Archiv für Mai 2005

Küchenkabinett (Fortsetzung)

Manfreg Krug wird Justizminister. Als „Liebling Kreuzberg“ hat er sich bewährt. Und wer’s in X-Berg schafft, der schafft’s überall… („If you can make there, you can make it anywhere…“)

Neues aus Schilda: Neues von der Agentur für Arbeit

Manchmal kann man nicht soviel essen, wie man kotzen könnte. Daß sich das Arbeitsamt erst in „Agentur für Arbeit“ umbenennt, später dann das Logo ändert und sich lieber mit sich selbst als mit den Arbeitslosen beschäftigt, darüber habe ich bereits ausführlich geschrieben.

Nun ist man dort wohl auf den Spuren der Stasi und setzt auf totale Durchleuchtung der Untertanen pardon „Kunden“. Genaue Daten über den Freundeskreis, Angehörigkeit in Vereinen, Nachbarschaftskontakte uvm. sollen helfen, den Arbeitslosen zu durchleuchten und dank eines genauen Profils besser zu vermitteln. Siehe auch hier.

So, bitte alle mal laut lachen.

Was fehlt ist nicht die totale Durchleuchtung pardon „Profiling“, was fehlt sind Jobs. So einfach ist das.

Neues aus Schilda: Neues von der Agentur für Arbeit

Immer wenn man denkt, es könnte nicht mehr dümmer gehen, wird man eines Besseren (oder in diesem Fall: Schlechteren) belehrt.

Nachdem sich das Arbeitsamt für teuer Geld in „Agentur für Arbeit“ umbenannt hat, braucht man nun ein neues Logo. Das ist verständlich. Schließlich wird durch ein neues Logo die Situation auf dem Arbeitsmarkt gleich viel besser. Böse Zungen behaupten, das neue Logo sähe aus wie das alte, nur daß die Farben vertauscht seien. Aber für die Kleinigkeit von 100.000 Euro kann man auch nicht mehr verlangen.

Als Folge entstehen nun schon wieder enorme Kosten: Wieder müssen alle Drucksachen geändert werden, es müssen schon wieder alle Schilder neu gemacht werden usw. Wir erinnern uns, erst neulich führte die Umbenennung von „Arbeitsamt“ in „Agentur für Arbeit“ für Änderungsbedarf.

Leute, hättet ihr nicht mal nachdenken können und alle Änderungen auf einen Schlag durchführen können? Es ist schließlich mein Geld, das ihr da verplempert.

Demnächst kommt der nächste „Genie“streich und wieder muß alles für teuer Geld geändert werden, wollen wir wetten?

Tag der lustigen T-Shirts

Neulich war ich in der Stadt. Mein Weg führte mich auch durch Klamottenläden. Als bekennender Mode-Muffel verpasse ich so manchen Trend, das gebe ich gerne zu. T-Shirts mit lustigen Aufdrucken sind wieder in Mode.

Den Hingucker des Tages trug ein junges Mädchen: Es war ein viel zu enges T-Shirt mit dem Aufdruck „More than a pretty face“. Aus verständlichen Gründen wollte sie nicht mit einem Bild in meinem Blog auftauchen.
Unbekannte mit lustigen T-ShirtDiese Dame hier hatte da schon mehr Mut, allerdings ist das Gesicht verfremdet, damit sie nicht erkannt werden kann.

Menschen, die auf großem Fuß leben

Manche Menschen leben auf großem Fuß. Nun machte ein Schuhladen für große Größen in der Nähe einer bekannten Großfüßin auf. Der Laden war in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gelegen, auf dem Weg zur Arbeit oder in die Stadt mußte sie an ihm vorbei, ob sie wollte oder nicht.

Frauen und Schuhe kaufen. Wir wissen, was jetzt kommt, oder? Nein, wissen wir nicht. Denn der Laden ist schon wieder dicht. Schuhe in Übergrößen - schon wieder dicht

Ich bitte die Qualität des Bildes zu entschuldigen, es wurde mit dem Cam-Handy aus dem fahrenen Auto gemacht…

Eben gehört: Donny Hathaway – Live

Beharrlichkeit führt bekanntlich Ziel. Neulich hörte ich mal „The Ghetto“ von Donny Hathaway. Meine Versuche, das Album bei einem großen Versender zu bestellen, waren nicht erfolgreich, hatte ich hier schon mal geschrieben.

Heute entdeckte ich die langersehnte CD in einem Plattenladen um die Ecke. Zwar etwas teurer als im Versand, dafür mußte ich keine Versandkosten bezahlen und habe noch was für meinen Parkschein dazubekommen.

„The Ghetto“ war der Song, mit dem ich angefixt wurde, er ging schon beim ersten Anhören vom Ohr direkt in die Hüfte. Wer bei diesem Song keine Unruhe im Tanzbein verspürt muß schon taub sein oder einen ganz anderen Musikgeschmack haben.

