Archiv für 2007

Bin ich auch schon ein German Psycho?

Einer der Lieblingssprüche einer guten Freundin ist “You’ve got a really sick mind my dear”, womit sie bei manchen Menschen oder in gewissen Situationen entweder genau den Punkt trifft oder zumindest nicht ganz falsch liegen dürfte.

Beim Schaufensterbummel nach dem Kinobesuch versuchte meine Begleitung meine Aufmerksamkeit mit den Worten “Da, hast Du das gesehen?” auf ein bestimmtes Schaufenster zu lenken. Natürlich hatte ich. Wie könnte das auch übersehen? Da steckte eine metallisch glänzende Axt in einem Stück Baumstamm. Gut, es war keine Chromaxt, aber ich bin ja auch kein German Psycho und wer bei einer bekannten Suchmaschine nach „Chromaxt“ googlet, der findet mich höchstens unter ferner liefen.

Und natürlich hatte meine Begleitung nicht das ultimative Werkzeug für jeden Nachbarschaftsstreit sondern etwas anderes gemeint. Ich hab nur schon wieder vergessen, was es war.

Vielleicht hatte die gute Freundin mit ihrer Beschreibung auch an mich gedacht? Ich sollte ihr mal einen Besuch abstatten.

Und bitte keine Angst, vom echten German Psycho trennen mich nur nur Schränke voller Anzüge…

Ich brauch ‘ne Web-Cam…

Erinnert sich noch jemand an den IBM-Werbespot mit den beiden Männern, zwischen denen ungefähr folgender Dialog stattfindet:

“Das Internet ist die Zukunft im Business” liest der Eine aus der Zeitung vor und folgert: “Wir müssen ins Internet.”

“Und warum?” fragt der Andere.

“Steht nicht da…” antwortet der Erste.

Der Spot war seinerzeit ein Klassiker. So ähnlich geht’s mir zur Zeit. Nein, ich muß nicht ins Internet, ich lebe schon seit Jahren online. Aber nun brauche ich eine Web-Cam. Warum? Eine Freundin von mir studiert und verbringt ein Semester im Ausland. So richtig im Ausland, dort, wo Sprache, Schriftzeichen und Kultur ganz anders sind als hierzulande.

Auch wenn Auslandsgespräche kein Vermögen mehr kosten, scheitern Telefonate manchmal am fehlenden Festnetzanschluß. Neulich hatten wir dann Telefon per Skype versucht. Trotz mehrerer tausend Kilometer Entfernung war die Gesprächsqualität hervorragend. Da sie ausreichend Bandbreite hat, hat sie ihre Kamera zugeschaltet, damit ich nicht ganz vergesse, wie sie aussieht.

(Natürlich weiß ich noch, wie sie aussieht, aber ich habe mich trotzdem riesig gefreut.)

Nun bin ich angefixt und möchte auch endlich eine Web-Cam haben. Aber welche? Skype bietet im eigenen Shop ein paar Modelle an. Ein Modell bietet 352 * 288 Punkte als CIF-Auflösung. Sagt mir überhaupt nichts, also lese ich nach. CIF steht für das “Common Intermediate Format“, eine Art Zwischenformat zwischen den Auflösungen der Fernsehnormen NTSC und PAL, bei dem alle Bildauflösungen Vielfache von 16 haben. Das erklärt mir nun die ‘krummen’ Werte bei den Auflösungen. Doch reicht mir diese geringe Auflösung?

640 * 480 Bildpunkte bringen mehr Bildqualität, aber höhere Anforderungen an den Rechner und die Internetanbindung. Und ein wenig teurer sind sie auch. (Die Profimodelle sprengen nicht nur meinen Etat, sie erfordern auch einen dermaßen schnellen Rechner, daß sie für mich nicht in Frage kommen.)

Ich habe mir ein Modell ausgesucht und sehe mir bei einem bekannten Buchversender die Kundenrezension an. Schlagartig bin ich ernüchtert. Mehrere Rezensionen erwecken den Eindruck, die Installation könne ein langer und dornenreicher Weg sein. Ich beschließe, das Thema Web-Cam zu vertagen.

(Wird fortgesetzt)

Jahreszeitliches

Beim Einkaufen eben bekomme ich mit, daß eine Frau einen Joughurt mit “Bratapfel-Stücken” sucht. Offenbar steht der Winter doch schon näher vor der Tür als ich dachte…

Noch mehr Jahreszeitliches

Nicht jeder Supermarkt hat Erbarmen mit mir: Eben entdecke ich Baumkuchen beim Einkaufen…

Ja is’ denn heut’ scho Weihnachten?

Jahreszeitliches

Wie alle kennen die Jahreszeiten Fühling, Sommer, Herbst und Winter. In manchen Gegenden Deutschlands gibt es auch noch die “Fünfte Jahreszeit”, den Karneval.

