Archiv für Januar 2013

Kundenkommunikation heute — Anspruch und Wirklichkeit

Wir schreiben das Jahr 2012, es ist irgendwann in der Vorweihnachtszeit. Bei der Durchsicht meiner Klamotten beschließe ich, mich von einer Hose trennen zu wollen. Als Mann besitze ich den unschlagbaren genetischen Vorteil, keine übervollen Kleiderschränke einerseits und andererseits „nichts anzuziehen“ zu haben, kurzum: Ich möchte eine neue Hose kaufen.

Wir erinnern uns, es ist Vorweihnachtszeit, in unserer beschaulichen hanseatischen Puppenstube ist um diese Jahreszeit immer die Hölle los, was meine Lust, mich zum Zwecke des Hosenkaufens ins Getümmel zu stürzen, erheblich mindert. Kein Thema, wir sind ja im Jahr 2012, dann könnte man Klamotten ja auch online kaufen.

Könnte man(n), falls man(n) genau wüßte, was man will. Also greife ich mir eine passende und bequeme Hose aus meinem Kleiderschrank und versuche, das genaue Modell und die Größe aus den Etiketten herauszulesen. Bei der Größe war das einfach, aber welches Modell habe ich da?

Also besuche ich die Webseite des Herstellers, der zufälligerweise wie wild lebende Pferde in Nordamerika heißt. Dort gibt es sogar einen Online-Shop, sehr praktisch das. Allerdings nützt mir der nicht soviel, wenn ich nicht genau den Typ Hose kaufe, den ich bereits im Haus habe.

Praktischerweise gibt es auf der Webseite ein Kontaktformular, bei der man als Betreff auch „Frage zur Bestellung“ auswählen kann. Ich schildere mein Anliegen, tippe alle Daten, die ich auf dem Etikett der passenden Hose finde, ab, gebe meine Kontaktdaten in die Felder ein und hoffe auf eine Bearbeitung meiner Anfrage.

Doch leider — Kunde droht mit Auftrag — passiert nichts. Täglich kontrolliere ich mein E-Mail-Postfach, gehe sogar den SPAM-Ordner durch, ob sich die erwartete E-Mail vielleicht dorthin verirrt haben könnte, doch nichts passiert, der Hersteller antwortet einfach nicht. So vergehen dann knappe zwei Wochen.

Allmählich verliere ich die Lust auf den Online-Kauf. Als mich dann zufällig eine alte langjährige Freundin zum „wir müssen kurz shoppen, danach gehen wir was essen“ in die Stadt nötigt überredet, nutze ich ein paar Minuten und schaue bei einem Jeans-Dealer rein. Binnen weniger Minuten bin ich mit einer neuen Hose versorgt.

Was habe ich an jenem Abend gelernt?

  • Daß Unsere beschauliche hanseatische Puppenstube war zwar gut besucht war, aber daß war weniger nervig als befürchtet war, sie zu besuchen.
  • Daß Online-Kaufen ist nur dann toll ist, wenn man genau weiß, was man will und alle Daten zur Hand hat.
  • Daß manche Hersteller sich die Mühe toller Online-Auftritte machen, aber dann völlig versagen, wenn der Kunde eine Frage zum Produkt stellt.
  • Daß manche Offline-Händler viel interaktiver und serviceorientierter als Online-Händler sind.
  • Daß Anspruch und Wirklichkeit in Sachen Kundenkommunikation manchmal sehr weit auseinanderliegen.

Dattelsenf

In seinem ewigen Kampf gegen das Banale, Blöde und Bekloppte hat der Reisende…

Bei seinem ewigen Kampf für das Wahre, Gute, Schöne erlebte der Reisende…

Neulich war der Reisende in Mostrich an der Dattel, wo er folgendee Beute für mich…

Neee, wieder falsch.

Diesmal war der Reisende nicht in fernen Ländern unterwegs, ihm ist dieser Senf einfach zugeflogen. Und da er sich weniger aus Senf macht als ich, fand der Senf dann seinen Weg zu mir. Und ich finde ihn richtig lecker und gebe dem Senf nur eine geringe Lebenszeit 😉

Dattelsenf

Selbstgemachter Dattelsenf

Vielen Dank!

 

Jahresrückblick 2012

Hier ein etwas verspäteter Jahresrückblick über das vergangene Jahr.

Das Jahr 2012 in wenigen Worten: Ein bewegtes und bewegendes Jahr. Viele tolle Dinge sind passiert.

