Archiv für Januar 2010

Anzeichen, daß es nur ein Traum war

Manchmal fragt man sich, ob man sich in einem sehr realen Traum oder in der Wirklichkeit befindet. Hier sind ein paar definitive Anzeichen dafür, daß es sich um einen Traum gehandelt haben muß.

Im Fernsehen laufen nachts keine Spots für erotische Telefondienstleistungen.

Nach dem Waschen sind mehr Socken in der Waschmaschine als vorher.

Das belegte Brot/Brötchen fällt mit der Brot- und nicht mit der Belagseite auf den Boden.

Beim Einkauf bemerkst Du, den Einkaufszettel vergessen zu haben, erinnerst Dich aber an alles, was auf der Liste stand.

Und bekommst sogar alles davon.

Und in dem Moment, als Du zur Kasse gehen willst, spricht Dich eine Kassiererin an: „Ich mache gleich Kasse 4 auf, stellen Sie sich doch schon mal dort an.“

Auf der Fahrt nach Hause hörst Du einen tollen Song im Autoradio. Du erkennst das Stück und findest es in der heimischen Musiksammlung und kannst in Ruhe erneut hören und genießen.

Gerade als Du nach Hause kommst, wird vor Deinem Haus eine Parklücke frei.

In TV-Talkshows reden Politiker mal nicht durcheinander und quatschen nicht nur Müll sondern legen ausgereifte Konzepte vor.

Prof. Dr. Harald Lesch moderiert auf RTL-II eine Esoterik-Sendung.

Stöckchen: Was befindet sich im Kofferraum Deines Autos — und warum?

Inspirationen zum Bloggen lassen sich überall finden. In diesem Fall regte mich ein Tweet an, über den Kofferrauminhalt meines Autos nachzudenken. Was habe ich im Kofferraum (oder sonstwo im Auto) und warum?

Verbandskasten
Ist Vorschrift und kam mit dem neuen Auto mit. Außerdem ist sowas ganz sinnvoll.

2 Warndreiecke
Zumindest eines davon ist Vorschrift und war beim neuen Auto dabei. Das Warndreieck aus dem alten Auto war praktisch unbenutzt, also ist es in das neue Auto umgezogen. Wenn man mal ein Warndreieck braucht, sind zwei besser als eines.

Lübecker Hütchen„, auch als Verkehrsleitkegel oder Pylon bekannt
Einst als Spielzeug für (m)ein Pferd beschafft. Sie liebte es, das Ding umzuwerfen, es mit dem Maul wieder aufzurichten, um die danach fällige Belohnung abzugreifen. Seit das Pferd auf der Regenbogenweide ist, fahre ich den Pylon durch die Gegend. Im Falle eines Unfalls an unübersichtlichen Stellen sicherlich auch nicht verkehrt.

Feuerlöscher
Auch dieses Stück hat (s)eine Geschichte. Einst fuhr mein Opa einen Feuerlöscher durch die Gegend. Als Opa Fußgänger wurde, kam der Löscher (samt Karton) in den Keller und verbrachte da viele Jahre. Als Opa keinen eigenen Haushalt mehr führte, ging der Löscher an mich. Ich ließ ihn warten — der Techniker bekam glänzende Augen, daß ein schon 15 Jahre alter Löscher noch so neu aussah — und fuhr ihn jahrelang im Auto spazieren. Bis zu dem Tag, als ich an einem qualmenden Auto vorbeikam. Mit vereinten Kräften unternahmen wir Löschversuche, aber bei kleinen Löscher (1 oder 2kg Löschmittel) muß man den Brandherd schon sehr direkt erwischen. Wir waren leider nicht erfolgreich. Jedenfalls suchte und fand ich wenig später einen neuen Löscher, diesmal mit 6kg Inhalt. Und war genauso teuer, wie das Auffüllen des alten 2kg-Löschers gekostet hätte.

Handschuhe
Arbeitshandschuhe aus Leder, damit man sich (beim Reifenwechsel) nicht so einsaut oder (beim Löschen) die Hände verletzt.

