Archiv für Juni 2013

#Neuland

Betreten wir wirklich #Neuland, wenn es um das Internet geht? Was für eine dumme Frage. Wirklich?

Wer diesen Text hier liest, ist eigentlich nicht die Zielgruppe, ist längst angekommen in Digitalien ooder in unserer modernen Welt. Aber was ist mit den anderen? Den Menschen, die denken, wir wären nicht normal, weil wir morgens nach dem Wachwerden erstmal unseren PC anmachen, dann ins Bad gehen und dann — natürlich online, wie denn auch sonst? — lesen, was in der Welt passiert ist?

Diese Menschen bezeichnen uns gerne als „computersüchtig“ oder „internetsüchtig“. Ist das wirklich so?

Bemühen wir mal Vergleiche: Fast jeder benutzt elektrischen Strom. Morgens weckt einen der (elektrische) Radiowecker, wir schalten das (elektrische) Licht ein, benutzen die (elektrische) Maschine, um uns Kaffee zu kochen, gehen dann ins Bad. Dort benutzen wir (elektrische) Zahnbürsten, (elektrische) Rasierapparate, vielleicht einen (elektrischen) Fön. Dann ziehen wir Kleidung an, die von einer (elektrischen) Waschmaschine gewaschen und von einem (elektrischen) Wäschetrockner getrocknet wurde. Und auch das Bügeleisen wird mit Strom statt mit glühenden Kohlen beheizt …

Fühlen sich Menschen deswegen stromsüchtig? Fühlen sich Menschen wegen ihrer „Stromsucht“ deswegen schlecht?

Natürlich nicht. Strom ist heute selbstverständlich. Er kommt aus der Steckdose. Wie empfinden Strom als so selbstverständlich, daß wir uns (zu) wenig für seine Herstellung interessieren. Strom ist da. Punkt. Und wenn er mal nicht da ist, haben wir ein Problem.

Und nun zurück zum Thema: Internet. Internet zu haben und zu nutzen ist noch(?) nicht so selbstverständlich wie Strom zu haben und zu nutzen. Noch immer gibt es Gegenden in Deutschland, in denen schnelles Internet keine Selbstverständlichkeit ist. Stellen wir uns einmal Straßenzüge vor, in denen kein Strom verfügbar wäre, vor. Und-denk-bar? Aber flächendeckende Verfügbarkeit von (V)DSL ist immer noch nicht gegeben.

Gut, seien wir ehrlich, wir sind die Speerspitze der Entwicklung. Ich habe mal überlegt, seit wann ich online bin, es sind fast 30 Jahre. Galten Mailboxen früher als Geheimtip, kennt sie heute kaum noch jemand. Dann war ich bei der Gründung eines kleinen privaten Internet-Providers dabei (Offenes Netz e.V), den Verein gibt es heute als Provider auch schon lange nicht mehr. Internet kommt inzwischen vielerorts aus der (Telefon- oder Kabelfernsehen-) Steckdose.

Wir haben Webseiten mit der Hand ‚gestrickt‘, lange bevor es dafür spezielle Werkzeuge oder Baukästen gab. Ja, wir waren Helden, damals.

Doch immer sind weite Teile der Bevölkerung nicht da, wo wir heute sind. Klar, das dauert. Wieder ein Vergleich:

Jahrhunderte nutzte der Mensch das Pferd. Als Arbeitstier. Und um in das nächste Dort zu kommen. Ja, viele Menschen sind damals nicht weit herumgekommen, blieben in einem (recht) engen Radius um ihren Geburtsort. Wer doch in das nächste Dorf (oder noch weiter weg wollte), der sattelte ein Pferd oder spannte die Pferde an.

