Archiv für 2019

Meine Erfahrungen mit Fiensmecker „Hot Peach“

Ich mag es ja gerne scharf. Und ich bin neugierig. Als ich vor ein paar Tagen im großen Einkaufsparadies war, entdeckte ich „Hot Peach“ aus der „Black Edition“ von Fiensmecker. Das klang vielversprechend um es trotz des hohen Preises von 4,99 Euro mitzunehmen.

„Hot Peach“ aus der „Black-Edition“ von „Fiensmecker“

Zuhause dann ein erstes Verkosten: Wow, die Sauce beginnt pfirsich-süß, um dann nach wenigen Sekunden in eine interessante Schärfe überzugehen. Schmeckt wunderbar zu Fleisch, Kochschinken, aber auch zu Käse.

Nach wenigen Tagen jedoch eine unangenehme Überraschung: Die Sauce ist mir verschimmelt, obwohl ich sie im Kühlschrank aufbewahrt hatte. Eklige Schimmelbilder erspare ich meinen Lesern.

Das finde ich etwas sehr ungewöhnlich und nehme Kontakt zum Hersteller auf. Nach einem Tag bekomme ich eine Antwort. Das erfreut mich. Der Inhalt der Antwort erfreut mich weniger, teilt man mir doch mit, dass die Pfirsich-Sauce nach dem Öffnen sehr schnell reagiere. Generell gelte, dass die Sauce nach dem Öffnen im Kühlschrank zu lagern sei und binnen 3 Tagen zu verbrauchen sei.

Ich sehe mir die Verpackung genauer an:

Dass man die Sauce nach dem Öffnen kühl (also im Kühlschrank) lagern soll, ist deutlich zu lesen. Dass die auch dann nur sehr kurz haltbar ist und binnen 3 Tagen zu verbrauchen sei, steht dort leider nicht.

Mein Fazit:
Ist die Sauce lecker? Oh ja, sogar sehr!

Werde ich die Sauce erneut kaufen? Definitiv nicht!

Kann ich die Sauce empfehlen? Nein, es sei denn, man weiß vorher, dass man sie binnen 3 Tagen verbraucht.

Smartmeter und warum sie keine so gute Idee sind

Pünktlich zum Jahreswechsel, meistens ein paar Tage oder Wochen vorher, werden die Zähler für Gas, Wasser und Strom abgelesen. Da kommt dann ein Ablesemensch vorbei, erwischt einen nicht, weil man ja tagsüber arbeiten ist und wirft einem dann einen Zettel in den Briefkasten, auf dem man dann bitte die Zählerstände selbst erfassen und den Wisch dann zurücksenden möge.

Ach, wie praktisch wäre es, passierte das automatisch. Wirklich?

Nun, so praktisch es einem erscheinen mag, wenn sich der Zähler selbst abliest und das Ergebnis nach Hause telefoniert, er ergeben sich durch den Einsatz von sogenannten Smartmeter auch viele Risiken. Welche genau, wollen wir am Beispiel eines intelligenten Stromzählers diskutieren.

Klassische Stromzähler sind funktionierende Low-Tech.
Konstruktionsbedingt zählen sie den Strom, den mein Haushalt verbraucht. Dafür brauchen sie keine extra Energie. Ein Smartmeter ist ein kleiner Computer, der meinen Strom misst. Und ein Smartmeter braucht Strom. Nicht viel, aber er braucht. Und in Zeiten, in denen sich Haushalte wie meiner überlegen, wie und wo sie noch ein paar Watt einsparen können.

Smartmeter erfassen Daten.
Ach! Ich meine nicht die Daten über den gesamten Stromverbrauch eines Jahres. Sie erfassen den Stromverbrauch sehr viel genauer. Theoretisch sollen sie den Verbrauch alle 15 Minuten erfassen und melden. Theoretisch. In der Praxis lässt sich sehr genau erfassen, was der Mensch so macht. Recht schnell lässt sich der Kühlschrank als Stromverbraucher erkennen. Und dann lassen andere Verbraucher Rückschlüsse auf mein Verhalten zu. Läuft die Heizung? Läuft der Fernseher? Misst man genau genug, dann lässt sich sogar das eingestellte Programm erkennen. Möchte ich meinem Stromanbieter mitteilen, welches TV-Programm ich gerade konsumiere?

