Archiv für Mai 2009

Auf dem Weg zum Geburtshaus

Telefonat mit einer Freundin auch über das Thema Geburt. Sie berichtet von Geburten in Afrika, bei denen es vorkommt, daß die Schwangere noch viele Kilometer bis zum nächsten Geburtshaus gehen muß, dort das Kind zur Welt bringt und dann wenige Stunden später zurück ins Heimatdorf zu gehen. „Ich stelle mir vor, ich müßte stundenlang durch die knallige Sommersonne gehen…“

Ich kann sie beruhigen: „Keine Angst, so lange scheint die Sonne nicht am Stück nicht bei uns.“

Ich konnte den Stein, der ihr vom Herzen fiel, fast schon durch die Telefonleitung hören…

Gute und böse Tötungsspiele?

Wenn sich (meistens junge) Erwachsene in ihrer Freizeit zum Paint-Ball verabreden, um die moderne Form des „Räuber und Gendarm“-Spiels zu spielen, dann ist das in den Augen gewisser Politiker zutiefst verwerflich, schließlich wird das „Töten von Menschen“ trainiert und sowas gehört verboten.

Wenn der Staat junge Männer zum Wehrdienst zwingt, sie dort an realen Waffen ausbilden läßt, sie einer Ausbildung unterzieht, die Tötungshemmung abbaut, sie gar mit ihren Laser-Zielgeräten an ihren Waffen aufeinander schießen läßt, dann ist das natürlich gut und richtig.

Ah ja.

Viele (moderne) Sportarten — Mens sana in corpore sano — haben einen kriegerischen Ursprung. Eigentlich müßte man Fechten, Bogenschießen, Speerwerfen und natürlich Schießen und Biathlon verbieten.

Ich glaube, wir brauchen weniger Verbote und mehr — viel mehr — gesunden Menschenverstand, vor allem in den Köpfen von Politikern.

IQ-Test Fail

Manchmal ist der Teufel ein Eichhörnchen…

Wort des Tages

Anruf bei einer Freundin, der Zeitpunkt meines Anrufs ist gerade etwas ungünstig, sie bittet mich, abends wieder anrufen. Ich werde stutzig, es ist Sonntag, bei vielen Menschen läuft da abends der „Tatort“. Sie beruhigt mich mit den Worten:

Du darfst mich auch anrufen, wenn bei mir der Tatort läuft …

Und während ich mich noch über diese Form der Behandlung freue, mache ich es rasch zum Wort des Tages.

BKA-Sperrliste vs. Rechtsstaat

Vor 20 Jahren gab’s eine Wahl in der damaligen DDR, bei der es nicht ganz fair zuging. Gut, das war nicht neu, aber damals wurde etwas übertrieben und die Wahlfälscher waren nicht dummdreist sondern vor allem dumm. Die Bürgerrechtler in der DDR konnten schnell nachweisen, daß die Wahl manipuliert sein mußte, anders war nicht zu erklären, daß es mehr Stimmen als Wahlberechtigte gegeben hat.

20 Jahre später wird diskutiert, ob die DDR totaler Unrechtsstaat ein Unrechtsstaat oder ob es dort mehr oder weniger wie in einem normalen Rechtsstaat vorging. Je nach politischer Ausrichtung und Neigung zur Verklärung der „guten alten Zeit“, sind die Haltungen unterschiedlich. Führende Politiker unterscheiden sich eigentlich nur graduell in ihren Ansichten über die DDR. Dort, wo es keine freien Wahlen, keine klare und saubere Trennung von Legislative, Judikative und Exekutive gibt, wo der der Bürger keine Chance hat, staatliche Entscheidungen von unabhängigen Gerichten klären zu lassen, da kann es keinen Rechtsstaat mehr geben, dort handelt es sich dann um einen Unrechtsstaat.

Machen wir einen gedanklichen Sprung und kommen nun zu etwas völlig anderem:

Wer früher wissen wollte, in welchen Büchern „Sex & Crime“ (oder andere möglicherweise interessante Inhalte) zu finden waren, besorgte sich den „Index der verbotenen Bücher“ der (katholischen) Kirche und hatte quasi eine Leseempfehlung. Seit damals hat nicht sehr viel getan, denn die Sperrung der Internetseiten, erfordert eine Sperrliste, die ebenfalls nicht veröffentlicht werden darf. Sogar die Veröffentlichung der Sperrliste ist verboten. Somit ist nicht öffentlich überprüfbar, ob Einträge in diese Sperrliste wirklich nur das sperren, was gesperrt werden soll oder ob mit dieser Liste auch ganz andere Dinge erledigt werden sollen.

