Die Qual der Wahl

Morgen ist Landtagswahl in Schleswig-Holstein, ich bin gespannt, wie die Wahl ausgehen wird. In den letzten Tagen sind mir einige Wahlplakate besonders aufgefallen: Die FDP wird mit einem Ausdruck „Zwei Stimmen für die FDP“. Ich bin etwas irritiert. „Zweitstimme FDP“ hätte ich sofort nachvollziehen können.

Wenn ich das System richtig verstanden habe, dann wählt man mit der ersten Stimme einen Kandidaten direkt, mit der zweiten Stimme Kandidaten einer Landesliste. Direktkandidaten ziehen also nur dann in das Parlament ein, wenn die die Mehrheit der abgegebenen Stimmen bekommen. Und da dürften wohl nur Kandidaten der großen Parteien (CDU, SPD) eine Chance haben.

Die Aussagen über mögliche Koalitionen sind klar, die SPD will weiter mit den Grünen regieren, die CDU will mit der FDP den Regierungswechsel herbeiführen. Jede Erststimme, die an den Kandidaten der FDP geht, geht einem CDU-Kandidaten verloren. Warum also die Aktion „Zwei Stimmen“ der FDP?

Das könnte sich schon morgen als taktischer Fehler herausstellen, jedenfalls aus Sicht der FDP und CDU.

1 Kommentar zu „Die Qual der Wahl“

  • Good bye, Mama schrieb:

    […] war ein spannender Wahlkrimi, die SPD hat deutlich Wählerstimmen verloren, die CDU gewonnen. Dank wahltaktischer Manöver haben Schwarz-Gelb dann am Ende ein paar Stimmen für die Mehrheit im Parlament […]

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About Nik

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