Smartmeter übermitteln Daten.
Sicher ist, dass man Smartmeter einsetzt, um den Verbrauch zentral auswerten zu können. Der Stromanbieter will genau wissen, wann wieviel Strom verbraucht wird.
Nun, das geht schon heute. Der Stromanbieter weiß ja, wieviel Strom gerade abgenommen wird.
Mit Smartmetern werden Daten pro Kunde in häufigen Abständen an den Stromanbietern übermitteln. Nun sind Stromnetze (damals) dafür konzipiert worden, Strom zu übertragen und nicht mehr. Dass Daten von einer Verbrauchsstelle zurück zum Stromanbieter übertragen werden sollten, war nicht vorgesehen worden.
Nun kann man — moderne Technik macht’s möglich — Daten vom Stromzähler auch wieder zurück zum Anbieter zurück übertragen. Allerdings muss man dazu einigen Aufwand betreiben. Entweder jeder Smartmeter hat ein Mobilfunk-Modul eingebaut und „telefoniert“ die Ergebnisse nach Hause oder die Daten werden als Signale in das allgemeine Stromnetz eingespeist und dann an zentraler Stelle abgegriffen und ausgewertet.
Das klingt nicht nur kompliziert, das ist es auch. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Daten über meinen Stromverbrauch nicht in fremde Hände geraten sollten, denn die Details meines Stromverbrauchs geben Dritten sehr genaue Auskünfte, was ich gerade zu Hause mache und ob ich gerade zu Hause bin.
Ich kann mich natürlich darauf verlassen, dass mir der Stromanbieter versichert, dass das System sicher gegen Missbrauch ist. Doch verhaftet im Fall des Falles? Der Stromanbieter wohl kaum.

Smartmeter ermöglichen dynamische und damit intransparente Preismodelle.
Mit „dummen“ Stromzählern ist die Stromrechnung recht einfach: Kunden zahlen einen Fixpreis für den Anschluss samt Stromzähler und dann zahlen sie den Verbrauch. Wer will, kann den Verbrauch quartalsweise, monatlich, wöchentlich oder täglich von seinem Stromzähler ablesen und dann selbst ausrechnen, wie hoch die Stromrechnung wohl ausfallen wird. Haben Kunden nicht einen Preis pro Kilowattstunde „verkauften“ Strom, so gibt es für jeden Tarif (zum Beispiel für verbilligten Nachtspeicherstrom) einen einzelnen Zähler und der Kunde kann durch Ablesen der Zähler seinen Verbrauch und den Preis (der einzelnen Teil-)Rechnung(en) genau abschätzen.
Mit Smartmetern lassen sich sehr dynamische Preismodelle umsetzen: Ist die Nachfrage nach Strom groß, ist der Preis hoch, ist die Nachfrage niedrieg, sinkt auch der Preis. So kann ein Stromanbieter Anreize schaffen, energieintensive Verbraucher nicht gerade zu Spitzenzeiten laufen zu lassen. Das klingt doch erstmal nach einem intelligenten Ansatz, oder?
Nun, wenn der Stromzähler nur noch ein Smartmeter ist und den aktuellen Verbrauch an den Stromanbieter meldet, der aus momentanem Preis und momentanen Verbrauch den Gesamtpreis berechnet, wie kann der Verbraucher sicher sein, dass da keine „Fehler“ zu seinen Lasten passieren?
Den „dummen“ Stromzähler kann der Stromanbieter nicht mal eben von manipulieren, wollen wir uns darauf verlassen, dass dem Stromanbieter keine „Fehler“ passieren oder dass keine bösen Hacker die Daten auf dem Weg vom Smartmeter zum Stromanbieter manipulieren?

Smartmeter ermöglichen zusätzliche Funktionen, auch zu Lasten des Kunden.
Die Welt ist manchmal böse. Es gibt Kunden, die „vergessen“, ihre Stromrechnung zu bezahlen. Oder können nicht bezahlen. Oder wollen nicht bezahlen. Kommt alles vor. Als Ultima Ratio kann der Stromanbieter dann den Stromabstellen. Dazu kommt dann ein Mensch zu uns und klemmt uns dem Strom physisch ab und versiegelt dann den Strom- bzw. Sicherungskasten. Strom gibt es dann erst wieder, wenn sich der Kunde mit dem Stromanbieter geeinigt hat und zahlt. Oder zumindest Ratenzahlung vereinbart. Das ist für alle Beteiligten doof:
Der „Sperrkassierer“, so heißen diese Menschen im Deutsch der Stromanbieter, muss zu Kunden fahren und den Strom abstellen. Das ist Aufwand und erzeugt Kosten. Kosten die der Kunde zu zahlen hat.
Wenn der Strom wieder angeschaltet werden soll, muss wieder der Sperrkassierer anrücken. Wieder Aufwand, wieder Kosten.