Satz Shell-Karten
Manche Menschen (An dieser Stelle Grüße an Frl. T.) haben Spaß an Karten und sind in der Lage, sie richtig auszuwerten. Natürlich wollen diese Menschen immer die aktuellen Karten haben. Diese Menschen sind ideal, um den Kartensatz des letzten Jahres zu verschenken. Also habe ich auch das im Auto.

Kästchen Ersatzbirnen
Auch hierzu gibt es eine nette kleine Anekdote: Eines nachts hielt mich die Polizei an und wies mich darauf hin, daß ein Rücklicht kaputt sei. Sowas kostet dann immer eine Kleinigkeit und macht den Ärger, daß man das reparierte Auto dann irgendwo vorzeigen muß. Blitzeschnell zog ich die Box mit den Ersatzbirnen und fragte, ob sie das Ticket schneller ausstellen könnten als ich ein kaputtes Glühbirnchen wechseln. Ich bekam kein Ticket, wartete, bis das Auge des Gesetzes außer Sichtweite war und fuhr die restlichen 500 Meter nach Hause. Das Birnchen habe ich dann am nächsten Tag bei Tageslicht gewechselt.

Jacke
Gehörte einem verstorbenem Familienmitglied und macht sich gut im Kofferraum, um Dinge festzustopfen, damit sie nicht klappern.

2 Warnwesten
Eine davon liegt nicht direkt im Kofferraum sondern im Seitenfach der Fahrertür, damit man sie noch vor dem Aussteigen überziehen kann. Die andere trage ich oft, wenn ich bei Dunkelheit mit dem Pferd unterwegs bin. Sehen und — vor allem — gesehen werden. Das Pferd trägt dann auch Neongelb, allerdings keine Weste sondern eine Decke.

Extra-Sprit
Erhöht die Reichweite und stellt im Winter sicher, daß es einem nicht kalt wird, wenn man irgendwo mit dem Auto festsitzt.

Rolle Haushaltspapier
Zum Händeabwischen und zum Verkeilen der anderen Sachen im Kofferraum.

Bade- oder Strandsachen
Eher selten und nur im Sommer. Ehrlich!

Sonst noch was?
Fällt mir grad nicht ein. Dürfte aber alles gewesen sein.

Und dieser Stock geht an …
Frl. T.
Und alle anderen, die mal über ihr Auto und dessen Inhalt nachdenken wollen.

Nachtrag vom 26.02.2010
Mittlerweile befindet sich auch ein Klappspaten und 2 Liter Wasser im Kofferraum. Ich hab mich im Winter oft genug geärgert, daß ich nicht genug Werkzeug dabei habe, um mein Auto aus dem Schnee auszugraben. Und wenn nicht mit Frost zu rechnen ist, helfen 2 Liter Wasser bei allen möglichen Gelegenheiten.

Arbeitslampe/Gelbes Blinklicht
Hatte ich doch glatt vergessen zu erwähnen, daß ich auch dieses sinnvolle Ding durch die Gegend fahre. Wer versucht hat, einen Radwechsel mal bei Dunkelheit zu machen, wird einsehen, daß eine Arbeitsleuchte ganz sinnvoll ist.

Reiskocher

Reiskocher sind eine feine Sache, die richtige Sorte Reis und etwas Wasser hineingeben und im nu hat man jede Menge leckeren Reis. Und zwar nicht den körnigen Reis, der den Gabeltest von Uncle-Ben’s besteht sondern leicht klebrig ist, dadurch viel besser zu asiatischen Gerichten paßt. Das Problem ist, daß man jede Menge bekommt, mit der Betonung auf Menge. Was machen die Menschen, die keine 1,5kg Reis zubereiten, da sie keine chinesische Großfamilie bekochen wollen/können/müssen?

Diese Frage stellte ich mir auch, fand aber (auf Anhieb) keine Geräte, die in der Lage sind, kleine Portionen für den Ein-Personen-Haushalt zuzubereiten. Also fragte ich die Schwarmintelligenz meiner Twitter-Leser und bekam einige tolle Antworten, für die ich mich hier bedanke.

Leider ist die Lösung, in einem Reiskocher größere Mengen zu kochen, und die portionsweise einzufrieren, um sie per Microwelle wieder aufzutauen, für mich nicht praktikabel, denn ich müßte mir zum Reiskocher noch eine Mikrowelle anschaffen. Portionieren einer großen Menge Reis, Abkühlen, Einfrieren, Auftauen und Erwärmen einer Portion ist mir zuviel Aufwand, da kann ich dann auch gleich einen Kochbeutel Reis machen.

