Archiv für April 2017

IPv6 — Größere IP-Pakete

Die Umstellung des Interprotokolls Version 4 auf die Version 6 — eine Version 5 gab es nie — bringt auch die Möglichkeit größerer IP-Pakete bzw. größerer Nutzlasten mit sich. Das veranlasste einen Admin, sich einen Aprilscherz auszudenken.

Pünktlich am 1. April reichte er bei seinem Chef einen Antrag auf eine Weiterbildung für einen Staplerschein ein. Er begründete dies damit, dass die Umstellung von IPv4 auf IPv6 dann auch größere und schwerere IP-Pakete mit sich brächte und diese unmöglich per Hand abzuholen seien, also bräuchte er dafür einen Staplerschein.

Der IT-Chef, konnte darüber nur müde lächeln, wollte den Admin aber nicht so einfach mit diesem Scherz davonkommen lassen. Daher leitete er den Antrag an den Ober-Chef weiter. Dieser stutze kurz, roch den Braten und beschloss, dem Admin die Suppe zu versalzen. Mit dem IT-Chef wurde dann eine kleine Retourkutsche beschlossen.

Der IT-Chef reagierte scheinbar nicht, als der Admin mal ganz unschuldig nachfragte, was denn aus dem Antrag geworden sei, versprach der IT-Chef, mal nachzufragen, denn er habe das kaum gelesen und gleich weitergeleitet. Ein paar Tage später kam der IT-Chef zum Admin, hielt ihm einen Zettel hin und meinte „unterschreib das mal, geht irgendwie um einen Antrag, den Du gestellt hattest…“

Der Admin staunte nicht schlecht, dass sein Aprilscherz nicht als solcher erkannt wurde und dass er nun tatsächlich einen Staplerkurs besuchen sollte. Und er unterschrieb. In dem Moment kam auch wie zufällig der Ober-Chef vorbei und fragte den Admin, ob er gelesen habe, was er unterschrieben hatte. Hatte der Admin nicht so genau. Der Ober-Chef klärte den Admin dann auf, dass er nun auf den Staplerkurs fahren werde, man ihm aber dafür ein paar Urlaubstage abziehen werde. Das war dann Ober-Chefs Rache am Admin.

Der Ober-Chef hatte dem Admin allerdings die Möglichkeit gelassen, den Antrag zurückzuziehen, dann hätte es keinen Staplerschein gegeben und auch keine abgezogenen Urlaubstage. Der Admin wollte das nun aber durchziehen. Er besuchte dann den Kurs, machte den Schein. Und immer, wenn große Hardwarelieferungen ankommen, braucht die IT-Abteilung niemanden mehr zu fragen und kann das Material direkt von der Warenannahme in die entsprechenden Lager- oder Serverräume transportieren.

IP-Pakete, sei es nun IPv4 oder IPv6, hat der Admin allerdings bis heute nicht mit dem Stapler transportiert 🙂

Einst und jetzt

Viele von uns kennen das vielleicht: Man sieht sich etwas bei Youtube an, folgt danach einem Verweis auf einen anderen interessanten Clip, sieht den an und dann immer so weiter. So landete ich neulich bei „Love Parade 1998 – One World, One Future“ von Dr. Motte und Westbam. Mit diesem Song verbinde ich ein ganz besonderes Erlebnis:

Wir schreiben das Jahr 1998, es ist Sommer, genauer, es ist der 11. Juli 1998. Ich besuche meinen Opa in seinem Seniorenheim. Wie es bei vielen älteren Leuten nicht unüblich ist, steht sein Fernsehapparat nicht einfach auf einem Regal, er hatte einen kleinen Schrank, in dem das Gerät „versteckt“ wurde. Wollte man es benutzen, musste man die Türen öffnen. Je nach dem, wie weit man sie öffnete, bildeten sie eine Art von „Scheuklappen“, so dass man schon direkt vor dem Gerät sitzen musste, um auf den Bildschirm sehen zu können.

So auch diesen Samstagnachmittag. Opa sitzt vor dem Fernsehapparat und sieht gebannt auf den Bildschirm. Er trug dabei einen speziellen Kopfhörer, damit er trotz seiner Schwerhörigkeit den Ton hören konnte, der normale Ton war dann aus. Wie üblich, wenn ich ihn besuchte und er fernsah, fragte ich ihn, was er gerade ansah. Opa verstand mich nicht, er war ganz in sein Fernsehprogrammm vertieft. Ich wurde lauter, fragte erneut. „Ich verfolge den Aufmarsch.“ Ich verstand nur Bahnhof. „Welchen Aufmarsch?“ wollte ich wissen. „Den Aufmarsch in Berlin“ sagte er, ohne aufzublicken. Immer war ich noch nicht schlauer und trat zu ihm, damit ich endlich erkennen konnte, was ihn so fasziniert.

