Archiv für Juli 2011

Rechnerisch richtig, sachlich falsch

Supertmärkte verkaufen uns nicht nur Nahrung und was wir sonst noch so brauchen, sie sind manchmal auch Bühne für Schauspiele der anderen Art. Gestern wurde ich nicht nur Zuschauer, ich bekam auch eine kleine Nebenrolle. Doch nun zum Stück.

1. Akt: Eine junge Dame von geschätzten 14 Jahren kam mit einem 750 Gramm Glas Nutella in der Hand zurück zum Einkaufswagen und ihrer Mutter. Die Wahl der Packungsgröße erweckte Mamas Mißfallen, sie wollte nur das normale Glas mit 400 Gramm Inhalt kaufen und bezahlen.

2. Akt: Geschickt und unter Ausnutzung eines fast vollständigen Dreisatzes argumentierte die Tochter, das größere Glas böte als Aktionsangebot und für nur 50 Prozent mehr Geld den fast den doppelten Inhalt, was die ungefähr gleichaltrige Schwester sofort überzeugte, allein, die Mutter, Entscheiderin und mutmaßliche Finanziererin des Einkaufs, wollte sich nicht überzeugen lassen.

3. Akt: Öffentliche Diskussion, in der die Tochter mit dem Fuß auf den Boden stampft und ihre Argumente („Aber Mama *mit dem Fuß auf dem Boden stampf* da sparen wir Geld“) wiederholt, Mutter bleibt aber hart.

4. Akt: Die Mutter entscheidet gegen den Kauf des großen Glases und weist die Tochter an, es zurückzubringen und stattdessen das Standardglas zu holen. Dazu gibt es eine kleinen Lektion an die Töchter: „Ja, der Preis pro Kilogramm ist bei der großen Packung besser, aber ich kenne Euch beide doch, egal, wieviel Nutella wir jetzt kaufen, das Glas werden ihr binnen einer Woche aufgebraucht haben.“

5. Akt und meine Nebenrolle: Die Tochter argumentiert, für den Austausch des Glases müsse sie einmal durch den Supermarkt, was doch eigentlich viel zu weit wäre. Die Mutter bleibt unbeeindruckt. Ich sehe auf meinen Einkaufswagen, dort ist ein Glas Nutella in der Standardgröße von 400 Gramm. Also biete ich an, mein Glas gegen das große Glas von Mutter und Töchtern zu tauschen. Das fand nicht unbedingt die Zustimmung aller Beteiligten, aber sparte der Tochter und mir einen Gang „quer durch den Supermarkt“.

Epilog: Ich bin froh, keine Töchter zu haben, das erspart einem doch die eine oder andere Diskussion, nicht nur im Supermarkt. Und bei mir hält ein Glas Nutalle auch deutlich länger als eine Woche. Und ich grüße an dieser Stelle eine junge Dame, die mir einst beichtete, manchmal nachts aufzustehen, ein paar Löffel Nutella direkt aus dem Glas zu löffeln und sich dann wieder hinzulegen 😉

Mißverständnis bei der Stellensuche

Eine gute Freundin ist auf Jobsuche. Während wir per Skype telefonieren, überfliegt sie nebenebei Stellenanzeigen und kommentiert die jeweils geforderten Qualifikationen.

„Einschlägige Erfahrungen notwendig …“ — Ihr Kommentar brachte mich zum Lachen: „Suchen die eine Domina? Und sollte ich auf dem Bewerbungsbild ein Latex-Outfit tragen?“

Sie zog es dann vor, sich nicht auf diese Stelle zu bewerben.

Noch mehr lustige Autoaufkleber

Vor einiger Zeit schrieb ich hier ja schon mal über lustige Autoaufkleber. Nun fielen mir ein paar weitere Aufkleber auf, einer brachte mich zum Schmunzeln, der andere machte mich eher nachdenklich:

Aufkleber an einem Auto, das durchaus das Klischee eines Zuhälterautos erfüllt.

Was möchte uns der Fahrer des Wagens mit dem hier angebildeten Aufkleber sagen? Fahrer träumt vom Blitz-Sieg? Fahrer hat in Geschichte nicht aufgepaßt? „Nazi an Bord“?

Was möchte uns der Fahrer damit sagen?

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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