Dann (1886) wurden plötzlich pferdelose Kutschen erfunden. Nach und nach wurde das Pferd durch das Automobil (teilweise zunächst durch das Motorrad) verdrängt. Nach zwei Jahrzehnten (1906) war das Auto in den ersten großen Städten Alltagsbild. Und dann noch ein paar Jahrzehnte, bis nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Wirtschaftswunder (1956~1966) danach jeder vom eigenen Automobil nicht nur träumen konnte. Heute, so runde 120 Jahre später sind wir lange in einer mobilen Gesellschaft angekommen und das Autobobil ist nicht mehr wegzudenken. (Ja, ich kann reiten, einigermaßen zumindest, aber sehe das Pferd als Partner für Sport und Freizeit. Und ich fahre mit dem Auto zum Pferd…)

Genug Vergleich, zurück zum Neuland. Ich denke, es wird noch eine Weile dauern, bis Internet und seine Nutzung für uns genauso selbstverständlich sein wird, wie es heute Strom und Automobil sind.

Seien wir ehrlich, welche Veränderungen die Zukunft bringen wird, wenn alle und alles vernetzt sein werden, was das für unser Leben bedeuten wird, können wir uns heute so wenig ausmalen wie sich einst Berta Benz die modernen Innenstädte von heute vorstellen konnte.

Es bleibt spannend.

Berlin-Impressionen

Die Kö-Nik-liche Karosse war mal wieder unterwegs, diesmal in Berlin. Hier ein paar meiner Impressionen:

1.) Anreise
Eigentlich wollte ich abends, gleich nach der Arbeit fahren, aber das war keine so gute Idee. Flexibilität bei der Planung ermöglichte das Ausschlafen und Losfahren, wenn einem danach war. Besser als müde oder gar eventuell übermüdet loszufahren und fahren zu ‚müssen‘, um endlich ankommen zu können.

2.) Fahrtroute
Wer von Lübeck gen Berlin möchte, kann sich auf der B207 bis zur (ehemaligen Transit-) Autobahn A24 durchschlagen. Das ist aber wie Sand in der Unterhose, womit man bekanntlich noch marschieren kann, aber es macht keinen Spaß.
Eine alternative Route ist angenehmer und streßfreier: In Lübeck auf die neue B207, am Hochschulstadtteil vorbei, dann in Lübeck-Süd auf die A20. Am Kreuz Wismar dann von der A20 auf die A14. Dort ist sehr wenig Verkehr, man glaubt stellenweise, die Autobahn für sich alleine zu haben. Dann am Kreuz Schwerin von der A14 auf die A24, die alte Autobahn von Hamburg nach Berlin. Am Kreuz Havelland fährt man dann auf der A10 und dann noch ein Stück auf der A111 und schon ist man angekommen.

3.) Fahrweise
Ich war relativ langsam unterwegs. Selten schneller als 120km/h, aber das reicht auf ziemlich leeren Autobahnen locker aus und schon Umwelt und Geldbeutel.

4.) Hausnummern in Berlin
Als etwas verwirrend empfand ich die unterschiedlichen Systeme der Vergabe des Hausnummern. Daß auf einer Seite angefangen wird zu zählen, am Ende der Straße dann auf der anderen Seite wieder gezählt wird, war mir neu. Inzwischen habe ich nachgelesen, daß es da tatsächlich ein (altes) System namens Hufeisennummerierung gibt. Inzwischen habe ich aber gelernt, in welches Haus ich muß und werde mich beim nächsten Besuch nicht verwirren lassen.

5.) Kulinarisches
Angenehm überrascht war ich von den vielen und vielfältigen Möglichkeiten des aushäusigen Essens. Berlin als eine der beiden deutschen Weltstädte — Hamburg zähle ich als die andere — hat den Vorteil, viele Menschen aus fernen Ländern zu beherrbergen. Und so ziemlich jede Kultur bereicherte den Speiseplan um ihre eigene landestypische Küche. Ich freue mich schon auf die nächsten kulinarischen Streifzüge…

I see cowboys…

Die Beach Boys sangen einst „I can hear music“, woanders heißt es: „I see cowboys“

foursquare-checkin: "I see cowboys"

foursquare-checkin: „I see cowboys“

und frag sich dann, wie man ausgerechnet darauf kommen könne. Die Antwort ergibt sich bei einem Blick aus dem Fenster:

Der Ausstatter für den Großstadt-Cowboy und Namensgeber für den Checkin oben...

