Archiv für März 2020

Der Name der Hose … oder der des Verkäufers

Es gibt ja so Anlässe, zu denen man eingeladen ist, bei denen man vielleicht nicht etwas feiner angezogen sein sollte, aber zumindest anständig angezogen sein sollte. Das leuchtet ein. Zu so einem Anlass war ich auch eingeladen. Die (frischgewaschene) Hose hatte schon bessere Zeiten gesehen. War auch schon das eine oder andere Mal zur Reparatur. Aber sie tat noch, auch wenn der Stoff an vielen Stellen vom langen Tragen und vielen Waschen schon recht dünn war.

Beim Anziehen passierte ein kleines Missgeschick, was zu einem Riss über dem Knie im Hosenbein führte. Kein Drama, mit entsprechenden Rissen läuft heute fast jeder rum. Und manche Menschen kaufen ihre Hosen schon „vorgealtert“ und mit solchen „Schäden“. Ich hatte kein schlechtes Gewissen, die Hose trotz des Schadens anzuziehen.

Allerdings sorgte das für etwas „Gemecker“. Naja, kennt man ja. Und als guter Sohn, der ich nunmal bin (oder es manchmal sein möchte), ließ ich mich überreden breitschlagen, mit zum „Jeans-Franz“ zu kommen. Meine Vorstellungen waren recht klar: Jeans in einem (Dunkel)Blau, breite Gürtelschlaufen (damit mein jetziger Gürtel weiterhin passt), Material Baumwolle und ein „normaler“ Schnitt.

Ich weiß nicht, was daran so schwierig sein sollte. Die Verkäuferin präsentierte mir alles mögliche, nur nicht das, wonach ich verlangte. Skinny-Jeans sehen bei (jungen) Frauen gut aus. Bei Männern bis Anfang, maximal Mitte 20. Und auch nur bei knackiger durchtrainierter Figur. Und das Anfang 20 ist bei ein paar Tage her.

Mit jeder Jeans, die ich mal anprobieren sollte, wurde es schlimmer und meine Laune sank. Mein Hinweis auf die breiten Gürtelschlaufen wurde mit einem

So etwas gibt es nicht, die Breite der Gürtelschlaufen ist genormt!

abgetan. Wenn es angeblich keine so breiten Gürtelschlaufen gibt, was ZUM HENKER habe ich dann an? EINE HOSE MIT BREITEN GÜRTELSCHLAUFEN!

Es war klar, beim „Jeans-Franz“ würde ich keine Hose bekommen. Nicht das zu haben, was den Vorstellungen eines potentiellen Kunden entspricht, ist kein absolut in Ordnung, zu unterschiedlich können die jeweiligen Vorstellungen sein. Dann sollte man aber auch gleich ein ehrliches „Führen wir nicht“ sagen. Meinetwegen mit dem Zusatz „Tut und leid“. Mich dann mit dem indirekt an Muttern addressierten Vorwurf

Der wollte wohl keine Hose kaufen…

zu verabschieden, das war schon echt peinlich. Glücklicherweise kamen wir einen Steinwurf entfernt an einem richtigen Jeansladen vorbei. Ich versuchte mein Glück auch dort, sagte mein Sprüchlein auf. Der Verkäufer taxierte mich, legte mir dann ein paar Levi’s 501 in der passenden Größe heraus. Rasch war die passende Farbe ausgesucht, die Hose anprobiert, für perfekt befunden und bezahlt. Dauerte dann keine fünf Minuten. Geht also. Nur eben nicht beim „Jeans-Franz“.

Und wenn ich das nächste mal eine Hose brauche, dann werde ich sie wahrscheinlich wieder dort kaufen…

„Intelligente“ Kennzeichenwahl

Der Mensch liebt bekanntlich sein Heiliges Blechle. Und manchmal geben wir unseren Lieblingen nicht nur Kosenamen, manchmal wollen wir auch im dem Kennzeichen ausdrücken, dass unser Auto eben „unser“ Auto ist und nicht nur irgendein Auto. Also kommen dann Kennzeichen mit unseren Initialen ins Spiel. Warum auch nicht. Manchmal möchte man auch geschickt mit gewissen Klischees spielen. Auch das ist erlaubt.

Wenn man nun Igor Quast oder Ingeborg Quandt heißt und vielleicht am 07.06. oder 1976 geboren ist, ob dann ein Kennzeichen

OH-IQ 76

eine so gute Ideen ist? Fahrer mit dem Kennzeichen „OH“, was für den Landkreis Ostholstein steht, sagt man nach, sie führen (manchmal) „Ohne Hirn“. Dann noch ein IQ von 76?

Aber das muss dann jeder Mensch für sich selbst entscheiden…

Guter Einstand

Das Leben ist bekanntlich voller Veränderungen. Alte Kollegen gehen, neue Kollegen kommen, das Nachbarbüro, seit ein paar Monaten verweist, bekommt neue Bewohner. Dabei ist es normal, auch ein paar Altlasten der Vorgänger zu entfernen. Dass dabei Handschuhe und Mundschutz zum Einsatz kommen müssen, ist allerdings ungewöhnlich, zumal es sich nur um Kalender handelte. Der neue Kollege merkte an, dass man in diesen Zeiten nicht vorsichtig genug sein könne. Ich verstand nicht gleich:

Die Erklärung findet sich unten rechts…

Hier der entscheidende Hinweis in der Nahaufnahme:

Wenn die Druckerei DAS geahnt hätte, hätte sie einen anderen Namen gewählt…

Der Kalender wurde jedenfalls entfernt, ohne dass es zu gesundheitlichen Gefährdungen kam. Und jemand hat einen verdammt lustigen Einstand hingelegt…

Alt und jung

„Alt“ und „jung“ müssen nicht immer Gegensätze sein. Manchmal ist man alt genug, um es besser zu wissen und gleichzeitig jung genug, um es nochmal zu tun.

So schätzte mich offenbar auch eine liebe Freundin ein, die mir das hier aus einem Urlaub mitbrachte:

Was soll mir das nur sagen?

Vielleicht war das ein Hinweis auf die Dualität des menschlichen Seins?

Chili Jalapeno Senf

Ein Vorteil von Reisen ist es, dass man sich aus (fernen) Ländern auch die dortigen Senf-Spezialitäten mitbringen kann. Die kann man dann selbst probieren. Oder damit mal den (geschätzten) Kollegen vergiften beschenken.

Chön carfff: Chili Jalajeno Senf

Kurz nach Überreichen dieser Tube war der Kollege ein paar Tage abwesend. Und ob das „WES“ auf der Tube sein Namenszeichen oder der Hinweis

Wirklich Extrem Scharf

war. Vielleicht wird er mir erklären können. Irgendwann … nach seiner Rückkehr. Falls er denn jemals zurückkommt …

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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