Archiv für April 2008

Dinge, die ich schon immer mal wissen wollte: Warum erstarren Haie?

Haie sind schrecklich faszinierende Tiere. Ich bewundere die Perfektion dieser Tiere und staune über die Leistung der Evolution. Gut, dazu hatte sie auch ein paar hundert Millionen Jahre Zeit.

Was ich bislang noch nicht verstanden habe, warum einige Haiarten in eine Art Starre verfallen, wenn man sie umdreht, so daß sie mit dem Bauch nach oben sind.

Sollte jemand das wissen oder Hinweise haben, wo was dazu steht, dann freue ich mich über einen Kommentar hier.

Pompööös

Mit Drogen habe ich keine Erfahrung. Aber inzwischen habe ich eine Vorstellung davon, wie es sein könnte, wenn man Aufputschmittel, LSD und Potenzpillen mischt.

In der WG wurde neulich durch die Kanäle des Fernsehers geschaltet. Bei einer Verkaufssendung auf einem dieser Kanäle, die normale Menschen meist nicht freiwillig ansehen, war dann ein Mann, der mehr Schminke im Gesicht hatte, als alle weiblichen WG-Mitglieder zusammen im Monat verbrauchen und mehr Schmuck trug, als die gesamte WG überhaupt ihr eigen nennt.

Die Produkte wirkten auf mich dermaßen schrecklich, so was würde ich nicht geschenkt nehmen. Und wenn ich mir ansehe, was der Krempel kosten soll. Da fehlen mir die Worte bis auf eines: „Pompöööööös“.

Forrest-Gump-Prinzip

Dumm ist, der Dummes tut.

Diesen wundervollen Satz verdanken wir dem Film Forrest Gump. Sagte ich schon, daß er einer meiner Lieblingsfilme ist? Soviel Weisheit trifft man selten. Seitdem verwende ich den Begriff „Forrest-Gump-Prinzip“ für Einrichtungen, die manchmal sehr dumme Dinge tun und sich so (freiwillig oder unfreiwillig) in die Nähe von Dummköpfen stellen.

Kris Köhntopp und ich sind uns einig, wenn es um Musik geht: Digitale-Rechte-Minderung (DRM) bringt dem Kunden im Zweifel einen Haufen Ärger. So verlinkt Kris auf einen Artikel bei Ars Technica, der beschreibt, was demnächst wahrscheinlich kommen wird: Wer DRM-geschädigte Musik bei MSN gekauft hat, der hat demnächst ein Problem und wird im Zweifel für seine Musik erneut bezahlen müssen.

Vergleichen wir das mit dem Medium Buch: Vor Jahren haben wir ein Buch gekauft und auch bezahlt. Wir konnten es lesen, wo und wann wir wollten. Nun meldet sich der Buchhändler und teilt uns mit, daß dieses Buch zukünftig nur noch in unserer Wohnung gelesen werden kann. Für den Fall, daß wir umziehen, verkauft er uns gerne ein neues Buch. Moment einmal, wir hatten doch bereits bezahlt, da ist es doch idiotisch, für das Buch doppelt zu bezahlen, oder?

Gut, dieser Vergleich hinkt etwas. Aber tut er das wirklich? Eigentlich wollen wir als Leser oder Musikhörer den Inhalt. Also den Roman oder eben das Musikstück. Das Buch ist nur die physische Transporteinheit, die ich benötige. Bei Musik ist das etwas anders, denn sie läßt sich sehr gut vom physischen Träger trennen, MP3 und anderer Kompressionsformate sei Dank. Wer Musik hören mag, der kann sich eine ganze CD kaufen (und die Inhalte selbst extrahieren) oder sich die Musikstücke (mehr oder weniger legal) beschaffen.

Alle Versuche der Musikindustrie, uns legales Herunterladen schmackhaft zu machen, wurden von Skeptikern und DRM-Gegnern kritisch beäugt. Stets sahen sie die Gefahr, der Willkür der DRM-Industrie ausgesetzt zu sein. Nun genau das bestätigt die Musikindustrie nun.

Auf gut deutsch: Wer Musik illegal aus dem Netz klaut, ist zwar ein Dieb, wer sie legal, jedoch DRM-geschädigt, im Netz kauft, ist am Ende der Depp, der doppelt zahlen muß oder aber zahlt und nichts Dauerhaftes für sein Geld erhält. Bei der Zielgruppe wird die Botschaft dann sicherlich noch etwas drastischer ausfallen: Ich klaue lieber Musik, denn da weiß ich, daß sie funktioniert.

Dumm ist, der Dummes tut. Der Verbraucher wird sich nicht ungestraft für dumm verkaufen lassen.

