Archiv für Mai 2018

Was hilft bei hohen Temperaturen (Update)

Hinweis:
Der nachstehende Artikel erschien bereits am 26.06.2016, hat aber nichts von seiner Aktualität verloren. Ich habe ihn etwas überarbeitet.

Es ist mal wieder soweit, der Sommer hat Norddeutschland (für einige wenige Tage) im Griff. Und schon hört und liest man wieder viele (vermeintlich) kluge Ratschläge, was man gegen die Hitze tun könnte. Hier ein paar „kluge“ Ratschläge und was ich davon halte.
(Hinweis, ich bin weder Arzt noch Physiologe, im Zweifel bitte den eigenen Verstand bemühen oder einen Arzt befragen.)

Heiße Getränke trinken.
Immer wieder hört man, gegen Hitze helfen angeblich HEISSE Getränke. Als (vermeintliche) Begründung gelten zwei Argumente:

1.) Araber trinken auch heißen Tee.
Na klar. Müsste ich meinen Flüssigkeitsbedarf auch mit Wasser aus zweifelhaften Quellen stillen, dann würde ich das Wasser auch abkochen. Und wenn das Wasser dann immer noch „komisch“ schmeckt, dann kommt stark aromatisierender Tee ins Wasser, damit man den Eigengeschmack nicht mehr so wahrnimmt. Wer Wasser in hygienisch guter Qualität zur Verfügung habt, muss nichts abkochen — und kann es auch kalt trinken.

2.) Kalter Wasser muss vom Körper erst erwärmt werden und dabei muss der Körper Energie (also Hitze) produzieren.
Dieses Argument stammt meistens von Menschen, die in der Schule in Physik lieber geschlafen haben. Holen wir dazu etwas aus: Ein Erwachsener hat zwischen 70 und 80ml Blut pro Kilogramm Körpermasse. Rechnen wir mal mit 100kg, also so zwischen 7 und 8 Litern Blut. Nun ist Blut DIE entscheidende Flüssigkeit im Körper, wenn es um Temperatur und deren Transport geht.

Wird der Körper in seinem Kern zu warm, dann transportiert das Blut Wärme an die Haut, wo durch Schwitzen (Verdunstungs-)Kälte erzeugt wird. Die Energie, die es braucht, um einen Liter Wasser zu „verdunsten“, wird dem Körper als Kälte entnommen. So weit, so einfach.

Was passiert nun, wenn ein Mensch seinem (erhitzen) Körper einen Liter (kaltes) Wasser zuführt? Das Wasser wird im Magen erwärmt und geht dann in den Stoffwechsel, also in das Blut über. Der Magen (genauer die Magenschleimhaut) ist relativ gut durchblutet, bei der Erwärmung des Wassers wird also das (zu warme) Blut abgekühlt.
Muss der Körper dazu Energie aufwenden? Ja.
Muss diese Energie extra erzeugt werden? Nein, denn sie ist in Form von (überschüssiger) Wärme ja bereits im Körper vorhanden und der Körper versucht, diese Wärme(-Energie) durch Schwitzen loszuwerden.

Dazu ein Rechenbeispiel:
Denken wir uns einen ausgewachsenen Mann von 100kg mit einen Blutvolumen von 8 Litern, nehmen wir eine (zu hohe) Körperkerntemperatur von 40°C an, das Blut ist dann also auch 40°C warm. Denken wir uns nun eine große Flasche eisekaltes Wasser, sagen wir 1 Liter bei 4°C. Und der Mensch ist in der Lage, die Flasche in einem Rutsch (oder zumindest recht zügig) auszutrinken.

Die neue Bluttemperatur liegt dann also bei 36°C.  Es ist also gelungen, die zu hohe Blut- und Körperkerntemperatur deutlich zu senken. Und genau das war das Ziel!

