Archiv für Oktober 2016

Es werde Licht!

Früher war die Welt recht einfach, wir hatten Glühlampe, die uns erleuchteten. Oder zumindest für Licht sorgten. Genaugenommen für Licht und Wärme, denn die klassische Glühlampe hatte einen relativ niedrigen Wirkungsgrad. Fast alles, was wir an Energie hineinsteckten, wurde zu Wärme, nur ungefähr 5% wurden zu Licht. Dafür waren Glühlampen technisch ausgereift, die Produktion war einfach, damit auch sehr günstig. Die Glühlampe kostete im Handel so um 1 Euro.

Irgendwann kamen Menschen auf die Idee, dass Glühlampen ja böse seien, da sie so ineffizient mit Energie umgehen. Das stimmt, Glühlampen sind ineffizient, aber wer Licht braucht, braucht oft auch Wärme, so dass die (unerwünschte) Abwärme oftmals als (gewünschte) Zusatzheizung diente. Im Sommer, wenn es (dank Sommerzeit) lange hell ist, habe ich wenig Licht an. Im Winter, die Uhr geht wieder richtig, ist es früh dunkel, ich brauche mehr Licht. Und auch Wärme. Trotzdem wurde beschlossen, Glühlampen zu verbieten, genauer, den Handel damit.

Und damit uns nicht völlig die Erleuchtung ausbleiben sollte, wurden uns Kompaktleuchtstofflampen als Ersatz verkauft. Sie waren teurer, sie waren größer, sie enthielten giftige Stoffe, die wir im Falle einer zerbrochenen Lampe nicht einatmen wollten. Wir konnten sie auch nicht einfach entsorgen, sie mussten gesondert entsorgt werden. Und angeblich hielten sie viel länger. Sie brauchten eine kleine Weile, bis sie ihre ansprangen und ihre volle Helligkeit erzeugten. Die klassische Glühlampe war sofort da.

Neulich ging eine solche Kompaktleuchtstofflampe kaputt. Die angebliche Lebensdauer von 5.000 Betriebsstunden hat sie nie im Leben erreicht. Also wollte ich eine neue kaufen. Im Baumarkt wurde ich freundlich darauf hingewiesen, dass es keine Kompaktleuchtstofflampen mehr gäbe, denn sie enthalten ja giftiges Quecksilber. Nun, das war nicht neu. Nun sind LED-Lampen der letzte Schrei und ich bediente mich dann daran. Der Wirkungsgrad soll noch höher sein, sie enthalten keine giftigen Stoffe und sind noch teurer.

Angeblich soll sich das ja über die vielen tausend Betriebsstunden amortisieren. Jedenfalls habe ich nun so eine Photonenschleuder in meiner Küche und staune, wie viel Licht ich für die paar Watt Strom bekomme. Und darüber, ob sich der Kauf jemals rechnen wird, will ich lieber nicht nachdenken.

Kunst, wo keine Kunst ist

Neulich verschlug es mich in ein dem Wind zugewandtes Einkaufszentrum in einem Lübecker Stadtteil. Dort gab es, wie auch oft in anderen Shopping-Centern vorhanden, einen großen Innenbereich, teilweise auch glasüberdacht. Durchaus das, was bei den antiken römischen Baumeistern als Atrium bezeichnet wurde. Dort gab es auch Toiletten. Klar, denn wo viele Menschen sind, wird es auch mal menschliche Bedürfnisse haben.

Soweit alles in Ordnung. Aber warum die Menschen, die die Kontrollzettel für die Toilettenreinigung dann „Herren-Toilette Artrium“ geschrieben haben, hat sich mir nicht erschlossen. Und

Schöner Scheißen mit Klo-Kunst

konnte man da auch nicht…

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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