Der Name des Volkers — Identität von „Richter Ballmann“

In Kleinbloggersdorf und dem angeschlossenen Twitterhausen geht’s mal wieder hoch her. Was ist passiert: Zwischen zwei Personen gab es eine Auseinandersetzung, wer wann was getan hat und wie worauf reagiert hat, kann einfach im Netz nachgelesen werden. Ist hier auch nicht wichtig.

Interessanter ist, worum es eigentlich ging:
Ein Blogger, er nennt sich Richter Ballmann, berichtet aus seinem Arbeitsleben. Es liegt nahe, daß er dabei weder Roß noch Reiter beim Namen nennen kann. Daher heißt „Richter Ballmann“ in Wirklichkeit auch nicht Ballmann, um seine und die Identität  und damit auch die seiner Kunden zu schützen.

Bei anderen Bloggern ist das etwas einfacher. Bei Taxiblogger Torsten Bentrup ist man als Fahrgast anonym, taucht man irgendwann in seinem Blog auf, ist der Rückschluß auf die reale Person schwierig bis unmöglich. Als Kunde bei Gericht ist das nicht so einfach, Verhandlungen sind grundsätzlich öffentlich und welcher Fall wann verhandelt wird, ist auch kein Geheimnis.

Seien wir ehrlich: Jeder liebt den Verrat, aber niemand den Verräter. Der Blogger sollte, schon aus Eigeninteresse, alles daran setzen, nicht enttarnt zu werden. Das ist relativ einfach, es gibt im Netz ausreichend viele Blog-Anbieter, bei denen man anonym ein Blog einrichten kann, um dann dort die Wahrheit (oder was man dafür hält) aus der eigenen Firma, Partei oder dem eigenen Gerichtssaal durchsickern zu lassen.

Warum „Richter Ballmann“ für sein Blog eine eigene Internet-Domain hatte und somit Datenspuren legte, warum er die einfachsten Grundregeln der verdeckten Berichterstattung nicht beachtet hat, ist (noch?) unklar. Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen, nun ist des Richters Identität offengelegt. „Richter Ballmann“ zog die Notbremse, löschte sein Blog, löschte die Domain, doch der (vermeidbare) Schaden ist passiert.

Was könnten oder besser sollten wir daraus lernen? Es gibt gute Gründe für Anonymität, über manche Dinge schreibt es sich besser aus dem Schutz der Anonymität. Dann sollte man aber nicht so doof oder fahrlässig sein, die eigene Anonymität durch verräterische Datenspuren zu gefährden.

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About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
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