Archiv für Januar 2005

Solidarität am Mittagstisch

Neulich beim Mittagessen gab es eine dieser Unterhaltungen, bei denen man viel lernen kann. Über Menschen, was sie denken und, viel wichtiger, was sie nicht denken. Worum ging es?

Irgendwie gelangten wir zum Thema Hartz IV und wie gut nun alles werde. Als Skeptiker glaube ich viele Dinge erst, wenn sie sich bewährt haben. Zwei Gesprächsteilnehmerinnen glauben, Hartz IV sei der ganz große Wurf. Die Standpunkte waren schnell geklärt, die üblichen Argumente schnell ausgetauscht.

Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit.

und

Warum soll ich für andere (faule Nichtsnutze) mitbezahlen?

Okay, denken wir mal laut weiter, was nicht ausgesprochen wurde.

Drehen wir mal den Satz um, dann lautet er:

Wer keine Arbeit findet, der will keine finden.

Ist das wirklich so einfach? Sind Pauschalaussagen geeignet, die Wirklichkeit wiederzugeben? Natürlich gibt es Menschen, die mit Stütze und Schwarzarbeit hervorragend auskommen können und keine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt suchen (müssen). Doch wie viele von den über 4 Millionen Arbeitslosen, die die amtliche Statistik ausweist, sind das?

Natürlich ist es ärgerlich, wenn Schnorrer und Schmarotzer vom System ausgehalten werden. Auch ich habe keine Lust, so jemanden mitzubezahlen. Allerdings weiß ich, daß Systeme selten alle Fälle erwischen, es sei denn, man erhöht den Aufwand fast unendlich.

Wie viele Menschen schröpfen das System? Und muß man, um die wenigen schwarzen Schafe zu erwischen, alle anderen weißen Schafe unter Generalverdacht stellen?

Wer sich nur Einzelfälle ansieht, der wird kein realistisches Bild der Gesamtsituation bekommen. Ein einziger „Florida-Rolf“ ist geeignet, um sich aufzuregen, aber nicht für einen repräsentativen Eindruck. Wie viele „Ausreißer“ gibt es und was kosten sie Staat und Gesellschaft wirklich? Wieviel ist das dann pro Steuerzahler?

Für was soll eine Solidargemeinschaft bezahlen? Und für was nicht? Und warum? Manche Menschen versuchen Solidarität als eine Einbahnstraße zu verstehen und finden es unerhört, wenn auch sie mal für andere bezahlen sollen. Bekommt man selbst Geld, dann ist das immer etwas völlig anderes.

Eine Diskussionsteilnehmerin regte sich darüber auf, daß Bedürftige vom Staat Zuschüsse zur Kleidung bekommen, muß sie alle ihre Rechnungen doch selbst bezahlen. Als Raucherin wird sie früher oder später ernstlich erkranken. Ich wünsche ihr das nicht, aber die medizinische Statistik spricht da eine deutliche Sprache. Dann wird sie das Gesundheitssystem erheblich belasten. Und damit letztendlich uns alle. Die Behandlung von Krebspatienten ist sehr teuer. 1.000 Euro sind da sehr schnell ausgegeben. Nicht im Monat, an einem einzigen Tag.

Da niemand solche Kosten selbst bezahlen kann, wird sie dann von der Solidargemeinschaft unterstützt werden. Von der Gemeinschaft, für die sie jetzt nicht bezahlen wollte. Sollte man ihr dann die Krebstherapie verweigern? Womöglich mit dem Argument, daß man nicht die fast unausweichlichen Folgen ihres Tabakkonsums bezahlen wolle, schließlich steht auf jeder Schachtel eine entsprechende Warnung.

Eine andere Diskussionsteilnehmerin möchte irgendwann Kinder haben. Was kostet eine Geburt im Krankenhaus? Warum sollte letztendlich auch ich das mitbezahlen, geht mich ihr Kind doch nichts an. Und warum sollte ich über meine Steuern einen Platz im Kindergarten oder Schule bezahlen?

Ich habe verstanden, daß eine Solidargemeinschaft eben keine Einbahnstraße ist. Ich wünsche jedem Menschen Gesundheit, bezahle aber auch für seine Krankheiten.

