Archiv für November 2005

IT-Gerätepark und Wünsche dazu

Aus gegebenem Anlaß habe ich mal meinen Gerätepark verkleinert. Der alte PC, der als Rangierbahnhof zwischen lokalem Netz und Internet fungierte wurde durch so ein modernes kleines Kästchen ersetzt. Das startet nicht ganz so schnell, begnügt sich aber mit einem Bruchteil der elektrischen Leistungsaufnahme und ist zudem unhörbar. Also einen PC samt Bildschirm, Tastatur und Maus weniger in der EDV-Ecke.

Wenn ich schon mal dabei bin, alle Kabel mal gezogen und neu verlegt. Kabel von Altanwendungen (ISDN-Router) dann gleich mal entfernt. Der Gerätepark wurde deutlich kleiner, leiser und übersichtlicher.

Aber so ganz bin ich noch nicht zufrieden. Falls eine gute Fee mitliest. Ich hätte da gerne eine Zauberkiste. Klein im Format, aber groß in den technischen Möglichkeiten. Sie sollte an den ISDN-Bus anschließbar sein und dort Anrufe und Faxe entgegennehmen können. Beides entweder auf Knopfdruck ausgeben können oder per LAN an andere Rechner senden können, wo ich dann entscheide, welches Fax wichtig genug für einen Ausdruck ist und welches ich nur lese und dann lösche oder archiviere. Es wäre auch schön, wenn das Kästchen sich wie ein Fax-Drucker im Netz verhält, mit dem dann alle angeschlossenen Rechner Faxe versenden könnten. Wenn wir schon beim Drucken sind, ein lokal an das Kästchen angeschlossener Drucker sollte von allen Rechnern im LAN zugreifbar sein. Schön wäre es auch, wenn das Kästchen das lokale Netz per ISDN und/oder DSL in das Internet bringen kann, natürlich mit entsprechender Absicherung.

Und da ich heute schon bescheidene Hinweise auf unbescheidene Wünsche gebe, sollte das Kästchen ohne Lüfter auskommen und seine Daten auf lautlos speichern können. Und bitte das alles mit geringer Leistungsaufnahme. Jedenfalls deutlich geringer als das Sammelsurium aus Faxgerät, Anrufbeantworter und so weiter. Und das bitte alles zu einem bezahlbarem Preis.

Ich wette, so ein Zauberkästchen wäre erfolgreich, denn ich bin nicht der einzige Mensch, der nicht soviel Gerümpel in seinem Arbeitszimmer stehen hätte, aber mangels Alternativen doch viele einzelne Geräte mit noch mehr Kabeln rumstehen hat.

Überraschung, nicht nur für Kinder

Unser Leben verändert sich, jeden Tag. Menschen ändern sich, wir ändern uns, Dinge ändern sich. Manchmal sind es kleine Änderungen, manchmal sind es große Änderungen. Manchmal verändern sich Dinge aber auch nicht. Man lernt sie kennen und sie sind immer so, wie man sie kennengelernt hat. Denkste!

Ich stehe an der Supermarktkasse, natürlich an der langsamsten, lasse meinen Blick schweifen und bemerke, daß etwas anders ist als sonst. Kann das sein? Ferrero hat die Verpackung von Kinder Schokolade geändert? Un-mög-lich! Ich sehe genauer hin, nehme eine Packung aus dem Regal und sehe genauer hin. Tatsächlich. Der Junge auf der Packung wurde ausgetauscht. Ein neues Bild und der Junge hat eine fast schon moderne Frisur. Ist da etwas Gel in seinen Haaren? Ich sehe genauer hin…

Die Kassiererin reißt mich aus meinen Gedanken, nimmt mir die Tafel aus den Händen und zieht sie über den Scanner, nicht ohne mir dabei einen unfreundlichen Blick zuzuwerfen. Eigentlich wollte ich mir die Tafel ja nur genauer ansehen, aber wenn sie schon gescannt und bezahlt ist, dann kann ich sie ja auch mit nach Hause nehmen, um sie genauer zu untersuchen.

Die Schokolade schmeckt wie immer, früher war ich ganz wild danach, heute ist sie mir etwas zu süß. Während ich das Riegel für Riegel feststelle, ein echter Forscher nimmt mehr als nur eine Stichprobe, untersuche ich die Schachtel und entdecke einen Copyrighthinweis und daneben die Buchstaben MMV. Das ist die gesuchte Bestätigung, die Verpackung ist neu.

Nur gut, daß weder die Einkaufs-, noch die Ernährungsberaterin jemals davon Wind bekommen werden.

