Eben probiert: Braun bodycruZer

Vor genau einem Jahr schrieb ich in der Diskussionsgruppe „de.alt.etc.koerperpflege

Hallo Körpergepflegte

Braun hat mit dem BodyCruzer eine Lücke geschlossen:  Ein Haartrimmer mit Systemklinge, mit dem Haare gekürzt und / oder rasiert werden können.

Meines Wissens nach der erste Rasierer von Braun, den man auch unter der Dusche benutzen kann.

Interessant für mich sind dabei drei Dinge:

Erstens greift Braun damit den Trend zur Körperrasur bei Männern auf (und erschließt sich so eine Käufergruppe, die man sonst nicht erreicht hätte, weil sie Naßrasierer sind).

Zweitens verwendet der BodyCruzer neben dem Scherwerk auch eine Systemklinge von Gillette. (Habe nicht recherchiert, ob Braun und Gilette zum selben Konzern gehören.)

Drittens die verwendet Klinge bzw. Das Klingenpaket. Der BodyCruzer das Klingenpaket des Gillette M3-Power (kompatibel zu Gilette Mach-3 und Mach-3-Turbo), also ein Klingenpaket mit DREI Klingen und nicht das momentan von Gillette beworbenen 5-Klingen-System „Fusion“.

Ich habe einen Gilette Mach-3-Turbo und bin damit sehr zufrieden, meine Versuche mit dem Gilette Fusion hinterließen bei mir den Eindruck, daß der Fusion bei täglicher Rasur besser sei, aber der Mach-3 bei längeren Haaren (Dreitagebart oder Körperbhaarung) besser sei, da die Zwischenräume zwischen den Klingen breiter sind und somit nicht so leicht verstopfen.

Der geringere Preis der Klingen der letzten Generation (M3-Power, Mach-3 und Mach-3-Turbo) spricht auch aus meiner sicht gegen die 5-Klingen-Technik des Fusion.

(Anmerkung: Typo im Text korrigiert und den Link direkt anklickbar gemacht)

Seit gestern habe ich den Braun bodycruZer B-55 in Titangrau. Seit ich vor einem Jahr den Artikel schrieb, hat sich einges getan. Inzwischen weiß ich, daß die Marken Braun und Gilette zu Procter & Gamble gehören, das erklärt, warum sich Braun für Klingen von Gillette entschieden hat.

Damals gab es diesen Rasierer nur mit dem 3er-Klingen-Paket des Gillette M3-Power (wobei dei Klingen Mach-3 und Mach-3-Turbo auch passen), heute gibt es den Rasierer auch mit dem 5+1-Klingen-System des Gillette Fusion.

Anfänglich war ich skeptisch, ob der Umstieg von 3-Klingen- auf 5-Klingen-Pakete wirklich vorteilhaft sei, ich hatte Bedenken, ob das 5+1-Klingenpaket des Fusion nicht zu schnell verstopft, speziell bei der Rasur von etwas längerer Körperbehaarung. Das ist beim BodyCruzer kein Problem, da der Langhaarschneider längere Bart- oder Körperhaare erst kurz über der Haut abschneidet und dann nur noch kurze Haare für das Klingenpaket des Fusion übrigbleiben.

Dank gummierter Auflageflächen für den Daumen liegt der Rasierer bei Links- oder Rechtshändern gleich gut in der Hand, durch den ausgewogenen Schwerpunkt läßt sich der BodyCruzer gut handhaben, sowohl bei Rasuren im Gesicht als auch am Körper. Auch wenn der Rasierer durch die Dusche oder Rasierschaum naß wurde, läßt er sich sicher handhaben.

Ich bin mein Leben lang Naßrasierer gewesen — okay, erst seit mir Bart wuchs — habe mich aber rasch an den dezenten Klang und sanften Vibration des BodyCruzers gewöhnt. Die Handhabung des neuen Rasierers war zunächst ungewohnt, weil ich mich vorher lange Zeit mit dem Gillette Mach-3-Turbo (und sehr selten mit einem Gillette Fusion) rasiert hatte, aber die Umstellung auf die neuen Ausmaße des Rasierers geht schnell. An die Außmaße eines neuen Autos gewöhnt man sich ja auch schnell.

Zur Akkulaufzeit kann ich noch nichts sagen, das Handbuch spricht von „bis zu 50 Minuten“, was aber für einige kombinierte Naß-Trocken-Rasierzyklen reichen dürfte. Der Fusion-Anteil (reines Naßrasieren) funktioniert natürlich auch ohne Strom.

Auf Reisen paßt der Rasiererund das Zubehör (Aufsätze für unterschiedlichen Trimming-Längen, Reinigungspinsel, Ladegerät und Transport- bzw. Duschhalterung in das mitgelieferte Reiseutui. Dabei ist mir allerdings der einzige Kritikpunkt an diesem Rasierer aufgefallen: Das Klingenpaket des Gillette Fusion ist ein 5+1-Paket, es hat 5 parallele Klingen auf der Vorderseite und eine einzelne Klinge an der Rückseite. Verstaut man den Rasierer in der Transporthalterung, so bleibt diese einzelne Klinge an der Rückseite unbedeckt und ungeschützt. Damit sich dadurch kein Risiko für Beschädigung der Klinge oder des Etuis ergibt, verstaue ich das Klingenpaket bei Reisen in der Halterung der frischen Klingen. 

Insgesamt bin ich echt begeistert. Ich dachte erst, daß BodyCruzer wird eine Ergänzung zu meinem Gillette Mach-3 aber schon jetzt ist abzusehen, daß der alte Rasierer recht schnell den Status „Für Not- und Kriesenfälle“ bekommen wird.

2 Kommentare zu „Eben probiert: Braun bodycruZer“

  • Claas Langbehn schrieb:

    Ich bin beim letzten Rasiererneukauf von Braun auf Panasonic umgestiegen. Damit kann ich mich auch unter der Dusche rasieren. Technisch haben sich die Rasierer auch sehr weiterentwickelt: Li-Ion-Akkus, Schnell-Ladung bis zur Rasierbereitschaft 5 Min, Ultraschall-Reinigungsmodus unter dem Wasserhahn und mit Flüssigseife, Linearmotoren ohne Leistungsverlust bei nachlassendem Akkustand, Akkuladestandsanzeige über LED, Rasieren mit Rasierschaum usw. usw.
    Dabei könnte man fast an den Wildwuchs bei Handys und deren Ausstattung denken…
    Obwohl, vielleicht ist ein Handy mit eingebautem Rasierapparat und eingebauter Taschenlampe und eingebautem Schweizer Offiziersmesser die noch wirklich fehlende Marktlücke?

  • Ein Rasierer ist ein Rasierer ist ein Rasierer und nichts, womit McGyver die Welt retten soll… Wobei, das kann er auch mit einer Büroklammer.

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