Archiv für Februar 2006

Antwort vom Pharmahersteller

Wie ich versprochen hatte, habe ich beim Pharmahersteller nachgefragt und eine interessante Antwort bekommen. Naja, eigentlich war es keine Antwort. Also keine, die uns alle hätte aufklären können.

Die Ärztin, die sich meiner Frage annahm, recherchierte lange im eigenen Haus, um hinterher auch nicht viel schlauer zu sein. Warum es ausgerechnet Packungen zu 100 Tabletten sein müssen, die zu 5 Streifen a 20 Tabletten organisiert sind, erschien auch ihr unlogisch. Ihre Recherche habe aber ergeben, daß es für den ganzen Weltmarkt so produziert werde. Daß auch im Ausland Kalenderwochen 7 und nicht 5, 10 oder 20 Tage haben, war der freundlichen Stimme am Telefon auch klar.

So einigten wir uns auf gemeinsame Ratlosigkeit.

Positiv ist allerdings, daß neue Präparate des Herstellers Packungsgrößen von Vielfachen von 7 haben werden.

Killing me softly

Aus Kalifornien kommen merkwürdige Nachrichten. Michael Morales, wegen Mord und Vergewaltigung zum Tode verurteilt, wurde nicht hingerichtet. Bereits zwei Hinrichtungstermine verstrichen ohne den beabsichtigten Erfolg.

Auch bei der grausamsten aller Strafen, der Todesstrafe, haben die Verurteilten den Anspruch auf eine humane und möglichst wenig grausame Hinrichtung. Aus diesem Grund wird in vielen US-Bundesstaaten die Hinrichtung per Giftspritze vollzogen, sie soll eine ‚humane‘ Vollstreckung garantieren. (Können Hinrichtungen überhaupt human sein?)

Stimmt die Dosierung der Schmerz- und Betäubungsmittel jedoch nicht, erlebt der Verurteilte die Wirkung des Giftes und extreme Schmerzen, so urteilen Ärzte. Deswegen sollten Anästhesisten bei der Hinrichtung assistieren und dafür sorgen, daß eine ausreichende Betäubung sichergestellt. Diese Handlungsweise, einen Menschen zu töten oder dabei zu helfen, verstößt gegen den ärztlichen Eid, Menschen am Leben zu erhalten, den alle Ärzte ablegen.

Was nun?

Einerseits sind Staat und Gesellschaft entschlossen, einen Menschen hinzurichten, was man durchaus als barbarisch bezeichnen kann, andererseits soll diese Barbarei möglichst sauber aussehen.

Oder noch etwas härter formuliert: Man möchte einen Menschen umbringen, traut sich aber nicht, sich dabei die Finger schmutzig zu machen. Man möchte gegenüber der Öffentlichkeit, in deren Namen die Urteile schließlich vollstreckt werden, den Eindruck erwecken, Todesstrafe und Hinrichtungen seien human und sauber. Wenn mehr Menschen begreifen, wie grausam und unmenschlich die Todesstrafe ist, werden sich mehr Menschen dagegen aussprechen.

Okay, manche Menschen nicht. Britney Spears sagte der französischen Zeitung „Libération“ am 2. April 2002 in einem Interview:

Ich bin für die Todesstrafe. Wer schreckliche Dinge getan hat, muss eine angemessene Strafe bekommen. So lernt er seine Lektion für das nächste Mal.

Quelle für dieses unglaubliche Zitat bei WikiQuote.

Love Parade 2006

Nachdem 2004 und 2005 keine Love Parade stattfinden konnte, bestehen nun gute Chancen, auf eine Love Parade 2006. Der Erfinder der LP, Dr. Motte, hat einen Hauptsponsor gefunden und freut sich auf den 15. Juli. Dann werden sich Hunderttausende auf der Straße des 17. Juni versammeln.

Berlin wird davon profitieren, nicht nur in musikalischer Hinsicht, schließlich läßt jeder Besucher eine Menge Geld in der Stadt, siehe auch hier.

Paradoxer Alltag – Sportliche Falschparker

Warum parken die Kunden eines Sportstudios direkt vor der Tür im Halteverbot oder auf dem Gehweg und nicht ein paar Gehminuten entfernt auf den öffentlichen Parkplätzen? Angst vor zuviel Bewegung? Sind sie so unsportlich, daß sie die schweren Sporttaschen nicht so weit tragen können?

So hatten die Politessen wieder viel zu schreiben…

Pharmahersteller und ihre Rechenkünste

Manche Menschen nehmen täglich Arzneimittel ein, weil sie akut krank sind, nicht krank werden wollen, um besser zu leben, nicht schwanger zu werden oder aus anderen Gründen.

Eine Woche hat bekanntlich sieben Tage, da bietet es sich an, Tablettenstreifen mit 7, 14, 21 oder 28 Tabletten anzubieten. So müssen sich Patienten nur merken, an welchem Tag sie einmal angefangen haben und sich dann tageweise durchzählen. Sind auf dem Streifen dann Wochentage markiert, ist das besonders einfach und sicher.

Packungsgrößen ergeben dann Vielfache von 7 oder 14, also 28, 56 oder auch 98 Tabletten und eben keine 25, 50 oder 100 Stück.

Ich frage mich, was einen Hersteller motiviert, einem Tablettenstreifen nur 20 und nicht etwa 21 Tabletten zu spendieren. Wohlgemerkt, es handelt sich dabei nicht um einen Fehler beim Abzählen, der Durchdrückstreifen ist wirklich nur für die Aufnahme von 20 Tabletten und vorgesehen, so daß Patienten knapp alle drei Wochen an einem neuen Tag beginnen müssen.

Ist das noch niemand beim Hersteller aufgefallen? Ich sollte mal nachfragen.

Glashaus und Steine

Mit Politikerschelte kann man bekanntlich immer Stimmung machen oder als Zeitung seine Seiten füllen, falls einem sonst nichts einfällt, worüber man berichten könnte.

Dumm nur, wenn man einem Politiker vorwirft, mit Rotlichtdienstleistungen einen Teil seines Geldes zu verdienen und eben jener Artikel auf der Seite erscheint, in dem die Zeitung selbst Inserate für Rotlichtdienstleistungen abdruckt.

Darf man sich dann nicht wundern, wenn man für so was im Bildblog steht.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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