Deutschland, das Land der Dichter und Denker Stromlosen

In einigen Regionen müssen Menschen die dritte Nacht ohne Strom verbringen. Eigentlich kein Grund zum jammern, leben doch viele Menschen stromlos. Irgendwo auf diesem Planeten. Aber stromlos in Deutschland? Und das für ein paar Tage? Da fühlen sich manche Menschen schnell ungemütlich, zu sehr haben wir und daran gewöhnen wollen, daß Strom einfach aus der Steckdose kommt und da ist.

Wenn ich mir überlege, wie abhängig unsere Haushalte vom Strom geworden sind…

Ohne Strom läuft keine Heizungsanlage. Was nützt ein voller Öltank, wenn mangels Strom die Förderpumpe kein Öl zum Brenner fördern kann? Und die Steuerelektronik der Heizung wird ohne Strom keinen Zündfunken liefern. Behelfsmäßiges Heizen mit dem Gasherd funktioniert dürfte nur bei alten Herden funktionieren. Der moderne Gasherd mit elektronischer Zündung und Sicherheitsabschaltung, wenn der IR-Sensor ein Verlöschen der Flamme meldet, dürfte ein Garant für die sprichwörtliche kalte Küche sein.

Telefone werden nur noch sehr eingeschränkt funktionieren. Bei Schnurlosen ist Funkstille, kabelangeschlossene Telefone funktionieren, falls keine Nebenstellenanlage im Haus ist. Wer ISDN hat, kann auf die Notspeisung zurückgreifen, falls die Endgeräte das unterstützen, sonst hat es sich bald austelefoniert. Wie schnell Mobiltelefone vom Stromausfall betroffen sind, weiß ich nicht. Ich vermute, die Netzbetreiber, haben auch nicht neben jeder Sendeanlage ein Notstromgerät stehen.

Also wird’s ganz schön dunkel. Kein Licht, kein Telefon, keine Heizung. Kalt wird es also auch. Schnell werden die Wohnungen auf wenige Grad abkühlen, da macht es dann wenig, daß der Kühlschrank mangels Strom auch nicht mehr kühlen kann. Und der Tiefkühlschrank? Sollte es draußen minus 18 Grad erreichen, könnte man zwar die Kühlkette aufrechterhalten, aber dann frieren nicht nur die Wasserleitungen in ungeheizten Häusern ein.

Wohl dem, der in seinem Haushalt Dinge hat, die auch ohne Strom funktionieren. Taschenlampen sind klasse, solange ausreichend Batterien dafür da sind. Akkus sind nett, aber erfahrungsgemäß immer dann leer, wenn man sie braucht. Es sei denn, man kümmert sich sorgfältig und regelmäßig um ihren Ladezustand. Und auch der Gasherd alter Bauart ermöglicht die Erhitzung von Wasser und Nahrung. Wer Kamin oder Ofen hat, der wird sich schnell Freunde unter seinen Nachbarn machen.

Ich habe einen alten Gasherd, kann also ein Süppchen kochen, aber sonst? Ach ja, im Regal steht eine alte Petroleumlampe, damit kann man etwas Licht und Wärme erzeugen. Richtiges Licht und viel mehr Wärme erzeugt die gute alte Petromax. Aber ehrlich gesagt ist es mir lieber, ich beleuchte damit mal Gartenpartys und nicht im Notfall meine Bude, weil kein Strom da ist.

Halbzeit

Halbzeit – oder wie verbloggt man das Unverbloggbare?

Gestern abend war ich geplant spontan feiern. Der Anlaß war lange bekannt, äußere Umstände und meine Laune bevorzugten jedoch eher eine spontane Planung. So verlief der Abend dann auch charmant chaotisch improvisiert, was dem Gelingen des Abends aber keinen Abbruch tat. Im Gegenteil, selten war’s so lustig.

Viele Einzelheiten des gestrigen Abends können nicht verbloggt werden und das ist auch gut so.

Nicht so schlimm, wer dabei war, hatte seinen Spaß und wird bei ähnlichen Feiern wieder dabei sein.

Meßlatte Arbeitslosigkeit

Auch Du, mein Sohn Brutus. Was lesen wir heute bei Spiegel Online? Angela Merkel will sich am Abbau der Arbeitslosigkeit messen lassen. Kommt uns das irgendwie bekannt vor? Na klar, auch Gerhard Schröder hatte mal so was versprochen. Damals, vor sieben Jahren, als er Kanzler wurde. Und was wurde daraus? Damals waren es um 3,5 Millionen Arbeitslose, die während Schröders Kanzlerschaft auf bis über 5 Millionen anwuchsen. Trotz (oder gerade wegen?) verblüffender Konzepte wie Hartz I bis IV.

