Archiv für Oktober 2006

Stöckchen: 5 Dinge

Eigentlich bin ich kein Freund von Stöckchen, hatte ich ja auch schon mal hier geschrieben, aber nachdem mir eine freundliche Kröte eben einen Wink mit dem Zaunpfahl verpaßt hatte… Hier also nun meine Antworten zu den 5 Dingen:

5 Dinge, die Du willst, aber nicht hast:

  • Familie: Frau und Kind(er)
  • Mehr (Selbst-)Disziplin
  • Vollzeitjob
  • Die Fähigkeit, manchmal loszulassen
  • Einen satten Lottogewinn

5 Dinge, die Du nicht willst, aber hast:

  • Einige Kilo zuviel
  • Ein paar kleinere gesundheitliche Probleme
  • Zuviel Tagesfreizeit
  • Zuwenig Geld
  • Beule im Auto

5 Dinge, die Du nicht willst und nicht hast:

  • Nervige Nachbarn
  • Cholerischen Chef (ohne ihn hab ich keine Mirgäne mehr)
  • Pickel (toi toi toi)
  • Feinde
  • Einen satten Lottogewinn (Viel Geld bringt auch viele Sorgen mit sich)

5 Dinge, die Du schon immer wissen wolltest:

  • Wer alles dieses Blog liest, aber nie kommentiert
  • Was aus manchen Menschen wurde, die mir im Leben einst begegneten, wir uns aber aus den Augen verloren haben
  • Wie es wohl wäre, vie ein Vogel fliegen zu können, ganz ohne Hilfsmittel
  • Ob Politiker das glauben, was sie ihren Wählern sagen
  • Und noch viele Dinge mehr… (Unter anderen, von wem das lange blonde Frauenhaar…)

Sieben Woche ohne? Eine Woche mit!

Manche Menschen verzichten manchmal ganz bewußt auf Dinge, um Körper, Geist oder Seele zu reinigen. Die Christen kennen die Fastenzeit, die Moslems den Ramadan. Neuerdings gibt es Aktionen, die „Sieben Wochen ohne“ propagieren. Sieben Wochen mal auf Alkohol verzichten, aus Süßigkeiten, auf Fleisch oder sonstige (liebgewonnenen) Gewohnheiten.

Diese Zeit des (freiwilligen) Verzichts soll uns helfen, den Wert von Dingen zu erkennen. Wer jeden Tag Fleisch ist, der lernt den Geschmack des ersten Schnitzels nach sieben Wochen zu schätzen. Wie schmeckt ein Bier nach sieben Wochen Abstinenz? Wie nach sieben Wochen wieder mit dem Rauchen anfängt, hat allerdings selbst schuld.

Ich habe auch so eine Selbsterfahrung gemacht, allerdings eine der etwas anderen Art: Statt sieben Wochen ohne gab es eine Woche mit:
Mit viel Zeitungen, so richtig auf Papier und nicht die elektronische Variante.
Mit vielen Kreuzworträtseln, natürlich mit dem Kugelschreiber ausgefüllt.
Mit einer schmusesüchtigen Katze.
Mit viel Kabelfernsehen.

Ich wollte mal ausprobieren, wieviel Fernsehen man verträgt, ohne dabei zu verblöden. Ich fürchte, ich habe den Punkt lange überschritten. Ich war erstaunt, was es alles im TV gibt. Und wie sich die Qualität verschlechtert hat. Von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, kommt aus der Flimmerkiste nur noch Dreck. So jedenfalls mein Eindruck.

In Talkshows reden Menschen über Dinge, die nun wirklich nicht in die Öffentlichkeit gehören, das auch noch in schlechtem Deutsch und alle durcheinander.

In den Gerichtsshows wird ein dermaßen falsches Bild der Justiz gezeichnet, daß einem echt angst und bange werden kann. Warum sich Frau Salesch und Konsorten sich für so etwas hergeben, wird mir ewig ein Rätsel bleiben.

Aber auch das klassische Bildungsfernsehen der öffentlich-rechtlichen Anstalten wird immer schlechter. Tagesschau, Tagesthemen und ihre Gegenstücke im ZDF bieten den Zuschauern alleine sprachlich immer weniger. Da wird von „zeitgleich“ gesprochen wenn „gleichzeitig“ gemeint ist und so weiter. Das „macht“ alles keinen Sinn mehr 🙁

Irgendwie bin ich froh, daß die Woche vorbei ist. Andererseits fehlt mir die Mieze. So freue ich mich schon auf das nächste mal.

Dinge, die man gerne hört…

Nein, ich werde kein neues Stöckchen werfen, es fliegen zur Zeit zu viele davon durch Kleinbloggersdorf.

Aber ich habe mich gefreut, daß sich mein Zahnarzt bei der jährlichen Routine sehr erfreut zeigte. Das zähle ich zu den Dingen, die man gerne hört…

Kindermund tut Wahrheit kund?

Nach einem Termin verspüre ich Hunger und da mein Weg mich ah noch an einem etwas anderem Restaurant vorbeiführt, kehre ich dort ein. Ich stehe ein Stück vom Tresen entfernt und sinniere noch über meine Bestellung, als sich ein junges, blondgelocktes Mädchen von vielleicht 7 Jahren vor mich hinstellt. Sie hat sich nicht vorgedrängelt, ich war ja eh noch nicht ganz soweit. Als ich einen Schritt nach vorne machen will, dreht sie sich um, sieht an mir hoch und sagt keck: „Ladys first, schon vergessen?“ Mir fehlen die Worte, denn von einer Lady trennt die junge Dame nicht nur das Alter. Ehe ich mich versehe, hat sie mich gemustert und legt ein „Übrigens, schwarze Klamotten sind out, mega-out!“ nach. Noch bevor ich irgendwas sagen konnte, schnappte sie sich ihr Tablett und verschwand.