All-tägliches WG-Leben

Wohngemeinschaften sagt man nach, daß dort manchmal sehr unterschiedliche Menschen aufeinanderträfen. Kommen dann auch unterschiedliche Formen von Humor zusammen, dann kann es wirklich sehr lustig werden. Hier ein paar Erlebnisse aus der Vergangenheit:

Im Fernsehzimmer bereiten sich einige Bewohner auf den Fernsehabend vor. Und wie üblich, ist die Entscheidung zwischen dem Fernsehprogramm und einer DVD nicht so ganz einfach. Während die einen noch die Filmbestände durchsehen, schalten die anderen durch die Fernsehprogramme. Bei einer Sendung spricht auch Moderatorin Gülcan einen Kommentar. Die DVD-Fraktion rümpft bereits die Nase, was bei anderen den Kommentar

Sag nicht wieder, daß Gülcan dumm wie Brot sei, nur weil sie Alex Kamps geheiratet hat!!!

hervorruft. Ich sehe schon einen harmonischen Abend auf mich zukommen. War dann aber doch ganz schön.

Der wochenendliche Großeinkauf für die WG beinhaltet auch die Großpackung Toilettenpapier. Ob der Packungsgröße staune ich nicht schlecht und frage mich, wie lange diese Menge wohl halten soll. Zu meinem Erstaunen erfahre ich dann, daß man mit der beschafften Menge keine 9 Monate, noch nicht mal 9 Wochen auskommen werde. Das bringt mich auf das Thema einer anderen zukünftigen WG.

Wenn die Menschheit einst zum Mars fliegen wird, dann werden die Astronauten neun Monate unterwegs sein, nur für den Hinflug, versteht sich. Wenn ich nur mal an ganz profane Dinge, wie das tägliche Geschäft denke, dann wird das eine interessante logistische Herausforderung. Und ohne Klopapier… Houston, wir haben ein beschissenes Problem 🙂

Eben gelesen: „Bestie Mensch“

Die perfekteste Tarnung der Bestie ist der Irrtum jener, die glauben, die Bestie als solche erkennen zu können.

Obiges Zitat stammt aus dem Buch „Bestie Mensch – Tarnung. Lüge. Strategie.“ Von Dr. Thomas Müller (ISBN 3-499-62092-8).

Irgendwann war er mal zu Gast ein einer Talk-Show, dort berichtete er über seine Arbeit als Profiler. Von den Einblicken in die Abgründe menschlicher Seelen. Von seiner Arbeit mit dem Verbrechen und den Verbrechern. Jedes Verbrechen erzählt viel über den Verbrecher. Und Experten wie Dr. Thomas Müller lesen die Spuren und versuchen, aus den Entscheidungen, die der Täter bei Begehung seiner Tat (unwillkürlich) getroffen hat, Informationen über den Tathergang und den Täter zu lesen.

Sehr empfehlenswert!

Stilbruch mit Stil

Die Musik ist angenehm, mal etwas mehr Swing, dann etwas jazziger, auf jeden Fall unaufdringlich, nicht zu laut, nicht zu leise. Das Ambiente ist bequem, die moderne Version des Kaffeehauses, auch wenn der „Coffee Shop“ jetzt oder Balzac oder Starbuck heißt.

Die heiße Schokolade heißt auf neudeutsch „Hot Chocolate“ und ist sehr lecker. Die Auswahl an Kuchen ist übersichtlich, läßt jedoch genügend Auswahl für jeden Geschmack.

Die Kuchengabel aus Plastik ist wirklich echter Stilbruch.

Demnächst doch wieder Niederegger.

Sicheres Erkennungszeichen

Woran erkennt man, daß es Frühling ist? Vergeßt das mit dem blauen Band, was fröhlich furch die Lüfte flattert. Auch Ostern und ein Sonnenstrahlen sind kein sicheres Erkennungszeichen.

Wirklich sicher, daß nun Frühling ist, ist man, wenn man bei Aldi Grillkohle im Sortiment findet.

Eben aufgefangen: Musikstöckchen.

Okay, Strafe muß sein. Ich hab Curi0us neulich abend gezwungen, seinen Rechner zu verlassen und mit mir tanzen zu gehen. Da ist es nur fair, wenn er mir nun ein Musikstöcken zuwirft. Dann wollen wir mal.

1. Nenne einen Song, der Dich vom Text ganz besonders berührt und begründe
Puh, schwierige Frage. Viele Songs haben mich besonders berührt und tun das noch heute.

