Archiv für Oktober 2007

Was wollt ihr hören?

Nachdem mich Frau Beissholz auf eine Idee gebracht hat, stelle ich die Frage, was ich einsprechen soll?

Oder noch etwas konkreter: Was wollt ihr hören und wie soll’s gesprochen sein? Ich freue mich auf Eure Anregungen und Wünsche.

Und nun: Nachdenken, Marsch marsch!

Grünkohl-Saison noch vor Halloween?

Ja, ich habe beschlossen, die Grünkohl-Saison heute einzuläuten. Da ich dieses Jahr vom Sommer nichts mitbekommen habe, verlege ich die Jahreszeiten eben etwas deutlich nach vorne und esse Grünkohl dann auch mal zu Halloween. Ich weiß, es gibt typische Gerichte für eine Halloween-Party und Grünkohl gehört nicht dazu, aber lecker isses trotzdem. Und Essen, das gruseliger aussieht, werde ich bestimmt noch bis Mittwoch zaubern. Ich habe ja noch ein paar Tage.

Ich darf noch Geheimnisse haben

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. So lese ich im Lawblog, daß die Tatsache, daß ich Geheimnisse habe, mich nicht automatisch schuldig macht. Das ist gut.

Noch besser ist, daß selbst konspiratives Verhalten, wie verschlüsselte E-Mails, verschlossene Haustüren oder gar heruntergelassene Jalousien, kein Beweis für irgendwas sein darf. Ich bin kein Täter, weil ich meine Kontoauszüge nicht öffentlich aushänge und nicht alle Welt an meinem Privatleben teilhaben lasse.

Es besteht noch Hoffnung.

Mathematik im Supermarkt

Wo ich grad gedanklich im Supermarkt bin:

Gestern begegnete mir Karlo im Supermarkt. Er ist der Typ Mensch, der mühelos als zerstreuter Professor durchgehen könnte. Entsprechend lief er durch den Supermarkt. Wir schnackten über dies und das, als er auf der Suche nach Dingen war, die er eben vergessen oder übersehen hatte. Mein Hinweis, daß der Weg durch den Supermarkt auch nur angewandte Graphentheorie sei, war offenbar der richtige, denn bei diesem Thema ist er richtig fit. Mit einem Lächeln verschwand er in einem der vielen Gänge…

Phantomschmerzen am Leergutautomaten

Manche Männer legen in der Schwangerschaft ihrer Partnerin gewaltig zu oder bekommen seltsame Gelüste, was Essen angeht. Andere Menschen bekommen schon Angst vor dem Bohrer, sobald sie nur an den Zahnarzt denken. Bei mir ist das ähnlich…

Ich lese das Internettagebuch des Shopbloggers Björn Harste. Dort beschreibt er auch seine fast unendliche Geschichte mit seinem neuen Leergutautomaten. Ich hatte ja keine Ahnung, wie kompliziert das Thema Leergutautomat sein kann und welche Schwierigkeiten auftreten können, ich lese und staune. Und leide ein bißchen mit Björn. Seine Vorfreude auf das neue Gerät konnte ich fast ebenso spüren wie seine Enttäuschung, weil der Automat (noch) nicht so tut, wie er soll.

Björns viele Berichte über die (fast) unendliche Geschichte hat bei mir ein paar Reaktionen ausgelöst: Auf einmal achte ich auf Hersteller und Typ des Automaten, den ich gerade füttere. Statt wie eine seelenlose Maschine behandle ist den T-710 in meinem LIDL nun mit einer gewissen Hochachtung, nimmt er alle meine Flaschen doch immer anstandslos an, auch wenn sie manchmal etwas eingedellt sind, und das noch schneller, als ich aus meiner Tasche für Nachschub sorgen kann.

Ich wünsche dem Shopblogger, daß die Arie um seinen neuen Automaten doch noch ein gutes Ende nehmen wird. Bis dahin zittere ich bei jeder neuen Meldung mit…

Kino Kino: Das Bourne Ultimatum

Nach gefühlten einhundert Jahren war ich auch mal wieder im Kino und sah mir „Das Bourne Ultimatum“ an. Klasse Film. Das offene Ende, der Held Jason Bourne (eigentlich Daniel Webb) überlebt, läßt einen vierten Teil als denkbar erscheinen, wobei ich mich allerdings frage, wie man die Geschichte glaubhaft weiterspinnen könnte.

Ich habe den Eindruck, daß tolle Filme nur noch kurze Zeit im Kino laufen, dann aber manchmal in mehreren Kinos gleichzeitig. Vielleicht möchte man so möglichst viele Menschen bedienen, die den Film dann im Kino und nicht auf dem heimischen PC sehen, wo Filme aus dubiosen Quellen gezogen wurden? Ich weiß es nicht.

Wenn ich allerdings bedenke, was eine Kinokarte heutzutage kostet, dann wundert es mich nicht, daß immer mehr Menschen dem Kinosaal fernbleiben. Für drei Kinokarten bekomme ich einen DVD-Spieler. Wenn ich mir vorstelle, was ein mittlerer Kindergeburtstag an Kinokarten und Knabberzeugs kosten kann, dann lohnt das eigene Heimkino bestimmt bald. Dann gibt’s auch kein Drama mehr, wenn ein Kind zwischendrin mal ‚wohin‘ muß.

Nun bin ich doch etwas vom Thema abgekommen… Also, der Film hat mir wirklich gute gefallen, Matt Damon spielt die Hauptrolle sehr überzeugend. Die Actionszenen waren allerdings so schnell, daß das Auge kaum mitkam. Ich frage mich, wie die das gedreht hatten und wie oft die Szenen wiederholt mußten.

