Nik kocht: Chili con Carne

Vorbemerkung:
Chili con carne, also Fleisch mit chiliartigen Gewürzen, gibt es wohl in ganz vielen Variationen. Jeder hat sein eigenes Rezept und je nach verfügbaren Zutaten oder Vorlieben sieht es anders aus, riecht anders, schmeckt anders. Hier also nun ‚mein‘ Rezept. Wem es gefällt, der koche es nach, verbessere es, verändere es, mache damit, was ihm beliebt.

Gerne erliegt man der Versuchung, ein Chili mörder-scharf zu machen. Was als Mutprobe ideal ist, erfreut jedoch nur selten den ’normalen‘ Gast. Bei der Schärfe gilt: Weniger ist manchmal mehr.

Zutaten:
1,5kg Hackfleisch (ich nehme 1kg Rinderhack, 0,5kg gemischtes Hack)
6 Dosen „Rio Bravo Chili Bohnen“ (Das sind Pinto-Bohnen in einer Chili-Sauce eingelegt)
2 Tuben Tomatenmark
1-2 EL Paprikapulver scharf
1-2 EL Paprikapulver edelsüß
1 EL Knoblauchpulver
1-2 EL Brühepulver
1-3 EL Honig (zur Not auch ganze mexikanische Killer-Bienen 😉 )
Saft einer frisch gepreßten Zitronen
2-10 Chili-Schoten (ich nehme kleine getrocknete) je nach Größe und Schärfe
1-2 EL Kakaopulver

Zubereitung:
Hackfleisch scharf anbraten. Ich mache das immer in kleinen Portionen, da Hackfleisch viel Flüssigkeit abgibt und ich es braten und nicht kochen will. Wer hat, kann auch mehrere Töpfe oder Pfannen gleichzeitig verwenden. Fleisch anbraten, bis es mittelbraun ist. Dann das Fleisch alles wieder in den großen Topf geben.

Der Chili-Wirkstoff Capsaicin ist fettlöslich, jedoch nicht wasserlöslich, daher gebe ich die Gewürze als erstes zu und verrühre sie im Hackfleisch. Je nach gewünschtem Geschmack (oder gewünschter Schärfe) gibt’s je ein bis zwei gehäuften EL von jeder Sorte Paprikapulver, ein bis zwei EL Brühepulver, beim Knoblauchpulver nehme ich einen gestrichenen EL. Die getrockneten Chili-Schoten zerbrösele ich in kleine Stücke. Dazu gebe ich sie in einen kleinen Gefrierbeutel, dann fliegen die scharfen Stücken nicht durch die ganze Küche und ich hab keine scharfen Rückständen an meinen Fingern.

Dann kommen die Chili-Bohnen (eigentlich Pinto- oder Kidney-Bohnen in Chili-Sauce) in den Topf. Ich gebe zunächst nicht alle Dosen rein sondern behalte ein oder zwei als Reserve, um die Schärfe anzupassen. Das Ganze dann aufkochen und auskühlen lassen.

Ein paar Stunden später das Chili wieder erhitzen. Nun kommt die geschmackliche Abstimmung, denn das Chili ist nun durchgezogen. Jetzt gebe ich das Tomatenmark hinzu und verrühre alles gut. Bei Bedarf kommen jetzt die restlichen Bohnen dazu und werden kurz mit aufgekocht. Abschmecken mit Honig, Zitronensaft und Kakaopulver. Danach wieder abkühlen lassen.

Bekanntlich sind alles guten Dinge drei. Vor dem Servieren wird das Chili wieder erhitzt und ist dann servierfertig. Guten Appetit.

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About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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