Archiv für August 2009

Der Sommer ist vorbei, ganz sicher!

Ich sag es Euch, der Sommer ist vorbei, de-fi-ni-tiv!

Was mich da so sicher macht? Im Spupermarkt um die Ecke gibt es bereits Federweißen und Zwiebelkuchen zu kaufen, beides untrügliche Zeichen für den Herbst.

Und laßt mich raten, in wenigen Tagen wird die erste Deko für Halloween zu finden sein.

Leute, noch haben wir August, ich will noch ein paar Tage Sommer haben!!!!11!!elf!!!!

Zum Tode von Günter Kießling

Günter Wer?

Ja, genau. Den Mann kennt heute kaum noch einer. Dabei stand er damals, vor einem Vierteljahrhundert, im Zentrum eines Skandals… nein, eher im Mittelpunkt einer Hexenjagd.

Kießling, studierter und promovierter Volkswirt, für einen Soldaten der damaligen Zeit eher ungewöhnlich, wurde bereits mit 46 zum General befördert, auch das war damals sehr ungewöhnlich. Beides zeugt davon, daß er ein ungewöhnlich kluger Kopf gewesen sein mußte. Damit macht man sich nicht nur Freunde.

Kießling wurde dann vorgeworfen, homosexuell und damit erpreßbar und somit ein Sicherheitsrisiko zu sein. Das Sicherheitsrisiko durch Erpressbarkeit wegen (angeblicher) Homosexualität ergibt sich jedoch erst dadurch, Homosexualität als Grund für Erpressbarkeit ermöglicht. Oder anders herum: Diese Frau ist eine gefährliche Hexe weil sie eine Frau ist und Hexen gefährlich sind und schon ging es auf den Scheiterhaufen…

Ähnlich erging es dann auch Günter Kießling, er erlebte einen medialen Hexenprozess, wurde entlassen, um dann wieder in den Dienst aufgenommen zu werden, worauf er dann ehrenvoll und mit großem Zapfenstreich offizell und ehrenhaft entlassen wurde. In der zwischenzeit spekulierte ganz Deutschland darüber, ob er homosexuell sei oder nicht und falls doch, ob und wie weit das ein Grund oder Vorwand für (angebliche) Erpressbarkeit sei.

Wie nachtragend die Politik und seine ehemaligen Kameraden sein können, erfuhr Kießling im Jahre 1985: Er war der einzige Viersternegeneral der Bundeswehr, der nicht zum 30. Jubiläum der Bundeswehr eingeladen wurde.

Frei nach Rosa von Praunheim: Nicht der (angeblich) Homosexuelle ist das Problem, sondern die Gesellschaft, in der er lebt.

Think about it!

Noch mehr Gründe zur Wahl zu gehen

Normalerweise geht man zur Wahl, um die politischen Geschicke des Landes mitzubestimmen. Aber manchmal gibt es auch ganz persönliche Gründe. Eben zwitscherte mir ein Vögelchen einen weiteren Grund, wählen zu gehen, zu:

Eigentlich gehe ich nur zur Wahl, weil ich den sexy Wahlhelfer von der Europawahl wiedersehen will…

Das ist eine etwas unorthodoxe Begründung, aber immernoch viel besser, als überhaupt nicht wählen zu gehen.

Geh (nicht) wählen!

Bei Blogger-Kollegen Curi0us entdeckte ich einen Artikel, der sich mit Wahlwerbung beschäftigt. Dort habe ich ein Video der deutschen Musiker „Blumentopf“ entdeckt, das (junge) Mensche zur Wahl motivieren soll. „Beweg‘ Dein‘ Arsch, geh zur Wahl“ ist vielleicht eine deutlichere Ansage an die Zielgruppe der (Erst-)Wähler als das eher ironische Vorgehen von GehNichtHin, bei dem zunächst nur der erste Teil des Sport gezeigt wurde, in dem (mehr oder weniger) Prominente sagten, warum sie (angeblich) nicht zur Wahl gingen.

Etwas später wurde dann die Langfassung veröffentlicht, in der die Prominenten dann erklärten, warum sie doch zur Wahl gingen. Das Ganze geht nur auf, wenn man den ersten Teil als Provokation erkennen kann oder auch den Langfassung des Sport gesehen und verstanden hat.

Und ob die Zielgruppe des politisch wenig informierten und (manchmal wenig gebildeten) Erstwählers das versteht? Dann lieber der Spot von Blumentopf. Der hat nebenbei auch eine ganz ansprechende Musik.

Sonntags nie — Fleißige Heinzelmännchen

Gelegentlich werden Packstationen schon mal als „Dixie-Klo für Pakete“ bezeichnet. Dabei lasse ich auf meine Packstation nichts kommen, denn…

Am gestrigen Sonntag klingelte mein Handy und kündigte eine Kurzmitteilung an. Neugierig las ich dort, daß meine Packstation eine neue Sendung für mich hätte. Ja, klar, am Sonntag. Und während ich mich noch über eine versehentliche doppelt zugestellte Nachricht wundern wollte, kam die Benachrichtigung ebenfalls per E-Mail. Ich fing an zu stutzen. Immerhin ist es Sonntag und somit kein klassischer Postliefertag.

