Für Italiener Ausreichende Technik :-)

Ich fahre einen Kleinwagen. Und auch durchaus gerne. Mein kleiner Fiat CinqueCento paßt auch in innerstädtische Parklücken, auf der Autobahn ist er ausreichend schnell und ist angenehm sparsam im Verbrauch, sinnige Fahrweise vorausgesetzt.

Extras aus dem „Wir betreuen unseren Opa mit dem Auto“-Paket wie Klimaanlage, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber nutze ich immer noch gerne und möchte sie bei zukünftigen Autos auch nicht mehr missen.

Heute habe ich mich aber mal wieder über mein Auto ärgern müssen. Nein. Eigentlich mehr über die Menschen, die mein Auto konstruiert haben. Was war geschehen? Eine Birne war kaputt gegangen. Das ist normal. Das kommt vor. Das wissen auch Autohersteller. Deswegen sind Scheinwerferbirnen auch auswechselbar. Eigentlich. Das dachte ich auch. Ich habe mir das ganz genau im Handbuch angesehen, wie das gehen sollte. Naja, das sah auch ganz einfach aus.

Ich habe mir extra einen hellerleuchteten Parkplatz gesucht und war mit einer Taschenlampe bewaffnet. Doch nach einem Blick unter die Haube schwante mir Übles… Irgendwie sah alles anders aus als im Handbuch abgebildet. Für die Bilder war das Auto schön zerlegt, alles war deutlich zu erkennen und gut zugänglich. Kommt in der Praxis genau nie vor 🙁

Ich habe meine großen Hände mehrmals verflucht und mir gewünscht, ich hätte mehr Gelenke in den Fingern. Nach einer Viertelstunde Gefummel, Gebastel und Gefluche hatte ich das kaputte Birnchen dann gegen ein heiles ausgetauscht.

Ich habe den starken Verdacht, die italienischen Konstrukteure haben nie versucht, diese Aufgabe mal selbst durchzuspielen, sonst hätten sie bemerkt, was für einen Mist sie da grad entwickeln. Aber vielleicht kommt der Spitzname „Für Italiener Ausreichende Technik“ für FIAT ja auch daher, daß Italiener viel kleine Finger als andere Menschen haben und ihnen artistische Einlagen unter der Motorhaube deshalb besser gelingen…

Und wenn wir schon dabei sind: Das Nachfüllen der Scheibenreinigungsflüssigkeit gelingt mir auch erst anständig, seitdem ich mir einen Trichter mit langem Schlauch dran besorgt habe. Die Öffnung für den Behälter ist sehr service-unfreundlich angebracht. Was Frauen mit langen Fingernägeln dabei erlebten, stelle ich mir jedenfalls besser nicht vor.

Da lobe mich mir den Renault Twingo einer guten Freundin: Alles leicht zugänglich und hübsch beschriftet. So kann es sein. Da müssen die Jungs von FIAT wohl nochmal nachbessern.

Und, Jungs, wenn ihr schon dabei seid: Macht doch die Scheinwerfer-Blinker-Einheit komplett rausschwenkbar. Das kostet zwar eine Kleinigkeit mehr in der Herstellung, aber das Auswechseln von Verschleißteilen geht dann viel schneller, leichter und nervenschonender. Welche Frau hat bei einem typischen Frauenauto schon Lust und Laune, ’ne „Ewigkeit“ für sowas zu verschwenden. Also läßt frau das an Tankstelle oder in der Werkstatt machen, was wieder Folgekosten nach sich zieht. Lieber wenige Euro mehr für das Auto ausgeben und nie wieder Streß mit dem Lampenwechsel…

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About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
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