Fügen wir die beiden Dinge nun zusammen: In einem Rechtsstaat kann der Bürger staatliches Handeln gerichtlich überprüfen lassen. Die vom BKA erstellten Sperrlisten dürfen aber nicht öffentlich sein, da sie sonst nicht funktionieren. Eine staatliche Behörde wird also Ankläger und Richter in einer Instanz, eine Überprüfung ist ausgeschlossen. Wenn wir ein Rechtsstaat bleiben wollen, dann kann das Prinzip der Sperrlisten nicht funktionieren, sorgt der Staat dafür, daß es funktioniert, dann bewegt er sich ganz schnell Richtung Unrechtsstaat.

Hätten Politiker, die auf das System Sperrliste setzen, besser in die Volkskammer als in den Bundestag gepaßt? Diese Frage darf sich dann jeder Bürger selbst beantworten.

Wort des Tages: Wander-DSL

Wer bei dem Begriff

„Wander-DSL“

an einen mobilen Breitband-Anschluß denkt, der beschäftigt sich ein deutig zuviel mit Internet.

Mit „Wander-DSL“ ist das „Deutsches Sprichwörter-Lexikon“ von Karl Friedrich Wilhelm Wander, das als zitierte Quelle bei Wikipedia als „Wander-DSL“ angegeben wird.

Es gibt eben manchmal viel Freud‘ mit Freud.

In eigener Sache: Feuerlöscher gesucht

Weil ich ja meinen Feuerlöscher unbedingt mal ausprobieren wollte, bin ich nun auf der Suche nach einem neuen Löscher mit etwas mehr Power Inhalt. Hat jemand ’ne Ahnung, wo man günstig an einen 6kg-Löscher kommen kann?

Kommentare und Hinweise gerne als Kommentare zu diesem Artikel.

Indo-germanisches Medio-Passiv

Mein Job als Einkaufsbegleitschutz ist nicht immer sehr erfolgreich, auch ich kann nicht alle ruinösen Spontankäufe meines sozialen Umfeldes verhindern. Zu den praktisch-funktionalen Jacken hab es dann noch anregende Unterhaltungen über das indogermanische Mediopassiv.

Gut, daß wir für das Leben und nicht (nur) für die Schule lernen.

Hot-Dog on the Highway

Skandinaviern sagt man eine gewisse Gelassenheit nach, doch diese vermeintliche Kühle kann sich sehr wohl in Aufgeregtheit verwandeln, wenn’s nur heiß genug wird. So geschehen einer Familie aus Dänemark, deren Auto gestern während der Fahrt Feuer fing. Glücklicherweise gab es weder Tote noch Verletzte, es verbrannten auch keine Wertgegenstände mit dem Auto.

Trotz eingeleiteter Brandbekämpfung durch Ersthelfer mit Autofeuerlöschern, gelang es uns nicht, das Feuer zu löschen, dabei hatten wir zwei 1kg- und einen 2kg-Löscher im Einsatz. Auch die Polizei konnte das Feuer mit dem 6kg-Löscher nicht stoppen. Erst mit einem massiven Schaumbad gelang es der Feuerwehr, den Brand endgültig zu löschen, immer wieder entfachte sich auslaufender Treibstoff an heißen Teilen.

Ich habe dabei eine Menge gelernt:
Wenn ein Auto brennt, zählt wirklich jede Sekunde. Denn es bleibt nur wenig Zeit, das Fahrzeug zu verlassen und sich (samt Gepäck) in Sicherheit zu bringen und (viel wichtiger) die Motorhaube zu entriegeln, um beim Löschversuch mit dem Löscher (sofern vorhanden), das Feuer (im Motorraum) ungehindert bekämpfen zu können. Ist die Motorraumhaube verriegelt, so kann der Pulverstrahl des Löschers kaum an die Brandstelle vordringen.
Wenn ein Auto erstmal brennt, dann ist es sehr schwierig, den Brand zu löschen

Es ist nie verkehrt, einen Löscher im Auto zu haben und sich bei Gelegenheit mit seiner Bedienung vertraut zu machen. Ach so, ein paar dicke Lederhandschuhe sollte auch im Auto sein, um Verbrennungen an den Händen zu vermeiden, wenn man z.B. einen heißen Türgriff öffnen muß, um Personen zu retten.

Ich habe auch eines beschlossen: Wenn ich meinen leeren Löscher durch einen neuen ersetzen werde, dann sollte der lieber eine Nummer größer sein. 1kg Löschmittel ist ein Witz, 2kg reichen auch nur in einer sehr frühen Brandphase, bei 6kg hat man ein paar Chancen mehr, auch wenn ich hoffe, daß der Fall der Fälle nie eintreten möge. Aber das dachte ich die letzten Jahre und 150.000 Kilometer auch, in denen ich meinen Löscher nur so durch die Gegend fuhr.

Nachtrag 14.05.2009: Bild des Autos nach der ‚Schaumparty‘ der Feuerwehr
Burnin' down the car!

Der Mai ist gekommen …

Im Mai schlagen die Bäume wieder aus… Und die Winterdepressionpause ist nun auch endlich vorbei. Doch seht selbst, ich habe viel erlebt, über das es sich zu bloggen lohnt.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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