Archiv für September 2009

Noch ein Anzeichen, daß der Sommer vorbei ist

Beim Durchblättern eines Pearl-Kataloges, der mir — natürlich zufällig — in die Hände geraten ist, habe ich noch ein Anzeichen für das Ende des Sommers entdeckt: Die Models im Katalog sind nicht mehr nur spärlich bekleidet sondern fast schon ’normal‘ angezogen.

Exotisches Leergut

Ein lieber Mensch dachte beim Anblick einer bestimmten Flasche Bier spontan an mich und war so freundlich, mir mit dieser Flasche Bier aus Montenegro mitgebracht.

Nik-Bier aus Montenegro

Nik-Bier aus Montenegro

Während ich diese Zeilen schreibe, steht das Bier schon im Kühlschrank und wartet darauf, demnächst getrunken zu werden, natürlich auf das wohl des Menschen, der es mir mitgebracht hat.

Und an dieser Stelle auch einen Gruß an Shopblogger Björn Harste, der in seinem Blog sonst exotisches Leergut präsentiert.

Rotlichtverwirrungen

Telefonat mit einer Freundin. Sie ist kürzlich von einer Stadt in die andere ungezogen. Ihre neue Wohnung ist noch recht spärlich möbliert, denn viele ihrer alten Schränke sind statt umzuziehen gen Sperrmüll gewandert. Nun wird sie sich nach und nach neu einrichten, aber so was dauert. „Hauptsache ist doch, ich habe mein Bett, mein Telefon, meinen PC mit Internet.“ Stolz berichtet sie auch, daß der Gegenstand, der eine Wohnung zu ihrer Wohnung macht macht, auch montiert und in Betrieb sei: Die Klobrille, die rot leuchtet, wenn man den Deckel hochhebt.

Während sie mit mir telefoniert, geht sie durch die Wohnung und erledigt nebenbei Dinge. Mitten im Satz hält sie inne: „Äh, woher kommt hier das Geld an meiner Pinwand? Hier hängen 200 Euro, zwei ganz frische Scheine.“
„Hast Du kürzlich Männerbesuch gehabt?“
„Ja, ich war Pfingsten unterwegs und hab da auch wen aufgegabelt.“
Ich verschlucke mich fast vor Lachen über ihre Antwort, kann dann aber doch einen Hustenanfall vortäuschen. „Und? Wie war’s?“
„Naja, das ging ziemlich direkt zur Sache und wir hatten Sex, als ich wach wurde, war er aber weg.“
„Ah ja.“ Gut, daß sie mein Grinsen nicht am Telefon sehen kann.
„Meinst Du, der hat mich mit einer Nutte verwechselt und das Geld ist von ihm?“
Ich druckse etwas herum.
„Los, sag‘ schon!“, fordert sie mich auf zu antworten.

Ich versuche es vorsichtig: „Also Deine Wohnung ist ziemlich leer und sieht noch nicht sehr wohnlich aus. Außer Deinem Wasserbett haste kaum Möbel und dann noch die rot leuchtende Klobrille und auch sonst viel rotes Zeugs, vielleicht…“
„Boah, das ist ja ’nen Ding, sowas ist mir ja noch nie passiert … warte mal, es klopft im Telefon an, ich geh mal an das andere Telefon.“

Ohne es zu wollen, bekomme ich mit, was sie am anderen Telefon sagt. Offenbar ruft ihre Muter an, denn ab und zu höre ich „Ja, Mama“ oder „Nein, Mama“. Dann höre ich ein lautes Lachen.

Kurze Zeit später muß auch ich lachen. Die 200 Euro hatte ihre Mutter als Anteil für einen neuen Kleiderschrank beim letzten Besuch an die Pinwand gehängt, dort wurden sie aber erst jetzt entdeckt.

Auf der Straße nach Süden: Mit Hanni & Nanni

Gelegentlich nehme ich ja auch Anhalter mit, so auch bei meiner letzten Fahrt auf der Straße nach Süden. Die beiden — sie hatten mir ihre Namen zwar gesagt, aber nennen wie sie einfach „Hanni & Nanni“ — waren zu Besuch in unserer beschaulichen hanseatischen Puppenstube und mein Weg führte zufälligerweise an ihrem Ziel vorbei.

Die beiden waren noch recht jung, gerade alt genug zum Trampen, und ich ahnte noch nichts Böses. Auf langweiligen Autofahrten lasse ich mich gerne von wortreichen Radioprogrammen wie „NDR Info“ oder dem „Deutschlandfunk“ informieren, bilden und unterhalten zugleich. Gut, diese Programme sind nicht für jeden Geschmack etwas, also fragte eine von den beiden, ob die mal im Radio einen anderen Sender suchen dürfte. Mir war das recht, auch ich springe zwischen einzelnen Programmen, falls mir Thema oder Musikstück nicht gefallen.

Ich ahnte immer noch nochts Böses, als das Radio einem Sender nach dem anderen spielte und sofort wieder auf Sendersuchlauf gedrückt wurde. Bei einem Oldie-Sender, der die Hits aus meiner Jugend (und einigen Jahren davor) spielte, wartete ich auf den nächsten Senderwechsel. Pustekuchen. Kaum begann das nächste Musikstück, begannen die beiden leise mitzusingen. Mir schwante Böses. Schon nach Kurzer Zeit — ich hatte keinen offenkundigen Protest erkennen lassen — steigerten sich die beiden Anhalterinnen zu wahren Schlager-Fans, die jeden Hit kannten und natürlich textsicher mitsingen konnten.

