% mehr Lohn. Wenn man bedenkt, daß VW bereits 20% über Tarif zahlt, kann man sich überlegen, was man davon hält.

Bei Panorama finden sich ein paar interessante Zahlen:

Ein neuer Golf 5 kostet, mit allen Extras 33.000 Euro.
Der (mißglückte) Versuch, mit dem Phaeton in der automobilen Oberklasse zu landen, hat VW 1,8 Milliarden Euro gekostet.

Okay, spielen wir mal ein wenig, “Was wäre, wenn…” und rechnen wir dann mal ein bißchen: Ohne das Phaeton-Abenteuer hätte VW viel Geld gespart und seine Produkte VIEL billiger anbieten können. Bei 100.000 Golf um satte 18.000 Euro weniger, bei 1.000.000 angenommenen Verkäufen immer noch um stattliche 1.800 Euro weniger.Lassen wir uns diese Zahlen mal auf der Zunge zergehen. Nicht eingerechnet sind die Spielplätze Bentley und Bugatti, da habe ich bei Panorama keine Zahlen gefunden.

Wer ist also nun “schuld” an den hohen Kosten in Deutschland? Der berühmte “kleine Arbeiter”?

“Der Spiegel” zitiert in Ausgabe 18/2004 Jürgen Schrempp, heute Vorstandsvorsitzenden von DailerChrysler, damals Chef bei der DASA:

Ich bin der erste Top-Mann, der 2,3 Milliarden Mark verspielt hat und dann noch ohne Umschweife sagt: “Das war ganz allein meine Schuld. Während andere Manager für 50 Millionen entlassen würden, stehe ich noch hier.”

Noch Fragen Kienzle? Nein, Hauser!

Glück ist…

Glück ist, wenn einem der Zahnarzt sagt, alles sehe okay aus und er nicht bohren, ziehen oder sonstiges machen will.

Und ein bißchen Zahnstein ist schneller entfernt, als man sich auf dem Zahnarztstuhl verkrampfen kann.

Was will man mehr? Nächstes Jahr die gleiche Diagnose hören :-)

Hatte ich erwähnt, daß ich binnen weniger Minuten wieder aus der Praxis draußen war? Die Spät-Termine, die mein Zahnarzt vergibt, sind wirklich sehr arbeitnehmerfreundlich. Ich bin zwar kein echter Arbeitnehmer sondern nur in einer Fortbildung, unterliege aber ähnlichen zeitlichen Einschränkungen…

Nächste Jahreszeit

Beim gestrigen Einkaufsbummel kam mir die Erkenntnis, daß der Sommer wirklich vorbei sein muß, es gibt wieder Mon Cherie in den Supermärkten, auch sind wieder frische Negerküsse in den Regalen. So ganz frisch schmecken sie übrigens wirklich super-lecker.

Auffallend war, daß der Lebensmitteleinzelhandel Halloween als Jahreszeit zum Überbrücken des Zeit zwischen Sommer- und Weihnachts-Dekoration nutzt.

Das läßt mich hoffen, daß mir dieses Jahr noch etwas Weihnachtsgefühl bis Heilig Abend erhalten bleibt. Beginnt der Weihnachts-Streß in den Läden zu früh, ist spätens Anfang Weihnachten nur noch nervit und nichts mehr, worauf ich mich freuen kann…

Mild und scharf zugleich?

Beim letzten Einkauf entdecke ich in der Asia-Abteilung meines Supermarktes entdeckte ich das scharfe Mango-Chutney von “Lien Ying”. Neugierig, wie ich manchmal bin, mußte ich es zu Hause auch gleich aufmachen.

Es riecht so süß wie Marmelade und überhaupt nicht nach scharf. Fast schon enttäuscht probiere ich einen halben Teelöffel voll und erlebe mein blaues Wunder: Der milde, süße Mango-Geschmack verwandelt sich binnen Sekunden in kräftige Schärfe und ergibt eine super-leckere Gesamtnote.

Nun muß ich nur noch herausfinden, ob mein Stamm-Asia-Dealer sowas auch zu freundlicheren Preisen hat.

Das Märchen vom Rotkäppchen

Wie alle kennen das kleine Rotkäppchen, das der kranken Großmutter Wein und Kuchen bringen will und dabei im Wald vom Wolf…

Mich besuchte diese Woche das Ruthkäppchen, allerdings nicht mit Wein und Kuchen sondern mit leckeren Sachen, die wir dann gemeinsam kochten. Ehrlicherweise muß ich sagen, daß sie kochte und mich meistens der Küche verwies.

Ich nutze die Zeit, um auf ihrem Handy Tetris zu spielen. Gemeinerweise komme ich selten über 28.000 Punkte, das Ruthkäppchen kommt lockere 150.000 Punkte weiter.