Ich war schockiert. Mein Opa sah sich die Übertragung der Love Parade an. Er musste sich verschaltet haben… „Was siehst Du denn da?“ fragte ich ihn wieder. „Na, die Übertragung von dem Aufmarsch in Berlin. Kenne ich ja noch von früher.“ Mein Opa war fast 100 Jahre alt und hatte bestimmt noch gute Erinnerungen an Aufmärsche mit Marschmusik und Fackelschein, damals im Berlin der 30er Jahre. „Damals war die Musik besser, dafür ist es heute hübscher anzusehen…“ und er deutete auf den Bildschirm, auf dem junge Frauen im sehr knappen Outfits durchs Bild tanzten.

Ich hatte keine weiteren Fragen mehr…

Und ich schwöre, es ist genau so passiert, wie ich es aufschreibe.

Kauf teuer, sonst wird es noch viel teurer!

Der Titel dieses Artikels mag zunächst paradox erscheinen, aber wird sich erklären, wenn man diesen Artikel liest.

BWLer, so sagt man, sind wirklich gut darin, bestimmte Mosaiksteinchen zu Tode zu optimieren. Wenn sie dabei allerdings nicht das gesamte Bild im Auge haben, dann kommt es schnell mal vor, dass die hier zwar einen Euro optimieren können, dadurch aber woanders zusätzliche Kosten von vielen Euro entstehen. Gut, das war dann nicht Aufgabe der Optimierung, kommt vielleicht auch später heraus, wenn der Clownsultant Berater lange woanders sein Unwesen treibt im nächsten Projekt weitere Erfahrungen sammelt.

Denken wir uns wieder einen großen Konzern, den wir uns schon ein paar Artikel weiter vorne gedacht hatten. Und weil wir ja ein großes Unternehmen sind, haben wir Standards. Also kaufen wir möglichst alles an Hardware aus einer Hand. Es gibt ja ein paar Global Player, die einen so ziemlich überall auf der Welt beliefern können, was Laptops, PCs und Server angeht. Und natürlich Monitore…

Weil wir ja ein großes Unternehmen sind, haben wir eine Stelle, die Boot-Images für alle erstellt. Also das Betriebssystem, dann die Hardware-Treiber, die Sprachpakete der jeweiligen Region und dann die Anwendungspakete. Und damit wir nicht für jeden Hardware-Anbieter einzelne Pakete bauen müssen, haben wir eben nur einen Hardware-Lieferanten. Dadurch erreichen wir auch größere Stückzahlen und bessere Preise.

Und weil wir schlau sind, kaufen wir Qualität. Also nicht die Baureihe $Billiger_Plunder sondern die Baureihe $Anständige_Qualität. Ja, es gibt auch bei namhaften Herstellern unterschiedliche Serien, gerade bei Laptops. Hier hat man Metallgehäuse, dort hat man Plastik. Hier sind die Geräte für den Einsatz „Ständig unterwegs“, dort sind die Geräte für dein Einsatz „Wird nur zuhause genutzt und mal Nichtgebraucht zugeklappt“. Und warum bauen die Hersteller mehrere Serien? Der Markt verlangt beides. Ein Teil des Marktes möchte seine Außendienstler (Mitarbeiter lebt aus dem Koffer) bedienen und braucht Geräte, die das den Lebenszyklus des Gerätes aushalten. Ein anderer Teil des Marktes möchte keinen (klobigen) PC, stattdessen lieber einen Laptop, den man bei bedarf aus der Schublade zieht, aufklappt, ihn nutzt, dann wieder zuklappt und in der Schublade verstaut.

Soweit, so … banal.

Was passiert nun, wenn irgendjemand im Unternehmen der Meinung ist, dass die IT-Kosten zu hoch sind? Man holt eine Beratungsfirma, die dann einen Berater ansetzt. Gut, der versteht nur einen kleinen Teil des ganzen Geschäfts, aber er findet dann eine Lösung, mit der man 20% sparen kann.

Wow! 20% Ersparnis. Da bekommen die Projektverantwortlichen dann nicht nur feuchte Augen. Die alten IT-Hasen ahnen jedoch Schlimmes. Womit? Mit Recht! Schnell stellt sich heraus, dass es ein anderer Anbieter werden wird. Und dann dessen Modelle. Und bei genauerer Betrachtung kommt dann raus, dass der Berater Äpfel mit Birnen vergleicht: Hier die Profi-Serie, dort die Amateur-Serie. Weniger Ausstattung, weniger Qualität.

Und nun kommt der ganze Rattenschwanz: Das Team, dass Images gebaut hat, hat erheblichen Mehraufwand, denn der neue Hersteller will seine Treiber in den Images haben, das kostet. Wo man früher bequem 2 Monitore anschließen konnte, braucht es nun zusätzlichen Adapter dafür, die kosten eben zusätzlich. Und da die neuen Geräte, besonders die Laptops, nicht so standfest wie die alten Geräte sind, kommt es vermehrt zu Ausfällen.

