Archiv für April 2014

Auch ich hab’s getan

Koks, ein Fußballtrainer ist darüber gestolpert, in so manchen Büros soll es angeblich häufig zur Leistungssteigerung eingesetzt werden und nun habe ich auch ich es getan und den Tag im Büro mit einer ordentlichen Ladung Koks begonnen:

Koks 1

Und es stimmt wirklich, Koks bringt einen ordentlich auf Touren, was immer so gesagt wird, stimmt wirklich:

Koks 2

Auch wenn es sich hierbei nur um einen Energydrink handelte 🙂

Und noch einmal vielen Dank an den freundlichen Koks-Dealer.

Setz Dich hin, Mann!

Bekanntlich gibt es Geschäfte, die Mann stehend oder sitzend erledigen kann. Und da scheiden sich die Geister. Manche empfinden es als ‚unmännlich‘, sich hinzusetzen und wollen es lieber im Stehen erledigen.

Der Beruf prägt den Menschen, ich arbeite als Admin, warum sollte ich bei etwas stehen, wenn ich auch bequem sitzen kann? Aber daß muß dann jeder für sich selbst entscheiden. Bedingung ist, daß die hygienischen Bedingungen Sitzen ermöglichen. Bin ich unterwegs, an Orten, an denen Toiletten von vielen Menschen aufgesucht werden, wo häufige Reinigung aufwendig und damit auch teuer ist, wo die Sauberkeit zu wünschen läßt, da muß ich dann eben auch stehen.

Und es gibt noch einen guten Grund, sich hinzusetzen. Aber darüber rede ich erst nachdem ihr auf Weiterlesen geklickt habt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Rettungsgasse … und Idioten auf der Autobahn

Berufsverkehr, eine Baustelle und der österliche Reiseverkehr sorgten dafür, daß die kö-Nik-liche Karosse im Stau stand. Gut, sowas kommt vor. Jeder Stau hat ein Ende und es gilt die Zeit zu überbrücken. Getränke sind immer im Auto, im Radio ist ein Sender mit passender Musik gefunden nun gilt es nur noch zu entspannen.

Falsch!

Vor der Entspannung sollte man eine Rettungsgasse bilden, damit Rettungsfahrzeuge so schnell wie möglich dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden. Wie war das noch mit der Rettungsgasse? Hier gibt es eine Eselsbrücke, wer wohin ausweichen soll:

Linke Spur nach Links, Rest nach Rechts

Der Merksatz ist herrlich blöd, aber leicht zu merken.

Noch nochwas, liebe Drängler und Ich-bin-Wichtig-Typen in euren großen BMWs, Audis und Mercedessen: Die Standspur ist nicht dazu da, daß ihr bei Stau darauf fahrt und so das Bilden einer Rettungsgasse verhindert.

„Geniale“ Management-Methoden

Immer wieder hört der Laie von angeblich genialen Management-Methoden, die enorm was bringen sollen. Mit geradezu religiösem Eifer verkünden ihre Anhänger, daß man so und nur so ein Unternehmen führen könne. Und wie immer im Leben ist eine gewisse Skepsis angebracht.

Neilich unterhielten sich zwei, dem Aussehen nach zu urteilen, gestandene Menschen über Sinn und Unsinn dessen, was von ganz oben vorgegeben wird. Sie lästerten über 5A/5S und wie mangelhaft es oft umgesetzt wird. Da werden eingelagerte Ersatzteile entsorgt, um sie ein paar Monate neu beschaffen zu müssen, hauptsache, es wurde in der Zwischenzeit weniger Lagerplatz „verbraucht“. Daß dann im Lager mehr Regalflächen frei waren, interessierte niemanden, hauptsache, irgendwelchen Kennzahlen waren in der Zeit angehübscht manipuliert optimiert.

Beide waren sich einig, Bullshit-Bingo ist als Begriff lustig, gefährlich wird’s wenn einige Leute, den Mist, den sie von sich geben, glauben und versuchen, den Mist wirklich umzusetzen. Den krönenden Abschluß ihrer Lästereien fand eine ganz neue Management-Weisheit: 4K

4K : Keine Kunden, Keine Kosten

Damit hatten sie den Optimierungswahn in Sachen Kostenreduktion schön auf den Punkt gebracht.

