Hot-Dog on the Highway

Skandinaviern sagt man eine gewisse Gelassenheit nach, doch diese vermeintliche Kühle kann sich sehr wohl in Aufgeregtheit verwandeln, wenn’s nur heiß genug wird. So geschehen einer Familie aus Dänemark, deren Auto gestern während der Fahrt Feuer fing. Glücklicherweise gab es weder Tote noch Verletzte, es verbrannten auch keine Wertgegenstände mit dem Auto.

Trotz eingeleiteter Brandbekämpfung durch Ersthelfer mit Autofeuerlöschern, gelang es uns nicht, das Feuer zu löschen, dabei hatten wir zwei 1kg- und einen 2kg-Löscher im Einsatz. Auch die Polizei konnte das Feuer mit dem 6kg-Löscher nicht stoppen. Erst mit einem massiven Schaumbad gelang es der Feuerwehr, den Brand endgültig zu löschen, immer wieder entfachte sich auslaufender Treibstoff an heißen Teilen.

Ich habe dabei eine Menge gelernt:
Wenn ein Auto brennt, zählt wirklich jede Sekunde. Denn es bleibt nur wenig Zeit, das Fahrzeug zu verlassen und sich (samt Gepäck) in Sicherheit zu bringen und (viel wichtiger) die Motorhaube zu entriegeln, um beim Löschversuch mit dem Löscher (sofern vorhanden), das Feuer (im Motorraum) ungehindert bekämpfen zu können. Ist die Motorraumhaube verriegelt, so kann der Pulverstrahl des Löschers kaum an die Brandstelle vordringen.
Wenn ein Auto erstmal brennt, dann ist es sehr schwierig, den Brand zu löschen

Es ist nie verkehrt, einen Löscher im Auto zu haben und sich bei Gelegenheit mit seiner Bedienung vertraut zu machen. Ach so, ein paar dicke Lederhandschuhe sollte auch im Auto sein, um Verbrennungen an den Händen zu vermeiden, wenn man z.B. einen heißen Türgriff öffnen muß, um Personen zu retten.

Ich habe auch eines beschlossen: Wenn ich meinen leeren Löscher durch einen neuen ersetzen werde, dann sollte der lieber eine Nummer größer sein. 1kg Löschmittel ist ein Witz, 2kg reichen auch nur in einer sehr frühen Brandphase, bei 6kg hat man ein paar Chancen mehr, auch wenn ich hoffe, daß der Fall der Fälle nie eintreten möge. Aber das dachte ich die letzten Jahre und 150.000 Kilometer auch, in denen ich meinen Löscher nur so durch die Gegend fuhr.

Nachtrag 14.05.2009: Bild des Autos nach der ‚Schaumparty‘ der Feuerwehr
Burnin' down the car!

2 Kommentare zu „Hot-Dog on the Highway“

  • […] Aufgrund einer Hilfeleistung stellte ich mein Auto auf dem Standstreifen der Autobahn ab und versuch… Auch wenn meine Hilfsleistung nicht erfolgreich (genug) war, war ich am Ort des Geschehens und wurde von der Polizei einem älteren Polizisten befragt, was ich denn gesehen hätte. Meine Personalien wollte er auch haben. Meine Ausweise usw. lagen im Auto, gute 50 Meter vom brennenden Auto entfernt. Der Polizist ging mit mir zu meinem Auto. Als wir dicht genug dran waren, sagte ich, daß ich das mit dem überzogenen TÜV-Termin wüßte, das neue Auto wäre bestellt, aber seine Auslieferung verzögerte sich und bat um Nachsicht. […]

  • […] Möglichkeit drei jedoch erzeugte ein erhebliches Unbehagen, denn austretendes Benzin kann dazu führen, daß ein Auto während der Fahrt in Brand gerät, keine Erlebnis, daß ich selbst erleben möchte, mir reichen da Erinnerungen an ein brennendes Auto, das ich mal auf der Autobahn sah. […]

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About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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