Und nun kommt der entscheidende Ansatz, den offenbar viele Berater aus der BWLer-Fraktion nie gelernt oder nie verstanden haben. Man muss immer die Kosten über die gesamte Lebensdauer rechnen und vergleichen. Nehmen wir eine Lebensdauer von 3 Jahren, dann haben wir einmal den Kaufpreis. Naja, eher die Leasingkosten, da wir die Geräte leasen. Der Kaufpreis wirkt sich in den Leasingkosten aus. Aber auch nur recht gering. Denn … dann kommen Kosten für die Grundeinrichtung der Geräte, also Inventarisierung, Grundbetankung mit Betriebssystem und Standard-Software. Und dann kommt die Migration von Programmen und Daten vom Altgerät auf dieses Gerät. Und dann lassen wir Forschungsleiter Dr. Dingenskirchen damit arbeiten. Am Ende der geplanten Lebensdauer kommen dann noch ein paar Arbeiten hinzu: Umzug der Lizenzen auf das Nachfolgegereät, De-Inventarisierung, Löschen der Festplatten, dann die eigentliche Rückgabe / Abholung durch den Leasinggeber.

Fällt ein Gerät aus, dann haben wir zusätzliche Arbeit: Ein neues Gerät muss vom Hersteller angefordert werden, es muss nicht nur inventarisiert werden, es müssen auch Altgerät und Ersatzgerät in den Datenbanken der Leasinggeber „glattgezogen“ werden. Und dann muss Dr. Dingenskirchen solange ohne Laptop auskommen. Oder auf die Schnelle ein Ersatzgerät bekommen. Alles Aufwand, alles Kosten. Jede Stunde, die Herr Doktor nicht (richtig) arbeiten kann, kostet die Firma richtig Geld. Jede Stunde, die die IT (vermeidbaren) Aufwand hat, kostet auch.

Schnell stellt sich heraus, dass man auf dem Papier vielleicht 20% sparen konnte, wenn man aber das gesamte Bild sieht, nicht nur ein Mosaiksteinchen, dass es deutlich teurer wurde. Dass Dr. Dingenskirchen auf die IT nicht mehr gut zu sprechen ist, weil er mit einer Billig-Gurke von Laptop arbeiten muss, ganz zu schweigen.

Ein Kollege formulierte es so:

Vielleicht sollten wir bei den Dienstwagen der Vorstände auch mal 20% sparen. Also keine Sitzheizung mehr, keine Klimaanlage mehr, kleinere Motorierung… dann werden die merken, dann billig eben oftmals viel schlechter ist.

 

Sex sells — Wie „flat“ sind Flatrates?

Ich stehe an einer roten Ampel, mein Blick fällt auf eine Plakatwand. Dort räkelt sich „Alice“ leicht seitlich auf dem Bauch liegend und ist nur mit etwas rotem Schleifenband verhüllt. Sie wirbt für irgendwas mit Telefon und Internet und mit Flatrate und so.

Die Ampel ist noch so rot wie das Band, mit dem ihre Blöße (vor mir) verborgen wird und meine Gedanken schweifen ab. Wieso muß man bei Telefon und Internet mit kaum verhüllten Frauenkörpern werben? Na klar, Sex sells. Viele Produkte lassen sich mit Sex eben besser an den Mann bringen.

Aber wenn schon Werbung mit Sex, dann bitte anständig unanständig. Bei Werbung für eine Flatrate dann bitte entsprechend sehr kurvige Frauen, vielleicht mit dem Spruch: „Das Einzige, was bei mir flach ist, ist meine Flatrate“.

Aber mal im ernst, sind wir schon soweit, daß man selbst Telefon und Internet mit mehr oder weniger nackter Haut verkaufen muß? Bei Werbung für Körperpflegeprodukte oder Unterwäsche kommt man an mehr oder weniger bekleideten Körpern nicht vorbei. Aber bei Telekommunikation?

Nein, ich bin kein religiöser Fundamentalist, der beim Anblick einer unverschleierten Frau gleich Angst vor der Sünde hat, aber muß man wirklich alles mit Sex bewerben? Werde ich meine Bank wechseln, weil die XYZ-Bank mit Sex wirbt? Kaufe ich die Milch der Marke ABC, weil statt glücklichen Kühen auf der Verpackung nun vollbusige Frauen abgebildet sind? Natürlich nicht.

Vielleicht sollte ich deswegen auch nicht zu Alice wechseln. Und wenn das nächste mal die Zeugen Jehovas Vertreter von Alice bei mir an der Tür stehen, dann werde ich betreten gucken und ihnen erklären, daß ich nicht Kunde bei Firmen werde, deren Werbung ich für sexistisch und frauenverachtend halte und mir dabei jedes Grinsen verkneifen.

Und ich werde über deren Reaktion berichten, versprochen.