Das Essen war sehr lecker, ich freue mich schon auf den nächsten Besuch vom Ruthkäppchen :-)

The Revenge of the Asia-Man

Vor einigen Tagen hatte ich einen neuen Asia-Händler ausprobiert und mich da durch’s Sortiment gekauft (hier nachlesen). Als eine Art Rabatt gab mir der Verkäufer eine große, rote Chili-Schote mit und wünschte mir einen guten Tag.

Beim Kochen wollte ich die Schote mitverwenden. Nach der alten Faustregen: “hje kleiner, desto schärfer” konnte mir von so einer großen Chili-Schote keine Gefahr drohen. Von wegen. Die Schote war richtig chön charf.

Nun verstehe ich, wie der “gute Tag”, den mir der Verkäufer wünschte, gemeint war… Montag werde ich wieder dort einkaufen, mal sehen, womit ich diesmal überrascht werde :-)

Knappes Kleingeld

Bei Spiegel Online lese ich heute, daß Kleingeld, besonders die Münzen zu 1, 2 und 5 Cent, knapp wären. Nicht die Münzen an sich sondern die davon umlaufenden Münzen.

Die Nachricht erstaunt mich etwas. Wurden zuwenig Münzen geprägt? Oder sind zuviele Münzen in den Alben verrückter ^W interessierter Münzsammler verschwunden? Wenn ich mir überlege, wieviel Menschen ich kenne, die Münzen aus EURO-Ländern hamstern, dann ist das gut möglich.

Auf der anderen Seite sind an Kassen von Geschäften oder Schnell-Restaurants oftmals Sammelbüchsen zu sehen, manchmal aus durchsichtigem Material, so daß man erkennen kann, wieviel “Kupfergeld” dort “versickert”, bis es eines (fernen?) Tages wieder dem Geldkreislauf zugeführt wird.

Liebe Leute, laßt das “Klimpergeld” nicht so lang in den Sammelbüchsen liegen, dann reichen die kleinen Münzen auch wieder.

Und falls nur jeder zehnte Kunde von McDonalds nur einen Cent des Wechselgeldes in die dortige Sammelbüchse einwürfe, dann käme für die Kinderhilfe viel Geld zusammen. Und es ist allemale besser, als eben jenen Cent in der eigenen Geldbörse zu lagern.

The Return of the Asia-Man

Zufällig entdeckte ich heute einen weiteren Asia-Laden. Noch mehr Auswahl an Asia-Suppen. Und bessere Preise, manche Suppen-Bausätze kosten nur 35 Cent. Und noch besser zu erreichen als der Laden in der Stadt. Ich bin gerettet :-)

August 2004 – Was für ein beschissener Monat

Manche Monate bringen einem Glück und Erfolg, manche Monate dagegen viel Pech und Mißerfolge. So auch dieser Monat. Irgendwie lief im August echt zuviel schief. Der angenommene Sommer-Job brachte dieses Jahr nur ein Bruchteil der Stunden der Vorjahre und war nicht der erhoffte finanzielle warme Regen.

Da wir grade beim Thema Regen sind: Der „Sommer“ war erst kalt, dann kurz und fast schon zu heiß, dann wieder kalt und naß. Nun ist der Sommer vorbei. Schade, ich hätte gerne noch ein paar Tage am Strand gelegen.

Mein Siemens ME45-Handy, im Juli verloren, ist leider nicht wieder aufgetaucht. Wenigstens habe ich mein altes S25 wieder. Die Beleuchtung der Anzeige flackert, aber es telefoniert. Zwischenzeitlich bekam ich noch ein Nokia 3310, aber dessen Bedienung ist zu kompliziert, jedenfalls erscheint sie mir so. Einmal Siemens, immer wieder Siemens. Damit kann ich wenigstens umgehen.

Der September kann nur besser werden…

Satt und glücklich

Neulich war ich in der Stadt und machte auch einen Schlenker zu meinem Lieblings-Asia-Dealer. Eigentlich brauche ich nie wirklich was von da, aber wenn ich schon mal da bin, dann…

Diesmal habe ich bei den Asia-Suppen zugeschlagen. Ich meine diese kleinen Pakete, die einen “Block” Nudeln enthalten und noch ein paar kleine Beutelchen mit Gewürzen und binnen drei Minuten einen Teller leckere Nudelsuppe ergeben.

Wie ein kleines Kind im Spielzeugladen, mußte ich wahllos Pakete aus dem Regal in meinen Einkaufskorb schaufeln. Bei einem Preis von nur 50 Cent pro Paket ein noch bezahlbares Vergnügen.

Viele von den Suppen haben das Wochenende nicht überlebt, nächstesmal sollte ich von jeder Sorte ein Paket mitnehmen, oder noch besser, gleich zwei oder drei :-)

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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