„Voices Inside“ gefällt mir auch sehr gut und kommt gleich auf meinen MP3-Spieler.

Ach was, ich nehme das ganze Album mit rüber.

Berater

Berater sind Menschen, die sich Deine Uhr leihen, um dir dann gegen Geld zu erzählen, wie spät es ist.

So oder so ähnlich behauptet es der Volksmund nicht ganz ernsthaft.

Manchmal verhalten sich Berater ganz anders, als sie es ihren Ratsuchenden empfehlen:

  • Der Arzt rät Dir, dringend mit dem Rauchen aufzuhören, und zündet sich dabei eine an.
  • Der Fahrlehrer rät zu besonnener und defensiver Fahrweise und düst wie die sprichwörtliche gesenkte Sau durch die Gegend, wenn er’s mal eilig hat.

Neulich erlebte ich einen nächtlichen Freßanfall meiner Ernährungsberaterin. Während sie tagsüber versucht, Menschen gesündere Eßgewohnheiten und Lebensweise nahezulegen, hat sie ziemlich nachts reingehauen. Nur gut, daß niemand das beobachtet hat. Wer weiß, was aus ihrer Glaubwürdigkeit würde…
Und ich werde sie nicht verpetzen – versprochen!

Tanz den Gyro-Twist

Vor Jahren war ein Gerät namens „Gyrotwister“ in Mode. Nerds haben bekanntlich eine Neigung, sich „Spielzeug“ aller Art zu kaufen, und die Tatsache, daß das Gerät zum Training von Hand- und Unterarmmuskeln geeignet ist, eignet sich hervorragend als Ausrede, um es sich sofort zu bestellen. Schließlich ist man als Arbyter an der Tastatur besonderen Belastungen ausgesetzt, so daß ein bißchen Training zwischendurch ganz gesund ist.

Nachdem ich mein Gerät in Händen hielt, merkte ich, daß die Versprechung des Herstellers („Macht süchtig“) nicht übertrieben ist. In jeder freien Minute mußte ich „trainieren“, auch meine damaligen Kollegen wollten das mal ausprobieren und waren recht schnell vom Gyrotwist-Fieber angesteckt und haben Sammelbestellungen organisiert. Doch wie so manches Spielzeug äh Sport- oder Trainingsgerät, landete auch mein Gyro irgendwann im Schrank.

Das ist nun Jahre her und vor ein paar Tagen habe ich ihn wiederentdeckt. Natürlich mußte ich sofort ausprobieren, ob ich den noch den Gyrotwist tanzen kann. Ich kann. Beruhigend das. Das ist wie Schwimmen, hat man es erst einmal gelernt, verlernt man es nie wieder.

Und da ich seit einiger Zeit mehr auf eine gesunde Lebensweise achte und mich auch mehr sportlich betätige, spiele äh trainiere ich nun wieder häufiger und muß sagen, das Gerät macht siel Spaß und wirklich irgendwie süchtig…

Und ich kann behaputen, so was für meine Gesundheit zu machen.

Erleuchtung einmal anders

Bei einem Streifzug durch die schönste aller Hansestädte, fand ich das hier:

Erleuchtung einmal andersSchade nur, daß man die Laterne gegen Mitnahme sichern muß, es stört das Bild doch etwas.

Kino Kino: The Aviator

Gestern abend wurde ich spontan ins Kino verschleppt. Ein Freund wollte „The Aviator“ sehen – natürlich nicht alleine, so mußte ich mit. Wir haben hier ein Kino, das für kleines Geld die Filme bringt, die woanders schon einmal durchgelaufen sind. Kleines Geld bedeutet leider auch, daß an Ausstattung und Service gespart wird. Böse Zungen behaupten, daß die Bestuhlung seit den Tagen des Stummfilms nicht mehr erneuert wurde. Ganz so schlimm ist’s natürlich nicht, aber ich hatte meine Sitzrolle vergessen und der Rücken ist noch nicht wieder in Ordnung. In der ersten Reihe fanden wir mittig Plätze, die Entfernung zur Leinwand war aber groß genug, und wir hatten Beinfreiheit ohne Ende. Und aus meinem Pulli läßt sich zur Not auch eine Rolle für den Rücken zaubern.

Martin Scorsese hat wirklich ein gutes Händchen für Grenzfälle menschlichen Daseins, das wissen wir seit „Taxi Driver“. In „The Aviator“ geht es um Leben und Werk von Howard Hughes, der gleichsam Genie und Sonderling war. Leonardo DiCaprio zeigt als Schauspieler, daß er viel mehr ist als der Schönling, für den ihn viele halten, er hat den Wechsel ins Charakterfach mit diesem Film erfolgreich geschafft.

Alles in allem: Ein großartiger Film, ich bin froh, ihn gesehen zu haben und kann ihn nur empfehlen.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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