Zur Zeit gehöre ich nicht zu den Beitragszahlern sondern zu den Zahlungsempfängern. Aber ich freue mich darauf, demnächst viel einzuzahlen, so wie es mir einst ein Dozent der Uni gewünscht hatte. Denn wer viel verdient, der kann auch viel in den Topf einzahlen, aus dem er vielleicht später mal selbst gefüttert wird.

Farm der (hohen) Tiere

Wir alle kennen die „Farm der Tiere“ von George Orwell und den wohl bekannteste Satz daraus: „Alle Tiere sind gleich, nur einige sind etwas gleicher“.

In den letzten Wochen sind in Deutschland haben zwei Dinge die Öffentlichkeit berührt: Der Mord an Modezar Mooshammer und seine schnelle Aufklärung und die Nebeneinkünfte von Politikern.

Warum erwähne ich beides in einem Satz? Gibt es da einen Zusammenhang? Ich darf etwas weiter ausholen?

Nach der Tötung Mooshammers hat der Täter eine Reihe von Spuren hinterlassen, auch sog. DNA-Trägermaterial, aus dem dich die DNA für einen genetischen Fingerabdruck isolieren läßt. Zusammen mit Zeugenaussagen und dem Geständnis eines dringend Tatverdächtigen, konnte der Fall binnen weniger Tage aufgeklärt werden. Nun fordern Politiker, den genetischen Fingerabdruck in das Standardrepertoire der polizeilichen Arbeit aufzunehmen.

Nun könnte man meinen, daß alles, was unserer Sicherheit diene, doch auch uns allen diene. Schließlich werden Verbrechern ja auch jetzt schon die Fingerabdrücke genommen. Könnte man meinen. Wer in der Schule gut aufgepaßt hat, Politiker scheinen das nicht getan zu haben, der wird wissen, daß der genetische Fingerabdruck VIEL mehr über einen Menschen aussagt, als der herkömmliche Fingerabdruck. Genetische Dispositionen zu bestimmten Krankheiten zum Beispiel. Der Mensch ist zu einem erheblichen Teil durch sein Umfeld geprägt, der Rest ist genetisch vorbestimmt.

Immer wieder werden Zwillinge, also Menschen mit (fast) identischem Erbgut, nach der Geburt getrennt und finden sich später wieder. Trotz teilweise völlig unterschiedlicher Sozialisation durch (Fflege-)Eltern, Schule, Ausbildung usw. sind sich die Menschen oftmals sehr ähnlich: Sie arbeiten in ähnlichen Berufen, haben ähnliche Hobbys, kleiden sich ähnlich. Das geht hin zu Marotten. In einer Dokumentation wurden Zwillinge gezeigt, die beide ein Gummiband um das Handgelenk trugen. Wohlgemerkt: Diese beiden Menschen wurden nach der Geburt getrennt, wuchsen Tausende von Kilometern von einander auf und lernten sich erst im Alter von ca. 40 Jahren kennen. Wir sehen also, wie stark der Einfluß der Gene auf uns sein kann.

Und nun sollen diese Daten auch schon bei Verdachtsfällen erhoben werden? Was passiert mit den Daten? Werden die nun endlos lange aufgehoben? Und kommen sie in den Datenpool, der für die Rasterfahndung benutzt wird?

Das Wichtigste: Warum wollten und sollten wir Menschen unter Generalverdacht stellen?

Lassen wir das mal etwas sacken und widmen uns dem nächsten Thema.

Angeordnete aus Bundestag oder Landtagen üben häufig noch andere Tätigkeiten aus. Ich finde das gut. Ich möchte keine Politiker haben, die nicht mehr wissen, wie in Unternehmen gearbeitet wird oder nur noch die Schauklappen des Berufspolitikers aufhaben. Allerdings begeben wir uns auf eine Grantwanderung: Der Abgeordnete soll zunächst seinem Gewissen verpflichtet sein und nicht seinem Arbeitgeber, für den er auch noch tätig ist. Wir alle kennen die Weisheit: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“

In der letzten Zeit sind einige Abgeordnete dadurch aufgefallen, daß sie Bezüge von Dritten OHNE erkennbare Gegenleistung bekommen haben. Da niemand Geld zu verschenken hat, wird sich der Zahler wohl irgendwas von seiner Zahlung versprechen. Im Zweifel vielleicht eine Entscheidung des Mandatsträgers, die sich positiv für ihn selbst auswirkt. Und hier wird es gefährlich. Wollen wir, daß sich Politiker (mehr oder weniger) offen schmieren lassen? Daß man ihre Entscheidungen kaufen kann? Ich zahle Dir einen Betrag von X und Du stimmst in der Sache Y so ab und eben nicht anders?