Ich hätte den beiden nun wirklich jede Schandtat und Musikgeschmack zugetraut, aber nicht Schlager. So durfte ich mich dann an „Mendocino“ und anderen Schlagern erfreuen. Die Fahrt verlief trotz der Dauerbaustelle kurzweilig und wurde durch die Abwandlung eines bekannten Schlagers gekrönt: „Im Wagen von mir sitzen junge Mädchen…“

Aus eigener Erfahrung kann ich nun sagen: Es gibt ein Leben nach dem Schlageranfall. Und ich weiß nun, wie sich „Pünternell“ anhört.

Auf der Straße nach Süden: Pünternell

Kennt ihr den Begriff „Pünternell“? Nein? Ich kannte ihn auch nur, weil ich ihn bei der geschätzten Blogger-Kollegin Trl. T. in deren Blog gelesen hatte.

Neulich führte mich mein Weg mal wieder auf die Straße nach Süden. Nachdem mich „Hanni & Nanni“ verlassen hatten, ließ ich mein Radio einen neuen Sender suchen und wurde von 3FM, einem niederländischen Radioprogramm, empfangen. Die Musik war wirklich sehr abwechslungsreich — besonders zu der musikalischen Unterhaltung der letzten Stunden — und die Sprache ungewohnt und vertraut zugleich.

Zwischen den einzelnen Musikstücken kamen dann kurze Wortbeiträge und was soll ich Euch sagen, dort fiel wirklich der Begriff „Pünternell“. Wer die Erklärung bei Frl. T. nachlesen will, klickt hier, allen anderen sei verraten, daß „.nl“ an Ende einer URL in (deutschen) Ohren wie „Pünternell“ klingt.

Weisheit des Tages… Verteile das Bärenfell erst nach der Jagd

Dieser Wahlkampf ist schon…

Nein, diese Vorwahlzeit ist schon lustig. Gerade lese ich bei Spiegel Online, daß sich (Noch-)Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür einsetzen wolle, Peer Steinbrück zu einem guten neuen Job zu verhelfen.

Bekanntlich sind die Prognosen am schwierigsten, die die Zukunft betreffen. Was wird aus Merkels versprechen, falls es wieder einen überraschenden Ausgang der Wahl geben wird? Schon vor vier Jahren war die sicher gelaubte Führung der Union dann doch nicht so sicher. Was passiert also, falls Angela Merkels Rechnung nicht aufgehen wird, es keine schwarz-gelbe Regierung geben und sie nicht in der Lage sein wird, generös Jobs als Belohnung für gute Zusammenarbeit zu verteilen?

Immerhin ist es denkbar, daß es wieder eine große Koalition geben wird oder daß es am Ende doch für Rot-Rot-Grün reichen wird. Dann könnte sich das Spiel umdrehen und ein Regierungsmitglied Peer Steinbrück könnte sich bei Angela Merkel dadurch erkenntlich zeigen, daß er ihr zu einem neuen Posten verhilft.

Man könnte auch eine alte Weisheit erwähnen:

Verteile das Bärenfell erst, nachdem Du den Bären erlegt hast.

Ein Flughafen namens „Willy Brandt“?

Bei HL-Live, einem Online-Angebot aus unserer hanseatischen Puppenstube Lübeck, lese ich in einen interessanten Artikel: Nachdem der Lübecker Flughafen nicht den Beinamen „Willy Brandt“ bekommen hat, könnte nun der neue Flughafen Berlin-Brandenburg-International den Zusatz „Willy Brandt“ bekommen.

Als Lübecker (und Lokalpatriot) kann ich gut damit leben. Immerhin war Willy Brandt viele Jahre lang Ministerpräsident des Bundeslandes Berlin, auch wenn sich der Posten Regierender Bürgermeister nennt. Später wurde Brandt dann Bundeskanzler und ging politisch ganz neue Wege, setzte auf die Aussöhnung zwischen West und Ost, also durchaus symbolträchtig für einen Flughafen, der Berlin mit Orten in Ost und West verbinden soll.

Und mal ehrlich, braucht unser bescheidener kleiner defiztärer Provinz-Flughafen wirklich einen besonderen Namen? So a la „New York John F. Kennedy„, „Chicago O’Hare„, „Paris Charles de Gaulle“ oder „München Franz Josef Strauß„? Es geht auch kleiner.

Und sollten unser Flughafen doch unbedingt einen berühmten Namen benörigen, dann haben wir ja noch ausreichend viele Namensgeber in der Hinterhand. Wie wäre es mit „Buddenbrook-Flughafen“? „Thomas-Mann-Flughafen“ und „Günter-Grass-Flughafen“ sind ebenfalls denkbar. Sollte die Wirtschaft den Flughafen entsprechend unterstützen, dann wären auch Emil Possehl  oder Heinrich Dräger mögliche Namensgeber.

Aber ich bin sicher, daß es auch auch ganz ohne Namen geht. Zur Not nennen wir den Flughafen eben „Herbert-Frahm-Airport“ 😉

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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