Archiv für April 2005

Was für ein Tag. Was für eine Nacht. Was für ein Abschied.

Morgens deutlich vor dem Wachwerden aufgestanden, um in HH eine Prüfung abzulegen. Der Engel am Empfang nimmt mit routinierter Professionalität allen Prüflingen ihre Nervosität. Bei der Prüfung geht es letztendlich nur um Sein oder Nichtsein. Dank mentaler Unterstützung bestehe ich mit deutlich mehr Punkten als benötigt, ziehe mir trotzdem den Spott der beiden Mit-Prüflinge zu, die mehr Punkte haben als ich. Sei ihnen gegönnt!

Dann wieder zurück. Die Aufgaben des Tages sind okay, doch es ist kurz vor neun, als ich zuhause ankomme. Eigentlich bin ich todmüde. Eigentlich will ich nur noch eins: Pennen. Doch hier liegen noch ein paar Sachen, die zu GP müssen. Außerdem ist es sein letzter Abend in HH, bevor er in die selbstgewählte Verbannung geht. Also wieder nach HH fahren.

Der rote Kleinwagen findet sein Ziel auf Anhieb und ist fast auf die Minute pünktlich. Das schaffen manche Menschen trotz oder gerade wegen Navigationssystem und teurer Uhren am Handgelenk nicht.

Die Wohnung von GP sieht aus wie immer, nur daß er diesmal die Ausrede „Ich ziehe ja bald aus“ für die Kartons im Wohnzimmer benutzt. Mist ist’s egal. Wir warten noch auf Verstärkung, entscheiden uns dann aber für einen gemeinsamen Treffpunkt und brechen so langsam auf.

Der rote Kleinwagen findet auf Anhieb (s)einen Parkplatz, der entgegen anderslautender Jammereien nicht am Ende der Welt ist. Nach einem erfrischend kurzen Fußmarsch treffen wir den Rest des Abschiedskommandos.

Der Ort des Geschehens war wie immer: Voll aber nicht zu voll, laut aber nicht zu laut. Die Menge an Alkohol genau richtig, einige Akteure tanzten wild, aber nicht zu wild. Und berühmt-berüchtigte Blogger sind in der Realität ganz anders als es ihres Blogs vermuten ließe, eine angenehme Erfahrung.

Irgendwann wollten unsere Helden den Laden wechseln. Nach der üblichen Diskussion („Wo wollen wir denn nun eigentlich hin?“) teilte sich dir Gruppe. Ein Teil mußte lokale die Döner Company aufsuchen, der andere Teil teilte mit, wo er gleich anzutreffen wäre. Der Döner ist wie immer sehr lecker, der Preis ist fair, der Service schnell und freundlich. Da kommt der Kunde gerne wieder.

Dann die Wendung des Abends. Das Döner-Team ist zwar nun frisch gestärkt, findet auch noch den vereinbarten Treffpunkt, jedoch nicht den Rest der Meute. Eine umfangreiche Suche im Laden führt uns zu der Erkenntnis, daß Junggesellenabschiede sehr lustig sind – für unbeteiligte Zuschauer – doch leider auch zu der Erkenntnis, daß wie den Anschluß an die Meute verloren haben. Etwas später, genauer gesagt einige Telefonate mit der Mobilbox und viele hundert ziellos gelaufene Meter, beschließen wir, die Suche aufzugeben. War das nun ein dummer Zufall oder wollte sich GP elegant vor dem Abschied drücken?

Bekanntlich soll man aufhören, wenn’s am schönsten ist, jedenfalls sind so alle Beteiligten um peinlich-rührige Verabschiedungen herumgekommen. Hat irgendwie auch was.

Die üblichen Fleckenzwerge („Na, Süßer, willste nicht mal mitkommen?“) stören mich heute kaum, es ist schon spät, ich bin schon lange auf den Beinen, der Tag war anstrengend und ich sehe wahrscheinlich zu müde aus, um ein lohnendes Ziel abzugeben.

In dichtem Nebel zuckelt der rote Kleinwagen vorsichtig nach Hause. Beim Fahren denke ich: „Was für ein Tag. Was für eine Nacht. Was für ein Abschied.“

Fleißige Beamte

„Beamte sind faul und träge“, so lautet ein beliebtes Vorurteil.

Von einer Behörde in Nürnberg erhalte ich Post und während ich noch das Schreiben überfliege, bleibt mein Auge an einer Stelle hängen. Das Schreiben ist vom 23.04.2005. Ich halte kurz inne, der 23. war doch ein Samstag, oder? Ich benutze meine Finger zum zählen. Samstag. Ich sehe in den Kalender, es bleibt dabei, das Schreiben ist vom Samstag.

Und da sage noch jemand, daß auf einer Behörde Freitag mittag um ein Uhr die Arbeit eingestellt würde.

Warum der Brief erst heute, am 28.04.2005 bei mir eintraf, das ist eine andere Geschichte. Ich frage mich nur, welche Geschichte mir besser gefallen soll:

„Die Geschichte einer Postlaufzeit von vier Tagen für einen Brief“

oder

„Die Geschichte von einer Behörde, die falsch datierten Schreiben versendet“

Ich kann mich nicht entscheiden.

Eben gehört: Charly Antolini – Knock out

Aus gegebenem Anlaß suchte ich eben nach etwas anderer Musik. Musik, die einen ordentlichen Eindruck hinterläßt. Musik, die ordentlich Wums hat, wenn ihr versteht, was ich meine, manchmal reichen softe Töne, in „Piano“ gespielt, leider nicht aus.

Charly Antolinis „Knock out“ erschient mir die geeignete Wahl für diesen Zweck. Bereits nach kurzer Zeit hatte die Musik den Zweck erfüllt, den der Titel andeutet, ich konnte wieder zu normaler Lautstärke zurückkehren und das ganze Album genießen.

