Archiv für Juni 2006

Meine Hymne zur WM

Jedes Großereignis hat seine eigene Hymne, so auch die Fußballweltmeisterschaft 2006.

Aber meine persönliche Hymne ist diese hier. Ansehen!

Maggi Chakalaka

Beim Einkaufssprint durch meinen Lebensmittelmarkt nebenan entdeckte ich Chakalaka aus der Serie „Internationale Würzsaucen“ von Maggi. Das Leopardenmuster am Flaschenhals weckte meine Aufmerksamkeit, der Aufdruck „Der Geschmack Afrikas“ machte mich neugierig, wie diese Sauce schmecken würde. „Grill-Sauce, mild pikant, Curry“ stand auch noch auf der Flasche.

Zu Hause angekommen, habe ich die Sauce dann probiert und war angenehm überrascht. Ich empfinde die Sauce als sehr lecker, sie ist etwas grober in der Konsistenz, ihre einzelnen Zutaten lassen sich nicht nur erschmecken sondern auch beim Beißen spüren.

Ich freue mich auf das nächste Grillen, dann werde ich diese Sauce mitbringen, die üblichen Zigeuner-, Steak, Chili oder Knoblauchsaucen können sich dann auf was gefaßt machen.

Ja, ich mag gute Werbung

Ich mag Werbung.

Doch, doch. Besonders mag ich gute Werbung. Nun stellt sich die Frage, was gute Werbung ausmacht. Für mich gehört das Spiel mit Klischees ganz klar dazu.

Hier findet sich ein gelungenes Beispiel dafür, leider in schlechter Bildqualität.

Ich liebe Fußball…

Ich liebe Fußball! Ja, richtig gelesen, ich liebe Fußball. Erst recht, wenn Weltmeisterschaft ist und Deutschland im Eröffnungsspiel mitmacht.

Gut, die vielen schwarz-rot-gelben Fahnen sind schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber bis auf die Damen vom Grill haben es alle geschafft, sie richtig herum aufzuhängen. Dank Fußball-Trikots wirkten die Damen von der Bank auch viel sportlicher als sonst. Und auf einmal ist die Parkplatzsuche ganz einfach. Ich kann mir einen Parkplatz aussuchen und muß nicht erst lange suchen, bis ich einen finde. Abends dann im beim LIDL ist vom üblichen Freitagabendgedränge nichts mehr zu sehen. Statt voller Gänge und leerer Regale erlebe ich das Gegenteil. Eine angenehme Überraschung.

Okay, die Idioten, die nach dem gewonnen Spiel dann hupend durch die Gegend fahren, müssen nicht sein, aber die vielen Vorteile wiegen das locker wieder auf.

In diesem Sinne: Dann siegt man schön…

Lyrik des Alltags

Es waren sechs Biker aus Schlicktown,
die hatten zur Karte kein Zutraun,
sie fuhr’n durch die Lande
doch anstatt zum Strande,
führt der Weg sie durch Wiesen und Au’n.

„Ajatollah Chamenei droht USA mit Öl-Boykotten“ — Was für ein Quatsch

Spiegel Online schreibt heute über einen möglichen Öl-Boykott des Irans gegen die USA. Das ist natürlich völliger Blödsinn.

Mit den Worten „Wenn Sie in Bezug auf Iran einen falschen Zug machen, wird definitiv der Energiefluß in dieser Region ernsthaft gefährdet“ droht Ajatollah Chamenei den USA, sie nicht mehr mit Öl zu beliefern, also einem klassischen Embargo.

Ein Boykott ist die andere Seite, nämlich die Abnahmeverweigerung. Vielleicht hat man beim Spiegel die beiden Begriffe verwechselt?

Aber auch inhaltlich ist so eine Drohung so eine Sache. Schon bei Clausewitz kann man nachlesen, daß Drohungen, die man nicht wahrmachen kann oder die für den Bedrohten recht folgenlos bleiben werden, ziemlich wirkungslos sind. Das gilt erst recht, wenn der Bedrohte das auch weiß.

Auf Märkten stehen sich Anbieter und Nachfrager gegenüber. Je nach Marktform sind es unterschiedliche viele Anbieter und Nachfrager. Allen gemeinsam ist, daß sie nach gewissen Spielregeln spielen müssen, die die jeweilige Marktform vorgibt. Ein Abweichen von diesen Spielregeln führt zu spürbaren Nachteilen. Das gilt auch für den Weltmarkt für Rohöl. Hier stehen sich auf der einen Seite die Erdöl-Produzenten als Anbieter (A), auf der anderen Seite die ölimportierenden Staaten als Nachfrager (N). Nennen wir sie A1 bis An und N1 bis Nm.