Hinweis: Dieser Artikel war im alten Blog und hat den Umzug verpasst. Deswegen erscheint er jetzt erneut. Der Originalartikel war aus dem Jahre 2006

Boots On The Ground

Ich hatte es im Eintrag nebenan schon geschrieben: Manchmal hilft einem ein „Helferlein“ in Far-Far-Away nicht viel, überhaupt nicht oder nicht (schnell) genug. Manchmal braucht man Augen, Ohren, Hände und — gaaaaanz wichtig — Sachverstand vor Ort, um Dinge zu entscheiden, zu reparieren oder zu schnell zu reagieren. Der Service aus Far-Far-Away, der denn nach Ende des Monsuns versucht, die Dinge zu verstehen und — im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten, denn man ist ja kein deutscher Muttersprachler — zu erledigen, bringt oftmals nicht die Lösung, die es braucht.

Denken wir uns wieder das große Unternehmen, und denken wir uns wieder Forschungsleiter Dr. Dingenskirchen, der dringend ein paar Sachen ausdrucken möchte, nein, es eilt, der ausdrucken muss. Und nun druckt sein Drucker nicht. Ja, es gibt mittlerweile Follow-Me-Drucklösungen, bei denen man seinen Druckauftrag an einer zentralen Stelle abliefert, sich dann (quer durch ein größeres Firmengelände) auf den Weg macht, um seine Ausdrucke woanders abholt…

Aber bezahlen wir Forschungsleiter Dr. Dingenskirchen wirklich dafür, dass er minutenlang ’spazieren‘ geht weil sein Abteilungsdrucker nicht druckt und er seine Ausdrucke irgendwo abholen muss? Und bezahlen wir Dr. Dingenskirchen auch dafür, dass er beim Anruf der Hotline in Far-Far-Away ein paar Minuten in der Warteschleife hängt? Vor allem, wenn es eine lokale IT gibt, bei der er nur mal ‚pfeiffen‘ müsste, damit die Jungs antraben? Kalkulieren wir mal mit einem Stundensatz von 240€, die Herr Doktor kostet, dann wissen wir, dass jede Minute 4 Euro kostet. 10 Minuten Wartezeit kosten dann lockere 40 Euro. Und dann muss Dr. Dingenskirchen doch noch zum anderen Drucker. Der Weg ist weit, führt ihn mehrere hundert Meter durch Treppenhäuser und Flure, durch einige Brandabschnittstüren (gehen nur auf, wenn man seinen Zugangschip davorhält, dann eine Sekunde wartet und dann die Tür aufdrückt), dann zum Drucker. Dort reiht sich Dr. Dingenskirchen geduldig in die Schlange der Druckerbenutzer ein und wartet, bis er seine Chipkarte vor den Drucker halten kann und dann, bis sein Ausdruck erstellt wird. Dann geht er wieder zurück. Das hat dann eine Viertelstunde gedauert. Also weitere 60 Euro.

Und nun betrachten wir die Kostenersparnis, die sich durch den Service from Far-Far-Away ergeben sollte. Genau: „sollte“: Schnell wurde aus billig eingekauften Service ein schlechter Service.

Denken wir uns einen Produktionsbetrieb, bei dem viele Anlagen PC-gesteuert sind. Und nun denken wir uns einen Ausfall eines solchen Steuerungs-PCs. Eine Zeit lang kann man sich vielleicht mit manueller Steuerung behelfen. Aber das bindet auch Personal und nicht alles kann der Mensch so gut wie der PC. Es droht Stillstand der Produktion. Was kostet eine Stunde Produktionsausfall? Und zahlt das Unternehmen vielleicht Vertragsstrafen, weil Liefertermine nicht eingehalten werden konnten? Natürlich kann man sich auch in diesem Fall auf den Service aus Far-Far-Away verlassen, aber…

Wie formulierte es ein Admin (und Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr) einst so schön:

Natürlich kann ein Unternehmen auf kompetente IT vor Ort verzichten und alles von irgendwo aus administrieren und reparieren lassen. Das ist dann so, als ob Kleinposemuckelsdorf auf die örtliche Feuerwehr verzichtet und im Zweifel dann einen Feuerwehr-Dienstleister aus Großposemuckelsdorf anfordert. Okay, der hat keine (oder keine genaue) Ortskenntnis, kennt nicht die örtlichen Begebenheiten, weiß nicht, in welchen Straßen der Altstadt man nur mit kleinen Fahrzeugen zurechtkommt… Aber man kann viel sparen. Zumindest, solange nichts passiert.

Denn wenn man die Feuerwehr man braucht, dann braucht man sie schnell. Und man braucht Feuerwehrleute, die sich auch in den verwinkelten Gassen der Altstadt auskennen und die Hydranten auch ohne langes Suchen finden.

Man kann es auch etwas anders sehen:

Ohne „Boots On The Ground“ oder „Hands-On“ geht im Zweifel nichts…

 

Spionage als Service

Kleiner Hinweis, dieser Artikel ist etwas… theoretisch. Ich rede hier von Dingen, die gut sein können, es kann aber auch alles ganz anders sein.

