Archiv für April 2013

Deutsche Erfolgsgeschichte

Vom Bahnhof Stuttgart 21 mit dem Transrapid nach Hamburg in die Elbphilharmonie, dann weiter nach Berlin zum neuen Flughafen…

Pleiten, Pech und Pannen.

Mal wieder Senf…

Was könnte es mit diesem Senf auf sich haben?

Auf den ersten Blick unauffällig ...

Auf den ersten Blick unauffällig …

Erst ein Blick auf die Rückseite offenbart die Geschichte dieser Senfflasche

Genau, da war doch was ...

Genau, da war doch was …

Der Reisende war mal wieder unterwegs und brachte eine Flasche Amerikanischen Senf, hergestellt in Indien von einem Konzern aus Bielefeld, mit. Ja, genau, „Bielefeld“ …

Guter Trick, aber sehr lecker.

 

Kontakt mit Banken

Früher[tm] war ja bekanntlich alles besser. Computer kosteten ein Jahresgehalt, waren so groß wie Waschmaschinen und hatten daumendicke Stromkabel, dafür weniger Rechen- und Speicherleistung als unser „Schminkspiegel“ genanntes Smartphone heute.

Manche Dinge waren früher aber wirklich besser. Zum Beispiel die Kommunikation zwischen Kunde und seiner Bank. Mir ist folgendes passiert:

Ich habe einen Anruf von einer Bankmitarbeiterin auf dem Anrufbeantworter. Sie nennt ihren Namen einigermaßen unverständlich, buchstabiert ihn nicht, gut, daß muß auch nicht unbedingt und bittet um Rückruf. Warum die zurückgerufen werden möchte, sagt sie nicht. Gut, sowas hätte es auch früher geben können.

Ich rufe zurück und nun passieren Dinge, die es früher nicht gegeben hätte:

Statt in der Filiale und bei der Mitarbeiterin lande ich in einem Call-Center — ähm, tschuldigung — Center für telefonische Kundenbetreuung, wo man sich angeblich über meinen Anruf freut, mir als Kunden Wertschätzung vorgaukelt — mag ich als Kunde gerne angelogen werden? Nein! — und — Überraschung! — versucht, mich an die Mitarbeiterin in der Filiale durchzustellen.

Natürlich klappt das nicht und ich lande wieder bei den telefonischen Fleckenzwergen, um den Ausdruck „Headset-Huren“ mal zu vermeiden. Leider weiß niemand, worum es ging und so kann dann die Mitarbeiterin auch weiterhin versuchen, mich zu erreichen.

Früher hätte ich in meiner Bank angerufen. Wäre besetzt gewesen, hätte ich einfach spter erneut angerufen. Wäre niemand ans Telefon gegangen, dann wäre auch gut.

Heute vertrödeln wir Zeit mit inhaltsleerer Metakommunikation. Leistung aus Leidenschaft sieht irgendwie anders aus…

Wenn Einstein DAS gewußt hätte…

Eine Freundin pflaumt mich an, ich würde ja auch keinen mehr sehen oder zurückgrüßen. Ich versuche ja immer, Grüße zu erwidern und da ich mir keiner Schuld bewußt war, fragte ich, wann und wo mir dieses Mißgeschick passiert sein konnte.

Sie nannte Ort und Zeit, es war auf der Autobahn, ich war grad auf dem Weg zum Sport, da bin ich mental schon sehr entspannt und achte auf andere Verkehrsteilnehmer nur soweit, wie es für sicheren Straßenverkehr notwendig ist. Sie war mir wirklich nicht aufgefallen. Allerdings kenne ich die junge Dame und ich will nicht ganz ausschließen, daß sie flott an mir vorbeibrauste, als sie grüßte. Vorsichtig frage ich sie:

Wie schnell warst Du denn? Noch im Rahmen der Straßenverkehrsordnung?

