Archiv für September 2007

Schuld am „Sommer“

Endlich weiß ich, wem ich die Schuld für den Sommer oder eher Nicht-Sommer geben kann. Meiner langjährigen Freundin Sabine. Sie und ihr Mann hatten mich eingeladen. Irgendwann im Frühling sprachen wir von einem Grillen, sobald es richtig Sommer wäre. Keine Ahnung, wie sie das angestellt hat, aber ich bin sicher, daß sie dahintersteckt.

Sie und alle anderen, die mit den Worten „sobald es Sommer ist“ zum Grillen einluden. Vielen Dank auch!

Nächstes Jahr nehme ich keine Einladungen fürs Grillen entgegen. Höchstens für Spontan-Grillen.

Spüre die Macht, auch im Baumarkt

Bewaffnet mit einer kaputten Leuchtstoffröhre betrat ich einen großen Baumarkt. Da ich eher selten in diesen Tim-Taylor-Gedenkhallen bin und mich entsprechend wenig auskenne, ging ich zur Dame an der Information, wollte fragen, wo man alte und kaputte Leuchtstoffröhren entsorgen könne. Noch ehe ich ein Wort sagen konnte, entwaffnete sie mich mit Lächeln: „Ah, ein durchgebranntes Laserschwert“ sagte sie und deutete auf das schwarz angelaufene Ende. „Wenn Du Dir ein neues aussuchst, dann kannst Du das alte mit reinnehmen, wir wollen ja nicht, daß Du ein zu kurzes aussuchst. Kommt eben immer auf die Länge drauf an, also bei Laserschwertern und Leuchtstoffröhren…“ und Prinzessin Leia schenkte mir ein bezauberndes Lächeln.

Manchmal ist eben auch ein Besuch im Baumarkt ganz großes Kino.

Herbst in Deutschland — Deutscher Herbst

Herbst in Deutschland. Als wollte auch er sich am kollektiven Gedenken an den „Deutschen Herbst 1977“ beteiligen, blieb der Sommer dieses Jahr im Untergrund. Ich besuche eine Freundin, eigentlich wollten wir auf dem Balkon grillen, aber — Frauen frieren ja immer — ihr ist zu kalt, deswegen improvisiere ich in ihrer Küche. Während ich werkele, läuft der kleine Fernseher in der Wohnküche, es gibt einen Bericht über den Deutschen Herbst, über Täter und Opfer der RAF.

Deutscher Herbst, Entführung und Befreiung der „Landshut“, ich erinnere mich dunkel. In jedem Postamt hingen Plakate mit den gesuchten Terroristen, ab und an wurde ein Gesicht gestrichen. Dann ein paar Jahre der Ruhe, dann wieder Anschläge.

Ich erinnere mich dunkel an den Fall Herrhausen, den Chef der Deutschen Bank. Der Anschlag mit einer panzerbrechenden Hohlladung in Bad Homburg. Der Bericht zeigt auch den Menschen Alfred Herrhausen. Daß er als Chef einer Bank mächtig war, ist klar. Daß er aber sehr kritisch mit dieser Macht umging, sich für einen Schuldenerlaß der Entwicklungsländer einsetzte, das wußte ich noch nicht. Die Terroristen hatten sich also einen sehr sozial eingestellten Bank-Chef als Opfer ausgesucht. Das zeigt mir, wie weit von jeder Realität die Täter entfernt gewesen sein müssen.

Obwohl mein Essen sehr gut war, hatten wir nicht mehr viel Appetit.

Positives Denken

Telefonat mit einer Bekannten, die ein Wochenendseminar zum Thema „Positives Denken“ hinter sich hat. Wir hatten uns einander etwas länger nicht gehört und reden über dies und das, auch über’s Wetter. Sie hat eine äußerst positive Zusammenfassung für diesen Sommer:

Ein gutes hatte dieser Sommer, ich hatte nicht einmal Sonnenbrand.

So kann man’s auch sehen.

Zum Tode von Joesef „Joe“ Zawinul

„Dimm-dimm-dimm, dimm-dimm-di-dimmmmmmm“ so klingen die ersten Töne von „Birdland“, vielleicht einem der bekanntesten Stücke des Jazz-Rock, aber bestimmt dem bekanntesten Stück von „Weather Report“.

Heute verstarb Joe Zawinul, jedenfalls der Mensch. Als Künstler hat Joe Zawinul Unsterblichkeit erreicht.

Aus gegebenem Anlaß höre ich heute zum Ausklang des Tages „Birdland“.

Wer „Birdland“ nicht kennen sollte…

Direkter Link

Matt Wagner, Musik-Journalist und Blogger, veröffentlichte ein Interview mit Joe Zawinul.

Alkohol macht einsam…

Alkohol macht einsam, jedenfalls Dich, wenn Du der einzige nüchterne Gast auf einer Party bist und noch mit dem eigenen Auto nach Hause fahren möchtest.

Vielleicht sollte ich doch auf die Nachtschwester hören und mir einen Schlafplatz vor Ort sichern?

Aber der rote Sportflitzer fand seinen Weg zum angestammten Stellplatz mit der üblichen Sicherheit. Das ist auch gut so, nüchtern betrachtet.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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