Archiv für März 2008

Berufsbezeichnung

Irgendwann in ferner Vergangenheit war ich mal Kunde bei einer professionell betriebenen Mailbox. Dort mußte/konnte ich auch meinen Beruf angeben.

Friedenssicherungskommunikationsgerätefachbediener

klang damals viel schöner als „Wehrpflichtiger, Tast- und Sprechfunker bei den Panzeraufklärern“, oder 🙂

Dumm gelaufen

Spiegel Ausgabe 12 vom 17.03.08. Titelthema „Schmutziges Gold – Das mörderische Schuften für den Luxus der Reichen“.

Auf Doppelseite 2-3 dann eine Anzeige für eine goldene Rolex.

Kein Kommentar!

Schlaue Amazone

„Der Wert eines Seemanns erweist sich im Sturm“, so lautet ein altes Sprichwort. Wie gut Online-Shops sind, zeigt sich, wenn Dinge schieflaufen. Mir ist da neulich was passiert, aber der Reihe nach:

Ich hatte bei einem bekannten Onlinehändler bestellt. Die Freude über einen Geschenkgutschein und die Vorfreude auf die Ware ließen mich einen Flüchtigkeitsfehler bei der Eingabe meiner Daten machen. Wer schlecht anzutreffen ist, wenn der Paketbote kommt, freut sich über eine Packstation in seiner Nähe. Dann aber sollte man nicht vergessen, auch seine Kundennummer bei der Versandadresse anzugeben. Aber genau das war mir passiert.

Der Versender schreibt mir eine Mail, daß meine Sendung unzustellbar sei und wieder zurückgehen werde. Ich ärgere mich ziemlich. Über meinen eigenen Fehler. Und über die Aussage des Menschen an der Hotline. Da könne man nichts machen, die Sendung ginge zurück und da man bei der Warenannahme ein paar Tage im Verzug sei, könne es eine knappe Woche dauern, dann könne ich erneut bestellen.

Natürlich hat er völlig recht, auch er kann meinen Fehler nicht ungeschehen machen und daß auch noch ein Wochenende dazwischen liegt, ist erst recht nicht seine Schuld. Ich bekomme eine automatische Mail, in der ich gefragt werde, ob mein Anruf bei der Hotline hilfreich war. Ich klicke auf „Nein“ und schreibe in das Erklärungsfeld meine Geschichte.

Und was passiert? Ich bekomme eine Mail von einem Menschen, der genau versteht, was das Problem ist, es sofort und unbürokratisch mit einer Ersatzlieferung löst und das alles in nett formulierten Sätzen und nicht irgendwelchen Textbausteinen.

Am nächsten Tag staune ich nicht schlecht, als ich die Nachricht erhalte, daß die Packstation etwas für mich bereithält. Mein Staunen wird größer, als ich die fehlende Kundennummer handschriftlich auf meiner Sendung bemerkt. Jemand hat sich darum gekümmert, das Paket ausfindig zu machen, einen Menschen zu finden, der die Nummer raufschreibt und dann eine erneute Zustellung veranlaßt. Respekt für diese logistische Meisterleistung. Einen Tag später erhalte ich die Nachricht, daß auch die Ersatzlieferung angekommen sei.

Fehler passieren. Entscheidend ich, wie man damit umgeht. Und hier hat die Amazone gezeigt, daß sie wirklich Ahnung hat, wie Logistik funktioniert. Ganz großes Lob dafür!

Tankflugzeuge von EADS

Liebe amerikanische Arbeiter in der Flugzeugindustrie,

natürlich ist es ärgerlich für Euch, wenn die amerikanische Luftwaffe ihre Tankflugzeuge in Europa bestellt. Dieser Auftrag hätte sicherlich viele Arbeitsplätze geschaffen.

Denkt doch mal zurück. Wie lange haben Europäer ihre Militärflugzeuge in den USA bestellt oder bestellen müssen? Weil es politisch so gewollt war oder es vielleicht den einen oder anderen nationalen Hersteller gegeben hat, aber keinen europäischen, der groß und finanzstark genug war, um es mit den US-Unternehmen aufzunehmen. Und hattet ihr da Mitleid mit den Arbeitern bei britischen, französischen oder deutschen Flugzeugherstellern?

Nun noch eines, liebe amerikanische Arbeiter in der Flugzeugindustrie, auch wenn dieser eine Auftrag an uns Menschen in Old Europe gehen wird, die nächsten Aufträge bleiben wieder bei Euch, dafür wird Eure Politik schon sorgen.

Zum Tode von Les Humphries

Les Humphries ist tot. Schon eine kleine Weile und niemand hat es mitbekommen. Wer war doch gleich Les Humphries?

Die Partys der 70er Jahre waren von zwei Musikern geprägt, James Last und sein Orchester und den Les Humphries Singers. Letztere waren das, was man heute als Multi-Kulti-Ethno-Pop bezeichnen könnte. Ohrwürmer wie „Mexico“ und „Mama Lou“ sind vielen von uns bekannt. Ich werde gleich mal meine Platten aus der Kiste holen mich daran erfreuen.

Die wenigstens werden es wissen, aber der damals noch junge Jürgen Drews hat auch mal dort gesungen, heute ist er „König von Mallorca“, wenn das Les Humphries noch erlebt hätte…

Bundestrojaner schafft Arbeitsplätze

Der Bundestrojaner schafft Arbeitsplätze. Nicht nur bei den Menschen, die ihn programmieren und dann beim „Kunden“ installieren. Nein, er schafft auch Arbeitsplätze bei Computer-Beratern.

Neulich sah ich in einem Cafe einen Aushang, in dem ein Mensch die Installation eines Linuxes anbietet und ausdrücklich darauf hinweist, daß der Anwender unter Linux sicher vor Viren und dem Bundestrojaner sei.

Ich halte diese Aussage für etwas gewagt, aber der Staat hatte die Steuererklärungssoftware „Elster“ seinerzeit nicht für Linux hinbekommen. Es könnte also sein, daß die Zielgruppe des Bundestrojaners der (natürlich nicht flächendeckenden) Überwachung entgehen wird, während Otto Normalverbraucher ausgespäht wird.

Schöne neue Welt!

Kino Kino: 8 Blickwinkel

Irgendwo hatte ich einen Bericht über den Film „8 Blickwinkel“ gelesen. Das Konzept ist ebenso einfach wie genial: Eine kurze Handlung wird immer wieder aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln bzw. aus der Sicht einer anderen Person gezeigt. Nach und nach erschließt sich dem Zuschauer ein immer größer werdender Teil der Geschichte, bis der aufmerksame Betrachter alle Details beisammen hat, um das Puzzle zusammenzusetzen. Warum ist man nicht schon viel eher auf diese ebenso einfache wie geniale Idee gekommen?

Meine Empfehlung: Unbedingt ansehen!

Neuer Senf

Ich gebe zu, ich esse gerne Senf und habe auch oft ein paar unterschiedliche Sorten im Kühlschrank. Hier und hier hatte ich bereits darüber berichtet. Heute entdecke ich, daß ich demnächst eine neue Sorte kaufen muß: Pikant-süß und an einem gelben Deckel wird sie zu erkennen sein. Ich freue mich auf die Überraschung aus dem Hause Bautz’ner.

Wort des Tages

Manche Dinge haben lustige Namen. Oder Namen, die ihre Funktion verballhornen. Deswegen mache ich

Heulbesen

zum Wort des Tages. Ich kannte diesen Begriff für einen Staubsauger bis dato nicht.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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