Archiv für 2015

Ticket“systeme“ mal anders :-)

Unterhaltung über Sinn und manchmal auch Unsinn von Ticketsystemen und deren Anwendung: Alle sind sich einig, dass man eigentlich nur arbeiten will und wenn es mal nicht geht, dann lieber gleich schnelle Hilfe bekommen mag, als erst irgendwo anzurufen, in der Warteschleife zu hängen, dann einem Nicht-Muttersprachler zu erklären, wo der Schuh drückt. Der arme Mensch ist wirklich bemüht, einen zu verstehen, aber das scheitert manchmal schon an sprachlichen Hürden. Dann gilt es, kulturelle Brücken zu überwinden. Was dann im Ticket steht, lässt den Supporter manchmal schmunzeln, manchmal bringt es ihn an die Grenze der Verzweiflung. Aber in großen Firmen und sonstigen Behörden geht es nicht anders. Ohne Ticket ist es einfacher und schneller, jemand fand dafür auch ein sehr einleuchtendes Beispiel:

Wenn Du Dir abends ein Bier aus dem Kühlschrank holst, dann machste das auch direkt und ohne Ticket…

Jemand war da andere Meinung und wollte damit nicht hinter dem Berg halten:

Also ich mach bei meiner Frau immer ein Ticket auf und dann holt sie mir ein Bier…

Die Anwesenden waren sich sicher, dass da jemand ein wenig übertrieben hatte 🙂

 

Zeichen, an denen man erkennen kann, dass der Sommer langsam endet…

Bei Einsetzen der Dämmerung hat der Soldat mit baldiger Dunkelheit zu rechnen…

Angeblich steht es so in der ZDV, der Zentralen Dienstvorschrift der Bundeswehr. Keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht. Es ist ja auch egal. Aber generell ist es manchmal gut, auf kommende Ereignisse hingewiesen zu werden. Hier ein paar Anzeichen, dass der Sommer so langsam endet:

– In den Supermärkten gibt es Halloween-Artikel und die Grillkohle steht in der Resteabteilung

– Überall wird auf Oktoberfest gemacht

– Die ersten Laubbläser pusten heruntergefallene Blätter von den Bäumen

– Im Supermarkt wird Frostschutz für die Scheibenreinigungsanlage des Autos verkauft. Aber ich hab mich dann auch mal eingedeckt. Auch wenn der Sommer gerne noch ein paar Tage anhalten darf…

Interessanter Dialog

Sie trafen einander nach einiger Zeit wieder. Er hatte sich optisch ein wenig verändert, was nicht unbedingt ihren Gefallen fand. So stichelte sie auch über seine neue Frisur. Das ließ ihn völlig kalt und lässig antwortete er:

Ich trag das, weil ich’s kann … und weil es geil aussieht, Baby!

Es war klar, dass sie so eine freche Ansage nicht im Raum stehen lassen konnte. Wollte sie auch nicht:

Aus welchen Film hast Du das denn geklaut? „Porno 1“, „Porno 2“ oder „Porno 3“?

Leider habe ich nicht mehr erfahren, wie der Dialog weiterging, aber ich glaube, die beiden hatten Spaß…

Interessanter Versprecher

Überall dort, wo die IT-Infrastruktur etwas größer ist, installiert man Software nicht mehr per Hand von einem ‚Schlüsselbund‘ voller USB-Sticks. Man nimmt eine Softwareverteilung. So kann man seine Softwarepakete bequem auf alle (oder nur ausgesuchte) Maschinen verteilen, oder auf nur eine einzelne Maschine.

Praktikanten, die ich betreue, sollen während ihres Praktikums bei mir Dinge sehen und ausprobieren, die sie zu Hause nicht sehen können. Also wollte ich auch der Praktikantin zeigen, wie so etwas in der Praxis funktioniert, sie sollte selbst ein Paket einer Maschine anbieten und es dann dort halbautomatisch installieren. Ich erklärte, welche Schritte dazu auf dem Verteilungs-Server nötig sind und auch, was auf dem Client zu tun sei. Und dann sollte sie die Dinge — unter meiner Aufsicht — selbst machen. Das fand sie dann recht interessant bis aufregend. Vielleicht auch etwas sehr aufregend, so kam es zu folgendem Versprecher:

Jetzt setze ich dort den Haken und dann klicke ich auf „Install Infected“…

An meinem Lachen erkannte sie, dass ihr wohl einen kleinen Fehler unterlaufen war. Dann lachte sie auch und korrigierte sich: „Ich will auch lieber ausgewählte als infizierte Software installieren…“ Und so machte sie es dann auch.

Mal wieder Senf aus Finnland

Es war wohl in einer lauen Mittsommernacht, als sich die Reitende Botin im Schutze der Dunkelheit über die Finnisch-Deutsche Grenze schlich. Die Hufe ihres Pferdes mit Lappen umwickelt, damit sie lautlos an der Grenzstation vorbeireiten konnte, in den Satteltaschen des Pferdes dann die Beute: Sie brachte leckeren finnischen Senf mit.

