Archiv für Mai 2006

Politisch korrekte Bezeichnungen für Lebensmittel

Also wie war das? Negerküsse heißen nicht mehr „Negerküsse“ sondern „Grabower Küsschen“ oder beim Hersteller „Dickmanns dann eben „Schaumkuss“.

Komisch ist nur, daß Zigeunersoße immer noch so heißt, dabei versuchen uns ‚politisch korrekte‘ Menschen doch zu erzählen, daß es statt „Zigeuner“ nun „Roma & Sinti“ heißen müsse.

Ah ja…

Popetown

Fast hätte ich vergessen, darüber zu schreiben, am letzten Wochenende hatte ich die Chance, mal „Popetown“ zu sehen. Wer sich wirklich wegen Gotteslästerung und Blasphemie aufregte, hatte keine Ahnung, wovon er redet. Die Sendung ist nett und ein wenig frech. Aber Anlaß für einen Skandal? Kein Stück.

Es sei denn, wir wollen in einen Wettbewerb einsteigen, wessen Weltreligion am intolerantesten ist. Aber wollen wir das wirklich?

Übrigens: Letztes Wochenende lief der Film „Dogma“. Da wäre mehr Grund für Aufregung gewesen…

Konsequent inkonsequent

Bei mir haben sich mal wieder Berge von Altpapier angesammelt, die nun zur Weiterverwertung sollen. Während ich einen hohen Stapel auftürme, um ihn nach unten zu bringen, rutscht eine Spiegel-Ausgabe vom Stapel und bleibt aufgeschlagen auf dem Boden liegen. Mit einem flüchtigen Blick erkenne ich, daß mir der Artikel beim Lesen entgangen sein muß. Also greife ich mir das Heft und lese.

Über das Thema Rechtschreibreform wurde viel gestritten und noch mehr geschrieben, das wissen wir alle. Auch der Spiegel hatte zu dem Thema eine Meinung, die er kundtat. Nun lese ich in Ausgabe 1/2006 vom 2. Januar 2006 einen Bericht über die Reform und die Reform der Reform. Und wie unsinnig das Ganze doch eigentlich gewesen sei.

So weit so gut. Oder schlecht. Denn der Artikel schreibt „muß“ mit „ss“ und Orthographie mit „f“. Wenn sich jemand schriftlich gegen die neue Rechtschreibung ausspricht, dabei aber neu schreibt, ist das nicht konsequent inkonsequent?

Das ist doch so, als ob ich über den Kantinenfraß meckere, mir aber noch mal Nachschlag hole…

Und wieder erreichte mich eine nette Verschwörungstheorie:

Bekanntlich gibt es in jeder größeren Organisation Menschen, die man nicht gebrauchen kann oder die nicht das können, was man braucht, die man aus unterschiedlichen Gründen aber leider nicht loswerden kann. Vorstand A möchte seinen Cousin untergebracht und versorgt haben. B sitzt im Aufsichtsrat und hat einen Golf-Freund und auch hier muß man was machen, damit alles glatt geht. Das Unternehmen schmückt sich mit Professor C, der in der Öffentlichkeit einen legendären Ruf genießt, nur leider liegen seine bahnbrechenden Erkenntnisse schon 30 Jahre zurück und seitdem lebt er von seinem Ruf und hat kaum noch was Gescheites geleistet.

Was macht man nun mit solchen Menschen? Der Trick ist ebenso einfach wie wirksam: Man richtet Stabstellen ein und besetzt sie mit diesen Menschen. Dann gibt man ihnen vermeintlich wichtige Aufgaben und viel Zeit. Dann sind diese Menschen ein paar Jahre beschäftigt und richten keinen Schaden an. Irgendwann präsentieren sie stolz ihre Ergebnisse, die man dankend entgegennimmt und sofort ungelesen ins Archiv stellt.

Diesmal ist etwas schiefgelaufen. Statt den Entwurf verschwinden zu lassen, hat jemand nicht geschaltet und das Werk nicht rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen. Nun glauben einige, das Werk sei ernstgemeint und machten sich an die Umsetzung. Und mit deutscher Gründlichkeit wurde mit der Umsetzung begonnen.

Aber vielleicht wollte sich jemand am System rächen und hat den Entwurf auch ganz bewußt weitergeleitet?

Ob die Wahrheit jemals herauskommen wird?

Ein Lied kann eine Brücke sein

Gestern abend gab’s den Grand Prix. Normalerweise wäre das völlig an mir vorbeigegangen, aber ich war irgendwo Katzenportier und dort gab’s weder PC noch Internet, dafür aber einen Fernseher, also machte ich mir einen Fernsehabend.

Den überwiegenden Teil des Abends habe ich mir den Grand Prix angesehen. Was an den tanzenden Klingonen nun so toll war, habe ich nicht ganz verstanden, aber ich kenne mich in dieser Musiksparte auch nicht aus. Den deutschen Teilnehmern mit dem texanischen Namen hätte ich ein besseres Abschneiden gewünscht, aber vielleicht lag’s auch am Namen der Band?

Wie auch immer, ich freue mich auf das nächste mal und werde dann mit Freunden eine Grand Prix-Party feiern…

Ende einer Ära

Dieser Tage hatte eine Freundin ihren letzten Arbeitstag bei ihrem Arbeitgeber. Seit ich sie kenne, und das sind nun viele Jahre, war sie dort beschäftigt. Wenn ich sie dort unter ihrer Durchwahl -144 anrief, bekam ich fast immer ein freudiges „Babe“ als Begrüßung. Das ist nun vorbei, jedenfalls unter dieser Nummer.

Ich wünsche ihr für ihren beruflichen Weg viel Erfolg. Ich bin sicher, sie wird mehr Freude an der neuen Tätigkeit haben als im alten Job.

Trotzdem ist es irgendwie ein Ende einer Ära, sie nicht mehr dort am Werkstor abzuholen, sie dort anzurufen oder Nachrichten von dort zu bekommen…

The Beach Boys – „Pet Sounds“

Diese Tage wurde das Album „Pet Sounds“ von den Beach Boys 40 Jahre alt. Dieser Meilenstein der Popmusik ist wirklich schon 40 Jahre alt. Erstaunlich, wie frisch diese Musik immer noch klingt. Anhören! Und bald ist ja wieder die Zeit, das Surfbrett aus dem Keller zu holen und ein paar Wellen abzureiten…

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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