„Imagine“ von John Lennon, wegen des visionär/utopischen Textes.
„Kaleigh“ von Marillion. Erinnert mich an einen sehr früh verstorbenen Freund. Ich bekomme auch noch viele Jahre nach seinem Tod Tränen in den Augen, wenn ich den Song höre. War irgendwie unser gemeinsamer Song.

2. Nenne einen Song, der Dich von der Musik ganz besonders berührt und begründe
Auch hier möchte ich wieder mehr als einen Song nennen.

„Birdland“ von Zoe Zawinul und Weather Report, weil es mir den Jazzrock schmackhaft machte.
„Big Schlepp“ vom Dave Pike Set. War mal Titelmelodie einer Radiosendung, die ich nur deswegen gehört hatte.
„Closer to me“ von Blank & Jones. Lief mal eine Nacht in einer Endlosschleife und beflügelte in jener Nacht ungemein.

3. Welchen Song hättest Du gerne geschrieben und warum?
„Last Christmas“. Jedes Jahr wird der Song zu Weihnachten in Radios und Diskotheken rauf und runter gespielt. Ich kann den Song echt nicht mehr hören, aber bei der Summe, die das bringt kann man wohl mal seinen Geschmack verkaufen.

4. Nenne fünf Songs für dein Lebens-Best-of
„Birdland“. Gründe siehe oben.
„Thrill Is Gone“. Schöner schwerer Blues.

Noch was, was swingt? Hmmm, okay dann Duke Ellingtons „A-Train“ gesungen von Ella Fitzgerald.
(Die hab ich übrigens mal live erlebt.)

„Oye Como Va“ von Carlos Santana. Hören und tanzen!

Und nun? Ich kann mich nicht zwischen Sachen von Kraftwerk und den Beatles entscheiden. Dann nenne ich eben nur vier Songs und behalte einen Joker

5. Und zum Schluß: Welche Musikscheibe beschützt Du wie Deinen Augapfel?
Keine.

Mich interessiert der Inhalt. Und den höre ich heute fast ausschließlich als MP3. Ich habe schneller den entsprechenden Ordner auf meiner Festplatte als die CD in meinem Regal gefunden. Auch wenn es viel (Rechen-)Zeit gekostet hat, das einzulesen und zu konvertieren.

Ich werfe dieses Stöckchen an:

Die Thildkröte
Fräulein T.
German Psycho
Lia
Matt Wagner
Die Weltregierung

Kuriose Zufälle

Über nächtliche Fernseh“rate“spiele und deren minder-seriös wirkende „Moderatorinnen“ ist an anderer Stelle ausreichend geschrieben worden. Die Thematik wurde sogar von den Jungs von „Fettes Brot“ aufgegriffen.

Das Leben bietet manchmal kuriose Zufälle, zum Beispiel, wenn in einer Diskothek die leichtbekleidete Gogos tanzen und gleichzeitig aus den Boxen „Bettina, zieh Dir bitte etwas an“ zu hören ist.

Aber mal ehrlich, auch wenn wir’s niemals zugäben, sind wir doch froh, daß Gogos eher knapp als vollständig bekleidet sind… Das fand auch der alte Mann, der mich an jenem Abend begleitete 🙂

Kino Kino: John Rambo

Einer der falschverstandensten Filme überhaupt dürfte „Rambo“ sein. Der Name wurde dann zum Inbegriff für Menschen, die unreflektiert alles angreifen. Doch wer den Film „Rambo“ („First Blood“ im Original) gesehen und verstanden hat, weiß es besser: Ein Mann, der die Hölle des Krieges gesehen (und überlebt) hat, möchte seinen Frieden finden.

26 Jahre nach dem ersten Film ist der Film „John Rambo“ in den Kinos, klar, daß ich ihn sehen mußte. Bei dieser Gelegenheit noch einmal vielen Dank für die Kinogutscheine.

Berichte über den Inhalt des Films könnt ihr an den üblichen Stellen nachlesen.

Ich fand die Wandlung, die die Figur John Rambo durchmacht interessant: Am Ende des Film schafft es Rambo, auf die Farm seines Vaters zu gelangen. Ich bin gespannt, ob es einen weiteren Film geben wird. Was könnte die Handlung sein? Wird Rambo nicht nur den äußeren sondern auch den inneren Frieden finden? Und wie wird er die aktuellen Kriege der USA aus der Sicht eines alten Soldaten beurteilen? Wird er den Menschen in seiner Nähe erklären, was Krieg überhaupt bedeutet und warum es besser ist, nicht mal eben so einen Krieg vom Zaun zu brechen?

Lassen wir uns mal überraschen. Ich hoffe nur, ich muß nicht wieder so lange auf den nächsten Teil warten.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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