Sie lachte:

Du hast mich bestimmt nicht gesehen, weil ich mit Überlichtgeschwindigkeit unterwegs war, ich hatte es etwas eilig…

Das konnte ich so nicht stehen lassen:

Einstein sagt in seiner Relativitätstheorie, daß nichts und niemand schneller als das Licht wäre…

Sie fiel mir ins Wort:

Als Einstein seine Theorien aufstellte, kannte er meinen Fahrstil nicht, sonst wäre er mit seinen Aussagen vielleicht etwas vorsichtiger gewesen…

Also, öhm, naja, hmmm, ich fürchte, sie könnte nicht so ganz unrecht gehabt haben… 😉

Nachts auf der Straße

Es war spät am Abend, sie hatte einen langen und anstrengenden Tag hinter sich, es war lange dunkel und sie fuhr auf der Landstraße nach hause. Sie freute sich, endlich ihr Zeug abzuwerfen, ordentlich zu verstauen, so wie sie es immer macht, und dann auf eine heiße Dusche. Vielleicht noch etwas fernsehen auf dem Sofa oder gleich ins Bett mit einem guten Krimi.

Wie immer fuhr sie nicht zu schnell, sie hielt sich an das Tempolimit. Zum einen war die Nacht dunkel, die Straße kurvig und nicht ungefährlich, dann gab es gerne mal Wildwechsel. Einheimische wissen das und fahren fast immer sinnig.

Das Auto hinter ihr, genauer dessen Fahrer, wäre gerne schneller gefahren, fuhr sehr dicht auf, machte aus der Drei-Sekunden-Regel[1] eine Halbsekunden-Regel, konnte aber nicht überholen. Der Fahrer des Autos blieb aber so uneinsichtig wie die Straße uneinsehbar und versuchte es immer wieder. erfolglos.

An einer roten Ampel hiel sie an. Diese Chance wollten sich die Insassen des sportlichen Kleinwagens offenbar nicht entgehen lassen, stiegen aus, liefen auf die Fahrertür ihres Autos zu. Ihr sechster Sinn hatte sie in den Rückspiegel blicken lassen, sie hatte die beiden jungen Männer kommen sehen. Mit einer geübten Handbewegung löste sie ihren Sicherheitsgurt, schob ihn zurück und ließ ihn sich aufwickeln. Nur noch wenige Schritte, gleich würde einer der beiden jungen Männer wahrscheinlich die Tür aufreißen. Seine Körpersprache deutete jedenfalls nicht an, daß er sie höflich auf ein defektes Schlußlicht würde hinweisen wollen. Noch einige Schritte, dann waren die beiden Männer an ihrer Fahrertür. Sie hatte keine Angst, sie hatte…

… ihre Dienstwaffe aus dem Gürtelholster gezogen und hielt sie den beiden jungen Männern entgegen. Die beiden hatten mit allem gerechnet, auf eine total verängstige Frau gehofft, der sie einen Riesenschrecken würden einjagen können, aber nicht damit, in die Öffnung einer geladenen Polizeipistole Kaliber 9 Millimeter zu sehen.

Der Hinweis „Wenn ich Euch jetzt erschieße, dann wird mir der Richter sofort glauben, daß es Notwehr war“ mit dem Zusatz „Ich bin eine ausgezeichnete Schützin, nur zwei Schuß, jedem von Euch einen in die Herzgegend, und es gibt nicht mal Zeugen“ verfehlte seine Wirkung nicht. Die jungen Männer machten sich vor Angst fast in die Hosen. „Also Jungs, macht so einen Scheiß nie wieder. Und fahrt gefälligst vernünftig, besonders auf Straßen, die so kurvig und gefährlich sind wie diese hier.“

„Nun nun setzt ihr Euch in Euer Auto, schnallt Euch an und fahrt schön langsam weiter, denn grüner wird’s nicht. Ich fahre hinter Euch her und behalte Euch im Auge. Und macht keinen Scheiß, sonst sind meine Kollegen in grün schneller da, als ihr denken könnt.“

Die beiden taten wie angewiesen und sie freute sich auf ihre Dusche. Und daß sie irgendwann mal eine Geschichte zu erzählen haben würde. Was hiermit geschehen ist.

1.) Die Drei-Sekunden-Regel besagt, daß man soviel Abstand halten soll, daß das eigene Fahrzeug drei Sekunden nach dem vorausfahrendem einen festen Wegpunkt passiert. Das ist einfacher als eine Schätzung „Halber Tachobstand in Metern“. Bei schwierigeren Umständen (Regen, Schnee) kann und sollte man die drei Sekunden auf fünf Sekunden ausdehnen.

Raus damit!

