Archiv für September 2010

Ein paar Gedanken zur Erhöhung der Hartz-IV-Sätze

Es muß ja mal wieder was Politisches gebloggt werden und nicht immer nur über Senf oder andere leckere Dinge, manchmal kommt man als Blogger nicht um unangenehme Themen herum.

Zur Zeit wird öffentlich um die Höhe der Hartz-IV-Sätze gestritten, so, wie die Sätze jetzt sind, dürfen sie nicht bleiben, sagt das Gericht in Karlsruhe, nun muß die Politik ran und die Sätze neu festlegen, diesmal bitte transparent und nachvollziehbar.

Je nach politischer Einstellung, Partei oder Lager gibt es unterschiedliche Meinungen, was eine angemessene Höhe denn sei.

Die Linkspartei plädiert für 500 Euro, läßt dabei aber mal wieder offen, woher das Geld dafür kommen sollte und macht damit deutlich, daß man gerne der Versuchung erliegt, Versprechungen zu machen, die man — mangels Regierungsverantwortung — jemals wird einlösen müssen.

Andere Stimmen weisen darauf hin, daß die Menschenwürde nicht von der jeweiligen Kassenlage abhängig gemacht werden dürfe, dem kann man durchaus zustimmen.

Noch andere Stimmen weisen darauf hin, daß Tabak und Alkohol Luxus seien und man fragen könne, ob der Steuerzahler Menschen ohne Arbeit diesen Luxus finanzieren sollte. Natürlich kann man das fragen. Aber seien wir mal ehrlich, die Zigarette und ab und zu mal ein Schluck Alkohol sind für viele Hartz-IV-Empfänger der einzige Luxus, der drin ist. Wie weit möchte man Menschen, die keine Arbeit haben und, je nach Ausbildung, auch kaum Chancen haben, so schnell wieder in Arbeit zu kommen, erniedrigen, um zu sparen? Wer genau hinsieht, wird feststellen, daß viele Hartz-IV-Empfänger selbstgestopfte Zigaretten in ihren Schachteln haben oder ihre Kippen selbst drehen (müssen), statt zur fertigen Zigarette zu greifen.

Inzwischen ist bekannt, daß es eine Erhöhung der Sätze geben wird, wenn auch nur eine sehr geringe Erhöhung. Und schon kommt Kritik von der SPD, diese Erhöhung sei viel zu niedrig. Aha. Wer war doch an der Regierung, als Hartz-IV eingeführt wurde und die Höhe der Sätze festgelegt wurde? Die SPD. Wenn die SPD also jetzt über zu geringe Sätze reden möchte, dann sollte man ehrlicherweise nicht vergessen zu sagen, daß man damals selbst in der politischen Verantwortung war. Wer den Retter der kleinen Leute spielen will, der soll bitte auch was für sie tun und nicht nur so tun, als täte er was.

Der jetzigen CDU/CSU/FDP-Regierung stünde es gut zu Gesicht, nicht Job-Inhaber gegen Hartz-IV-Bezieher auszuspielen und eine unwürdige Diskussion über die Höhe der Sätze zu führen.

Als es darum ging, den Banken und der Wirtschaft zu helfen, da waren Bürgschaften oder auch ganz reale Gelder da und zwar in erstaunlicher Höhe.

Und wenn der Bezieher von Hartz-IV in der Zeitung liest, was einige Bankvorstände, deren Institute unter dem staatlichen Rettungsschirm Soffin stehen, an Gehältern bekommen, weil die Deckelung auf einen Maximalbetrag nicht für alle Vorstände gilt, dann wird man sich über die 5 Euro mehr im Monat sicherlich sehr freuen. Oder auch nicht. Und bei der nächsten Wahl daran denken, daß man von beiden großen Parteien nur verarscht wird. Und seinen Hintern nicht ins Wahllokal bewegen.

Ich sehe schon die üblichen Politdarsteller, sie sich nach der nächsten Wahl über die geringe Wahlbeteiligung beschweren. Wie üblich werden sie keinerlei Bezug zum Handeln der jeweils eigenen Partei finden.

