Archiv für Juni 2011

Situationskomischer Dialog

Mit Situationskomik hatte ist es ja neulich schon, aber mir ist da schon wieder was passiert:

Nach einem ausgiebigen Mal kleinem Imbiss beim örtlichen Burger King sitzen wir träge entspannt und genießen einen kleinen Moment der Pause. Mein Blick fällt auf die ausliegenden Karten, mit denen man sich für auf eine Verteilerliste setzen kann, um über Aktionsangebote usw. informiert zu werden. Gedankenverloren lese ich den Titel halb laut: „Post vom King“.

Der Kollege schreckt aus seinen Gedanken hoch, guck mich fragend an: „Was? Elvis lebt?“

Wir sahen einander an und lachten.

Das Beste beider Welten.

Ich komme aus dem örtlichen Burger King, nehme dabei den ‚Hinterausgang‘, bei dem man die Fahrspur des Autoschalters überqueren muß, als ich stutzig werde. Irgendetwas paßt hier nicht ins Bild. Ich sehe genauer hin. Ein Auto in der Warteschlange kommt offensichtlich gerade vom Autoschalter von McDonald’s, die die Tüte auf dem Schoß des Beifahrers verrät. Ich spreche die Fahrerin an und gebe mein Erstaunen zu.

Sie lächelt und sagt, daß jeder so seine eigenen Vorlieben habe. Recht hat sie.

Grüße aus Südafrika

Der Reisende war wieder unterwegs. Diesmal in Südafrika und hat von dort landestypische Spezialitäten mitgebracht.

Fangen wir zunächst mit Senf, einem meiner Lieblingsthemen, an. Obwohl Südafrika als Mutter aller Barbeques gilt, gehört Senf als Grillsauce dort eher zu den Exoten, entsprechend dünn ist die Auswahl. Umso mehr freue ich mich, daß es „German Mustard“ zu mir geschafft hat.

German Mustard 1

Schon am Glas erkennt man die ‚typisch‘ deutsche Form mit dem Henkel, damit das Glas später noch zum Trinken verwendet werden kann.

Die Form des Senfglases kennen wir auch aus dem heimischen Supermarkt.

Aber auch dieser Senf hat eine weite Reise zu mir hinter sich:

Sehr lecker und mit einer leichten Honignote: Mild Mustard Sauce aus Simbabwe

Wofür Südafrika aber wirklich berühmt ist, ist seine reiche Fauna. Und was dort so rumhüpft, ist durchaus lecker, wenn es erlegt, in dünne Streifen geschnitten und dann getrocknet ist. Und wer sagt, daß Jerky immer nur Beef Jerky sein muß?

Trockenfleisch vom Springbock:

Jerky vom Springbock

Und vom Kudu:

Jerky vom Kudu

Und auch vom Strauß:

Jerky vom Strauß

War alles verdammt lecker. Viele Dank an den Reisenden!

Negativer Sozialneid

Sozialneid ist ja so eine Sache. Einerseits neiden die, die nichts oder wenig haben, denjenigen, die etwas haben, eben jene Dinge, die die Besitzenden haben. Das ist nicht immer angebracht, denn jeder sieht das tolle bzw. teure Auto, das man fährt, aber niemand sieht dem Auto an, ob es wirklich bezahlt, finanziert oder geleast ist. Andererseits ist „Sozialneid!“ ein beliebtes Todschlagargument derer, die etwas haben und nicht darüber diskutieren wollen, ob der eine oder andere steuerliche Vorteil, der das teure Spielzeug erst möglich machte, wirklich gerechtfertigt oder gar notwendig ist.

Manchmal kann es auch ganz anders sein: Vor ein paar Tagen stand ich gedankenverloren an einer Ampel, als ich plötzlich ein sehr markantes Geräusch vernahm. Ich sah mich um und sah — viel mehr hörte — einen Ferrari F355 Spider. Schnell hatte ich mein Radio ausgeschaltet und die Fenster geöffnet, den Klang mußte ich einfach inhalieren.

Wir hatten ein paar gemeinsame Kilometer und ausnahmsweise war ich über jede rote Ampel froh, konnte ich das Schmuckstück aus der Nähe bewundern.

Ich habe keine Ahnung, was so ein Spielzeug kostet, aber ich war froh, daß jemand soviel Geld rausgehauen hat, nur damit ich meinen Spaß hatte und verbuche dieses Erlebnis als negativen Sozialneid.

Situationskomik

Situationskomik läßt sich nur schwierig so beschreiben, daß sich das Komische an der Situation auch dem Außenstehenden, der eben nicht dabei war, erschließt. Aber ich will es versuchen.