Manche Menschen, ich gehöre dazu, neigen dazu, eher zu wenig als zuviel wegzuwerfen. Immerhin könnte man das Meiste ja doch noch irgendwann noch mal irgendwie gebrauchen. Genau „könnte“. Passiert dann aber doch irgendwie nie. Oder aber man hat soviel Zeugs, daß die Lagerung so ganz allmählich zu einem Problem wird.

Ich hatte meine Klamotten in vier Kategorien eingeteilt:

  1. Optisch und technisch einwandfrei: Kann ich zu guten Gelegenheiten anziehen
  2. Technisch einwandfrei aber nicht ganz so schick: Reicht für die Arbeit
  3. Leichte technische und/oder Macken: Kann man aber noch unten drunter anziehen
  4. Reicht noch als T-Shirt zum Schlafen. Oder für den Stall. Aber sonst bitte nicht mehr

So im Laufe der Zeit nagte der Zahn der selbigen an vielen Kleidungsstücken, so daß sie langsam durch die Kategorien bewegten. Natürlich kamen auch immer wieder frische Klamotten nach, aber in Summe stiegt mein Fundus doch recht stark an.

Also hab ich beschlossen, mich mal von Kategorie 4 zu trennen. Einen großen Haufen und dann ab mit dem Zeugs. Ich stane, was da alles zusammenkommt. Ich freue mich über den freien Platz in meinem Kleiderschrank. ob sich die Altkleidertonne freuen wird ist mir egal, Hauptsache, ich bin die Sache los. Handtücher, durch die man die sprichwörtliche Zeitung lesen könnte, landen im Stall, da kann man immer mal welche gebrauchen.

In diesem Zusammenhand fällt mir noch eine schöne Geschichte ein, die eine Bekannte einst erlebte:

Nach dem Abitur zog sie bei ihren Eltern aus und lebte in einer anderen Stadt bei Oma und Opa. Das hatte viele Vorteile für alle. Mama — Männer sind Männer, Frauen bleiben Mütter — war beruhigt, daß ihr ‚Kind‘ gut versorgt war. Oma und Opa hatten in ihrem Häuschen im Keller genug Platz, daß die Enkeltochter einziehen konnte. Das Enkelkind hatte in der neuen Stadt gleich Familienanschluß und konnte die Infrastruktur (Waschmaschine) mitbenutzen. Und Oma war froh, daß die wen zum betüddeln hatte. Und Opa freute sich über ein wenig Hilfe bei der Gartenarbeit.

Nach kurzer Zeit stellte es sich als zweckmäßiger heraus, daß die Enkeltochter nicht selbst wartet, bis sie eine Maschinenladung schmutzige Wäsche zusammenhat sondern daß Oma Enkeltochtern Klamotten mitwäscht. Der Oma gefliel nicht immer, was die Enkeltochter trug („Viel zu knapp diese Schlüpfer“ — „Die heißen String und ich trag sie gerne, Oma…“), aber Oma achtete sehr darauf, daß die Sachen alle in Ordnung waren. Wo eine Naht zu nähen war, warf sie ihre Nähmaschine an. Um lange Diskussionen, ob dieses oder jenes Stück noch tragbar oder schon zu kaputt und aussondernswert wäre, zu vermeiden, fuhr Oma mit den Stücken in die Stadt, klapperte die entsprechenden Geschäfte ab und kaufte Ersatz, den sie der Enkeltochter bei passender Gelegenheit unterjubelte.

Oma hatte auch eine gute Begründung dafür: „Stell Dir vor, Dir passiert noch was und Du wirst ausgezogen, Kind, muß ja nicht gleich im Krankenhaus nach einem Unfall sein, und dann haste kein schönes Unterzeug an, nenene, dann besser so…“

Das überzeugte dann auch die Enkeltochter, die diese Geschichte irgendwann man zum Besten gab.

Neue Kategorie im Blog: Geschichten

Immer wierder gibt es Geschichten, die zu schön sind, um sie nicht aufzuschreiben, nicht festzuhalten, nicht weiterzugeben, daher hint es also nun eine neue Kategorie in diesem Blog. Bekanntlich schreibt das Leben die schönsten Geschichten und ich habe mich vom Leben auch inspirieren lassen.