Um hier ein wenig(!) Transparenz zu schaffen, gibt es Meldepflichten für Abgeordnete. Allerdings steht in den Vorschriften nichts von Strafen für den Fall der Nichtbefolgung. Also ist und bleibt es eine leere Drohung. Nun gibt es Stimmen, die eine generelle Offenlegungspflicht gegenüber jedermann fordern und nicht nur gegenüber dem Bundestagspräsidenten. Klingt logisch.

Doch plötzlich regt sich ein Sturm der Entrüstung, die Angst vor dem gläsernen Abgeordneten geht um. Politiker wollen sich eben nicht durchleuchten lassen, was sie sie so verdienen und wer sie bezahlt. Auch ist die Rede vom Generalverdacht gegenüber parlamentarischen Mandatsträgern.

Okay, fügen wir beides mal zusammen: Also die Politiker, die Angst vor der Durchleuchtung ihrer (Neben-)Einkünfte haben, wollen uns, ihrem Volk, das sie einst gewählt hat, den genetischen Fingerabdruck verordnen? Natürlich nur zu unserer Sicherheit, versteht sich. Aber gleichzeitig möchte sich der einzelne Abgeordnete nicht in die Karten (oder auf das Konto) schauen lassen, was er noch so nebenbei verdient? Plötzlich wird das Argument Datenschutz wieder hervorgeholt, was uns eben noch beim Fingerabdruck als Tatenschutz vorgeworfen wurde. Der Abgeordnete soll selbst entscheiden dürfen, was er macht und was er angibt? Ich als Bürger darf bei einem Reihen-DNA-Test aber nicht fehlen, ohne ins Visier der Ermittler zu geraten?

Wir sehen also: Alle Tiere sind gleich, aber einige hohe Tiere wollen etwas gleicher sein. Wahltag ist Zahltag!

Appliances

Daß kleine Alleskönner manchmal einfach nur „Pain in the ass“ bedeuten können, sollte allen IT-Profis klar sein. Die Firma sitzt irgendwo am DSL-losen Arsch der Welt und ist per ISDN an das Internet angeschlossen. Mit einer netten kleinen Kiste. Manchmal kam es vor, daß der andere Kanal des extra für Internet bereitgestellten ISDN-Anschlusses nicht verfügbar war.

Die kleine Kiste sollte KEINE Kanalbündelung machen. So wurde sie einst konfiguriert und sämtliche Einstellungen wurden anständig dokumentiert. Und anschließend wurde auch nicht mehr dran gefummelt.

Eines Tages muß die kleine Kiste einen Teil ihrer Einstellungen verloren und sie durch voreingestellte Werte überschrieben haben, denn nun machte sie adaptive Kanalbündelung und blockierte manchmal den zweiten ISDN-Kanal. Der Fehler ist erst irgendwann aufgetreten und die Kiste war ja so konfiguriert, daß die nicht der Schuldige sein sollte, wurde die Ursache überall gesucht, nur eben nicht an der entscheidenden Stelle.

Manchmal sind kleine Alleskönner ja ganz nett, aber nur solange alles funktioniert. Wenn die Kistchen mal nicht so tun, dann ist echte Arbeit angesagt…

Adel verpflichtet… oder auch nicht

Früher war bekanntlich alles besser, früher hatten wir ja auch noch einen Kaiser. So verkaufen uns immer wieder einige Menschen, warum wir als Staatsoberhaupt statt eines gewählten Präsidenten lieber einen König oder Kaiser haben sollten.

Mal abgesehen davon, daß uns der letzte grenzdebile Monarch den Ersten Weltkrieg beschwert hat, scheinen adlige Staatsoberhäupter auch nur in Ausnahmefällen ein Glückgriff zu sein, auf lange Sicht jedenfalls.

Wenn man sich so ansieht, was für Eskapaden der königliche Nachwuchs so treibt, dann beantwortet sich die Frage auf, was Inzucht anrichten kann, irgendwie von selbst. Ältere Prinzen pissen und prügeln sich durch die Gegend, junge Prinzen scheinen wirklich NICHTS von europäischer Geschichte verstanden zu haben.