Biedermann und Kühne Brandstifter

Sorry, aber das Wortspiel mußte einfach sein.

So manche „scharfe“ Sauce, die zum Grillen oder so angeboten wird, erweist sich als biedere und geradezu familientaugliche Sauce, die man getrost wegen ihrer Mildheit auf einem Kindergeburtstag servieren könnte.

Nicht so die „Brandstifter“-Sauce von Kühne. Die fängt schon gut an, legt dann aber noch etwas zu und ist dadurch ideal für echte Männer[tm], die auch im Herbst noch Grillen.

Wegen des angenehm kräftigen Geschmacks empfehle ich Kühne „Brandstifter“ zu geschmacksintensivem Grillgut, für gegrillte Putessteaks halte ich sie nur für bedingt geeignet, für Scampi-Spieße eher für ungeeignet. Aber zum Holzfäller-Steak oder zu Würstchen ist sie genial.

Ich werde mir noch einen kleinen Vorrat anlegen, denn bekanntlich endet die Grill-Saison am 31.12. und beginnt dann erst wieder am 01.01. 😉

Verdammt lecker, aber nicht für jeden: Kühne Brandstifter

Museumsempfehlung: Geschichtswerkstatt Herrenwyk

Neulich führte mich mein Weg endlich mal in die Geschichtewerkstatt Herrenwyk.

Für die Nicht-Lübecker, dieser Stadtteil liegt von der Lübecker Innenstadt aus gesehen flußabwärts, am nördlichen Traveufer und ist ehemaliger Industriestandort, dort gab es eine Metallhütte und eine Werft. Heute ist beides Geschichte.

Geplant hatte ich diesen Besuch dort schon etwas länger, allerdings hat das kleine Museum „Geschichtswerkstatt Herrenwyk“ nur begrenzte Öffnungszeiten, dafür lohnt sich der Besuch dort umso mehr. Also Lübecker weiß man natürlich, daß es in Lübeck mal Schwerindustrie gab, daß es eine Metallhütte gab, daß es eine Werft gab. Aber mal mit offenen Augen durch den Stadtteil zu fahren, dem dem die Straßennahmen heute noch verraten, was dort früher passierte, und dann in einem Museum zu sehen, wie das damals alles aussah, das ist schon sehr interessant. Die vielen Ausstellungsstücke aus der langen Betriebsgeschichte machen dem Besucher sehr deutlich, wie damals dort gearbeitet wurde — und auch, unter welchen harten Bedingungen.

Daß es nicht immer ungefährlich dort zuging, davon zeugt auch so manches Warnschild, auch dieses, bei dem ich mich allerdings frage, in welcher Sprache es warnt. Vielleicht können die üblichen Verdächtigen ja mal einen Hinweis geben, ich war mir nicht sicher, ob die Buchstaben griechisch oder kyrillisch sind, alle anderen Sprachen konnte ich erkennen.

In welcher Sprache wird hier gewarnt?

Wie auch immer, das Museum ist eine absolute Empfehlung, hingehen, Leute!

Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Kokerstraße 1-3
23569 Lübeck

Tel.: +49 (0) 451 / 301152
Fax: +49 (0) 451 / 301152
E-Mail: geschichtswerkstatt@luebeck.de
Link: http://www.die-luebecker-museen.de/index.php?seid=44

Rebecca

Es gab mal eine Rebecca in meinem Leben. Das ist lange her. Der Schlüssel zu Rebecca ist mir lange abhanden gekommen. Doch immer, wenn ich an einer bestimmten Straße vorbeikomme, dann denke ich an Rebecca. Und auch daran, daß Rebecca weg aus meinem Leben ist. Wie das nur kommt?

