Archiv für Mai 2014

Spaß mit Autokennzeichen

Als ich neulich mal wieder mit der kö-Nik-lichen Karosse unterwegs war, ließ ich meine Blicke schweifen und entdeckte ein Kennzeichen, daß dem Inhaber bestimmt viel Spaß macht, auch wenn sich dieser Spaß nicht jedem erschließt:

BAD-IP 256

 

Ein untrügliches Zeichen

Zu den wichtigsten Fragen des Arbeitstages gehört zweifellos die Frage, was man in der Mittagspause essen könnte und wohin man zum Essen gehen möchte. So geschah es auch auch neulich. Schnell fand sich ein Grüppchen, daß nicht in der Kantine essen wollte, stattdessen wurde der legendäre „Brustwurst-Bruder“ in der Nachbarschaft als Ziel auserkoren.

Das führte zu der Frage, ob man denn eine Jacke bräuchte oder nicht. Immerhin seien wir in Norddeutschland und nicht unter südlicher Sonne und da könne man ja nie wissen ob oder ob nicht…

Eine Kollegin beendete die Diskussion:

Ich hab grad meine Sonnenbrille aufgesetzt, also ist es warm und sonnig.

Die Kollegen waren auf der Stelle überzeugt. Und das Wetter hielt sich daran. Zumindest für die Zeit, die die Mittagspause andauerte.

Ein fast perfekter Plan

Manchmal neigt man dazu, das Offensichtliche nicht zu sehen oder es nicht als Möglichkeit zu erkennen. Bis es dann doch mal jemand sieht, darüber nachdenkt und dann das Potential entdeckt. Erfolg besteht aus diesen 10% Inspiration, dann folgen 90% Transpiration, wie es Thomas Alva Edison einst so treffend formulierte.

Und natürlich redet man während dieser Zeit nicht über die Sache, will man die Idee schützen lassen oder geht es um eine lukrative Umsetzung, dann erst recht nicht. So erging es mir auch kürzlich: Die junge Dame wollte nichts verraten.

Kein Problem für einen Superschurken wie mich. Ich zog meinen Schlüssel an seinem langen Schlüsselband aus der Tasche, setzte es wir ein Pendel ein, sprach mit sanfter, aber eindringlicher Stimme: „Schau auf dieses Pendel, setz Dich hin und schreib alles auf …“

Die junge Dame machte die sprichwörtlichen Kulleraugen, setzte sich wie in Trance und begann nach Stift und Zettel zu greifen. Ich wußte, ich hatte sie. Jetzt würde die mir alles verraten.

„Erst schreibst Du den Plan auf und dann alles über Bielefeld …“

Plötzlich stand sie auf, lächelte mich an und verließ mit einem spöttischem „Bielefeld, haha, darauf falle ich nicht herein …“ den Raum.

Und ich wußte, mein perfekter Plan hatte doch noch gewisse Unzulänglichkeiten. Aber ich gebe mein Superschurken-Ehrenwort, beim nächsten Mal kriege ich sie…

Harry, hol schon mal den Lambo…

Wer träumt nicht davon? Ich habe mir neulich Männertraum Lamborghini wahrmachen können. Das wird übrigens „Lamborgienie“ und nicht „Lambordschinie“ ausgesprochen. Oder ganz salopp: „Lambo“.

Leider durfte ich ihn noch nicht fahren, aber schon mal probesitzen. Geiles Gerät, mit allen Schikanen ausgestattet. Ich freue mich schon die erste Spritztour.

Wie ein wilder Stier: Männertraum Lomborghini

Wie ein wilder Stier: Männertraum Lomborghini

 

Männer werden nicht älter, sie werden besser. Männerträume auch

Männer werden nicht älter, sie werden besser. Männerträume auch

Auch hier etwas Patina. Aber egal.

Auch hier etwas Patina. Aber egal.

Ärgernis Verkehrsfunk

Nein, ich möchte nicht über den Verkehrsfunk an sich meckern. Immerhin ist es eine sehr sinnvoll, Menschen über Gefahren oder Staus zu informieren.

Was mich daran stört, daß diese Warnmeldungen leider bei vielen Sendern mit Musik (oder sonstigem Gedudel) unterlegt sind. Warnungen wie „Auf der A1 kommt Ihnen zwischen Ort-1 und Ort-2 ein Falschfahrer entgegen“ möchte ich so klar und verständlich wie möglich haben. Andere Meldungen übrigens auch.

Also bitte ohne musikalische Untermalung und in einer artikulierten Sprechweise. Wenn das auch nur einen Unfall vermeiden hilft, dann hat es sich gelohnt.

