Archiv für Oktober 2011

Naschkram aus fernen Ländern: Gerösteter Mais

Der Reisende war mal wieder unterwegs und hatte mir eine interessante und sehr leckere Nascherei mitgebracht: Gerösteten und gewürzten Mais.

Gerösteter Mais

 Kann man sich so vorstellen: Maiskörner werden geröstet und gewürzt und dann *mjam* gegessen. Wer sich das nicht so richtig vorstellen kann: Denkt an geröstete Erdnüsse, nur viel leckerer.

Fehlersuchbild

Wer findet den Fehler in diesem Bild?

Finde den Fehler

Seit Ewigkeiten kaufe ich die Socken von Falke, sollte also wissen, daß die Socken asymmetrisch gearbeitet und deswegen mit entsprechender Kennzeichnung versehen sind. Und dann paß ich beim Anziehen einmal nicht auf und wundere mich über den schlechten Sitz der Socken. Glücklicherweise ein Fehler, den man sehr schnell beheben konnte.

Saisonale Grüße

Der „Sommer“ (den wir nicht hatten) ist ja nun wirklich vorbei, auch der Spätsommer geht in den (angeblich) Goldenen Herbst über, hächste Zeit, daß der Handel darauf reagiert. Dominosteine und Zimtsterne liegen bereits in den Regalen, aber vor Weihnachten kommt, wir ahnen es, Helloween.

Diesen saisonalen Gruß von aus der Bäckerei im Supermarkt möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Es ist mal wieder soweit: Helloween-Berliner

 Die Füllung war jedoch süß und lecker und nicht schaurig-scharf.

Billige Phantasien

Eine Freundin, ihren Namen werden wir hier aus verständlichen Gründen nicht nennen, besuchte unlängst eines dieser Kennenlernen- und Dating-Portale. Ihr wißt schon, da kann man sich anmelden und Leute kennenlernen. Das Kennenlernen geht dann von „Ich suche neue Freunschaften“ bis hin zu „Ich habe gewisse, sehr eindeutige Absichten“.

Sie lernte da auch Menschen kennen und wie das so ist, versteht man sich mit manchen Menschen besser, ’spricht‘ (genauer: schreibt) etwas länger bzw. immer wieder, irgendwann lernt man sich auch besser kennen. Und so geriet sie dann an einen jungen Mann, der sie auch gerne mal persönlich kennenlernen und treffen wollte, warum auch nicht. Wer wissen will, wie das dann weitergeht …

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Chimi-Churri Senf

Der Reisende war mal wieder unterwegs und brachte mir Chimi-Churri-Senf mit. Chimi-Was? Äh, ja, ging mir auch so. Aber Wikipedia klärte mich dann auf, was Chimichurri ist. Auf alle Fälle ist dieser Senf wieder mal verdammt lecker. Vielen Dank!

Sehr lecker und nach argentinischem Vorbild: Chimi-Churri Senf

Die Geschichte von „Schwabbel“

Manch Geschichte, die man erlebt oder erzählt bekommt, ist viel zu schön, um sie nicht aufzuschreiben oder weiterzugeben. So auch diese hier. Wie bei vielen mündlich überlieferten Geschichten, ist hie und da die eine oder andere Einzelheit verloren gegangen oder hinzugekommen, aber das macht nichts.

Sie hieß mit Nachnamen Schwab, an ihren Vornamen kann sich wohl kaum einer erinnern, kam aus Schwaben, sprach Schwäbisch als Muttersprache und Deutsch als erste Fremdsprache. Und als sie an die Schule kam, war sie oft umgezogen, dabei hatte sie unterschiedliche Schulsysteme, Lehrpläne und Bundesländer kennengelernt und wurde auch mal von einer Klasse nicht in die nächsthöhere sondern woanders in die gleiche Klassenstufe versetzt. So kam es, daß sie älter als ihre Mitschüler war. Und deutlich fraulicher als ihre Mitschülerinnen. Das brachte ihr den Namen „Schwabbel“ ein. Und diesen Namen trug sie dann auch während ihrer restlichen Schulzeit.

Schwabbel war als Mensch der etwas breitere Typ, aber das hatte sie nie gestört, ihr Lächeln war Weltklasse, und ihre Formen erklärt sie irgendwann mal zu „sexueller Schwungmasse“ (bitte diesen Ausdruck schwäbisch ausgesprochen vorstellen). Auch wenn Schwabbel nicht sehr sportlich aussah, war sie es doch. Jedenfalls in den von ihr bevorzugten Sportarten. Sie war nie die Schnellste auf der Sprintstrecke, sie war sehr gelenkig und als Turnerin und Gymnastin unschlagbar. Ihren Titel als Königin des Schwebebalkens verteidigte sie jedesmal souverän.

Irgendwann bewarb sie sich um eine Lehrstelle, das erste Vorgespräch mit dem Abteilungsleiter lief sehr positiv, so daß sie zum Zweitgespräch eingeladen wurde. Dort waren dann auch der Chef und die Personalerin anwesend. Auch dieses Gespräch verlief sehr positiv … bis sie von der Personalerin — Typ dürre Ziege, die morgens eine halbe Scheibe Knäckebrot (trocken) ißt und sich danach bestimmt „fett“ fühlt — gefragt wurde, ob sie denn der anstrengenden Ausbildung gewachsen wäre bei ihrer Unsportlichkeit und dem Übergewicht.