Tun wir weiterhin so, als sei Rohöl ein austauschbares Gut, daß es also egal sei, ob ich bei Anbieter A1 oder A2 kaufe. Das stimmt nicht, weil es bei der Qualität und Zusammensetzung Unterschiede gib. Der Transportaufwand und die damit verbundenen Kosten hängen auch ab, wo und bei wem ich kaufe. Aber tun wir mal so, als ob es keinen Unterschied mache, bei welchem Anbieter aus der Golfregion ein Nachfrager kauft.

Wenn A1 nun ein Embargo gegen N1 verhängt, was dann? Es ist denkbar, daß A1 seine Produktion entsprechend der Nachfrage von N1 drosselt. Dadurch ergeben sich aber auch entsprechende Einnahmeverluste. Geld, mit dessen Einnahme fest gerechnet wurde. Auf diese Einnahme zu verzichten, dürfte A1 sehr schwer fallen. Also kann und wird A1 seine Ware nun anderen Nachfragern anbieten. Werden diese Nachfrager nun deswegen insgesamt mehr kaufen oder werden sie nur mehr bei A1 kaufen und entsprechend weniger bei A2 bis An?

Und was machen die Anbieter A2 bis An? N1 hat ja noch einen offenen Bedarf und könnte bei ihnen einkaufen. A1 und N1 wechseln also nur ihre Handelspartner, mehr ändert sich nicht, jedenfalls in der (stark vereinfachten) Theorie. Das sollten auch die Mullahs einsehen können.

Ganz anders wäre die Situation, gelänge des dem Kartell der ölproduzierenden Länder (OPEC), einen einzelnen Nachfrager komplett abzuschneiden. Aber die Macht der OPEC hat Grenzen, ihre Mitglieder fördern nur ungefähr 40 Prozent der Gesamtmenge und außerdem sind sich die Mitglieder untereinander nicht so grün, wie es den Anschein hat. Geht’s ums eigene Geld, denkt jeder zuerst an sich, das gilt auch für Petro-Dollars.

Was soll also solche Drohung von Chamenei? Außer der Welt zeigen, wie unberechenbar und gefährlich die politisch-religiöse Führung des Irans ist?

Lösungen, die allen dienen, sehen anders aus.

Mehr Power — nun auch für Frauen

Gillette hat sich etwas Neues bei seinen Damenrasierern einfallen lassen, nach der göttlichen Göttin (Gillette Venus Divine), kommt nun unter dem Namen „Gillette Venus Vibrance“ ein Vibrationsrasierer für Frauen auf den Markt.

Wie sich der Vibrationseffekt bemerkbar machen wird, wenn sich Frauen mit diesem Rasierer nicht nur die Beine rasieren?

Honi soit qui mal y pense…

History repeating, tote Pferde und nichtgewonnene Kriege

Was haben Kriege und Pferde gemeinsam? Nein, ich meine nicht, daß mehrere tausend Jahre lang der Krieg auch zu Pferde ausgetragen wurde.

Wenn Du erkennst, daß Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab. Klar, was denn auch sonst?

Und wenn Du erkennst, daß Du einen Krieg nicht gewinnen kannst? Bekanntlich hat es nicht geholfen, aus dem Krieg einen totalen Krieg zu machen, wie es in der Sportpalastrede vom 18. Februar 1943 versucht wurde.

Bereits 1965, verlangte US-General Westmoreland mehr Truppen, weil ihm und anderen Generälen klar war, daß der asymmetrische Krieg in Vietnam auf konventionelle Weise nicht zu gewinnen sein würde.

Nun zitiert Spiegel Online die ehemalige Außenministerin der USA, Madeleine Albright, mit den Worten „Wir gewinnen den Krieg nicht„.

Der Einsatz von mehr Truppen wird sich als genauso wirksam erweisen, wie die Zusammenfassung mehrerer toter Pferde in Kompetenzzentren zum Bereiten toter Pferde.

Anscheinend hat man die Lehren aus dem Vietnamkrieg mancherorts schon wieder vergessen, falls man sie überhaupt jemals gelernt hatte. Aber wie heißt es so schön: Wer nicht aus der Geschichte gelernt hat, der ist verdammt, ihre Fehler zu wiederholen.

In diesem Sinne: History repeating…

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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