Weitere Recherchen haben ergeben, daß Reiskocher ideal für Leute sind, die ihren Reis im 5kg-Sack beim Asia-Dealer kaufen. Vielleicht sollte ich mir eine Großfamilie zulegen?

Für Hinweise bin ich dankbar 😉

Kundenbindung per Social Media: Barney aus dem Seewolf twittert

Während manche (großen) Unternehmen ihre Strategieabteilungen noch darüber nachsinnen lassen, ob, wann und was man mit Social Media Diensten machen möchte, gehen manche kleinen (inhabergeführten) Unternehmen viel pragmatischer mit dem Thema um. Über den Social Media-Einsatz großer Firmen wird gerne berichtet, doch manchmal passieren auch in der (digitalen) Nachbarschaft spannende Dinge:

Barney, Wirt des kleinen Lübecker Restaurants „Seewolf„, twittert vom Thresen, bloggt zwischen dem Bierzapfen und findet so Freunde und Gäste. Schon mehrmals haben sich Twitterer (spontan oder geplant) im Seewolf getroffen.

Morgen abend um 20:00 Uhr ist es wieder soweit. Da treffen sich dann einige Twitterer aus Lübeck (und Umgebung), um beim Essen oder beim Bier zu klönen oder einfach nur gesellig beisammenzusitzen. Und die Lübecker Nachrichten finden das alles so interessant, daß sie über Barney und seine Twitter-Gäste berichten werden.

Wie gesagt: Morgen abend, 20:00 Uhr, Seewolf, Untertrave 91, 23552 Lübeck.

Nachtrag:
Es war (mal wieder) ein vergnüglicher Abend, an dem sich vor allem eines zeigte: Egal, auf welchem Weg (Twitter, Faceboot, Blogs) man Menschen erreicht, es geht um Menschen.

Nik kocht: Mousse au chocolat

Vorbemerkung:
Nachdem ich neulich ein „Mousse au chocolat“ probieren durfte, mußte ich angeben behaupten darauf hinweisen, daß ‚mein‘ Rezept besser sei. Die Entscheidung, ob es wirklich besser ist, überlasse ich dem geneigten Leser.

Zutaten:
8 Eiweiß
4 Eigelb
4 EL Zucker
200 Gramm Schokolade (Zartbitter)

Benötigtes Werkzeug:
Halbkugelförmige Edelstahlschüssel
Wasserbad
Küchenmixer (Oder guten Schneebesen und viel Ausdauer)

Zubereitung:
In einem Topf ein Wasserbad vorbereiten. Dazu etwas Wasser in einen passenden Topf geben und dann die Edelstahlschüssel aufsetzen. So wird verhindert, daß der Inhalt der Schüssel zu heiß wird.

Die (Tafel-) Schokolade in kleine Stücke brechen und in der Schüssel vorsichtig schmelzen lassen. Das dauert ein paar Minuten.

Diese Zeit nutze ich für das Schlagen des Eiweißes: Beim Trennen der Eier darauf achten, daß wirklich kein Eigelb in das Eiweiß gerät. Die 8 Eiweiß sehr steif schlagen, so steif wie möglich.

Die Schokolade sollte flüssig sein. Zucker in die geschmolzene Schokolade hinzugeben und verrühren. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und die Eigelbe hinzugeben und verrühren. Die Masse unter Rühren (Schneebesen) etwas abkühlen lassen. Dann die steif geschlagenen Eiweiße nach und nach in die Masse geben und vorsichtig(!) unterrühren. Zum Schluß die Masse vorsichtig mit dem Schneebesen durchführen. Die Masse ist jetzt sehr flüggig und luftig. In diesem Zustand in Portionsschalen oder die Servierschale geben.

Ca. 6 Stunden kühl stehenlassen, dabei ggf. mit Frischhaltefolie abdecken. In dieser Zeit bindet die Mousse deutlich ab und die vielen kleinen Luftblasen des Eiweiß machen die Mousse sehr leicht.