Und wieso schwitzt der Mensch stärker, wenn er trinkt aber nicht genügend kalte Getränke trinkt?
Weil er es kann. Jede Flüssigkeitszunahme ermöglicht es dem Körper, mehr Flüssigkeit in Form von Schweiß zur Körperkühlung zu verwenden, falls notwendig. Trinkt man also nur ein Glas kaltes Wasser, sinkt die Blut- und Körperkerntemperatur nicht soweit, dass der Körper nicht mehr (zur Kühlung) Schwitzen muss, der Körper kann also mehr schwitzen, um mehr zu kühlen. Auch hier gilt also: „Viel hilft viel!“

Was hilft noch gegen (zu) hohe Temperaturen?

Schwitzen, klar. Also dafür sorgen, dass der Körper genug Flüssigkeit und — ganz wichtig — Mineralien zum Schwitzen hat. Und auch bitte dafür sorgen, dass die Funktion des Schwitzens funktionieren kann. Also leichte und luftige Klamotten anziehen. Und sich auch gerne mal da aufhalten, wo ein (kühles) Lüftchen weht.

Den Körper von außen kühlen, zum Beispiel mit einer lauen Dusche oder einem feuchten Waschlappen oder Handtuch im Genick. Ratet mal, was ich gerade im Genick habe. Und was ich eben getrunken habe. Und warum mir gerade nicht mehr zu warm ist…

In diesem Sinne, genießt den Sommer und trinkt immer genug…

Flash — Ah-Haaa

Da war ich neulich mal wieder in alten Gefilden unterwegs. Naja, nicht ganz, denn mittlerweile wurde eine anständige Umgehungsstraße gebaut, die den Schleichweg durch die Zone-30 verhindert. Kann ich verstehen. 30er-Zonen sollen ja für mehr Ruhe und weniger Verkehr sorgen und nicht als Schleichwege genutzt werden.

Wie auch immer, ich fuhr nun die neue Straße entlang, ich hatte eine ungefähre Ahnung, wohin sie mich führen sollte, dachte noch nach, ob ich nun eine Abkürzung oder einen Umweg fahre und plötzlich

FLASH, Ah–Haaaaa

Nein, ich meine nicht das Titelstück aus dem Kinofilm „Flash Gordon“ von Queen. Mich erwischte ein rötlicher Blitz aus einem stationären Blitzer. Dachte ich jedenfalls.

Ja, sagt nichts, in einem Fiat Panda geblitzt zu werden ist nun schon recht ungewöhnlich, aber auch das ist möglich, wenn auch so selten wie der sprichwörtliche Lottogewinn.

Blitzartig sah ich auf den Tacho, er zeigt tatsächlich etwas mehr als die erlaubten 50km/h an, die innerorts erlaubt sind. Und auch wenn die Umgebungsstraße sehr nach außerorts aussah, war sie innerhalb des Stadtgebietes und Tempo-50-Schilder wiesen auch darauf hin.

Nun, das war zu Ostern, bis heute kam kein Brief. War mein Panda doch nicht so schnell, um den Blitzer auszulösen? Hielt ich die Reflektion der Sonne an der Blitzersäule für den Blitz?

Ich sehe das als kleine Ermahnung an, sich zukünftig genauer an die Geschwindigkeitsbeschränkung zu halten. Auch ohne teuren Brief aus der Süderstadt…

Ich war noch niemals in New York…

„Ich war noch niemals in New York…“

so sang es einst Udo Jürgens. Und so ist es auch bei mir. Ich war noch niemals in New York. Noch nie in den USA überhaupt. Aber seit gestern ist ein bisschen „New York“ bei mir. In Form einer 1-Dollar-Note, die mir eine liebe Freundin überließ.

Als Souvenir?
Als Erinnerung, sie doch endlich mal in NY zu besuchen?
Als Zuschuss zu meinen Reisekosten?

Vielen Dank, liebe Freundin, ich freue mich darauf, Dich irgendwann irgendwo wiederzusehen. Vielleicht ja auch in New York…

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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