Hoffentlich erkennt nun auch der letzte Monarchist, daß gewählte Regierungen und Staatsoberhäupter mitunter viel Mist machen, man sie aber im Bedarfsfall auch nicht wiederzuwählen braucht. Was machen wir nur mit Regenten, oder deren Nachwuchs? Die haben wir auf Lebenszeit.

Lügen haben kurze Beine

Angeblich haben Lügen kurze Beine und sollten damit auch nicht weit kommen. Bedauerlicherweise haben viele Menschen ein kürzeres Gedächtnis als Lügen kurze Beine haben.

Es geht um die Kriegsgrund-Lüge der USA. Was hat man nicht alles über die Massenvernichtungswaffen (MVW) des Irak und seines Diktators geschrieben. Die USA wußten angeblich GANZ genau, daß der Irak MVW hatte und WO diese versteckt seien. Den Inspekteuren der UNO hat man diese Informationen aber nicht nennen können. So haben diese auch nichts gefunden. Jedenfalls nichts, was einen Krieg hätte rechtfertigen können.

Wir alle kennen den Lauf der Geschichte: Der Irak wurde besetzt und durchsucht. Aber nichts wurde gefunden. Jeder, der genau WUSSTE, daß die MVW in geheimen, teils unterirdischen, Verstecken lagerten, hat sich als uninformierter Dummkopf zu erkennen gegeben.

Harte Worte? Nun, die NASA hat in den 70er Jahren Teile des unterirdischen Nil-Deltas aus dem Orbit vermessen und damit Geologen auf aller Welt überrascht. Warum das Ganze? Man wollte dem Gegenspieler im Kalten Krieg zeigen, daß man auch seine Raketen in unterirdischen Bunkern erfassen könne. Im Irak hat man trotzdem nichts finden können, keines der angeblich vorhandenen unterirdischen Lager konnte entdeckt werden. Offenbar gab es keine solchen Verstecke.

Die angeblichen Satellitenbilder, die mobile Chemiefabriken zeigten, erwiesen sich als plumpe Fälschungen und zeigten ganz banale Tankwagen. Die Supermacht, die über die besten Satelliten zur Beobachtung verfügt, war entweder schlecht informiert oder wurde einer ganz plumpen Lüge überführt.

Vor kurzem wurde die Suche nach den MVW eingestellt. (Nachzulesen u. a. bei Spiegel Online) Also nach den Waffen, deren Verstecke man ganz genau zu kennen vorgab. Wie war das doch? Entweder ist etwas versteckt oder man weiß genau, wo etwas ist. Schon in der Sesamstraße lernen Kinder solche Weisheiten.

History repeating

Manchmal frage ich mich, ob die Nachrichten, die ich lese, wirklich neue Nachrichten sind oder ob nur einige Begriffe ausgetauscht wurden, so sehr scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Von ABBA stammt die Textzeile

The history book on the shelf is always repeating itself.

Oder aber

Wer nicht aus der Geschichte lernt, der ist dazu verdammt, die Fehler von einst zu wiederholen.

Die US-Offensive gegen die irakische Stadt Falludscha hat die Rebellen kaum oder nicht geschwächt sondern nur verstreut. Kommt uns das irgendwie bekannt vor? War damals in Vietnam genau so. Es wäre ja auch schön blöd, sich zu sammeln und ein großes, lohnendes Ziel abzugeben. Und was dem Vietkong in den 60ern geholfen hat, hilft heute auch im Irak.

Nun überlegen angeblich CIA und Pentagon, im Irak Todesschwadrone einzusetzen. Und auch das kennen wir aus Vietnam oder dem El Salvador der 80er Jahre.

Interessanter Artikel dazu bei Spiegel Online

Glaubt man ernsthaft, so einen Krieg gewinnen zu können? Oder wird man so die Menschen in die Arme der Aufständischen treiben?

Leid tun mir alle unschuldigen Opfer des Krieges. Sie bezahlen für die Unfähigkeit oder Unwilligkeit einiger Politiker, das Geschichtsbuch zu lesen und Geschichte zu lernen und zu verstehen.