Im Schutze der Dunkelheit in einer Mittsommernacht über die Grenze geschmuggelt

Im Schutze der Dunkelheit in einer Mittsommernacht über die Grenze geschmuggelt

Jedenfalls stelle ich mir vor, dass es genau so passiert ist. Aber vielleicht war es auch ganz anders. Wie auch immer, der Senf ist war super-lecker. Vielen Dank an die Reitende Botin.

Scharfe Zeit

Die junge Dame, die mich einst mit dem (legendären) scharfen Bikini überraschte, mag es auch sonst gerne scharf:

Scharfe Uhr (nur leider nicht so ganz scharf fotografiert)

Scharfe Uhr (nur leider nicht so ganz scharf fotografiert)

Gott sieht alles

Gott sieht bekanntlich alles.

Damit bestimmte Missetaten nicht erst im Jenseits sondern schon im Diesseits geahndet werden können, hat sein Bodenpersonal Kameras aufgestellt. Und damit das auch jeder mitbekommt, hängt da dieses Schild:

Gott sieht alles, sein Bodenpersonal auch :-)

Gott sieht alles, sein Bodenpersonal auch 🙂

Anzeichen, dass es zu heiß ist…

Der Sommer hat seine heißeste Phase wohl hoffentlich hinter sich. Hier meine sehr subjektive Zwischenbilanz, woran man erkennt, dass es zu heiß ist:

Kollegen aus Büros ohne Klimaanlage kommen unter merkwürdigen Verwänden zu uns ins Büro und es macht ihnen auch überhaupt nichts aus, etwas auf uns warten zu müssen, während wir noch telefonieren.

Der Spaßvogel, der die Klimaanlage ein paar Grad kälter eingestellt hatte, bekommt dafür Dank und Anerkennung ausgesprochen.

So manche Kollegin läuft barfuß durchs Büro.

Während die männlichen Kollegen langes Hosenbein tragen müssen, optimieren die weiblichen Kollegen die Länge von Röcken und Kleidern.

Auf dem Firmenparkplatz sieht man mehr Cabrios als sonst.

Eine Kollegin, sonst eher Mischung aus grauer Maus und Eisprinzessin, öffnet schwungvoll eine Tür, wirft sie gerade eben nicht an den Kopf, aber ich verliere leicht das Gleichgewicht. Während ich mich noch besinne und wieder aufstehe bringt sie, natürlich ohne eine Mine zu verziehen:

Also sooo schnell wollte ich Dich aber nicht flachlegen…

Und ehe ich mich versah, war sie auch schon den Gang entlang verschwunden. Mir wäre eh keine passende Antwort eingefallen…

Im wilden (kapitalistischen) Westen

Er wollte uns berichten, wo er am Wochenende gewesen war, doch irgendwie passierte ihm ein kleiner Versprecher, so berichtete er von dem „Karl-Marx-Festspielen“ in Bad Segeberg.

Sofort erheiterte Gelächter das Büro und bevor er seinen Lapsus korrigieren konnte, machte daraus jemand einen richtigen Gag:

„Das Kapital des Todes“, nur hier bei den Karl-Marx-Festspielen im (kapitalistischen) Westen…

Der Rest des Tages war dann sehr fröhlich 🙂

(Unnütze) Hinweise auf Verpackungen

Produktverpackungen enthalten viele — oftmals sehr nützliche — Angaben. Einerseits um dem Verbraucher das Produkt, seine Eigenschaften und Vorzüge zu beschreiben; andererseits, weil der Gesetzgeber gewisse Angaben vorschreibt, damit sich der (hoffentlich) mündige Verbraucher informieren kann.

 

Dann gibt es aber noch ganz andere und — wie ich finde — ziemlich nutzlose Hinweise auf Verpackungen. Glaubt ihr nicht? Dann seht Euch doch mal dieses Bild an:

Die Hervorhebung ist von mir

Die Hervorhebung ist von mir

Mal im ernst, liebe Firma Lindt, wer kann Eurer Schokolade schon so lange widerstehen, dass ein Wiederverschließen der Verpackung lohnte? Und meistens teilt man diesen Genuss eh mit ein paar lieben anderen Menschen.

Ginge es nach mir, könnte der Hinweis fehlen.

Und so sah die Tafel von vorne aus…

Äußerst lecker, da lohnt Wiederverschließen nicht, auch wenn es -- theoretisch -- möglich wäre.

Äußerst lecker, da lohnt Wiederverschließen nicht, auch wenn es — theoretisch — möglich wäre.

Und, ja, ich bekam die Schachtel erst hinterher. Vielen Dank an die Spenderin der Schokolade!

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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