Allerdings ist nicht alles genau so passiert, wie es hier geschrieben ist. Manchmal muß ich Details ändern, denn nicht jeder möchte oder darf erkannt werden, manchmal sind die Dinge, die ich hier schreibe so derlange her, daß ich mich nicht mehr an alle Kleinigkeiten genau erinnere(n kann oder will). Manchmal habe ich aus dramaturgischen Gründen die eine oder andere Kleinigkeit verändert.

Hauptsache, mir (und Euch) gefallen diese Geschichten.

Kreativität in Küche oder Kantine

Jeder wünscht sich … Nein, nicht jeder, aber viele Menschen, die sich bekochen lassen (müssen), freuen sich über Abwechslung. Wer möchte alle paar Tage oder Wochen immer wieder die gleichen Gerichte essen?

Und ab und zu ein paar ausgefallene Gerichte, die den kulinarischen Horizont erweitern, sind auch eine tolle Idee.

Beschränkt sich die Kreativität jedoch auch auf die Schreibweisen der Gerichtem hält sich zumindest meine Begeisterung in überschaubaren Grenzen:

„Fischfileh“ wird vielleicht so gesprochen aber „Fischfilet“ geschrieben

oder

„Kartoffel-Weddsches“, gemeint sind bestimmt „Kartoffel-Wedges“, die man auf gut deutsch auch einfach Kartoffelspalten nennen könnte. Dadurch schmecken sie auch nicht schlechter.

oder

„Fischfilet Bordolaise“ wird so sprochen, kommt aber aus der Stadt Bordeaux

am besten war aber

„Fischfilet Bordellaise“, da fragt sich der Leser immer, in welchem Puff die Damen früher gekocht haben 🙂

 

Wireless ist ganz praktisch

Früher brauchte man für seinen Computer viele Kabel. Für Strom. Für Internet. Alles vorbei. Wer mit Laptop oder einem Tablet-Gerät irgendwo in der Wohnung oder auf der Terrasse sitzt, lernt die Vorteile der Kabellosigkeit schnell zu schätzen.

Warum auch nicht? Moderne Akkumulatoren speichern viel Energie, moderne Geräte haben gelernt, Energie effizient einzusetzen und Internet kann man auch par Funk statt Kabel übertragen.

Ähnliches haben sich wohl auch die Leute gedacht, die diesen Strommast aufgestellt haben. Wozu noch Kabel verlegen, wenn es auch per Funk geht?

Keine Kabel em Strommast

Keine Kabel em Strommast

Ein genauer Blick zeigt, daß wirklich keine Kabel am Mast sind:

Das Detailbild beweist: Es sind wirklich keine Kabel da

Das Detailbild beweist: Es sind wirklich keine Kabel da

Meine Beleitung wollte mir das mit dem Strom per Funk dann doch nicht ganz glauben. Ob das am 1. April lag?

Schlösser an Brückengeländern

Spaziergang charmanter Begleitung. Wir gehen durch einen Park, in dem auch Brücken über Wasser führen. An einer dieser Brücken entdecket meine Begleitung Vorhängeschlösser, die an das Brückengeländer gehängt sind. Das sah so aus:

Ein Zeichen ewiger Liebe?

Ein Zeichen ewiger Liebe?

Sie kannte diesen Brauch nicht, doch ich konnte sie aufklären: Die Schlösser werden von Verliebten als Zeichen ewiger Liebe am Geländer angebracht, der Schlüssel danach ins Wasser geworfen.

Meine Begleitung dachte, ich wollte sie auf den Arm nehmen:

Und wenn man den Liebsten mit einer Kette fesselt, sie mit dem Schloß sichert und ihn dann übers Geländer wirft, dann hält die Liebe sogar bis in den Tod…

Ich gebe zu, die Idee ist nicht unoriginell, wäre mir aber viel zu unromantisch. Vielleicht eine Anregung für den verehrten Blogger-Kollegen German Psycho? Wieso hat der eigentlich so lange nichts mehr gebloggt? Wurde er in letzter Zeit von irgendjemandem lebend gesehen?

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

Neueste Kommentare
Archiv
  • 2017 (18)
  • 2016 (18)
  • 2015 (21)
  • 2014 (61)
  • 2013 (78)
  • 2012 (91)
  • 2011 (67)
  • 2010 (99)
  • 2009 (105)
  • 2008 (96)
  • 2007 (94)
  • 2006 (83)
  • 2005 (123)
  • 2004 (129)
  • 2003 (30)
Kategorien