Denken wir uns einmal ein großes Unternehmen. So in der Größe eines multinationalen Konzerns. Also viele Länder und in jedem Land dann einen oder mehrere Standorte. Vieles an IT kann man zentralisieren. Sollte man auch. Warum soll an jedem Standort der Admin beim Aufsetzen neuer PCs den Schlüsselbund voller USB-Sticks rausholen und von denen betanken? Man bootet die Maschine und der Rest kommt vom Betankungsserver, davon steht eine lokale Instanz an jedem Standort und betankt dann die Maschinen, so schnell es technisch geht. Die Images werden an zentraler Stelle für eine ganze Region, zum Beispiel Europa, vorbereitet und dann auf den Europa-Server eingespielt, der repliziert wieder an die Standorte. So weit, so gut.

Andere Dinge lassen sich nicht so ohne weiteres zentralisieren. Man braucht in vielen Büros Drucker. Natürlich Netzwerkdrucker. Also auch einen Druck-Server dafür. Und wie alle Server, kann auch dieser Server einmal „stolpern“. Ein altes Admin-Sprichwort formuliert es so:

Im Netzwerk gibt es nur zwei Ursachen von Problemen: Benutzer und Drucker…

Und wenn der Drucker, der drucken sollte, nicht mehr druckt, dann ist … oftmals Holland in Not. Manchmal geht ein Lkw voller Ware erst dann vom Hof, wenn die Papiere ausgedruckt sind. Auch das Stück Terminfracht geht erst dann durch die Zollabfertigung, wenn die Papiere ausgedruckt sind. Manchmal kann es also schon sehr dringend sein, dass eine Störung behoben ist.

Da ist es dann gut, wenn jemand auf den Druck-Server sieht. Das macht der normale Admin so nebenbei. Auf einem seiner vielen Bildschirme zeigt ein Fenster an, welche Drucker oder Druck-Server eine Störung haben. Und dann sieht man sich das an und handelt. Die Tickets, mit denen eine Störung gemeldet, erfasst, behandelt wird und was ITIL noch so alles verlangt, macht man dann eben später.

Manche Firmen kommen nun auf die absonderliche Idee, diese Dinge auszulagern. Vielleicht noch an einen Dienstleister in Far-Far-Away. Gut, dort spricht und versteht man die deutsche Sprache und Mentalität auf seine eigene Art und Weise, was dann manchmal zu gewissen Reibungsverlusten führt. Und auch zu gewissen zeitlichen Verzögerungen. Natürlich kann man sich gewisse SLAs garantieren lassen. Aber solche Garantien sind im Zweifel einen Scheiß wert. Natürlich werden sich die Service-Kräfte um die Sache kümmern, gleich nach Ende des Monsuns.

Aber, worum es mir in diesem Artikel eigentlich geht: Jeder Admin, der auf den Druck-Server sieht, kann sehen, welche Dokumente gedruckt werden. Nicht den Inhalt des Dokuments, nur die Meta-Daten Druckauftrags (Eigentümer, Drucknamen, Datum- und Urzeit). Wer denkt, dass seien keine verwertbaren Informationen, der irrt. Druckt Forschungsleiter Dr. Dingenskirchen zu später Stunde ein Dokument „Angebot über neues Produk QKX“, dann kann man daraus sehr wohl Schlüsse ziehen. Auch kann man auswerten, wie viele SAP-Druckjobs laufen. Laufen sonst pro Tag immer nur X Jobs, seit einiger Zeit aber Y Jobs, kann das ein Zeichen sein, dass die Firma mehr produziert. Auch sehr interessant.

Wenn wir das Monitoring, die Wartung und die Störungsbeseitigung unserer Druck-Server also an Dritte vergeben, dann geben wir wichtige Informationen über unsere Firma aus der Hand. Natürlich können wir glauben, dass niemand diese Informationen jemals sammeln und auswerten werde, erst recht nicht, dass diese Informationen jemals gegen unser Unternehmen verwendet würden. Wir können aber auch an den Weihnachtsmann glauben.

Aus meiner Sicht sprechen zwei Dinge dafür, die Druck-Server vom eigenen Unternehmen, möglichst Personal vom Standort, betreuen zu lassen: Die Meta-Daten gelangen nicht in Feindeshand und im Zweifel haben die Admins vor Ort ein erhebliches Interesse (durch Horden von Benutzern, die mit Fackeln und Mistgabeln vor der Tür stehen) daran, dass die Benutzer wieder drucken können.