 

(Nicht sehr lange) Eiskalte Reaktion

Neulich im Supermarkt erlebt: Ich wollte für meine Mädels im Stall noch schnell eine Packung Negerküsse kaufen und begab mich in den großen Supermarkt in der Nachbarschaft. Ich war nicht im Discounter, wo die niedrigeren Preise auch mit weniger Personal an den Kassen und damit längeren Wartezeiten erreicht werden.

Die Schlange an der Kasse war lang, denn eine andere Kasse hatte gerade zugemacht. Mir ist klar, daß auch Kassenpersonal Pausen braucht, und daß der Anstum der Kunden höchst unregelmäßig ist. Und wenn dann noch eine Bonrolle gewechselt werden muß, dann geht eben mal eine ‚gefühlte Ewigkeit‘ lang nichts mehr und die Kassenschlange wird schnell lang und länger und die Laune bang und bänger.

Ein nicht mehr ganz so junges Paar fand dann eine Lösung, die ich einerseits total bescheuert finde, menschlich aber nachvollziehen kann. Sie ließen ihre Einkäufe einfach stehen und gingen an der Kasse vorbei. Schade nur, daß sich unter den Einkäufen auch Eispackungen befanden. Eispackungen, die dann recht bald anfangen zu schmelzen und dann unverkäuflich werden. So entgeht dem Supermarkt nicht nur der Gewinn, es entsteht auch ein vermeidbarer Schaden.

Vielleicht sollte eine Botschaft „Wenn ihr uns an der Kasse verarscht, dann verarschen wir euch mit der noch unbezahlten Ware“ gesendet werden? Ich weiß es nicht.

Ich schätze die Wartezeit ab und entschied mich dann, ohne Negerküsse in den Stall zu fahren. Dafür kam ich aber wenigstens pünktlich an.

Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort

Mit der Abgabe seines Ehrenwortes sollte man generell vorsichtig sein, besonders in Schleswig-Holstein. Daß man die Wahrheit sagen sollte, versteht sich von selbst.

Irgendwann, vor vielen Jahren geriet ich in eine Polizeikontrolle. Führerschein und Fahrzeugpapiere. Dummerweise hatte ich nichts dabei, keinen Ausweis, keinen Führerschein. Und auch keine Fahrzeugpapiere, es war nicht einmal mein Auto. Damals kam man noch ohne Ausweis in die Disco, wenn man erwachsen war, so aussah und sich auch so zu benehmen wußte.

Im Laufe des Disco-Abends traf ich eine Bekannte. Ihr ging es nicht so gut. Was ihre verheulten Augen und und das verwischtes Make-up auslöste, war eigentlich auch egal. Dazu kam zuviel Alkohol. Sie sollte nicht mehr fahren, war aber mit dem Auto da. Und da spielte ich dann den Kavalier (oder Retter?) und fuhr sie. In ihrem Auto. Und dann gerieten wir in die Kontrolle.

Da stand ich nun,also eigentlich saß ich ja im Auto und mußte dem Polizisten erklären, daß ich nichts dabei hatte, keinen Personalausweis, keinen „Lappen“ und auch keine Fahrzeugpapiere. Ich wußte nichtmal, wer der Halter des Fahrzeugs war, geschweige denn das Kennzeichen. Ich wußte nur, daß meine Bekannte nicht mehr selbst fahren sollte.

Ich hab ihm dann mein Ehrenwort angeboten, daß ich ich einen Führerschein habe und daß ich in der Nähe wohne und gerne bei einem Spaziergang vorbeikomme und meine Papiere vorzeige. Die Fahrzeugpapiere müsse ich erst noch von der Bekannten holen. Und genau in dem Moment bekam sie einen Schluckauf, der geradezu filmreif war. Der Polizist leuchtete mit seiner Taschenlampe ins Auto, sah sie, sah auch ihren Zustand, drückte ein Auge zu und ließ uns weiterfahren.

Ich wohnte damals nicht weit von der Stelle, an der die Kontrolle war, ich zog meiner Bekannten eine warme Jacke über und dann gingen wir wieder dorthin. Der Polizist staunte nicht schlecht, daß ich mein Ehrenwort tatsächlich wahrmachte und meine Papiere vorzeigte: „Sie glauben ja nicht, wie oft man uns bei einer Kontrolle sonstwas erzählt und auch noch ein Ehrenwort drauf gibt. Daß dann wirklich mal jemand sein Ehrenwort im ernst gibt und es dann noch einhält, das ist schon klasse…“

Er wünschte uns dann noch eine schöne Nacht und ich muß nicht unschön in einer Badewanne liegen. Und meine Bekannte kam sicher nach Hause.

Kindermund tut Wahrheit kund

Kinder verstehen die Welt der Erwachsenen oft nicht. Wie denn auch? Die Welt der Erwachsenen ist nur von Erwachsenen zu verstehen. Und manchmal nicht mal das.

