Kino Kino: Tödliches Kommando — Hurt Locker

Viel zu lange war ich nicht im Kino. Nicht, daß es keine spannenden Filme gegeben hätte, vielmehr lag es daran, daß meine Begleiter keine Zeit oder keine Lust auf den Film hatten … irgendwas ist ja immer.

Auch an mir ist die Oscar-Verleihung nicht vorbeigegangen und wenn ein Film bester Film wird, dann noch ein Kriegsfilm, der dazu noch von einer Frau gedreht wurde, dann … Doch der Reihe nach.

Irgendwann bekam ich einen Gutschein geschenkt: Kino für 2 Personen samt Getränken und Knabbersachen. Lange hing der Gutschein an meiner Pinwand und drohte so langsam in Vergessenheit zu geraten, bis er mir neulich während eines Telefonats mit einem guten Freund wieder einfiel. Wie quatschen über dies und das und dabei eben auch über „Hurt Locker“. Schnell wurden wir uns einig, daß wir uns dem Film gemeinsam ansehen wollten. Spontan waren wir dann abends im Kino.

Der Inhalt des Films kann an den üblichen Stellen nachgelesen werden, ich muß und möchte den zahlreichen Inhaltsangaben keine weitere zufügen. Was mich an dem Film bewegt hat, finde ich interessanter. Ich fand es spannend anzusehen, wie die Situation die Personen verändert, was passiert, wenn Menschen unterschiedlichen Charakters aufeinandertreffen und einander auf (im wahrsten Sinne des Wortes) Leben und Tod ausgeliefert sind.

Und das hat der Film sehr gut gezeigt. Und auch das, was der Krieg aus den Menschen macht. Und auch, wie schwierig es ist, nach dem dauerhaften Adrenalinrausch eines Kampfeinsatzes wieder nach Hause in die langweilige Normalität zurückzukehren.

Ich bin wirklich heilfroh, daß mir Krieg erspart geblieben ist und empfehle den Film weiter. Auch deswegen, weil es ein Film mit echten (durchaus sehenswerten) Menschen ist und keine Virtualisierungsorgie aus den Trickfilmstudios.

1 Kommentar zu „Kino Kino: Tödliches Kommando — Hurt Locker“

  • HerrK schrieb:

    Ich fand den Film damals auch sehr sehenswert,
    ganz einfach weil ich sehr gerne Kriegs- bzw. Antikriegsfilme sehe.

    Aber von der „Art“ Antikriegsfilm habe ich bestimmt schon ein Dutzend gesehen,
    ich denke da nur mal an die ganzen Anti-Filme damals zum Thema Vietnam und was da in den Soldaten vor ging
    Stelle halt damit nur die Anzahl der Oscars mit der er zugemüllt wurde in Frage! 😉

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About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
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