Absolut verständlich, warum das Album seinerzeit so ein Renner werden mußte. Es ist selbst heute noch klasse. Ich werde „Knock out 2000“ mal auf meine Wunschliste setzen, zumindest will ich mal reinhören.

Neues aus Schilda: Neues Logo für das Arbeitsamt

Das Arbeitsamt, pardon, die Arbeitsagentur, will sich ein neues Logo geben, können wir bei Spiegel Online nachlesen.

Moment mal. Da werden 100.000 Euro für ein neues Logo ausgegeben, die Umbenennung von „Amt“ zu „Agentur“ war auch teuer und dann noch der Bürokratie-Unsinn „Hartz IV“…

Oder ist heute doch der 1. April?

Krankes Krankenhaus

Manchmal sind Patienten im Krankenhaus richtig krank. Manchmal ist es auch das Krankenhaus selbst. Unlängst suchte ich in einem großen Universitätsklinikum eine bestimmte Abteilung. Schon der Lageplan am Eingang hätte mich stutzig machen sollen, denn er stimmte nicht so wirklich mit der Realität überein. Die Numerierung der Abteilungen schien mir fast so gewachsen wir die Hausnummern in Tokio, beides wird chronologisch vergeben.

Vielleicht sind Besucher zu blind, die Schilder zu lesen, daher fragte ich die dort arbeitenden Weißkittel. Ich will nur hoffen, daß deren Diagnosen besser sind als ihre Wegbeschreibungen. Nach einer kleinen Ewigkeit fand ich dann doch mein Ziel.

Und ich habe die kranke Ausschilderung mehr als einmal verflucht.

Mensch und Maschine

Neulich mußte ich in eine richtige Stadt. Nicht die hanseatische Puppenstube, die ich ganz gut auswendig kenne, sondern in das Hoch im Norden. Da meine dortigen Ortskenntnisse nicht wirklich gut sind, bat ich jemanden, mit den „Harry“ zu machen und schon mal den Wagen zu holen, natürlich den mit Navigationssystem. Statt des Autoschlüssels wurde mir nur ein Falk-Plan von Hamburg angeboten. Danke, aber sowas habe ich selbst im Auto.

Meine Beifahrerin warf einen kurzen Blick auf die Adresse und prägte sich mit einem raschen Blick die große Struktur der Straßen ein, um mich später mit traumwandlerischer Sicherheit ans gewünschte Ziel zu führen. Und das mit einer Stimme, die nicht nach Blech klang, dafür aber freche Kommentare abgab. Nur beim Abgleich der angesagten Straßennamen sah sie in den Plan. Und da sagt man Frauen immer nach, sie hätten angeblich keinen Orientierungssinn.

Daß GPS-gestützte Navigationssysteme einen ganz schön in die irre führen können, hat ein mir bekanntes Partygirl gestern schmerzhaft erfahren müssen (im wahrsten Sinne des Wortes). Die „Else“ führte sie zielsicher an das falsche Ende der Stadt, von dem aus sie versuchte, unseren Treffpunkt zu erreichen.

Dieter Bohlen werden die Worte nachgesagt:

Die einzige Frau, von der ich mir was sagen lasse, ist die Else vom Navigationssystem.“

Manchmal hat der Mann einfach recht.

Eben gehört: De Phazz – Death by chocolate

Irgendwann saß ich mit einer Freundin in einer Bar, dort lief das Album „Death by chocolate“ von „De Phazz“. Das Album war eine gute Mischung aus Titeln zum hinhören und welchen, die eine Unterhaltung nicht stören. Ich hatte es mir noch am selben Tag gekauft und auch eine Zeit lang sehr häufig gehört.

Gestern abend war ich mal wieder in der CaféBar und bestelle heiße Schokolade, wie üblich ohne Sahne (die Ernährungsberaterin saß in Sichtweite) und „gerne etwas stärker“. Was erfreut meine Ohren?

„Death by chocolate“

Ich werde das Album wieder häufiger hören, es gefällt mir wirklich gut.

Weisheiten des Lebens: Bekämpfung von Kaufrausch

Lebensweisheiten, Merksätze usw. gibt es ja viele, die allermeisten sind wenig hilfreich und überhaupt nicht witzig, aber folgenden fand ich besonders gut:

Uhrengeschäfte verlieren viel von ihrer Gefährlichkeit, wenn man sie erst nach Ladenschluß aufsucht!

Wohl wahr 🙂

Pretty In Pink

Pink oder gar rosa mögen was für Frauen im schwierigen Alter oder für Luxus-Arbeitslose sein, ich habe beschlossen, diese Mode nicht mitzumachen. Sähe bei mir bestimmt auch nicht so gut aus.

Und ich möchte ja auch nicht, daß Frauen (berechtigterweise) über mich ablästern, weil ich beim Date als Fashion-Victim geoutet habe.

Kaufsüchtig

Manchen Frauen wird eine gewisse Kauflust bei Handtaschen oder Schuhen nachgesagt. Es soll sogar Männer gehen, deren Hang zum Schuhkauf größer ist als der ihrer Freundin. Und von der Sucht zum Uhren-Kauf wollen wir nicht garnicht erst anfangen…

Ja, auch ich habe eine gewisse Neigung zum Kauf von nutzlosen Nützlichkeiten. Deswegen betrete ich Outdoor- oder Surplus-Läden äußerst selten, ich will meine Selbstdisziplin nicht auf eine zu große Probe stellen.

Bei Hundertmark konnte ich einfach nicht rausgehen, ohne irgendwas gekauft zu haben. Und ein großes gelbes Knicklicht kann man ja immer mal brauchen, oder?

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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