Und Deine Daten sind ge-CLOUD-t

Die Cloud, zumindest sagt man es so, sei die Lösung für alle Deine IT-Probleme. Nun gut, das kann man so glauben und dann seine Firmendaten nicht mehr im Serverraum der eigenen Firma sondern in der „Cloud“ bzw. einem Anbieter von Speicher, der irgendwo sitzt, speichern. Das alles kann(!) auch ganz gut funktionieren, wären da nicht ein paar klitzekleine Dinge, die es zu beachten gilt:

Schnelle und hochverfügbare Internet-Anbindung:
Wenn unsere Daten nicht mehr ein paar Meter weiter im Serverraum liegen, sondern irgendwo in der Cloud, dann brauchen wir eine wirklich schnelle Internetanbindung. Ja, langsam verschwinden die weißen Flecken auf der Landkarte und auch in Kleinposemuckelsdorf ist zumindest mal Internet mit mehr als Feld-DSL-Geschwindigkeit verfügbar. In immer mehr Gemeinden gibt es nun auch Glasfaser. Theoretisch sind da ganz anständige Geschwindigkeiten erreichbar. Theoretisch. Denn es stellen sich da ein paar Fragen: Was passiert, wenn zu bestimmten Zeiten sehr viele Menschen auf Daten aus der Cloud zugreifen müssen? Dann wir’s langsam. Und können wir wirklich sicher vorhersagen, ob unsere Daten auf dem Weg in die Cloud oder zurück zu uns nicht irgendwo im Stau stehen? Oder es bei unserem Internet-Provider mal ein technisches Problem gibt und unsere Internet-Anbindung ausfällt? Wie schnell ist ein (Glasfaser-) Kabel repariert, wenn Baggerschaufel zugebissen hat? Aber nehmen wir an, wir sind auf Nummer Sicher gegangen und haben 2 unterschiedliche Anbindungen bei 2 unterschiedlichen Anbietern, können also davon ausgeben, dass unsere Internet-Anbindung einigermaßen ausfallsicher ist… Es bleibt die Unwägbarkeit, wie schnell wir an unsere Daten kommen.

Wo liegen unsere Daten und wer hat noch so alles Zugriff darauf:
Können wir dem Cloud-Anbieter vertrauen? Unterliegt es vielleicht einer ausländischen Rechtsprechung und seine Regierung fordert gesetzliche Hintertüren? das wären dann Hintertüren, die direkt zu unseren Daten führen.

Wenn die Konkurrenz jemals unsere Geschäftsgeheimnisse erfahren sollte, das wird sie um Jahre zurückwerfen…

Das ist ein launischer Spruch, aber trifft er wirklich zu? Der Zugriff auf unsere Daten, unsere Wissen, auf unsere Kunden, auf unsere Kalkulationen auf … einfach alles, macht uns zu einem gläsernen Gegenspieler. Wenn unsere Konkurrenten so ziemlich alles über uns wissen, wie wettbewerbsfähig sind wir dann noch?

Selbst falls kein staatlicher Dienst mit dem Auftrag der Industrie- und Wirtschaftsspionage im Spiel sein wollte, gehört der Cloud-Anbieter jemandem. Und nun stellen wir uns vor, dass ein Großer Konzern da einsteigt. Und eben dieser Konzern eine Tochterfirma hat, die im selben Bereich tätig ist wie wir es sind. Natürlich können wir darauf vertrauen, dass unsere Daten nicht in „Feindeshand“ geraten. Aber sind wir da wirklich sicher?

Und nun denken wir doch nochmal darüber nach, ob unsere Daten nicht im eigenen Serverraum sicherer aufgehoben sind. Ja, wir brauchen dann eigene Technik. Und auch eigene Menschen, die diese Technik betreuen. Ja, beides kostet. Aber was kostet es uns, wenn wir nicht an unsere Daten kommen? Was kostet es uns, wenn Fremde auf unsere Daten zugreifen?

Einschreiben, zwei Schreiben, drei Schreiben … viele Schreiben

Ein Hacker, so sagt man, macht einen Fehler nur einmal aus Versehen, danach mit voller Absicht. So hofft er Erkenntnisse zu gewinnen oder Vorteile zu erlangen.

Manchmal muss mal bewusst Fehler machen oder durch eigenes (korrektes) Verhalten dafür sorgen, dass woanders Fehler gemacht werden, um eben diese Fehler auszunutzen. So ähnlich geschah es auch in folgendem Fall, der schon lange zurückliegt.

Eine Person, nennen wir sie X, hatte etwas Kummer bei der Postzustellung, besonders bei Einschreiben. Entweder kamen diese überhaupt nicht an, falls sie doch ankamen, dann mit etwas Verzögerung und als normale Briefe, die Einschreiben-Aufkleber waren erkennbar abgefummelt. Ob das daran lag, dass der Postbote sie lieber in den normalen Briefkasten unten im Treppenhaus einwerfen wollte, statt die fünf Stockwerke Altbau, natürlich ohne Fahrstuhl, hinaufzusteigen und sie dort gegen Unterschrift abzugeben, wir wissen es nicht.