Schweigend sitzen sie auf der Terrasse, gucken in den Garten, in den Himmel, auf die Bäume. Die Beiden könnten nun vortrefflich darüber diskutieren, was sie gerade machten. „Nichts.“ — „Überhaupt nichts!“ — „Absolut überhaupt nichts!“. Aber sie verstehen einander auch ohne Worte. Sie genießen einfach den Moment.

Mit der Zeit verändert sich auch das Wetter, der Wind frischt auf, Wolken bewegen sich immer schneller über den Himmel, auf dem Gartenteich läßt der Wind Wellenmuster entstehen, die Bäume am Rand des Gartens erzeugen ein hörbares Rauschen ihrer Blätter. Beide beobachten Wind und Wetter, einer durchbricht das Schweigen: „Wird wohl fast 6 sein.“ Der Andere nickt schweigend.

Sie betritt die Terrasse, um nach den Beiden zu sehen und hört noch „Wird wohl fast 6 sein.“ und sieht auf ihre Uhr. „Nee, ist es kurz nach fünf.“ Sie versteht nicht, warum die beiden zu grinsen beginnen. Aber das macht ihr nichts aus.

 

9 Live ist weg hat sich verändert.

Tja, da paßt man eine weile nicht auf und verpaßt doch glatt, daß 9 Live weg ist sich stark verändert hat. 9 wer?

Ihr wißt schon, dieser Sender, der tagsüber durch intelligente Ratespiele und nachts durch Sex-Werbung auffiel. Den Sender gibt es noch, aber nun nudeln sie irgendwelche Serien ab, die im Archiv des Mutterkonzerns lagern.

(Nicht nur) Ich frage mich, was passiert ist. Hat nun auch der dümmste Zuschauer gemerkt, daß die Tochter von Monikas Vater „Monika“ und nicht „Bärbel“ heißt? Und daß diese „Ratespiele“ immer erst dann aufgingen, wenn die Sendung fast schon zu ende war? Und daß der Zuschauer eigentlich nur der Doofe war, der als Anrufer den Laden finanzierte? Nun ist der ganze „Spaß“ vorbei. Kein Grund, dem Laden eine Träne nachzuweinen.

Doch was machen die weitgehend talentfreien ehemaligen Moderatoren? Wie hoch sind die Chancen, im Fernsehen was zu werden, wenn außer einer Teilnahme bei „Big Brother“ und ein paar Jahren „Moderations“-Tätigkeit kaum etwas vorzuweisen ist?

Aber eigentlich kann das dem Zuschauer egal sein, denn irgendein anderer Sender wird ein neues Format geben, für das weder der Zuschauer noch der Moderator Hirn brauchen.

Jim Beam Senf

Bei Jim Beam gibt es eine Aktion, kauft man eine Flasche  Whiskey, bekommt man Senf dazu. Auch Blogger-Kollege Björn Harste hat darüber in seinem Blog berichtet. Mir war klar, daß eine Senf-Sauce mit Jim-Beam-Geschmack nur wenig Jim-Beam-Whiskey enthalten wird, aber das ist für mich absolut okay. Immerhin interessiert mich die leckere Senf-Sauce und nicht der Whiskey darin. Und außerdem weiß man als Anhänger der Homöopathie, daß die Wirkung umso stärker ist, desto weniger Wirkstoff enthalten ist. Mit anderen Worten: Das Zeugs rockt. Kaufen!

Jim Beam Senf

Heinz Tomato Sauce mit …

Natürlich kann man immer seinen Senf dazugeben. Aber es geht auch anders. Neulich erbeutete mein Besuch zwei leckere Sorten Ketchup von Heinz. Die Sorte mit Chili ist wirklich nicht zu verachten und hält, was sich der Chili-Freund von ihr verspricht. Aber auch die Sorte mit Limette ist sehr lecker. Und schließlich ist ja wieder Grill-Saison.

Sehr lecker: Heinz Tomato Sauce mit Limette bzw. Chili

Senfladen

Der Reisende kam neulich auch am Senfladen vorbei, dachte an mich und brachte wieder ein paar äußerst leckere Senfspezialitäten mit.

Senf mit Vanille klingt zunächst komisch, schmeckt aber sehr lecker.

Zwei Spezialitäten aus dem Senfladen

Mousse Maus au chocolat

Nachdem ich hier mein Rezept für Mouse au chocolat veröffentlichte, gebe ich gerne zu, daß ich auch mal gekauftes Mousse au chocolat esse. Auch das kann sehr lecker sein. Manchmal sogar so lecker, daß es ungebetene Gäste anlockt. Aber auch denen hatte es geschmeckt, obwohl es nicht die Geschmacksrichtung „Maus au chocolat war“.

„Mousse au chocolat“ oder „Maus au chocolat“?

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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