Glücklichster Moment 2012?
Ein neues Pferd.

Traurigster Moment 2012?
Ein Pferd, das ich sehr mochte, ist gestorben. Menschen sind mir 2012 keine abhanden gekommen.

Berufliches?
Habe den Job gewechselt. Jetzt etwas weiter zu fahren, aber eine gute Fahrtzeit, um abzuschalten.

Zu- oder abgenommen?
Gleichgeblieben. Ist okay.

Haare kürzer oder länger?
Unverändert kurz. Aber ein wenig anders. An dieser Stelle Grüße an meine Friseurin und an ihre frechen netten Kolleginnen. Mädels, ich freu mich auf Euch.

Buch des Jahres?
Das eine oder andere Pferdebuch.

„Digital Apollo — Human and Machine in Spaceflight“ lese ich überigens immer noch. Immer mal wieder ein paar Seiten. Ist anstrengend, aber auch sehr interessant. Wird aber diese Tage endlich fertig gelesen sein.

2012 zu selten gemacht?
Am Strand gewesen. Der ist ja nun wirklich hier um die Ecke. Kunst und Kultur angesehen. Reiten gewesen. Freunde getroffen.

2012 zu oft gemacht?
Gute Frage. Wüßte nicht, was ich antworten sollte.

2012 genau oft genug gemacht?
Gute Frage. Wüßte nicht, was ich antworten sollte.

2012 leider nicht gemacht?
Och, da gibt es viele Dinge. Aber so bleiben eben einige Dinge auf der Wunschliste für 2013. Zum Beispiel der Besuch auf dem Congress des CCC.
Modell beim Friseur für die Azubi-Ausbildung „Naßrasur mit der Klinge“ gewesen.

2012 endlich gemacht?
Reitausbildung. Macht super viel Spaß.
Mobiltelefon gegen ein Smartphone getauscht.
Silvester mit den Pferden gefeiert. Glücklicherweise war es ruhig.

2012 neu kennengelernt? Viele neue Kollegen. Die Reitausbilder im Ausbildungsstall. Und ein süßes, ‚kleines‘ Pferd. Und noch die eine oder andere Bekanntschaft. Namen kann (und will) ich hier nicht nennen. Wer sich erkannt fühlt…

Menschliches 2012?
War es ruhig. Es gab ein paar Mißverständnisse zwischen mir und einer Person, aber die sind ausgeräumt. Details will ich hier nicht verbloggen.
Gemerkt, daß OPs an einem Freitag, den 13. eine dumme Idee sein kann, wenn ein paar Tage ein doofer Zwischenfall eintritt und die Planung versaut.

2013 wird … ? Hoffentlich spannend; für mich weiterhin so positiv, wie 2012 geendet hat; mir einen Menschen zurückbringen, die ich Ende 2010 verloren und immer noch nicht zurückhabe; ich freue mich jedenfalls auf 2013.

Vorsätze für 2013? Hmmm, keine direkten Vorsätze. Aber ein paar Pläne:
Wieder ein Pferd finden. Erledigt. Zur Zeit gibt es zwei Pferde in meinem Leben. Und ich freue mich darüber.
Reitkurs machen. Mache ich. Das anzufangen war eine des besten Entscheidungen 2012.
Freunde besuchen, die ich dieses Jahr nicht bzw. nicht mehr besuchen konnte.
Einige neue Orte / Städte besuchen.
Vielleicht ein paar Kilogramm abnehmen.
Modell beim Friseur sein. Anfrage der neuen Azubine kam schon. Wird wieder ein scharfes Vergnügen.

In diesem Sinne, ich wünsche Euch allen ein frohes, gesundes, friedliches und erfolgreiches 2013.

Ohrwurm „Klangkarussel — Sonenntanz“

Daß aus Österreich tolle Musik kommt, weiß man hierzulande spätestens seit Falco. Auch Kruder & Dorfmeister, bei beiden legendären Wiener DJ mischten seinerzeit die Musikszene auf, ich höre ihre Sachen, zum Beispiel die „K & D-Sessions“ immer noch sehr gerne.

Mein aktueller Ohrwurm ist aber „Sonnentanz“ von Klangkarussel. Dahinter verbergen sich die DJs Rieser und Held aus Salzburg.

Wer sich das Stück anhören möchte, findet es hier in einer 6:00 Minuten-Version, die bei mir schon den halben abend immer und immer wieder läuft. Aus Gründen.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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