Abenteuer beim Dienstleister

Ja, auch ich möchte mich mal über Dienstleister aufregen dürfen: Heute rief ich beim Arzt an und es ergab sich dieser Dialog:

Ich: „Ich habe Beschwerden und hätte gerne baldmöglichst einen Termin.“
Sie: „Termine haben wir Ende Januar wieder.“
Ich: „Kein Problem, welchen Arzt können Sie mir für dringende Fälle empfehlen?“
Sie: „Haben Sie denn Beschwerden?“

(Sagte ich das nicht gerade?)

Ich: „Ja, habe ich.“
Sie: „Was für Beschwerden haben Sie denn?“

(Meine Kollegen im Büro wollen das bestimmt auch alle mithören. Kann sich das die Arzthelferin nicht denken?)

Ich: „Ja, also, es ist schon dringend…“

(Meine Kollegen täuschen vor, daß sie nicht mithörten.)

So ging das Spiel dann noch eine Weile, bis ich dann doch morgen einen Termin zu einer noch fast arbeitnehmerfreundlichen zu nennenden Zeit aus ihr herausholen konnte. Ist der Dame eigentlich klar, daß letztendlich ICH ihr Gehalt bezahle? Schließlich könnte ich mein Wehwehchen auch von einem anderen Arzt behandeln lassen.

Ob ich das ihrem Chef morgen mal sagen werde? Oder bin ich froh und dankbar, daß ich nicht irgendwo hin muß?

What’s working – what’s not

Um mich einfacher zu organisieren, habe ich überall dort, wo Altpapier anfällt, in der Küche, im Arbeits- und Wohnzimmer diese großen Papiertüten stehen. Ich meine diese Tüten, die man beim Einkaufen bekommt. Mein Ex-Arbeitgeber ließ sich viele Lebensmittel liefern und ich hatte einen Deal mit $SEKRETÄRIN, daß sie mir die Papiertüten überließ. Immer, wenn genügend Altpapier angefallen ist, bringe ich die Tüte weg, manchmal auch samt der Tüte. Macht ja nichts, sie ist ja auch aus Papier. Und drückt man sie etwas platt, dann paßt sie samt Inhalt durch den Einwurfschlitz des Containers.

Manchmal muß man sich selbst überlisten, aber solange es funktioniert…

Der innere Schweinehund und das Altpapier

Wir alle kennen ihn, den inneren Schweinehund, der uns immer sagt, daß der Müll noch nicht runtergebracht werden müsse, daß sich noch nicht genügend Altpapier angesammelt hätte, um es der Wiederverwendung zuzuführen, auch störten die leeren Flaschen noch nicht genug den haushaltlichen Ablauf, um…

Heute hatte ich ausreichend intrinsische Motivation und habe mich von dem Zeugs getrennt. Für mich ist es ja eh nur Abfall, für Andere ist es Ausgangsbasis für neue Produkte. Also ist allen damit gedient, wenn ich mal die 30 Meter zum Container gehe. Mehr sind es nicht.

Doch ich höre ihn schon wieder, den inneren Schweinehund, der mir einreden will, daß sich für das bißchen Müll der weite Weg überhaupt nicht gelohnt habe. Ist mir aber egal, jedenfalls ab und an.

Nik unterwegs: Trend verpaßt?

Eigentlich war ich ja schon auf dem Weg ins Bett. Und eigentlich war ich todmüde. Eigentlich. Dann klingelten mich ein paar Kollegen an und bestanden darauf, daß ich bei einem Gang um die Häuser begleitete. Ich war noch nicht bettfertig und bin dann alarmmäßig los, um die Jungs einzusacken. Dann waren wir in der Disco der Königin (Ortskundige werden wissen, welchen Laden ich meine). Irgendwie scheine ich einen neuen Trend verpaßt zu haben: Dachte ich doch, Buffalo Plateauschuhe seien schon lange out oder würden nur noch von Nutten auf dem Straßenstrich getragen. Aber ich muß ich echt geirrt haben. Und die Frage, ob gerade die WonderBra-Aktionswoche sei, habe ich mir verkneifen können. Wäre ich eine Frau, so zöge ich auch kein T-Shirt von D&G an. NIEMALS.

Und alle Frauen, die ich auch nur halbwegs spannend fand, hatten Kippen in der Hand oder im Mund…

Hätten die Jungs nicht für viel Spaß gesorgt, wäre der Abend ein echter Reinfall geworden, so war’s noch ganz nett. Leider war ich recht früh müde und mußte nach Hause. Ich hoffe, die beiden hatten noch einen schönen abend…

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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