Nun will sich auch Angela Merkel daran messen lassen, ob die Arbeitslosigkeit sinke. Schließlich sei es für die Zufriedenheit der Menschen in Deutschland ein ganz wichtiger Punkt, ob es der Regierung gelinge, daß wir wieder mehr Menschen haben, die Arbeitsplätze haben. So hat sie es sinngemäß gegenüber der ARD gesagt. Das stimmt schon, ist aber nur die halbe Wahrheit. Es geht nicht nur um die Zufriedenheit der Bürger, es geht um viel mehr. Auch die Staatsfinanzen und Sozialkassen brauchen mehr Menschen in Beschäftigung. Wer heute als Arbeitsloser ein Empfänger staatlicher Transferleistungen ist, wird aus den Kassen bezahlt, in die er eigentlich einzahlen sollte.

Wenn aus einem Arbeitslosen ein Arbeitnehmer gemacht wird, dann ist das gut. Gut für die Zufriedenheit der Bevölkerung an sich, gut für den Betroffenen und gut für uns alle, denn die Staatsfinanzen und Sozialkassen gehören uns allen.

Frau Merkel hat die Latte hoch angelegt. Wünschen wir ihr und uns allen, daß es ihr gelingt, die Latte zu nehmen und nicht zu reißen, wie es ihrem Vorgänger Schröder erging.

Irgendwann hat auch Schröder erkennen müssen, daß er nicht der richtige Mann für den Job war. Die Bürger wußten schon früher, daß seine Politik weder eine klare Linie erkennen ließ noch erfolgreich war. So blieb ihm nur der Ausweg über ein inszeniertes Mißtrauensvotum, das eher an Schmierentheater erinnerte als an gute und sauberere Politik.

Möge Frau Merkel dieses Scheitern erspart bleiben. Und uns allen auch.

Der Bart ist ab

Ich lasse mich rasieren. Jedenfalls ab und an mal. Denn ich bin Modell für die Lehrlingsausbildung beim Rasieren. Am Sonntag war nun der Wettbewerb der Azubis. Und ich war dabei. Als Modell.

Wenn bei der Generalprobe nicht alles glatt und wunschgemäß verläuft, dann kann es bei der Premiere nur besser werden. Und genau so wurde es dann auch. Trotz des lebendigen Durcheinanders am Austragungsort, fanden wir zueinander. Der Prüfungsraum wirkte sehr improvisiert, statt auf einem Friseurstuhl saß ich auf einem normalen Holzstuhl ohne Nackenstütze, was das Rasieren nicht einfacher machte. Wohlgemerkt, wir reden hier über die Rasur mit dem offenen Messer.

Routiniert wurde ich für die Rasur vorbereitet und mit ruhiger Hand rasiert. Das Ergebnis stellte die Prüfer zufrieden, Hautirritationen blieben aus und die Auszubildende hat an dem Tag gut abgeschnitten. Was will man mehr?

Ab heute muß ich mir keinen Bart mehr wachsen lassen und darf muß mich wieder selbst rasieren. Schade, ich hatte mich schon daran gewöhnt.

Bionade

Am Wochenende durfte ich ein neues Getränk ausprobieren: Bionade. Gehört hatte ich davon schon vor einiger Zeit. Auch davon, daß sich dieses Getränk schnell so etwas wie einen Kultstatus erobert hatte. Nur ergab sich nie die Gelegenheit, es mal auszuprobieren.

Ich bin beeindruckt, wie lecker dieses Getränk ist und werde es nun häufiger kaufen. Meine Lieblingssorte ist Holunder. Ich muß nur noch einen Anbieter in meiner Nähe finden…

Bloggertreffen

Die Weltregierung rief und etliche Blogger kamen, um sich endlich mal kennenzulernen und das Gesicht hinter dem Blog zu sehen.

Aus der ursprünglichen Planung entwuchs schnell das übliche Chaos um Currywurst, Vorglühen und dem eigentlichen Ziel des Abends. Das sind wohl die unvermeidlichen Begleitumstände, wenn sich Blogger oder andere Extrem-Individualisten treffen wollen. Nach dem einen oder anderen Wechsel der Lokalität, waren dann fast alle Beteiligten anwesend und bei „Mutter“ versammelt.