Schwabbel stand wortlos auf, machte aus dem Stand einen Flickflack im Büro und dann im Spagat zu enden. Spagat ging bei Schwabbel auch ohne Aufwärmen, aufgewärmt war sie noch viel beweglicher. Dann stand sie auf, lächelte die Personalerin zuckersüß an: „Wenn Sie das nachmachen können, dann können wir beide uns ja mal über meine Unsportlichkeit unterhalten …“

Das Vorstellungsgespräch fand dann ein jähes Ende, aber das war Schwabbel egal. Sie wußte, wer sie ist, was sie kann und worauf sie keine Lust hat. Später meldete sich der Abteilungsleiter, entschuldigte sich wortreich und bot ihr vergeblich die Lehrstelle an.

Ich gebe zu, ich wäre bei dem Vorstellungespräch gerne dabeigewesen und hätte die Gesichter der Beteiligten gesehen. Später machte Schwabbel ein gutes Abitur, was aus ihr wurde, habe ich nie mehr erfahren und ich weiß auch nicht, ob sie ihren Spitznamen von einst noch heute trägt. Nicht jeder Spitzname ist ja geeignet, ihn ein Leben lang zu tragen oder tragen zu wollen.

Was mich an der Geschichte von damals — ich weiß nicht, wie lange es her ist, auf alle Fälle schon lange — noch heute fasziniert: Die Souveränität im Umgang mit den eigenen Formen. Manche (wirklich sehr) schlanken Frauen nerven sich und ihre Umwelt mit einer kleinen Speckschicht, die uns Männern eh nicht aufgefallen wäre, hätte man uns nicht um unsere Meinung gefragt.

Fazit: Mädels und Frauen, wir Männer achten viel eher auf Eure Gesichter als auf Euren Bauch, Po oder Schenkel. Also lächelt und fühlt Euch gut.

Manche Energy-Drinks …

Neulich abend, es war schon spät, der Weg noch weit, zu weit für das bißchen Benzin in meinem Tank. Also hielt ich an einer Tank(stell)e, füllte ein paar Liter Benzin nach und ging zum Bezahlen in den Verkaufsraum. Ich hatte Muße, sah mich um, war einen Blick auf die Titelseiten der ausgelegten Zeitungen und Zeitschriften, las ein paar Überschriften. Ein junger Mann füllte das Regal mit Energy-Drinks auf. Ich staunte über die Auswahl bei derlei Getränken, ich hätte zwei, vielleicht auch drei Sorten vermutet, aber nicht ein gutes halbes Dutzend, unterschiedliche Dosengrößen nicht eingerechnet.

„Manche Energy-Drinks gehen auch echt runter wie Öl“ spreche ich den jungen Mann an … und halte ihm dabei eine Flasche Shell Helix Motenöl hin. Wir sahen uns an und lachten.

Rasiert und nicht nur glatt wie ein Pfirsich

Neulich war ich mal wieder beim rasieren, genauer beim rasiert werden. Ja, ab und zu lasse ich mich rasieren. Wie ich dazu kam? Das ist schnell erklärt:

Irgendwann fragte man bei meinem Friseur männliche Stammkunden, ob sie bereit seien für die Herrennaßrasur Modell zu stehen, sich von einer Azubine rasieren zu lassen, sich entsprechend Bart stehen zu lassen und auch irgendwann mal mit zur Prüfung zu kommen. Ich war neugierig genug und furchtlos sowieso. Immerhin übt da die junge Dame (es gibt kaum Friseur-Azubis, ich hatte jedenfalls keinen) mit feststehender Klinge, einem die Stoppeln aus dem Gesicht und vom Hals zu schneiden. Meistens klappt das ganz gut und es gibt keine (größeren) Zwischenfälle.

Im Laufe der Jahre hab ich so fünf junge Damen durch ihre Prüfungen begleitet. Auch dieses Jahr wurde ich wieder gefragt, ob ich — fast hätte ich „meinen Mann stehen wolle“ geschrieben, aber das lassen wir besser bleiben — Modell für die diesjährige Azubine sein wolle. Wollte ich, also trafen wir und für ein kurzes Vorgespräch zwecks Terminabsprache und gegenseitigem Beschnuppern. Der Spaß geht einem ja schon nahe, da sollte nicht nur die Chemie stimmen.

Ein paar Tage später war es dann soweit, ich wurde rasiert, war dann glatt wie der sprichwörtliche Pfirsich. Und nicht nur das. Die Azubine hatte ihren privaten Rasierschaum verwendet. Den Schaum, mit dem sich Frauen sonst die Beine rasieren. Und der roch nach Pfirsich. Und ich auch.

Ich habe beschlossen, das nicht unter „seelische Grausamkeit“ fallen zu lassen. Nächstes mal bringe ich meine eigene Rasierseife mit. Und einen Rasierpinsel. Hat man ja schließlich als Mann. Denn wie ein liebeskranker Pfirsich möchte ich nicht noch einmal riechen.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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