Archiv für August 2012

Mohammed und der Papst

Wie bitte? Was haben die beiden gemeinsam? Eigentlich nichts. Naja, doch, eine ganze Menge. Beide stehen als Symbole für Religionen. Mohammed als Prothet Allahs und der Papst als Stellvertreter (des christlichen) Gottes auf Erden.

Gut, das war jetzt nicht schwierig und sollte allgemein bekannt sein. Und wo ist nun die Pointe? Beide haben gemeinsam, daß sich Anhänger der jeweiligen Religionen bemühen, den Wettbewerb der intolerantesten Religionsanhänger für sich zu gewinnen. Klingt komisch? Erinnern wir uns:

Als 2005 eine dänische Zeitung ein paar Karikaturen über den Propheten Mohammed abdruckte, dauerte es ein paar Wochen, bis dänischen Fahnen in den üblichen moslemischen Ländern verbrannt wurden, Steine und Brandsätze gegen die dänische Botschaft flogen. Die zivilisierte Welt war sich einig, Presse- und Meinungsfreiheit sind wichtige Güter und die Moslems sollten mal nicht so anstellen.

Ein paar Jahre später druckt ein deutsches Satire-Magazin den Papst mit unschönen Flecken auf der Kleidung und spielt so auf die undichten Stellen im Vatikan an. Und plötzlich fühlen sich Menschen, die noch vor ein paar Jahren den „Muselmanen“ empfahlen, die Dinge mal lockerer zu sehen, in ihren religiösen Gefühlen angegriffen?

Auch wenn der Islam noch ganz weit vorne ist, geht es um Intoleranz, bemühen sich einige Christen ehrlich, es den Moslems gleichzutun. Schade eigentlich!

Hinweis: Eigentlich wollte ich bereits vor Wochen über dieses Thema schreiben, hatte es dann jedoch erfolgreich verdrängt, bis mich die Medienberichterstattung über die Auseinandersetzung erinnerte.

Nachtrag vom 08.29.2012: Ich wurde gefragt, ob ich keinen Unterschied zwischem der Beleidigung eines Symbols einer Religion und der Beleidigung eines noch lebenden Menschen sehe.

Ich sehe die aktuelle Beleidigung nicht gegen den Menschen Joseph Ratzinger sondern gegen Benedikt XVI als Papst und Symbol für die katholische Kirche.

Sommer und seine Getränke

Bekanntlich regen sich immer einige Menschen über das Wetter auf. Der Sommer ist zu kalt, zu heiß, er kommt zu früh oder zu spät. Es ist zu trocken oder zu naß, zu schwül. Oder oder oder …

Da ich das Wetter nicht ändern kann, versuche ich, es so zu nehmen, wie es kommt. Neulich, als der Sommer noch nicht so kraftvoll wie in den letzten Tagen war, entdeckte ich Getränke, die mich an sonnige Sommerurlaube unter südlicher Sonne erinnerten:

SanPellegrino

Sehr fruchtig und äußerst lecker: Sommergetränke von San Pellegrino

Auffallend war auch die zusätzliche Folie am oberen Rand der Dosen:

Schön verpackt

Und nun, da der Sommer da war, entdeckte ich in einem Supermarkt in meiner Nähe diese Flasche:

Sinalco Maracuja Brause

Auffallend an der Flasche ist, daß sie eine Dose ist, wie hier sichtbar wird:

Die Flasche ist eine Dose!

Rindviecher auf der Straße

Liebe Landwirte,

ich habe viel Verständnis dafür, daß auch Ihr arbeiten müßt, um Euer Geld zu verdienen. Ich habe auch viel Versändnis dafür, daß Ihr zu Zeiten arbeiten müßt, in denen Ihr lieber im Bett läget. Ich habe auch viel Versändnis dafür, daß Ihr mit Euren Fahrzeugen oder Erntemaschinen öffentliche Straßen benutzt, ich nutze sie ja auch als Fußgänger, Reiter, Radfahrer oder mit dem Auto.

Es macht mir auch nichts aus, wenn ich hinter Euren langsamen Fahrzeugen hinterherzuckeln muß und es manchmal fünf Minuten und eine gefühlte Ewigkeit dauert, bis ich überholen kann. Ehrlich, macht mir wirklich nichts aus. Ich weiß ja, daß Eure Arbeit mein Brot bedeutet, da habe ich dann gerne Geduld.

Ich habe auch ein gewisses Versändnis dafür, daß Euch im Felde mal ein Rücklicht eines Anhängers oder einer Zugmaschine kaputtgeht. Nicht immer hat man das passende Ersatzbirnchen dabei und kann es mal eben so wechseln. Erst recht nicht, wenn noch ein paar Fuhren vom Feld geholt werden müssen.

Deutlich weniger Verständnis habe ich für Rückleuchten und Reflektoren, die durch Staub so verschmutzt sind, daß man sie kaum erkennen kann. Auf jedem Trecker ist genug Platz, um einen Einer Wasser und einen Lappen mitzunehmen. Und die Minute, die es braucht, um beim letzten Fahrzeug des (Anhänger-)Zuges Rückleuchten und Reflektoren vom Staub zu befreien, habt Ihr auch im Ernte-Streß.

Überhaupt kein Verständnis habe ich dafür, wenn Eure Trecker mit gelben Rundumkennleuchten ausgestattet sind, Ihr diese aber nicht einschaltet. So könntet Ihr anzeigen, daß ungewöhnlich große, breite oder langsame Fahrzeuge auf der Straße sind. Sieht der Autofahrer in der Erntesaison (schon aus großer Entfernung) ein gelbes Blinklicht, dann ist er auf Eure Fahrzeuge hingewiesen und kann Euch mit Rücksicht und Verständnis begegnen.

Also, liebe Landwirte, machen wir es so: Ihr macht alles an Licht an, was Eure Fahrzeuge hergeben und wischt kurz die Reflektoren ab und ich schreib keine bösen Artikel mehr über Euch. Ich weiß ja, daß es besser geht. Und Ihr wißt, daß ich für Eure (schwere) Arbeit Verständnis habe.

 

Die Sache mit der Doktorarbeit

Ein Mensch informiert über intelligente Lösungen im Bereich Print-Management für mittlere und große Unternehmen. Schon sehr interessant, welche Lösungen es da gibt. Später, der Besucher ist wieder weg, macht seine Visitenkarte die Runde und sorgt für einen lustigen Dialog, der in etwa so verlaufen sein könnte:

Kollege 1: „Haste gesehen, der Besucher eben hatte ’nen Doktor-Titel.“

Kollege 2: „Mich würd ja mal interessieren, worin der promoviert hat.!

Kollege 3: „Ach wer weiß, ob der überhaupt ’nen richtigen Doktor gemacht hat, immerhin arbeitet er bei einem Hersteller von Kopiergeräten…“

Kollege 3 hatte die Lacher auf seiner Seite.

Elektrisches Pferd

Neulich wurde ich anläßlich eines runden Geburtstages zum Segway-Fahren eingeladen. Ein Segway ist so ein Dingsi, daß einen auf einer Achse balanciert und dabei durch Gewichtsverlagerung gesteuert wird. Die Bedienung erinnerte mich an Pferde, auch da muß ich durch Gewichtsverlagerung anzeigen, was ich eigentlich will.

Segway-Fahren macht jedenfalls viel Spaß und ich kann jedem nur empfehlen, das mal auszuprobieren.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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