Schnell bildeten sich kleinen Sitzecken kleine Grüppchen, die rasch mit einander ins Gespräch kamen. Neugierig beschnupperten sich diejenigen, die einander noch nicht kannten oder die jeweiligen Blogs noch nie gelesen hatten. Bei interessanten Gesprächen und kurzweiligen Unterhaltungen verlief der Abend wie im Fluge.

Irgendwann tauchte auch noch der Zuspätkommer auf, leider trug er nichts zum gelingen des Abends bei, verbreitete dafür aber Hektik und verschwand so schnell wieder, wie er gekommen war, was von einigen Anwesenden nur wenig bedauert wurde.

Gerne wäre ich noch länger geblieben, doch der Rückweg war noch weit und der Folgetag voller Termine.

Im Ganzen war’s ein schöner Abend, ich freue mich, daß ich viele nette neue Menschen getroffen habe und bedanke mich bei allen, die mir einen Drink in die Hand drückten und dabei Verständnis hatten, daß ich als Autofahrer alkoholfrei bleiben wollte.

Fährst Du noch oder parkst Du schon?

Schwedische Möbelhäuser genießen einen gewissen Ruf. „Idioten Kaufen Einfach Alles“ oder „Ich Kriege Einen Anfall“. Daß es auch ganz anders gehen kann, bewies mir vor Tagen die Einrichtungsberaterin.

Ob ich nicht einen Couchtisch haben wolle, fragte sie betont beiläufig, um jegliches Mißtrauen meinerseits bereits im Keim zu ersticken. Natürlich hatte sie bereits ganz genau ausbaldowert, welcher Tisch es sein müsse und wo er zu stehen habe. Mit perfekt-perfider Planung brachte sie mich dazu, nach Moorfleet zu fahren.

Die Fahrt dorthin verlief schneller und angenehmer als von mir befürchtet, was man als gutes Omen werten könnte. Der Parkplatz schien recht voll, doch ein großes Schild versprach viele Parkplätze auf dem Parkdeck. Die Auffahrt und die Tatsache, daß ich in einem roten Auto sitze, führten zu leichten Zuckungen im Gasfuß, die ich jedoch dank meiner Selbstbeherrschung in souverän-gelassene Fahrtweise ändern konnte.

Ein riesengroßer Aufzug beförderte uns vom Parkdeck auf dem Dach in das skandinavische Einrichtungstraumland. Meine Bemerkung, daß die Kabine des Lifts groß genug für mein Auto gewesen wäre, zog einen peinlich-vorwurfsvollen Blick nach sich. Doch noch nie war ich in einem Aufzug, der ganze vier Tonnen Nutzlast befördern konnte.

Mit unerhörter Zielsicherheit wurde ich in die Abteilung mit den Couchtischen gelotst und mir vorgeschrieben, welchen davon ich nun freiwillig auszuwählen hätte. Merke: Je geringer die Anzahl der Alternativen, desto einfacher die Entscheidung(sfindung).

Ein verstohlener Blick auf meine Armbanduhr verschaffte mir die Gewißheit, daß ich nach noch nicht einmal fünf Minuten diesen Tempel des Konsums verlassen durfte. Dachte ich zumindest. Auf dem Weg zum Ausgang kam ich an einer Musterküche vorbei, aus der es verführerisch duftete. Vor den Augen des Publikums bereitete dort ein Koch leckeres Essen zu, um es anschließend den Zusehern anzubieten. Natürlich mußte ich mir das nicht nur ansehen sondern auch gleich probieren.

Auch in der Abteilung Schnickschnack & Gedöns, pardon, Accessoires für die Wohnlandschaft, erwies ich mich als anfälliger als gedacht, so daß ich die Einkaufsberaterin wirksam ausbremsen mußte, um nicht schnurstracks von ihr an die Kasse gezogen zu werden.

Nach der Kasse wartete jedoch die nächste Versuchung auf uns. Kaum erblickte die Einrichtungsberaterin einen Stand mit Hot-Dogs, meldete sich die Ernährungsberaterin in ihr zu Worte und nötigte mich, dort Fast Food für sie zu erstehen. Den Kauf von schwedischer Schokolade oder Negerküssen konnte ich jedoch noch abwenden.

Eines ist sicher, ich komme wieder und dann werde ich den Rundenrekord auf der Auffahrt zum Parkdeck brechen. Versprochen. Oder sollte ich doch meinen Kleinwagen in den Fahrstuhl einparken?

Bloggertreffen am 19.11.2005 in HH

Ich bin auch dabei. Näheres findet ihr bei der Weltregierung.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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