Wenigstens hat sie nicht „Fruchtalaaaaaaaaarm“ gebrüllt…

(K)ein Stöckchen der Merkwürdigkeiten

Beliebt sind ja zur Zeit die Stöckchen, die nach 5 Dingen fragen, die man hat, aber nicht möchte, die man nicht hat aber gerne hätte und so weiter. Irgendwie langweilig. Spannender finde ich die Frage nach eigenen Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die anderen Menschen merkwürdig oder komisch vorkommen, für einen selbst aber ganz normal sind.

Mein Opa hatte Taschenlampen. Was daran so besonders ist? Also an einer Taschenlampe nichts. Sie gehört griffbereit in jeden Haushalt. Kann ja mal sein, daß es eine Sicherung erwischt oder daß Stromausfall ist oder oder oder. Opa hatte nur ein ganzes Arsenal von Taschenlampen. Versteckt an allen mögliche und unmöglichen Orten, viele davon ohne oder mit leeren Batterien, kaputten Birnchen oder sonstwie unbenutzbar.

Auch ich habe Merkwürdigkeiten, die mir nicht als merkwürdig vorkommen: Ich habe gerne etwas Auswahl: In meinem Schrank stehen mehrere Sorten Zahnpasta, in meinem Bad auch mehrere Dusch-Gels. Selten gibt es bei mir ein „entweder — oder“, ich lebe eher nach „Alles zu seiner Zeit“.

Frau Blogerette zeigt mir mit ihrem Bilderrätsel, daß noch zu den Anfängern gehöre…

Noch (k)ein Stöckchen

Momentan fliegen die Stöckchen ja wieder tief, ich wurde aber noch von keinem getroffen.

Ich bin wirklich froh, mir nicht den Kopf zerbrechen zu müssen, was ich beispielsweise mit einem Lottogewin von 35 Millionen Euro anstellte. Ich hab keine Ahnung. Immer wieder hört oder liest man von Menschen, die erst viel Geld gewonnen haben, es aber schnell wieder verloren haben, samt vieler Freunde und Verwandter, die von dem Kuchen ein ordentliches Stück abbekommen hatten. Ein bißchen Geld wäre sicherlich ganz schön, aber wenn es zuviel wird, dann ist der Mensch doch schnell überfordert, jedenfalls die meisten Menschen. Wer von uns ist schon gewohnt, mit dermaßen hohen Beträgen zu rechnen?

Spielen wir einmal mit den Größenordnungen (Alle Beträge in Euro):

3,50: Schönes Bier in der Kneipe.
35: Schön Essen gehen mit einer Person
350: Schön Essen gehen mit vielen Freunden
3.500: Schöner Urlaub
35.000: Schönes Auto
350.000: Schöne Eigentumswohnung oder schönes kleines Häuschen
3.500.000: Alle obigen Wünsche und immer noch gute 3 Mio. übrig
35.000.000: Schönen Dank auch

Wie heißt es immer so schön:

Hüte Dich vor Deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.

Heute bleibt die Küche kalt

Die Älteren von uns werden sich vielleicht noch an

Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald…

erinnern.

Ja, was waren das noch für Zeiten, damals, kurz nach dem Wirtschaftswunder. Der Wienerwald war lange Zeit die Adresse für auswärtiges Essen. Das Angebot war überschaubar, der Kunde bekam, was er wollte. Der Wienerwald überzog mit seinen Restaurants ganz Deutschland, wurde quasi die Mutter der Systemgastronomie. Das war viele Jahre, bevor McDonald, Burger King und andere Gastronomie-Ketten uns zeigten, daß man auch in das etwas andere Restaurant gehen konnte. Im Laufe der Jahr(zehnt)e hatte sich der Geschmack des Publikums verändert. Die Kunden blieben fern, die Finanzen stimmten nicht, Insolvenz.

Nun lese ich bei Spiegel Online, daß der Wienerwald den Neustart schafft. Ich drücke die Daumen und bin gespannt, wann ich wieder dort essen werde.

Der legendäre Slogan von damals blieb über all die Jahre im Gedächtnis hängen…

Ja, ist denn heut‘ schon‘ Weihnachten?

Natürlich sind’s bis zum Heiligen Abend noch knappe drei Monate, aber so langsam denke ich an Weihnachten. Ob das nicht ein wenig früh ist? Ja, sicher, in den Supermärkten wird erstmal Helloween vermarktet und zumindest tagsüber ist es noch eher Sommer als Winter. Wie ich denn nun auf Weihnachten komme?

Ich hab‘ mir eben mal wieder ein Räucherstäbchen angezündet. Eines von denen, die mir meine Tante zu Weihnachten schickte. So langsam geht der Vorrat zu ende. Also, liebe Tante, solltest Du has hier lesen… Es ist ja bald wieder Weihnachten. Aber vorher habe ich noch Geburtstag.

Ich verspreche auch, mich bei jedem Anzünden zu freuen und an Dich zu denken.

Wort des Tages

Manche Lebensweisheiten sind einfach zu schön, um sie nicht festzuhalten. Heute begegnete mir:

Männer sind wie Aspirin, manchmal sind zwei besser.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker…

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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