Archiv für Oktober 2009

Mein Erlebnis im Paternoster-Aufzug

Manche Geschichten kann nur das Leben schreiben und viele von ihnen sind zu schön, um sie einfach sang- und klanglos verschwinden zu lassen, sie müssen einfach aufgeschrieben und bewahrt werden, so auch diese.

Beim Zusammensuchen des Altpapiers für die Entsorgung entdecke ich einen Teil aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, genauer die Beilage „Technik und Motor“ vom 29. September 2009. Dort war zu lesen, daß, nach langer Zeit, wieder ein neuer Paternoster in Betrieb ging. Paternoster, einige von uns erinnern sich, sind eine besondere Form der Personenaufzüge, die früher sehr beliebt waren, jedoch bauartbedingt weder für Rollstuhlfahrer noch für den Lastentransport geeignet sind und wegen dieser und anderer Gründe stillgelegt werden sollten. Inzwischen haben Paternoster jedoch viele bekennende Anhänger, so daß Ihr Ende doch nicht so schnell kommen wird, wie einst beschlossen.

Meine Geschichte ereignete sich vor vielen Jahren, in jenem Sommer arbeitete ich als Student ein paar Monate in einem alten Gebäude, in dem ein Paternoster seinen Dienst versah und Menschen von einem Stockwerk zum nächsten beförderte. An meinem zweiten Tag sollte ich eine Führung durch das Gebäude bekommen, wo ich was finden würde und auch offiziell vorgestellt werden sollte. Mein Abteilungsleiter war jedoch verhindert, so daß die Azubine, nennen wir sie Mara, den ersten Part übernahm. Mara und ich teilten uns eine Schreibtischgruppe und hatten bereits am Vortrag herausgefunden, daß wir auf einer Wellenlänge lagen und teilweise in denselben Lokalen verkehrten. Mara  spielte also die Fremdenführerin und erklärte mir die wichtigsten Gebäudeteile. Das Gebäude wurde einst aus verschiedenen Häusern zusammengebaut, um dem immer größer werdenden Platzbedarf des Unternehmens gerecht zu werden, was zur Folge hatte, daß es weder eine einheitliche Architektur noch übersichtliche Strukturen gab. Wir kamen zum Paternoster, ich war noch nie mit so einem Aufzug gefahren, erklärte mir Mara, was ich wissen mußte, um ihn gefahrlos benutzen zu können. In jedem Stockwerk stiegen wir aus, sie erklärte mir, welche Abteilung sich dort befand und auch welche Besonderheiten ich bei der Abteilung oder im Umgang mit deren Mitarbeitern beachten sollte. Ich versuchte mir alles zu merken, während wir uns Stockwerk um Stockwerk emporarbeiteten.

Irgendwann kamen wir ganz oben an. Dort gab es kleine Räume, nach heutigen Vorstellungen bessere Kabuffs, die nur noch als Aktenlager genutzt wurden und deswegen alle verschlossen waren.  Ein Raum wurde in seiner ursprünglichen Einrichtung aus den frühen Tagen des 20. Jahrhunderts belassen, er diente Besuchern und neuen Mitarbeitern als Anschauungsobjekt und war daher unverschlossen. Diese Etage wurde sonst nicht genutzt, niemand verirrte sich hierher. Die Luft hier oben unter dem Dach war an diesem heißen Sommertag sehr warm, man konnte über 100 Jahre Firmentradition förmlich riechen.

„Weißt du eigentlich, was passiert, wenn man im Paternoster nicht oben aussteigt?“ fragte Mara mich? Auch wenn ich heute das erste mal in meinem Leben Paternoster gefahren war, wußte ich, daß die Kabinen, entgegen manch erzählter Geschichte, eben nicht umgedreht werden und antwortete „Nichts passiert“.

„Dann warte mal ab und bleib hier stehen, ich zeige es Dir“ sprach Mara, stieg in eine Kabine des Paternosters, verschwand mit ihr langsam nach oben und ich hörte oben ein Rumpeln, als die Kabine ihre Richtung wechselte. Langsam wurde die Kabine auf der anderen Seite sichtbar und ich staunte nicht schlecht, als ich Mara im Handstand sah. Auf Händen gehend verließ sie die Kabine und fragte „Glaubst Du mir jetzt?“, stand auf und bemerkt erst jetzt, daß ihr Kleid bis zum Bauch gerutscht war. Ich bin sicher, mein verdutztes Gesicht war ihr Belohnung genug.