Es gab mal eine Rebecca in meinem Leben, nun ist Rebecca weg ;-(

Aber vielleicht meldet sie sich ja eines Tages mal bei mir…

Meine Oma …

Meine Oma hat mich in vielerlei Hinsicht geprägt, von ihr habe ich meine Liebe zu (kräftigem) Käse, habe gelernt, Kuchen zu backen und viele andere Dinge mehr, an die ich mich gerne zurückerinnere.

Aber meine Oma hat mir auch andere Dinge auf den Weg gegeben. Heißen Malventee, sicherlich nicht unlecker, mag ich immer noch nicht, generell gilt das für fast alle heißen oder warmen Getränke, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.

Die stärkste Prägung, um den Begriff „kindliches Trauma“ mal zu vermeiden, hat mit Kakao zu tun. Meine Oma glaubte, es reiche, den Löffel „Kaba“ (so hier das Kakaopulver von damals), mit einer unhörbaren Beschwörungsformel am Glas Milch vorbeizuführen, um dann mittels homöopathische Dosen aus Milch Kakao zu machen.

Es gab bestimmt endlos(viel)e Diskussionen mit Oma, weil ich schon damals starken Kakao mochte und entsprechend oft noch zwei bis vier Dosierlöffel Kakao in die Milch gab, bis sie Farbe und Geschmack den gewünschte Stärke hatte.

Und noch heute bestelle ich heiße Schokolade fast immer mit dem Zusatz „bitte schön stark und nicht so heiß, bitte“ und denke dabei immer an meine Oma. Und daß sie bestimmt heute noch den Kopf schüttelt, wenn es um die Stärke von Kakao geht. Aber das ist in Ordnung.

Spaß mit Autokennzeichen

Mit Autokennzeichen kann man bekanntlich viel Spaß haben, den richtigen Humor vorausgesetzt. Die Dame aus dem Kreis Segeberg, die in das Auto mit dem Kennzeichen „SE-XY …“ steigt, fühlt sich vielleicht sehr sexy, auch wenn das Aussehen das nicht unbedingt widerspiegelt.

Lustiger fand ich das dunkelgelbe Auto mit dem Kennzeichen „SE-NF …“, aber das könnte auch meiner Neigung zu Senf geschuldet sein.

Als ich neulich mal wieder auf der Straße nach Süden war, entdeckte ein sehr cooles Kennzeichen: „SHA-FT …“. Im zähfließenden Verkehr fuhren wir dann nebeneinaner, ich warf einen Blick auf den Fahrer und hörte in meinem Kopf die Musik des Titelthemas.

Und, nein, ich hatte keine Fragen mehr.

Neulich beim Einkaufen

Da gehe ich mal wieder einkaufen und höre erst „Autschen“ und dann „Rapante, Rapante“. Ich drehe mich um und erlebe, wie ein kleiner Maulwurfn sich mal wieder vertan hat. Aber lustig war’s allemale.

Rapante, Rapante: Rapunzel Spaghetti

Colman’s Mustard

Wer mich kennt und mir eine kleine (manchmal auch große Freude) machen möchte, bringt mir Senf mit. Das dachte sich auch eine Freundin, die mir mit einem kleinen Glas Senf eine große Freude bereitete.

Colman’s Mustard ist — typisch britisch — mit einer deutlichen Essignote, leicht scharf und sehr lecker.

Typisch britisch: Colman's Mustard

Peperoncino-Senf

Da wir in diesem Blog ja so lange keinen Senf mehr hatten und ich heute zufällig *hust* in einem anständigen Supermarkt fündig wurde, habe ich wieder was zu bloggen: Peperoncino-Senf.

Im Geschmack erst recht mild, dann zieht er aber nach, jedoch ohne zu scharz zu werden.

Erst relativ mild, dann wird es scharf: Peperoncino-Senf

Bier-Senf aus Österreich

Aus dem Ösilande kommen bekanntlich viele leckere Dinge, so auch dieser Bier-Senf. Der leichte Biergeschmack ist sehr angenehm, der Senf geht leicht in die Richtung Kremser-Senf, leicht grob, ganz leicht süß und auf alle Fälle mjam-mjam.

Bier-Senf

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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