Entsprechend dekorieren auch die Geschäfte und passen ihr Sortiment den Jahreszeiten an. Das führt dann manchmal dazu, daß nach einem kurzen Sommer der Herbst sehr früh einsetzt, um dann im Oktober auf Winterdekoration zu wechseln.

Weihnachten mag ja ganz schön sein, aber wenn ich Ende September oder Anfang Oktober mit Weihnachtskram konfrontiert werde, dann ist spätestens Anfang Dezember Weihnachten für mich gestorben und geht nervt mich.

Daß der Einzelhandel “Halloween” entdeckt hat, finde ich gut. Zwischen Herbst- und Weihnachtsdekoration gibt es noch eine Jahreszeit mehr. Und wenn man Anfang November anfängt, die Kunden auf Weihnachten einzustimmen, dann reicht das ja auch noch. Mir jedenfalls.

In eigener Sache

Kaum zu glauben, aber dieses Blog ist doch tatsächlich schon vier Jahre alt geworden. Das sind 48 Monate. In Artikeln so ungefähr 480, also über den Daumen zehn Artikel pro Monat. Bis jetzt.

Denn noch immer erlebe ich Dinge, die mich zum Nachdenken bringen, mich Schmunzeln oder Lächeln lassen, mich aufregen, mich zum Denken oder Nachdenken anregen, oder einfach nur schön beschrieben sind.

Ich danke allen Menschen, die den Weg in mein Blog gefunden haben, sei es nun als Leser oder aber als Menschen, über die ich geschrieben habe.

“Mach mir den Sputnik”

“Mach mir den Sput-Nik” ruft mir man manchmal zu, wenn ich spät dran bin. Fast immer schaffe ich’s dann noch, aber das ist nicht das, was ich erzählen wollte.

Heute vor 50 Jahren wurde ein weiterer Meilenstein auf dem Weg ins All erreicht, der erste Satellit umkreiste die Erde. Ja, das ist erst 50 Jahre her. Und heute haben wir Raumstationen und denken an Reisen zu Nachbarplaneten nach.

Herzlichen Glückwunsch, Sputnik, auch wenn Du längst verglüht bist.

Wort des Tages

In der Nähe des Lautsprecherturmes traf ich ihn. Sogar fast wörtlich. Im Dunkel und Gedränge der vielen Menschen bin ich förmlich mit ihm zusammengestoßen. Wir begrüßten einander, wie wir es immer tun. Ich sag mich um, seine sonstigen Begleiter (männliche wie weibliche) waren nicht zu sehen. Ich fragte ihn, ob er alleine da sei. Er verstand nicht. Kein Wunder, die Boxen waren nur wenige Meter entfernt. Ich brüllte ihm meine Frage erneut ins Ohr. Er lächelte entspannt.

Ich bin heute alleine hier. Ist ganz schön, mal seine Ruhe zu haben, ne?

Ich nickte stumm und zog weiter. Für weitere Worte wäre es auch viel zu laut gewesen…

Schuld am “Sommer”

Endlich weiß ich, wem ich die Schuld für den Sommer oder eher Nicht-Sommer geben kann. Meiner langjährigen Freundin Sabine. Sie und ihr Mann hatten mich eingeladen. Irgendwann im Frühling sprachen wir von einem Grillen, sobald es richtig Sommer wäre. Keine Ahnung, wie sie das angestellt hat, aber ich bin sicher, daß sie dahintersteckt.

Sie und alle anderen, die mit den Worten “sobald es Sommer ist” zum Grillen einluden. Vielen Dank auch!

Nächstes Jahr nehme ich keine Einladungen fürs Grillen entgegen. Höchstens für Spontan-Grillen.

Spüre die Macht, auch im Baumarkt

Bewaffnet mit einer kaputten Leuchtstoffröhre betrat ich einen großen Baumarkt. Da ich eher selten in diesen Tim-Taylor-Gedenkhallen bin und mich entsprechend wenig auskenne, ging ich zur Dame an der Information, wollte fragen, wo man alte und kaputte Leuchtstoffröhren entsorgen könne. Noch ehe ich ein Wort sagen konnte, entwaffnete sie mich mit Lächeln: “Ah, ein durchgebranntes Laserschwert” sagte sie und deutete auf das schwarz angelaufene Ende. “Wenn Du Dir ein neues aussuchst, dann kannst Du das alte mit reinnehmen, wir wollen ja nicht, daß Du ein zu kurzes aussuchst. Kommt eben immer auf die Länge drauf an, also bei Laserschwertern und Leuchtstoffröhren…” und Prinzessin Leia schenkte mir ein bezauberndes Lächeln.

Manchmal ist eben auch ein Besuch im Baumarkt ganz großes Kino.

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about: nik
  • heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
  • wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
  • ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
  • hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
  • erklärt gerne komplizierte Dinge
  • mag gute Werbung
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