Wäre es da nicht schön, könnte das Smartmeter diese Funktionen gleich miterledigen?
Klingt zunächst nach einer tollen Lösung, die Aufwand und Kosten erspart. Und nun stellen wir uns mal vor, dass es bösen Hackern gelingt. gefälschte Abschaltsignale in das Stromnetz einzuspielen und einzelne Kunden vom Netz zu nehmen. Oder gleich ein paar Kunden mehr. Nach wenigen Stunden ohne Strom ist der Inhalt des Tiefkühlschranks unbrauchbar. Wer haftet dann für diesen Schaden? Der Stromanbieter wird jede Schuld von sich weisen, denn er hat ja kein Anschaltsignal gesendet.

So alles in allem bin ich mit meinem alten Stromzähler ganz zufrieden und möchte mich nicht auf das Abenteuer Smartmeter einlassen.
In der Theorie mag das alles ganz toll klingen, aber aus meiner Sicht überwiegen die Nachteile und der mögliche Missbrauch.

Jahresrückblick 2018

Und auch dieses Jahr verdient (m)einen sehr persönlichen Jahresrückblick:

Das Jahr 2018 in wenigen Worten:
Ein tolles Jahr, keine Katastrophen, dafür das Thema Urlaub ausgebaut und zum Schluss noch ein interessanter Endspurt.

Glücklichster Moment 2018?
Das Jahr war generell ein glückliches Jahr, da gab es keine besonderen Höhepunkte. Außer dem Reiturlaub. 2018 war ich zweimal im Urlaub. Wieder beim selben Anbieter.

Aufregendster Moment 2018?
Da gab es keine besonders aufregenden Momente.

Traurigster Moment 2018?
Sind mir auch dieses Jahr erspart geblieben.

Berufliches?
Zum Ende des Jahres begannen noch erfreuliche Entwicklungen. Ich werde demnächst darüber berichten können

Zu- oder abgenommen?
Abgenommen. 5kg. Und ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe. Nach dem Reiturlaub (mit gewohnt leckerer Verpflegung) war ich ein paar Tage in Österreich und „musste“ mich durch die dortige Küche arbeiten. Wiener Schnitzel vom Kalb, Kaiserschmarrn, Palatschinken, Marillenknödel, Würschtel vom Würschtelstand, dazu „16er Blech“ und und und. Nach meinem Urlaub befürchtete ich, die Waage zeigt 5kg mehr an. Stattdessen war es 5kg weniger. Ich will mich nicht beklagen.

Haare kürzer oder länger?
Auch dieses Jahr haben meine Friseurin und ich ein wenig experimentiert; generell bin ich bei kurzen Haaren geblieben.

Buch des Jahres 2018?
Wieder habe ich zu wenig Bücher gelesen. Aber zu Weihnachten erfreute mich eine liebe Freundin mit einem Pferdebuch und machte mir so mit einem kleinen Geschenk eine große Freude.

2018 zu wenig gemacht?
Freunde getroffen. Aber das lag nicht nur an mir.
Am Strand gewesen. Das lag am schlechten Wetter im Sommer…

2018 zu oft gemacht?
Da fällt mir gerade nichts ein.

2018 genau oft genug gemacht?
Beim Pferd gewesen.
Reiturlaub im bayerischen Wald gemacht. Und ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub dort.

2018 leider nicht gemacht?
Auf dem Congress des CCC gewesen. Ich war stattdessen arbeiten.
Freunde getroffen.

2018 endlich gemacht?
Wien gesehen und dort ein Wiener Schnitzel vom Kalb gegessen und im Prater mit dem Riesenrad gefahren.
Und ich komme zurück nach Wien.

2018 neu kennengelernt?
Wieder ein paar Menschen im Ausbildungsstall.
Und die Pferdemenschen im Reiturlaub. Ihr ward eine tolle Reitbegleitung!

Menschliches 2018?
Auch dieses Jahr keine großen Höhen und Tiefen.

2019 wird … ?
Hoffentlich so positiv weitergehen, wie 2018 endete.
Wieder schöne Stunden mit dem Pferd bringen, wieder aufregenden Reiturlaub bringen. Ich lasse mich gerne überraschen.

Vorsätze für 2019?
Weniger wiegen.
Reiturlaub machen.
Meine Reitausbildung weiter vorantreiben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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