Ich überlegte kurz, ob ich überhaupt ein Paket erwartete, doch dann siegte meine Neugierde. Ich meldete mich bei der Packstation an und staunte nicht schlecht, als auch die Packstation mir mitteilte, daß sie eine Sendung für mich hätte. Hmmm, also doch keine verspätete Nachricht per SMS und auch kein Irrläufer des Benachrichtigungssystems.

Der große Automat begann die Muskeln seines Innenlebens spielen zu lassen und präsentierte mir nach wenigen Sekunden mein Paket. Jawohl, es war tatsächlich ein Paket für mich dabei. Ich hatte vor einiger Zeit etwas bestellt, eine Position war offen und sollte „Ende des Monats“ geliefert werden, weswegen ich nicht mit der so raschen Zustellung gerechnet hatte.

Am Ende siegte dann doch die Freude über die sonntägliche Zustellung. Mein Dank geht an alle fleißigen Menschen, die auch sonntags nicht ruhen und rasten und stattdessen die Packstation befüllen.

Spaß mit Duct-Tape und dem Bett

„Wenn Du nachher zu mir kommst, brauchst Du nicht viel anzuhaben“ sagte sie zu mir. Das paßte zu den sommerlichen Temperaturen dieses frühen Augustabends, also trug ich nur T-Shirt und eine Bermuda. Schnell brachte sie mich ins Schwitzen. Mit „Komm, drück noch ein wenig fester!“ bat sie mich um mehr Kraft. Ich setzte dann auch mein ganzes Gewicht ein. „Gut, daß Du keine dürre Bohnenstange bist, das könnte ich grade überhaupt nicht gebrauchen…“. Ich verstand und drücke weiter.

„Und jetzt das Duct-Tape“, forderte sie mich auf. Ich tat wie geheißen, rollte ein langes Sück ab und wickelte damit alles ein, was sie wollte. „Komm jetzt, noch einmal, dann haben wir uns die Dusche verdient“, ermunterte sie mich, solange durchzuhalten, bis wirklich alles erledigt war.

Helfer beim Entrümpeln von Sperrmüll zu sein, ist auch wirklich anstrengend.

Unterwegs im Namen des Herren…

Gemeint sind nicht die „Blues Brothers„, die im Namen des Herren unterwegs sind, um die Band wieder zu aktivieren.

Mir begegnete heute ein Auto aus dem Kreis Storman. Bei Anblick des Kennzeichen stutzte ich, las ich doch „OD-IN“ und eine Zahl.

Auffallend dabei war, daß das Auto keine acht Räder hatte und es sich nicht um ein Fahrzeug der Marke „Sleipnir“ handelte…

Spaß mit High-Tech

Mit Katzen kann man bekanntlich viel Spaß haben. Besonders, wenn man eine lebhafte Katze hat und das richtige Spielzeug greifbar ist. Ein Lichtfleck, durch einen Spiegel oder Laserpointer erzeugt, ist ein wundervolles Objekt, mit dem man so manche Mieze minutenlang beschäftigen kann.

Besonderen Spaß hatte ich neulich, als ich einer Freundin Nachhilfe gab. Sie saß mit ihrem Laptop auf der Terrasse, ich war per Skype zugeschaltet, sie zeigte mir ihre Aufgaben per Web-Cam, ich erklärte ihr den Lösungsweg, ebenfalls per Kamera.

Plötzlich sprang ihre Katze auf den Tisch und war im Bild zu sehen. Ich machte diesen typischen Kußlaut und nannte ihren Namen. Die Katze hörte beides im Lautsprecher und versuchte herauszufinden, woher diese Geräusche kamen und sah sich suchend um und maunzte.

Man könnte auch sagen, ich hätte mit einer Katze geskypet.

Wort des Tages

Als Einkaufsbegleitschutz wurde ich heute in einen Laden, der Mode für junge Menschen anbietet. Dort unterhielten sich dann zwei sehr junge Damen über das jeweils eigene Einkaufsverhalten dort. Die Krönung war:

Voll tragisch, eh, ich habe heute echt nichts gekauft. Naja, fast nichts.

Das mache ich dann doch gerne zu meinem Wort des Tages.

Lernen von Mutter Natur

Früher gab es mal eine Redewendung „Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen“. Sie war vor allem in der „DDR“ verbreitet. Naja, so richtig erfolgreich war weder die SU noch der kleine Bruder oder aber man hat sich zu Tode gesiegt, auch das kennen wir aus der jüngeren deutschen Geschichte.

Wenn man einen wirklich intelligenten Lehrmeister haben möchte, dann gibt es wohl kaum einen besseren Lehrer als Mutter Natur. Gut, in ein paar (hundert) Millionen Jahren Zeit gaben der Evolution viele Möglichkeiten, verschiedene Ansätze zur Problemlösung ‚auszuprobieren‘ und erfolgreiche Konzepte zu verbessern.

Wie spannend das ganze sein kann, wird dem neugierigen Menschen manchmal erstaunlich in Ausstellungen gezeigt. Als ich untenstehendes Plakat der Lübecker Museen entdeckte, war klar, daß ich mir das ansehen werde. Erfahrungsbericht folgt dann später!

 Bionik

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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