Sichere Bestimmung der Jahreszeit

Was haben Menschen früher alles angestellt, um genau zu wissen, wie spät es im Jahr ist. Sie haben den Verlauf der Gestirne beobachtet, Mondphasen gezählt und danach ihre Kalender ausgerechnet. Man wollte ja wissen, wann es Zeit für die Aussaat oder Ernte war oder wann man seine religiösen Feste begehen wollte.

Wer mir aus dem Kopf aufsagen kann, wonach sich das Datum von Ostern im Christlichen Kalender berechnet und wann der Vierte Advent auf Heiligabend fällt, versteht, wovon ich rede.

Dabei ist es so einfach, genau zu erkennen, wo wir uns in Jahr befinden, es reicht ein einfacher Einkauf im Supermarkt. Überraschungs-Eier (im Volksmund „Ü-Eier“ genannt und meistens nicht von Kindern gekauft), MonCherie und andere Produkte haben eine Sommerpause, aus ser sie irgendwann zurückkommen.

Für die grobe Einteilung reicht der Blick auf die Sonderverkaufsfläche: Wird Grillkohle durch Kaminholz ersetzt, ist der Sommer unweigerlich vorbei und der Herbst ist angebrochen. Ist schon Spekulatius in den Regalen, aber noch keine Helloween-Deko, dann…

„Der dritte Sonntag nach Trinitatis“ ist ja auch in etwa so einfach wie „Zwei Wochen nach Rückkehr der Ü-Eier“.

Sommerreifen mit Felgen für Fiat Cinquecento Sporting zu verschenken

Ich habe einen Satz Sommerreifen incl. Alufelgen für Fiat Cinquecento Sporting bei Abholung zu verschenken. Zwei der Reifen haben noch ca. 6mm Profil, bei den anderen weiß ich es nicht mehr genau.

Abholung nach Absprache in Lübeck.

Nachtrag: Da die Reifen niemand geschenkt haben wollte, worden sie mittlerweile entsorgt. Schade.

Eben probiert: Wrigley’s 5

Als neugieriger Kunde, der einfach alles kauft interessierter Konsument, der Neuem aufgeschlossen ist, entdeckte ich heute an der Supermarktkasse einige neue Sorten Kaugummis. Wer sich nicht für eine Sorte entscheiden kann, kauft eben alle drei Sorten.

Kaugummi

„Pulse“ habe ich eben schon probiert und mir gefällt der fruchtige Geschmack. Mal sehen, wie mir die anderen Sorten gefallen werden.

Es geht auch ohne Abitur

An Schriftzüge „Abi 2009“ auf Autos haben wir uns gewöhnt. Stolz verkünden uns die meist jungen Fahrer vom frisch erworbenen Bildungsabschluß. Aber es geht auch anders, wie ich neulich an einem größeren Wohnmobil ablesen konnte.

Haubtschule 1962

Der Fahrer, mit „einer Studierten“ verheiratet und Vater von vier Kindern, die alle studieren, macht sich so darüber lustig, daß er der „Depp der Familie“ sei. Das hat seiner Freundlichkeit jedoch keinen Abbruch getan. Und mal ehrlich, Bildunck ist nicht alles im Leben.

Nudelholz

Frl. T., die charmante westfälische Blondine vom Niederrhein, zog mir das Nudelholz über den Kopf. Die Beule am Kopf ist wieder abgeklungen, da kann ich die Fragen nun endlich beantworten:

1.) Welche Pastavariante magst du am liebsten?

Schwierige Frage, denn ich habe selten ein Lieblingsgericht oder in diesem Fall -nudelsorte, denn mein Geschmackt kennt selten ein „Entweder-Oder“, dafür viel häufiger ein „Alles-zu-seiner-Zeit“. Aber Fettuccine möchte ich mal wieder essen.

2.) Und welche Sauce oder Zubereitungsart?

Nudeln al dente kochen, dann abtropfen lassen. In der Zwischenzeit Olivenöl im Topf erhitzen und kleingehackten Knoblauch und Krabben kurz im Öl anbraten und dann über die Nudeln geben. Garnieren mit etwas frischem Oregano oder was das Kräuterbeet der Fensterbank sonst noch so hergibt.

Ich hab grad keine Idee, wem ich dieses Stöckchen zuwerfen mag, deshalb werfe ich es einfach in die Runde…

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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