Ein fast perfekter Plan

Manchmal neigt man dazu, das Offensichtliche nicht zu sehen oder es nicht als Möglichkeit zu erkennen. Bis es dann doch mal jemand sieht, darüber nachdenkt und dann das Potential entdeckt. Erfolg besteht aus diesen 10% Inspiration, dann folgen 90% Transpiration, wie es Thomas Alva Edison einst so treffend formulierte.

Und natürlich redet man während dieser Zeit nicht über die Sache, will man die Idee schützen lassen oder geht es um eine lukrative Umsetzung, dann erst recht nicht. So erging es mir auch kürzlich: Die junge Dame wollte nichts verraten.

Kein Problem für einen Superschurken wie mich. Ich zog meinen Schlüssel an seinem langen Schlüsselband aus der Tasche, setzte es wir ein Pendel ein, sprach mit sanfter, aber eindringlicher Stimme: „Schau auf dieses Pendel, setz Dich hin und schreib alles auf …“

Die junge Dame machte die sprichwörtlichen Kulleraugen, setzte sich wie in Trance und begann nach Stift und Zettel zu greifen. Ich wußte, ich hatte sie. Jetzt würde die mir alles verraten.

„Erst schreibst Du den Plan auf und dann alles über Bielefeld …“

Plötzlich stand sie auf, lächelte mich an und verließ mit einem spöttischem „Bielefeld, haha, darauf falle ich nicht herein …“ den Raum.

Und ich wußte, mein perfekter Plan hatte doch noch gewisse Unzulänglichkeiten. Aber ich gebe mein Superschurken-Ehrenwort, beim nächsten Mal kriege ich sie…

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About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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