Glashaus und Steine

Ich bin auf dem Weg zum Sport, habe schon einen Teil meiner Sportkleidung, in diesem Fall eine Reithose, an und belade mein Auto mit dem restlichen Krempel, den man so braucht.

Ein junges Paar kommt vorbei, sieht mein Beinkleid und sie kommentiert es mit abfälligen Bemerkungen. Sie gehen vorbei und ich sehe ihr hinherher. Sie trägt eine dunkle halbtransparente Leggings, durch die sich nicht nur die Unterhose abzeichnet sondern auch noch farblich durchscheint.

Wie war das mit dem Glashaus und den Steinen? Ich hatte wenigstens ’ne Ausrede, warum ich solche Hosen trage.

Worte und Taten

Eigentlich ist ja schon Frühling, doch muß sich jeder Tag erneut darauf besinnen und fängt manchmal noch sehr kalt an. Wer sein Auto unter dem Sternenzelt parkt und heute morgen früh genug los wollte, nahm erstmal den Eiskratzer zur Hand.

So erging es auch mir. Der Motor lief und erzeugte Strom und Wärme. Strom für die Heckscheibenheizung und Scheinwerfer, leicht angewärmte Luft verhinderte das Beschlagen der Frontscheibe von innen, während der Fahrer (in dicker Jacke) die Scheibe vom weißen Überzug befreite.

Eine Frau kam vorbei, hielt an, drückte ihr Mißfallen mit einer verzogenen Miene aus und belehrte mich mit unfreundlichen Worten:

Motorlaufen lassen ist aber umweltschädlich, voll die Sauerei…

zog dabei an der Zigarette und warf sie nach dem letzten Zug achtlos auf die Straße. Mein schlechtes Gewissen ob des warmlaufenden Motors wurde gleich etwas kleiner 🙂

Kriminelle(r) SozialschmarotzerIN

Mit der sinngemäßen Aussage, er sei doch kein Sozialschmarotzer, versuchte sich ein bekannter Steuerkrimineller rauszureden. Hat ja auch fast geklappt. Allerdings muß er nun doch in den Knast. Jedenfalls auf dem Papier. Mal sehen, wie das in der Realität aussehen wird. Es deutet sich an, daß nur ein sehr kurzer Teil der Strafe tatsächlich ‚richtig‘ abgesessen werden muß, der überwiegende Teil wird in offenen Vollzug stattfinden.

Lassen wir usn das mal auf der Zunge zergehen.

So mancher Bezieher von Hartz-IV muß sich von (selbsternannten) Leistungsträgern der Gesellschaft als „Sozialschmarotzer“ bezeichnen lassen, obwohl er die Leistungen in Anspruch nimmt, die ihm gesetzlich zustehen. Wir reden hier von runden 350 Euro im Monat plus den Kosten für eine (bescheidene) Unterkunft, also von ca. 700 Euro.

Wer dann mal eben 28 Millionen Steuern nicht bezahlt, will kein Sozialschmarotzer sein? Damit wir uns das besser vorstellen können, wieviel Geld 28.000.000 Euro sind. Man könnte davon knapp 3.500 Menschen ein Jahr lang Hartz-IV (plus Miete in gleicher Höhe) bezahlen.

Rechnen wir mal anders: Alleine von den Zinsen so einer Summe könnte man knapp 70 Personen Hartz-IV (plus Miete) bezahlen. Na, immer noch kein Sozialschmarotzertum?

Vor Gericht wurden mal eben 70.000 Blatt Unterlagen nachgereicht. Damit wir uns auch diese Menge vorstellen können: Ein schneller Abteilungsdrucker braucht dazu 24 Stunden. Und ausreichend Toner-Patronen. Und zwischendurch den Wartungstechniker.

70.000 Blatt, das sind, das sind… Also 500 Blatt sind ein Packen Druckerpapier. 2.500 Blatt sind ein Karton a 5 Packen Druckerpapier. So ein Karton ist schon etwas schwerer. 25.000 Blatt sind 10 Kartons, wir müssen aber 70.000 Blatt haben. Wir kommen also auf 28 Kartons Druckerpapier. Das ist ein Stapel von 2 Kartons quer, 7 dieser Reihen in einer Folge. Und darauf dann noch eine Lage. Das zu bewegen braucht einen einen Hubwagen oder gleich einen Gabelstapler.