Mir gefällt dieses Rezept ganz besonders, es ist einfach, schnell zubereitet (wenn man die Wartezeit abrechnet) bzw. läßt sich gut vorbereiten. Da es ohne Sahne auskommt, wird diese Mousse au chocolat auch nicht so schnell wieder flüssig.

Guten Appetit!

Autokennzeichen und das richtige Leben

Neulich erzählte mir eine Sie aus Brake (Unterweser), sie führe immer so Auto, wie es auf ihrem Nummernschild stünde:  BRA-V

Ich habe da so gewisse Zweifel. Hier in der Nachbarschaft, im Kreis Segeberg, sind auch nicht alle Fahrerinnen so SE-XY, wie es das Kennzeichen verspricht.

Nik kocht: Chili con Carne

Vorbemerkung:
Chili con carne, also Fleisch mit chiliartigen Gewürzen, gibt es wohl in ganz vielen Variationen. Jeder hat sein eigenes Rezept und je nach verfügbaren Zutaten oder Vorlieben sieht es anders aus, riecht anders, schmeckt anders. Hier also nun ‚mein‘ Rezept. Wem es gefällt, der koche es nach, verbessere es, verändere es, mache damit, was ihm beliebt.

Gerne erliegt man der Versuchung, ein Chili mörder-scharf zu machen. Was als Mutprobe ideal ist, erfreut jedoch nur selten den ’normalen‘ Gast. Bei der Schärfe gilt: Weniger ist manchmal mehr.

Zutaten:
1,5kg Hackfleisch (ich nehme 1kg Rinderhack, 0,5kg gemischtes Hack)
6 Dosen „Rio Bravo Chili Bohnen“ (Das sind Pinto-Bohnen in einer Chili-Sauce eingelegt)
2 Tuben Tomatenmark
1-2 EL Paprikapulver scharf
1-2 EL Paprikapulver edelsüß
1 EL Knoblauchpulver
1-2 EL Brühepulver
1-3 EL Honig (zur Not auch ganze mexikanische Killer-Bienen 😉 )
Saft einer frisch gepreßten Zitronen
2-10 Chili-Schoten (ich nehme kleine getrocknete) je nach Größe und Schärfe

Zubereitung:
Hackfleisch scharf anbraten. Ich mache das immer in kleinen Portionen, da Hackfleisch viel Flüssigkeit abgibt und ich es braten und nicht kochen will. Wer hat, kann auch mehrere Töpfe oder Pfannen gleichzeitig verwenden. Fleisch anbraten, bis es mittelbraun ist. Dann das Fleisch alles wieder in den großen Topf geben.

Der Chili-Wirkstoff Capsaicin ist fettlöslich, jedoch nicht wasserlöslich, daher gebe ich die Gewürze als erstes zu und verrühre sie im Hackfleisch. Je nach gewünschtem Geschmack (oder gewünschter Schärfe) gibt’s je ein bis zwei gehäuften EL von jeder Sorte Paprikapulver, ein bis zwei EL Brühepulver, beim Knoblauchpulver nehme ich einen gestrichenen EL. Die getrockneten Chili-Schoten zerbrösele ich in kleine Stücke. Dazu gebe ich sie in einen kleinen Gefrierbeutel, dann fliegen die scharfen Stücken nicht durch die ganze Küche und ich hab keine scharfen Rückständen an meinen Fingern.

Dann kommen die Chili-Bohnen (eigentlich Pinto- oder Kidney-Bohnen in Chili-Sauce) in den Topf. Ich gebe zunächst nicht alle Dosen rein sondern behalte ein oder zwei als Reserve, um die Schärfe anzupassen. Das Ganze dann aufkochen und auskühlen lassen.

Ein paar Stunden später das Chili wieder erhitzen. Nun kommt die geschmackliche Abstimmung, denn das Chili ist nun durchgezogen. Jetzt gebe ich das Tomatenmark, den Honig und den Zitronensaft hinzu und verrühre alles gut. Bei Bedarf kommen jetzt die restlichen Bohnen dazu und werden kurz mit aufgekocht. Danach wieder abkühlen lassen.

Bekanntlich sind alles guten Dinge drei. Vor dem Servieren wird das Chili wieder erhitzt und ist dann servierfertig. Guten Appetit.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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