Wie auch immer, es war ein schöner Kinoabend. Und ich bin gespannt, ob’s einen vierten Teil geben wird.

Diskettenlaufwerke sind wichtig

Diskettenlaufwerke sind wichtig. Wie wichtig sie sein können, erkennt man, wenn der eigene Rechner nicht mehr will. Genauer, wenn er nicht mehr startet. Dann ist bekanntlich guter Rat teuer, um den Fehler schnell eingrenzen zu können.

Hat man aber noch ein Diskettenlaufwerk im Rechner und das BIOS so eingestellt, daß es beim Start des Rechners einen Seek ausführt, dann weiß man auch ohne weitere Diagnose-Geräte, daß der Prozessor zumindest Teile seiner Start-Sequenz ausführen konnte, auch wenn die Grafikkarte nicht angesprochen werden konnte und der Bildschirm schwarz bleibt.

Sicherlich können spezielle Diagnose-Geräte noch viel mehr anzeigen, aber wer hat die schon? Und was kosten sie? Ein 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk kostet keine 10 Euro und war sein Geld mehr als wert. Mein nächster Rechner-Selbstbau wird auch wieder damit ausgerüstet. Und ich wette, irgendwann drückt mir jemand eine Diskette in die Hand…

Bin ich auch schon ein German Psycho?

Einer der Lieblingssprüche einer guten Freundin ist „You’ve got a really sick mind my dear“, womit sie bei manchen Menschen oder in gewissen Situationen entweder genau den Punkt trifft oder zumindest nicht ganz falsch liegen dürfte.

Beim Schaufensterbummel nach dem Kinobesuch versuchte meine Begleitung meine Aufmerksamkeit mit den Worten „Da, hast Du das gesehen?“ auf ein bestimmtes Schaufenster zu lenken. Natürlich hatte ich. Wie könnte das auch übersehen? Da steckte eine metallisch glänzende Axt in einem Stück Baumstamm. Gut, es war keine Chromaxt, aber ich bin ja auch kein German Psycho und wer bei einer bekannten Suchmaschine nach „Chromaxt“ googlet, der findet mich höchstens unter ferner liefen.

Und natürlich hatte meine Begleitung nicht das ultimative Werkzeug für jeden Nachbarschaftsstreit sondern etwas anderes gemeint. Ich hab nur schon wieder vergessen, was es war.

Vielleicht hatte die gute Freundin mit ihrer Beschreibung auch an mich gedacht? Ich sollte ihr mal einen Besuch abstatten.

Und bitte keine Angst, vom echten German Psycho trennen mich nur nur Schränke voller Anzüge…

Ich brauch ’ne Web-Cam…

Erinnert sich noch jemand an den IBM-Werbespot mit den beiden Männern, zwischen denen ungefähr folgender Dialog stattfindet:

„Das Internet ist die Zukunft im Business“ liest der Eine aus der Zeitung vor und folgert: „Wir müssen ins Internet.“

„Und warum?“ fragt der Andere.

„Steht nicht da…“ antwortet der Erste.

Der Spot war seinerzeit ein Klassiker. So ähnlich geht’s mir zur Zeit. Nein, ich muß nicht ins Internet, ich lebe schon seit Jahren online. Aber nun brauche ich eine Web-Cam. Warum? Eine Freundin von mir studiert und verbringt ein Semester im Ausland. So richtig im Ausland, dort, wo Sprache, Schriftzeichen und Kultur ganz anders sind als hierzulande.

Auch wenn Auslandsgespräche kein Vermögen mehr kosten, scheitern Telefonate manchmal am fehlenden Festnetzanschluß. Neulich hatten wir dann Telefon per Skype versucht. Trotz mehrerer tausend Kilometer Entfernung war die Gesprächsqualität hervorragend. Da sie ausreichend Bandbreite hat, hat sie ihre Kamera zugeschaltet, damit ich nicht ganz vergesse, wie sie aussieht.

(Natürlich weiß ich noch, wie sie aussieht, aber ich habe mich trotzdem riesig gefreut.)

Nun bin ich angefixt und möchte auch endlich eine Web-Cam haben. Aber welche? Skype bietet im eigenen Shop ein paar Modelle an. Ein Modell bietet 352 * 288 Punkte als CIF-Auflösung. Sagt mir überhaupt nichts, also lese ich nach. CIF steht für das „Common Intermediate Format„, eine Art Zwischenformat zwischen den Auflösungen der Fernsehnormen NTSC und PAL, bei dem alle Bildauflösungen Vielfache von 16 haben. Das erklärt mir nun die ‚krummen‘ Werte bei den Auflösungen. Doch reicht mir diese geringe Auflösung?

640 * 480 Bildpunkte bringen mehr Bildqualität, aber höhere Anforderungen an den Rechner und die Internetanbindung. Und ein wenig teurer sind sie auch. (Die Profimodelle sprengen nicht nur meinen Etat, sie erfordern auch einen dermaßen schnellen Rechner, daß sie für mich nicht in Frage kommen.)

Ich habe mir ein Modell ausgesucht und sehe mir bei einem bekannten Buchversender die Kundenrezension an. Schlagartig bin ich ernüchtert. Mehrere Rezensionen erwecken den Eindruck, die Installation könne ein langer und dornenreicher Weg sein. Ich beschließe, das Thema Web-Cam zu vertagen.

(Wird fortgesetzt)

Jahreszeitliches

Beim Einkaufen eben bekomme ich mit, daß eine Frau einen Joughurt mit „Bratapfel-Stücken“ sucht. Offenbar steht der Winter doch schon näher vor der Tür als ich dachte…

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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