Kinder sehen die Dinge und beurteilen sie nach ihren ganz eigenen Maßstäben. So erging es auch einem Kollegen, der einen Tag im seinem Home-Office verbrachte, während sein Sohn nicht in der Schule war.

Papa, Du hast heute garnicht gearbeitet, Du hast nur telefoniert heute.

Wenn der Sohn wüßte, wie mühsame Arbeit es manchmal sein kann, in einer Telefonkonferenz zu stecken.

Vom Reiten toter Pferde

Wir alle kennen den schönen Vergleich vom Reiten toter Pferde und was man dann tun sollte oder könnte. Meistens beginnt er so:

 Eine uralte Weisheit der Dakota-Indianer besagt: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.“

Dann kommen (mehr oder weniger lange Listen mit Dingen, die wir modernen und aufgeklärten Menschen stattdessen tun. Ich habe im Netz hier und hier schöne Beispiele dafür gefunden. Offenbar fällt es uns manchmal schwer, das Naheliegende zu tun. Warum eigentlich? Und wieso komme ich gerade darauf?

Mich bat jemand um Rat. Ihre Beziehung wurde gerade beendet. Nicht auf die Art, die sie sich gewünscht hatte. Und — natürlich — für sie zu einem unerwarteten Zeitpunkt. Und ehe ich mich versah, wurde ich mit Informationen und Details zugeschüttet und mit Fragen bombardiert. Nun ja…

Schon ein wenig emotionaler Abstand reichte mir, um zu erkennen, daß die Dame ein „totes Pferd“ reitet und es nun an der Zeit war, abzusteigen und sich neu zu orientieren. Nachdem man vom toten Pferd abgestiegen ist, kann man den Weg des Lebens ja auch mal ein paar Schritte zu Fuß gehen. Und dabei sehen, ob es ein neues Pferd gibt, daß einen tragen möchte. Oder eine Kutsche besteigen. Wollte sie aber nicht. Nein, sie wollte ihn zurück und tat auch eine Menge, von dem sie glaubte, das vermeintliche Ziel zu erreichen.

In so einer Situation kann man als Außenstehender wenig machen, um das eigentliche Problem zu lösen. Allerdings kann man Empfehlungen geben. Ich empfahl ihr, Dynamik und Dramatik aus der Sache zu nehmen. Die Situation erstmal abkühlen zu lassen, sich und dem Anderen (mehr als nur etwas) Zeit Ruhe zu gönnen. Und Dinge nicht überzubewerten. Bekanntlich haben die meisten Dinge genau die Bedeutung, die man ihnen zugesteht. Wenn sich jemand, besonders nach einer emotional stark belastenden Beziehung, einfach mal wieder mit anderen Leuten treffen will, dann will er sich vielleicht einfach nur mal wieder mit normalen Leuten treffen und nicht immer Beziehungsarbeit an der Backe haben.

Offenbar gelang es mir nicht, mit meinen Empfehlungen zu ihr durchzudringen. Bereits am nächsten Tag tauchte sie ‚zufällig‘ bei ihm auf und tat auch sonst eine Menge, um den emotionalen Druck aufrechtzuerhalten.  Natürlich ist das kein Weg, die Liebe eines Menschen zurückzugewinnen, klar.

Warum klammern wir uns an Dinge, die unwiederbringlich verloren sind? An Beziehungen die längst gescheitert sind? Warum haben wir solche Angst, loszulassen und darauf zu vertrauen, daß sich eine neue Lösung ergeben wird?

Ist es die Angst, ‚ohne‘ dazustehen? Natürlich haben manche Menschen (zum teil enorme) Verlustängste. Werden die Verlustängste so dermaßen groß, daß sie die eigene Beziehung zerstören, dann haben wir genau das, was man die selbsterfüllende Prophezeiung nennt. Aus der Angst, verlassen zu werden, klammere ich so fest an meinem Partner, daß er mich verlassen wird. Bingo!

Ja, es ist immer schwierig, sich seinen Ängsten zu stellen. Und noch viel schwieriger, das eigene Verhalten zu reflektieren, die eigenen Fehler zu analysieren und dann (systematisch) abzustellen. (Viel) einfacher ist es, wenn einem Menschen andere Wege zeigen. Aber dazu muß man bereit sein.

Ein langer und nicht immer einfacher Weg. Aber auf einem toten Pferd reitend, wird man nie an sein Ziel kommen.

Alles neu macht der Mai

Keine Angst, hier gibt es weder ein neues Blog noch ein neues Design für das alte Blog, ich habe mir mal wieder vorgenbommen, mehr zu bloggen. Oder häufiger.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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