Die gute X war ob der Situation jedoch sehr angefressen, immerhin lebte sie als Selbständige (auch) von einer funktionierenden Postzustellung. Als ihr Unmut wieder einmal groß war, brachte Sie jemand auf folgende Idee: Wir schreiben Dir Briefe, genauer Einschreiben. Und wenn die dann „verlorengehen“ oder die Post nicht nachweisen kann, dass die Einschreiben ordnungsgemäß ankamen, dann legen wir Protest ein und kassieren nach ein paar Tagen die Entschädigung plus das eigentliche Porto.

X war skeptisch, ob das funktionierte, aber es funktionierte und nach ein paar Tagen sprach es sich rum, dass man X ein Einschreiben schicken muss, es nie korrekt ankommt, jedenfalls die Post das nicht nachweisen kann, und man dann eine nette kleine Entschädigung bekommt. Fünf Minuten Aufwand und dann (es ist lange her, ich weiß den genauen Betrag nicht mehr) 20€ Schadenersatz plus Porto für das Einschreiben. So kommt man auf einen anständigen Stundenlohn. Steuerfrei. Und immer mehr Menschen aus X’s Umfeld beteiligten sich daran und kassierten. Er wird erzählt, dass es knappe 30 Personen waren, die jeden Tag Einschreiben abschickten.

Irgendwann fiel jemand bei der zuständigen Stelle der Post auf, dass pro Woche mehrere tausend Euro Schadenersatzzahlungen gezahlt werden, weil Einschreiben bei einer bestimmten Adresse verlorengehen. Eines Tages klingelte es bei X an der Tür, ein junger Postbote, etwas außer Atem, stand vor der Tür: „Guten Tag, Frau X, ich habe hier ganz viele Einschreiben für Sie. Bekommen Sie jeden Tag so viele, dann berücksichtige ich das bei meiner Tourenplanung…“

Frau X konnte ihn beruhigen: „Nein, das werden deutlich weniger werden, statt knapper 30 am Trag werden es ein oder zwei die Woche werden, sehr bald schon.“

Der Postbote war erleichtert — und immer noch etwas außer Atem. Das angebotene kalte Getränk nahm er gerne an, immerhin bringen fünf Stockwerke an warmen Sommertagen auch sportliche junge Männer etwas aus der Puste.

Ich weiß nicht, wie viele Einschreiben ich an X geschickt hatte, das Geld hatte ich damals gerne mitgenommen, aber es ging ja nicht um unser aller Spaß, wir wollten X helfen. Und das hatten wir. Was aus dem alten Postboten wurde, ist nicht bekannt, er wurde nie wieder gesehen.

Es grünt so grün… oder auch nicht mehr

Irgendwann hatte ich mal geholfen, den Keller eines alten Hauses auszuräumen. Und wie das so manchmal im Leben ist, steckt man viele Dinge in den Keller, um sie dort ordentlich einzulagern. Manchmal gilt aber auch hier das Prinzip „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Die Eigentümer hatten längst vergessen, was sich alles im Keller befand, wahrscheinlich hatten sie den Raum in den letzten Jahren nur betreten, um dort weitere Dinge irgendwie einzulagern reinzustopfen. Entsprechend sah der Raum aus.

Bei einer Vorbesichtigung bekam ich eine Ahnung, dass es dort jede Menge Dinge zu entsorgen geben würde … und so sollte es auch kommen. Ich hatte dann auch eine Firma bestellt, die Aktenvernichtung macht.

Dann war es soweit, der Keller sollte geräumt und besenrein übergeben werden. Vieles war recht einfach zu entsorgen: Zeitschriften konnten komplett weg und mussten nur zum Altpapier; alle Akten, die älter als 10 Jahre waren, gingen nach einer kurzen Prüfung in den Reißwolf; bei allen anderen Aktenordnern musste ich die Aufbewahrungsfristen prüfen und dann gingen die das neues Aktenlager. So wurde aus einem vollgestopften „Rummelkeller“ binnen sehr kurzer Zeit ein überschaubarer Aktenberg, der woanders neu eingelagert werden musste.

Anderes war nicht ganz so einfach zu entsorgen, neben viel Papier hatte sich auch das eine oder andere Stück angesammelt, das dann als Sperrmüll entsorgt wurde.

Dann stieß ich auf das hier:

Früher mal ein Pflanzenschutzmittel, heute ziemlich giftiger Sondermüll

Der Warnaufkleber „Gift! Arsenhaltig“ reichte mir aus, um das Paket ganz vorsichtig anzufassen. Aus Sicherheitsgründen wurde das Paket dann in einer Plastiktüte luftdicht verpackt und erst dann transportiert. Das Zeugs ist übrigens so eklig, dass es der Recyclinghof nicht als Sonderabfall annehmen durfte. Aber man konnte mir die Adresse einer Firma nennen, die Chemieabfälle entsorgen kann. Für rund 30 Euro konnte ich meinen Fund dann sicher entsorgen und bekam auch einen Nachweis darüber.

Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn 1kg Schweinfurter Grün in den normalen Hausmüll (und damit vielleicht in die Müllverbrennung) geraten wäre. Bei Wikipedia habe ich dann nachgelesen, was das Zeugs genau ist. Ich vermute, dass ein Vor-Vorbesitzer diese Substanz als einst Pflanzenschutzmittel erwarb, dann doch nicht einsetzte, dann im Keller einlagerte und es dort Jahrzehnte lag, bis … eben ich den Keller entrümpeln durfte. Ich habe auf der Verpackung keinen Herstellungsjahr mehr gefunden, aber ich vermute die Zeit um den Ersten Weltkrieg.

Paint it black

Pubertät ist, wenn Eltern schwierig werden. Nee, stimmt nicht ganz. Pubertät ist, wenn Kinder auf dem Weg zum Erwachsenen noch einmal neu „programmiert“ werden. Nee, stimmt auch nicht.

Jedenfalls ist Pubertät, besonders gegen (oder nach) deren Ende, die Zeit, in der sich viel verändert oder verändert werden sollte. So manches „Kinderzimmer“ wird dann zum Zimmer junger Erwachsener. Stereoanlage (meistens zu laut), Fernseher, Computer und neue Möbel halten Einzug. So erging es auch einem Elternpaar, das ich irgendwann mal auf einer Party traf. Hier ist aufgeschrieben, was ihnen so mit ihrem Töchterchen („Eh, Papa, ich bin erwachsen, er-wach-sen, check es endlich“) passierte…

Es war also Zeit, das Kinderzimmer zu entrümpeln, zu renovieren und neu zu möblieren. Und die Tochter hatte da sehr — formulieren wir es höflich — spezielle Wünsche, was die Einrichtung anging: Sie wollte Schwarz („und alle Farben, die dunkler sind“) als dominierende Farbe. Passend zu ihrem neuen Look, der auch schwarze Klamotten vorsah. Die Eltern waren „not amused“ und es gab ewigen Streit ewige Diskussionen um das Thema. Schwarzes Zimmer, schwarze Klamotten. Was soll denn Oma sagen, wenn sie mal zu Besuch kommt…

Irgendwann waren die Eltern das Thema leid, wollten aber nicht einfach so aufgeben. Schwarz wurde als Wandfarbe genehmigt, wenn die Tochter beim Streichen nicht nur anfasst sondern auch wesentliche Teile der Arbeit macht. Und damit sie sich auch Mühe gäbe, hab es eine klare Ansage: „Wenn das nicht ordentlich wird, dann malen wir Dein Zimmer rosa…“ Das hatte erst einen Kreischanfall („doch nicht rosa, ich bin doch kein kleines Mädchen!“) und dann äußerst präzises Arbeiten zur Folge. Natürlich unter elterlicher Anleitung, wie man sowas sauber und ordentliches macht.

Wände waren schwarz gestrichen, auch schwarzer Teppich war verlegt. Bei der Farbe der Möbel  gab es dann wenig Diskussion, die Eltern ließen die Tochter gewähren, man hatte wohl noch die ewigen Diskussionen um die Farben von Wand und Boden in nur allzu deutlicher Erinnerung. Und, auch wenn sie Eltern es gegenüber der Tochter nie-nicht-niemals zugäben, es sah schick aus.

Es dauerte auch nicht lange, bis noch andere Nebenwirkungen des neuen Looks deutlich wurden: Die Tochter, sie hatte heimlich bei Oma Nachhilfe in Sachen Bedienung der Waschmaschine genommen, wusch ihre Klamotten selbst. Natürlich mit Waschmittel ohne optische Aufheller. Und legte ihre Kleidung auch selbst zusammen und sortierte sie in ihre Schränke. Es sollte, nein musste, ja jeder Kontakt zu heller Wäsche vermieden werden, es könnten ja helle Fusseln auf die schwarzen Klamotten kommen…

Auch lernte die Tochter den Umgang mit Staubtuch und Staubsauger, denn schwarzer Teppich und schwarze Schränke sollen ja nicht eine staubgrauen Überzug bekommen. Und auch die schwarzen Schuhe und Stiefel wurden oft geputzt und poliert, so gut, dass Papa sich an die Stiefelputzkontrolle zu seiner Armeezeit erinnert fühlte und durchaus angetan war. Jeder „Stubendurchgang“, der natürlich als freundlicher elterlicher Besuch getarnt werden musste, viel zur vollen Zufriedenheit aus.

Von Freundinnen schaute sich die Tochter dann Tips und Tricks, wie man sich die Nägel perfekt lackiert, wie man sich handwerklich perfekt schminkt (auch wenn die Farbe… aber das hatten wir ja schon), wie man Haare färbt, ohne das Bad einzusauen…

Die Eltern zogen Bilanz und sie fiel positiv aus:

Unser Töchterchen mag diese Anrede nicht mehr, aber sie hat in sehr kurzer Zeit einen gewaltigen Sprung gemacht und wir sind schon ganz zufrieden damit… auch wenn wir es aus pädagogischen Gründen noch nicht gleich ganz zugeben wollen.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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