Der Ausstatter für den Großstadt-Cowboy und Namensgeber für den Checkin oben…

 

Klimaerwärmung

Klimaerwärmung hin oder her, ich bin froh, daß ich einen Ofen im Wohnzimmer habe. Und den habe ich gerade eben angemacht …

sprach sie, legte ein paar Scheite Holz nach und hörte endlich auf zu frieren. Heute, am 30. Juni. Also eigentlich mitten im Sommer.

Autofahrer mit Humor

Für manche Menschen ist ein Auto nur ein Auto. Es soll von A nach B fahren.

Für andere Menschen ist ihr Auto Ausdruck eines Lebensgefühls, entsprechend sind ihre Autos aufgemotzt oder zurechtgemacht. Der Fahrer dieses VW-Bus setzte auch sein ganz eigenes Statement:

Der Name ist Programm

Der Name ist Programm

 

Der Stau ist immer nur vor einem, nie dahinter :-)

Der Stau ist immer nur vor einem, nie dahinter 🙂

 

Klare Ansage: Tickethalter

Klare Ansage: Tickethalter

 

Scharf, schärfer, Wasabi

Was die Schärfe von Lebensmitteln oder Gewürzen angeht, betrachte ich mich als fortgeschrittenen Wahnsinnigen. Entsprechend wenig Respekt hatte ich vor dieser Wasabi-Paste:

Nicht von schlechten Eltern: Wasabi Paste

Nicht von schlechten Eltern: Wasabi Paste

Schnell wurde ich eines Besseren belehrt, der leichte Erstickungsanfall nach einem Teelöffel voll war nicht gespielt. Verdammt lecker, aber auch verdammt scharf.

Senf, nicht nur für King Kong

Die Anspielung an den berühmten Monsteraffen King Kong ist unvermeidlich, wie ein Blick auf das Etikett der Flasche deutlich macht:

King Kong und der leckere Senf

King Kong und der leckere Senf

Und wer sich fragt, woher er diese Sauce bekommen könnte, dem empfehle ich einen Besuch in Berlin oder den Hersteller direkt. Es handelt sich um das Haus der Feinen Kost.

Gute Freundin … richtig gute Freundin

Eine gute Freudin weiß, was mir gefällt und was mich scharf macht.

Eine richtig gute Freundin weiß das nicht nur, sie hat es auch im Haus:

Kommt auf meinen Einkaufszettel: Fuchs Harissa

Kommt auf meinen Einkaufszettel: Fuchs Harissa

Wer sich unter Harrissa nichts vorstellen kann, lese hier nach oder stelle Selbstversuche an. Es lohnt sich.

Forte? Fortissimo!

Der Reisende weilte im Land der Franzosen und dachte an mich. Und da er es nicht beim Denken beließ, brachte er auch Senf mit. Dijon-Senf ist bekanntlich schon recht kräftig, aber diese Sorte Dijon-Senf „Forte“ trägt ihren Namen wirklich zu recht. Fast hätte man „Fortissimo“ schreiben können. Bravo, Maestro!

Fortissimo: Moutarde Forte

Fortissimo: Moutarde Forte

Kühne Senfvariationen

Der Besuch beim Friseur erzeugte in mir ein leichtes Hungergefühl, also schlenderte ich durch den Supermarkt, darauf wartend, daß mich irgendetwas ‚anspricht‘ und mir (s)ein hypnotisches „Kauf mich“ ins Ohr flüstert. Ziellos zog ich durch die Gänge als ich auf das hier stieß:

Schön scharfer Senf mit leckerer Meerrettichnote

Schön scharfer Senf mit leckerer Meerrettichnote

Direkt daneben, gab es dann diesen Senf:

Die drei Flammen der Warnung sind kein Scherz. Sehr lecker und sehr scharf

Die drei Flammen der Warnung sind kein Scherz. Sehr lecker und sehr scharf

Ich mußte beide Sorten natürlich gleich ausprobieren. Mein Urteil: Sehr lecker, richtig scharf. Und garantiert nichts für Warmduscher und Elektrogriller…

 

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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