Interessant ist auch, daß das Gericht nur wenige Tage brauchte, um sooo große Mengen eingehend zu prüfen. Ein Verdacht liegt in der Luft: Es wird eine Zahl zugegeben, das Finanzamt sagt in bester bayerischer Tradition „Baßt scho“ und das Gericht verteilt dann eine super-niedrige Strafe.

Ja, 3,5 Jahre sind ein Witz. Teilen wir 28.000.000 Euro hinterzogene Steuern durch die Anzahl der Tage Freiheitsstrafe (3,5 Jahre mal 365 Tage), dann kommen wir auf knappe 22.000 Euro. Wenn ich 22.000 Euro Steuern hinterziehe, dann werde ich garantiert zu mehr als zu einem Tag verknackt.

Und da sage noch einer, es gäbe für bestimmte Menschen keinen Promi-Bonus.

Wo wir grad bei Promis sind. Eine prominente Berufs-Emanze, bekannt aus medialer Vorverurteilung von Jörg Kachelmann, hat auch Steuern hinterzogen. Interessant auch hier ist die Rechtfertigung: Sie habe Angst haben müssen, Deutschland verlassen und in die Schweiz gehen zu müssen. Ah ja.

Das klingt so, als ob sich in den 80er und 90er Jahren jeden Tag der wütende Mob mit Fackeln und Mistforken vor der „Emma“-Redaktion versammelte und zum Vergewaltigen, Plündern und Brandschatzen aufrief. Muß irgendwie an mir vorbeigegangen sein. Oder die Betroffene hat eine ganz schlechte Ausrede benutzt.

Pikantes Detail am Rande: Sie hat den deutschen Staat um Steuern betrogen, der ihr Frauenprojekt doch bitte aus Steuermitteln unterstützen sollte.

Ein Gutes hat es: Immerwird wird uns ihr Anblick in den Talk-Shows die nächste Zeit erspart bleiben. Ihre immerwährende „Die Männer sind an allem schuld“-Leier ging mir schon lange auf den Geist. Und in der Sache hilfreich war so eine undifferenzierte Betrachtungsweise schon lange nicht mehr.

Hinweis in eigener Sache: Dieser Artikel lag etwas länger im Entwürfe-Ordner, ich kam einfach nicht zum Bloggen.

Vorsprung dank Tech-Nik

Gilt es freudige Ereignisse zu feiern, dann ist es in vielen Firmen üblich, die Geburt des Kindes, die Hochzeit, oder ein sonstiges Ereignis mit einer Runde Kuchen zu begehen.

Gewöhnlich gibt es dann eine Rundmail, daß in der Teeküche, einem Konferenzraum oder im Büro dann Kuchen verteilt wird. Gibt es keinen Termin, dann gilt das „ab sofort, unverzüglich“ wie es Günter Schabowski formuliert hätte. Und nach kurzer Zeit stehen dann die Kollegen an der Kuchenausgabe.

Während sich noch eine Schlange formierte, kam von hinten eine gehässige Bemerkung: „Na, das ist ja mal wieder typisch, die Kollegen aus der IT sind die ersten am Kuchen-Buffet.“

„Wir haben den Mail-Server um eine Zusatzfunktion erweitert, alle Mails, in denen ‚Kuchen‘ oder ‚Teeküche‘ vorkommen, gehen ungehindert an uns, an alle anderen User mit 5 Minuten Verspätung, das sichert uns den Vorsprung…“

Stille breitete sich aus. Verunsicherter User tauschen ungläubige Blicke aus. „Das ist doch jetzt nicht Euer Ernst, ne? Komm, sag mir, daß das nur ein Scherz war…“

Und die IT-Kollegen zogen mit einem vielsagenden Lächeln und den schönsten Stücken Kuchen wieder in ihre Höhle zurück.

Die Erklärung ist ebenso einfach wie banal: Wir in der IT haben jahr(zehnt)elange Erfahrung mit dem Medium E-Mail und nehmen eingehende Mails mit einem Auge wahr und filtern, was sofort beachtet werden soll und was nicht. Aber, pscht, verratet das nicht weiter. Der Gedanke, daß meine Kollegen nun wirklich darüber nachdenken, daß wir Kucheneinladungen bevorzugt bekommen, ist einfach köstlich.

Genauso köstlich, wie der Kuchen war. Noch einmal vielen Dank und alles Gute.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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